Desmogalen Spray

GALENpharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Desmopressin →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 5 ML 36,33 €
N3 4X5 ML 119,13 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • Antidiuretikum
    • zentraler Diabetes insipidus
    • traumatisch bedingte Polyurie und Polydipsie bei einem passageren ADH-Mangels nach Hypophysektomie, Operationen im Hypophysenbereich oder Schädelhirntraumen
  • Diagnostikum
    • Kurztest zur Bestimmung der Nierenkonzentrationsfähigkeit
    • Differentialdiagnose des Diabetes insipidus

Dosierung

Basiseinheit: 1 Sprühstoß enthält 10 µg Desmopressinacetat-3-Wasser (entsprechend 90,4 µg Desmopressin)

  • Antidiuretikum; Zentraler Diabetes insipidus sowie zentral traumatisch bedingte Polyurie und Polydipsie
    • Erwachsene
      • 1 - 2 Sprühstöße (10 - 20 µg) / Tag, verteilt auf 1 - 2 Einzeldosen morgens und abends
    • Kinder > 1 Jahr
      • 1 Sprühstoß (10 µg) / Tag
    • Dosierung nach Harnmenge und Harnosmolalität bestimmen
    • bei Anzeichen einer Wasserretention und/oder Hyponatriämie: Behandlung unterbrechen und Dosis anpassen
  • Diagnostikum; Kurztest zur Untersuchung der Nierenkonzentrationsfähigkeit und zur Differentialdiagnose des Diabetes insipidus
    • Erwachsene
      • 4 Sprühstöße (40 µg) / Tag
    • Kinder > 1 Jahr
      • 2 Sprühstöße (20 µg) / Tag
    • Kinder < 1 Jahr
      • 1 Sprühstoß (10 µg) / Tag

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 50 ml / min)
    • Anwendung kontraindiziert
  • Leberinsuffizienz
    • keine Untersuchungen
  • ältere Patienten
    • Anwendung mit Vorsicht

Kontraindikationen

Desmopressin - nasal
  • Überempfindlichkeit gegen Desmopressin
  • primäre/habituelle und psychogene Polydipsie (mit Urinproduktion > 40 ml / kg KG / 24 Stunden)
  • Polydipsie bei Alkoholikern
  • von-Willebrand-Jürgens-Syndrom Typ IIB und III
  • Patienten mit 5 % Faktor-VIII-Aktivität, Faktor VIII-Antikörper
  • bekannte oder Verdacht auf Herzinsuffizienz und andere Erkrankungen, die eine Behandlung mit Diuretika erfordern
  • Hyponatriämie
  • leichte oder schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 50 ml / Min.)
  • SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH)
  • mögliche produktspezifische Einschränkungen des Anwendungsalters siehe jeweilige Herstellerinformation
    • Anwendung zur Kontrolle von Blutungen sowie zur Blutungsprophylaxe vor kleineren chirurgischen Eingriffen oder Zahnextraktionen im ambulanten Bereich
      • da keine therapeutischen Erfahrungen vorliegen und insbesondere bei nicht-kontrollierter Flüssigkeitszufuhr und wiederholter Anwendung die Gefahr einer Wasserintoxikation (Wasservergiftung) besteht, darf Desmopressin bei Säuglingen und Kindern unter 4 Jahren nicht angewendet werden, es sei denn, die Behandlung wird vom Arzt als zwingend notwendig angesehen

Nebenwirkungen

Desmopressin - nasal
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • allergische Reaktionen
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hyponatriämie
        • kann Warnzeichen und Symptome verursachen wie
          • Kopfschmerzen
          • Nausea
          • Erbrechen
          • erniedrigte Natriumserumspiegel
          • Gewichtszunahme
          • Malaise
          • Abdominalschmerzen
          • Muskelkrämpfe
          • Schwindel
          • Verwirrung
          • Bewusstseinseinschränkungen
          • in schweren Fällen Konvulsionen und Koma
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dehydratation
      • Gewichtszunahme
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Insomnie
      • Affektlabilität
      • Albträume
      • Nervosität
      • Aggressionen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verwirrungszustände
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hirnödem
      • hyponatriämische Krämpfe
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Konvulsionen
      • Koma
      • Schwindel
      • Somnolenz
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Rötung des Auges
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Tachykardie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angina pectoris, bei Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit
        • kann durch Dosisreduktion verhindert werden oder sich zurückbilden
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Flush
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Blutdruckabfall oder -anstieg
        • auf Grund der verstärkten Wasserrückresorption kann der Blutdruck steigen, und es kann sich in einigen Fällen eine Hypertonie entwickeln
          • kann durch Dosisreduktion verhindert werden oder sich zurückbilden
      • thromboembolische Komplikationen bei Patienten mit erhöhter Thromboseneigung
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • nasale Kongestion
      • Rhinitis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Epistaxis
      • Infektionen der oberen Atemwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Gastroenteritis
      • Nausea
      • Erbrechen
      • Abdominalschmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Diarrhoe
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • allergische Reaktionen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hautausschlag
      • Urtikaria
  • Skelettmuskulatur- Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Muskelkrämpfe
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • allergische Reaktionen
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Pruritus, Exanthem, Fieber, Bronchospasmus, Anaphylaxie)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Fatigue
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • periphere Ödeme
      • Schmerzen in der Brust
      • Schüttelfrost
  • Untersuchungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • erhöhte Körpertemperatur
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Gewichtszunahme

Anwendungshinweise

  • Lösung zum Einsprühen in die Nase
    • gründliche Reinigung der Nase (Schneuzen) vor Anwendung
    • Schutzkappe abnehmen, Flasche senkrecht halten
    • nur vor 1. Anwendung 4 - 5mal sprühen, bis ein gleichmäßiger Sprühnebel entsteht
    • beim Sprühen Flasche stets so halten, dass die Spitze des Ansaugschlauches nach unten zeigt und in die Lösung eintaucht
    • Sprühöffnung in ein Nasenloch einführen und 1mal pumpen
    • bei höherem Bedarf abwechselnd in jedes Nasenloch sprühen
    • während Sprühvorgang leicht durch Nase einatmen
    • nach Gebrauch Schutzkappe wieder aufsetzen
    • Flasche aufrecht lagern
    • nach 50 Sprühstößen verbliebene Flüssigkeit nicht mehr benutzen (Ansaugschlauch taucht möglicherweise nicht mehr in Lösung ein; genaue Dosierung nicht mehr gewährleistet)
  • zentraler Diabetes insipidus
    • Aufteilung der Tagesdosis auf 1 - 2 Dosen (morgens und, falls erforderlich, abends vor dem Zubettgehen)
    • individuelle Ermittlung der optimalen Dosierung durch Bestimmung des Urinvolumens und der Urinosmolalität
    • 2 Behandlungsziele
      • ausgewogene Wasserbilanz
      • adäquate Schlafdauer (infolge Besserung von Nykturie und Enuresis nocturna)
  • diagnostischer Test zur Untersuchung der Nierenkonzentrationsfähigkeit
    • zur Unterscheidung von Polyurien anderer Genese
    • zur Bestimmung einer eingeschränkten Nierenkonzentrationsfähigkeit aufgrund von Harnwegsinfektionen
    • zur Früherkennung von tubulointerstitiellen Schädigungen etwa durch
      • Lithium
      • Analgetika
      • Chemotherapeutika
      • Immunsuppressiva
    • Test vorzugsweise morgens durchführen
    • Flüssigkeitsaufnahme während der ersten 12 Stunden einschränken
    • Kinder (< 5 Jahre), Patienten mit Herzerkrankungen oder Bluthochdruck
      • Flüssigkeitsaufnahme auf die Hälfte reduzieren
    • Blase direkt vor Arzneimittelgabe leeren
    • vor Testbeginn und 2mal nach Desmopressin-Gabe Osmolalität des Urins bestimmen
    • innerhalb der ersten Stunde gesammelten Urin verwerfen
    • beide nachfolgende Urinproben vorzugsweise 2 und 4 Stunden nach Desmopressin-Gabe gewinnen
    • zur Bestimmung der renalen Konzentrationsfähigkeit höheren Wert mit Ausgangswert vor Testbeginn oder altersspezifischem Referenzwert vergleichen
    • deutlicher Anstieg der Urinosmolalität bei gleichzeitig signifikanter Abnahme des Urinvolumens -> zentraler Diabetes insipidus
    • erniedrigte Werte, fehlender oder nur geringer Anstieg der Urinosmolalität -> eingeschränkte Nierenkonzentrationsfähigkeit

Stillzeithinweise

Desmopressin - nasal
  • Untersuchungen der Muttermilch von Frauen, die eine hohe Dosierung von 300 µg Desmopressin (intranasal) erhalten hatten, zeigten, dass die Mengen an Desmopressin, die auf das Kind übertragen werden könnten, zu gering sind, um die Diurese zu beeinflussen
  • Desmopressin wird bei Frauen nur in sehr geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden
  • bisherige klinische Erfahrungen mit der nasalen Anwendung von Desmopressin in der Stillzeit ergaben keine Hinweise auf nachteilige Wirkungen für Mutter und Kind

Schwangerschaftshinweise

Desmopressin - nasal
  • Desmopressin sollte bei schwangeren Frauen mit besonderer Vorsicht angewendet werden
    • Blutdrucküberwachung wird empfohlen
  • bisherige klinische Erfahrungen mit der nasalen Anwendung von Desmopressin in der Schwangerschaft ergaben keine Hinweise auf nachteilige Wirkungen für Mutter und Kind
  • Verwendung von Desmopressin zur Substitution eines ADH-Mangels in der Schwangerschaft ist möglich
  • vorliegende Daten bei einer begrenzten Anzahl (n = 53) schwangerer Frauen mit Diabetes insipidus sowie Daten bei Schwangeren mit Blutungskomplikationen (n = 216) zeigen, dass Desmopressin keine negativen Auswirkungen auf die Schwangerschaft oder auf den Gesundheitszustand des Fetus oder Neugeborenen hat
    • bis heute keine weiteren relevanten epidemiologischen Daten vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • Tierversuche zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Effekte auf die Schwangerschaft, die embryonale/fetale Entwicklung, die Geburt oder die postnatale Entwicklung
    • Reproduktionsstudien bei Tieren haben keinen klinisch relevanten Effekt auf Elterntiere und Nachkommen gezeigt
  • in-vitro Studien an humanen Kotyledonen-Modellen haben gezeigt, dass Desmopressin die Plazentaschranke nicht überwindet, wenn es in therapeutischen Konzentrationen und in der empfohlenen Dosis angewendet wird

Warnhinweise

Desmopressin - nasal
  • nasale Darreichungsform sollte als Antidiuretikum/Diagnostikum nur bei Patienten angewendet werden, für die orale Darreichungsformen nicht geeignet sind
  • Kinder
    • bei Kindern muss die Anwendung unter Aufsicht eines Erwachsenen erfolgen, um die Dosis zu kontrollieren
  • Wasserretention und/oder Hyponatriämie
    • besondere Aufmerksamkeit ist dem Risiko für Wasserretention/Hyponatriämie zu widmen
    • empfehlenswert, die Einschränkung der Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen
    • Behandlung mit Desmopressin kann ohne gleichzeitige Einschränkung der Flüssigkeitsaufnahme zu einer Wasserretention und/oder Hyponatriämie mit oder ohne Warnsignale und Symptome (Kopfschmerzen, Übelkeit/Erbrechen, Abfall des Natriumserumspiegels, Gewichtszunahme und Ödembildung) führen
      • in schweren Fällen können Hirnödem, Krampfanfälle und Koma auftreten
    • Flüssigkeitsaufnahme sollte so weit wie möglich eingeschränkt und das Körpergewicht regelmäßig kontrolliert werden
      • falls eine graduelle Gewichtszunahme, die Abnahme des Natriumserumspiegels unter 130 mmol/l oder die Abnahme der Plasmaosmolalität unter 270 mOsm/kg KG beobachtet wird, muss die Flüssigkeitsaufnahme drastisch reduziert und die Verabreichung von Desmopressin unterbrochen werden
    • Wasserintoxikation
      • um eine Wasserintoxikation zu vermeiden, sollte auf eine ausgewogene Wasserbilanz geachtet werden
      • bei übermäßiger Flüssigkeitszufuhr besteht die Gefahr der Wasserintoxikation (Wasservergiftung).
        • besonders ausgeprägt bei Kindern, älteren Patienten und bei wiederholter längerdauernder Anwendung
        • Flüssigkeitszufuhr sollte deshalb eingeschränkt und nur soviel getrunken werden, bis das Durstgefühl befriedigt ist
        • alle Patienten, bei Kindern deren Eltern und ggf. zuständiges Pflegepersonal, sind darauf aufmerksam zu machen, dass eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme (auch während des Schwimmens) zu vermeiden ist und dass bei Erbrechen und Durchfall die Anwendung von Desmopressin so lange zu unterbrechen ist, bis sich der Flüssigkeitshaushalt wieder normalisiert hat
  • Gewichtszunahme
    • Gewichtszunahme kann durch Überdosierung oder häufiger durch verstärkte Flüssigkeitsaufnahme (s.o.) verursacht sein
    • mögliche Flüssigkeitsretention kann durch eine Gewichtskontrolle bzw. durch Messung des Plasma-Natriumspiegels bzw. der Plasma-Osmolalität überprüft werden
  • Patienten, die mit Diuretika behandelt werden
    • Maßnahmen zur Vorbeugung einer Flüssigkeitsüberladung müssen getroffen werden
  • Krampfanfälle
    • Gefahr von Hyponatriämie-bedingten Krampfanfällen kann auch durch Einhaltung der empfohlenen Anfangsdosierung und durch Vermeidung einer gleichzeitigen Anwendung Vasopressin-sekretsfördernder Substanzen minimiert werden
  • Anwendung als Diagnostikum
    • bei der Anwendung als Diagnostikum muss die Flüssigkeitsaufnahme zwischen 1 Stunde vor bis 8 Stunden nach der Verabreichung von Desmopressin auf max. 0,5 l beschränkt werden
    • Kurztests zur Bestimmung der Nierenkonzentrationsfähigkeit sollen bei Kindern unter einem Jahr nur im Krankenhaus und unter sorgfältiger Überwachung durchgeführt werden
  • bei Behandlung des zentralen Diabetes insipidus mit Desmopressin
    • kann eine schwere Hyponatriämie auftreten
    • nach Markteinführung Hinweise auf das Auftreten schwerer Hyponatriämien, wenn Desmopressin in nasaler Darreichungsform angewendet wird
  • bei Anwendung zur Kontrolle von Blutungen
    • bei einer bestehenden Thrombozytopenie (Blutplättchenmangel) kann Desmopressin eine verlängerte Blutungszeit nicht reduzieren
  • Nasenschleimhaut
    • bei der intranasalen Anwendung können Veränderungen oder Erkrankungen der Nasenschleimhaut, wie z.B. Narbenbildung, Ödeme (z. B. bei allergischer Rhinitis oder Infektionen der oberen Atemwege), zu einer veränderten Absorption führen
      • in diesen Fällen sollte Desmopressin nicht angewendet werden
  • Vorsichtsmaßnahmen
    • schwere Blasenfunktionsstörungen und Blasenauslassobstruktion
      • müssen vor der Behandlung ausgeschlossen werden
    • Kinder, ältere Patienten und Patienten mit niedrigen Natrium-Serumspiegeln
      • können ein erhöhtes Risiko für eine Hyponatriämie haben
    • Erkrankungen wie systemische Infektionen, Fieber und Gastroenteritis
      • Behandlung mit Desmopressin sollte während zwischenzeitlich auftretender Erkrankungen wie systemische Infektionen, Fieber und Gastroenteritis, die durch Flüssigkeits- und/oder Elektrolytungleichgewichte charakterisiert sind, sorgfältig angepasst werden
      • gilt vor allem in Situationen mit starken Blutungen
    • Desmopressin sollte mit besonderer Vorsicht angewendet werden
      • bei Patienten mit Risiko für die Erhöhung des intrakraniellen Druckes
      • bei Patienten mit Störungen des Flüssigkeits- und/oder Elektrolythaushaltes, z.B. bei zystischer Fibrose
      • bei Patienten mit leichter oder schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 50 ml/min)
    • thromboembolische Komplikationen
      • bei der Anwendung von Desmopressin in seltenen Fällen thromboembolische Komplikationen (Thrombosen, akuter Hirn- oder Myokardinfarkt) bei Patienten mit erhöhter Thromboseneigung beobachtet
      • obwohl nicht feststeht, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen der Verabreichung von Desmopressin und diesen Ereignissen bestand, wird empfohlen, Desmopressin bei erhöhter Thromboseneigung nur mit Vorsicht einzusetzen
    • Patienten mit koronarer Herzkrankheit oder Hypertonie (Bluthochdruck)
      • Anwendung nur mit Vorsicht, auf Grund der in einigen Fällen beobachteten Blutdruckerhöhung
    • Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Hyponatriämie einschließlich Einschränkung der Flüssigkeitszufuhr und häufigere Bestimmung des Natrium-Serumspiegels müssen getroffen werden bei:
      • begleitender Behandlung mit Arzneimitteln die SIADH induzieren können, z.B. trizyklische Antidepressiva, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, Chlorpromazin, Carbamazepin und einige Antidiabetika vom Sulfonylharnstoff-Typ (insbesondere Chlorpropamid)
      • gleichzeitiger Behandlung mit nichtsteroidalen Antiphlogistika