Desveneurax 50 mg Retardtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 ST | 27,77 € |
| N2 | 50 ST | 50,52 € |
| N3 | 100 ST | 85,97 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Behandlung der Major Depression (MDD) bei Erwachsenen
Dosierung
- Behandlung der Major Depression (MDD)
- empfohlene Dosis
- 50 mg Desvenlafaxin 1mal / Tag, immer etwa zur gleichen Tageszeit
- mit einer Mahlzeit oder unabhängig davon
- 50 mg Desvenlafaxin 1mal / Tag, immer etwa zur gleichen Tageszeit
- therapeutische Dosis
- 50 - 200 mg Desvenlafaxin 1mal / Tag
- Dosiserhöhungen
- nur nach klinischer Beurteilung
- max. 200 mg Desvenlafaxin / Tag
- niedrigste wirksame Dosis anwenden
- aufgrund des Risikos für dosisabhängige Nebenwirkungen
- Dosiserhöhung muss schrittweise in Intervallen von mind. 7 Tagen erfolgen
- die Dosis, bei der die Patienten angesprochen haben, muss beibehalten werden
- Behandlungsdauer
- i. A. erfordern akute Episoden einer Major Depression eine medikamentöse Behandlung über mehrere Monate oder auch länger
- die Behandlung ist in regelmäßigen Zeitabständen neu zu überprüfen, um festzustellen, ob sie fortzusetzen ist
- Beendigung der Behandlung mit Desvenlafaxin
- Berichte über Absetzsymptome bei Beendigung der Behandlung mit Desvenlafaxin, anderen SNRI und SSRI berichtet
- plötzliches Absetzen möglichst vermeiden
- Dosisreduktion bei Beendigung
- schrittweise, um das Risiko von Absetzerscheinungen zu verringern
- über mind. 1 - 2 Wochen
- bei einer Behandlungsdauer von > 6 Wochen
- über >/= 2 Wochen
- bei Auftreten stark beeinträchtigender Absetzsymptome nach Dosisverringerung oder Absetzen
- erneute Einnahme der zuletzt eingenommenen Dosis erwägen
- diese dann nach Anweisung des Arztes in nunmehr kleineren Schritten reduzieren
- erneute Einnahme der zuletzt eingenommenen Dosis erwägen
- schrittweise, um das Risiko von Absetzerscheinungen zu verringern
- Wechsel von anderen Antidepressiva zu Desvenlafaxin (einschließlich Venlafaxin auf Desvenlafaxin)
- Berichte über Absetzsymptome
- ggf. schrittweise Dosisverringerung des zuvor angewendeten Antidepressivums erforderlich
- Berichte über Absetzsymptome
- gleichzeitige Anwendung von Desvenlafaxin mit reversiblen MAOIs wie Linezolid oder Methylenblau
- Kombination aufgrund des erhöhten Risikos eines Serotoninsyndroms kontraindiziert
- Behandlung infolge einer psychiatrischen Störung dringend erforderlich
- nicht-pharmakologische Therapie einschließlich Hospitalisierung erwägen
- in einigen Fällen ist bei mit Desvenlafaxin behandelten Patienten dringend eine Behandlung mit Linezolid oder eine intravenöse Gabe von Methylenblau erforderlich
- keine geeignete alternative Behandlungsform und potenzieller Nutzen der Behandlung > Risiko eines Serotoninsyndroms
- Desvenlafaxin sofort absetzen und Linezolid geben / Methylenblau intravenös verabreichen
- Patient auf Symptome eines Serotoninsyndroms überwachen
- 2 Wochen lang oder bis zu 24 Std. nach der letzten Dosis Linezolid / Methylenblau i.v. (der frühere Zeitpunkt ist maßgebend)
- Patient auf Symptome eines Serotoninsyndroms überwachen
- Wiederaufnahme der Behandlung mit Desvenlafaxin 24 Std. nach der letzten Linezolid-Dosis / der letzten Verabreichung von Methylenblau i.v.
- Desvenlafaxin sofort absetzen und Linezolid geben / Methylenblau intravenös verabreichen
- keine geeignete alternative Behandlungsform und potenzieller Nutzen der Behandlung > Risiko eines Serotoninsyndroms
- empfohlene Dosis
Dosisanpassung
- eingeschränkte Leberfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Nierenfunktion
- schwer (24-Stunden-Creatinin-Clearance [CrCl] < 30 ml / Min.) oder Niereninsuffizienz im Endstadium
- Anfangsdosis von 50 mg Desvenlafaxin jeden 2. Tag
- große interindividuelle Variabilität der Clearance beobachtet
- individuelle Dosiseinstellung empfohlen
- nach einer Dialyse keine zusätzliche Dosis erforderlich
- schwer (24-Stunden-Creatinin-Clearance [CrCl] < 30 ml / Min.) oder Niereninsuffizienz im Endstadium
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- bei der Festlegung der Dosis jedoch beachten, dass eine geringere renale Desvenlafaxin-Clearance vorliegen kann
- Dosiserhöhungen mit Vorsicht vornehmen, um das Risiko für orthostatische Hypotonie zu reduzieren
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit von Desvenlafaxin nicht erwiesen
Kontraindikationen
Desvenlafaxin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Desvenlafaxin
- gemeinsame Anwendung mit Monoaminoxidase-Inhibitoren (MAOI)
- Behandlung mit dem Arzneimittel darf frühestens 14 Tage nach dem Absetzen des MAOI begonnen werden
- unter Berücksichtigung der Halbwertszeit von Desvenlafaxin darf die Behandlung mit einem MAOI frühestens 7 Tage nach Absetzen von Desvenlafaxin eingeleitet werden
- Behandlung mit Desvenlafaxin ist zudem aufgrund des erhöhten Risikos eines Serotoninsyndroms bei Patienten, die mit einem reversiblen MAOI wie Linezolid oder Methylenblau (intravenös) behandelt werden, kontraindiziert
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Desvenlafaxin - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verminderter Appetit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hyponatriämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schlaflosigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Angstgefühl
- Nervosität
- Anorgasmie
- verminderte Libido
- Albträume
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Depersonalisation
- abnormer Orgasmus
- Absetzerscheinungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Halluzinationen
- Hypomanie
- Manie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schläfrigkeit
- Tremor
- Aufmerksamkeitsstörungen
- Parästhesie
- Dysgeusie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Synkope
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Krampfanfälle
- Dystonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Serotonin-Syndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Mydriasis
- verschwommenes Sehen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tinnitus
- Schwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- Palpitationen
- ohne Häufigkeitsangabe
- ischämische Herzerkrankungen, die eine Revaskularisierung erforderlich machten, einschließlich
- Myokardischämie
- Myokardinfarkt
- Koronarverschluss
- ischämische Herzerkrankungen, die eine Revaskularisierung erforderlich machten, einschließlich
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hitzewallungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- peripheres Kältegefühl
- orthostatische Hypotonie (in placebokontrollierten Kurzzeitstudien mehr Fälle bei Patienten >/= 65 Jahre)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gähnen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Epistaxis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Mundtrockenheit
- Verstopfung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- Diarrhoe
- ohne Häufigkeitsangabe
- gastrointestinale Blutung
- für andere SNRI berichtet
- gastrointestinale Blutung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hyperhidrose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Alopezie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Angioödem
- Lichtempfindlichkeitsreaktion
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stevens-Johnson-Syndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Steifheit der Skelettmuskulatur
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Proteinurie
- Harnverhalt
- Schwierigkeiten beim Harnausscheiden
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erektile Dysfunktion
- verzögerte Ejakulation
- Ejakulationsschwäche
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- sexuelle Dysfunktion
- Ejakulationsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- postpartale Hämorrhagie
- für die therapeutische Klasse der SSRI/SNRI berichtet
- postpartale Hämorrhagie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erschöpfung
- Asthenie
- Schüttelfrost
- Nervosität
- Reizbarkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- hoher Blutdruck (in placebokontrollierten Kurzzeit- als auch den Langzeitstudien, war der arterielle systolische Druck bei Patienten >/= 65 Jahren höher als bei jüngeren Patienten)
- Gewichtszunahme
- Gewichtsabnahme
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Änderungen der Leberlaborwerte
- erhöhter Triglyceridspiegel im Blut
- erhöhter Prolaktinspiegel im Blut
- Hypercholesterinämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Retardtabletten zum Einnehmen
- Einnahme 1mal / Tag immer etwa zur gleichen Tageszeit mit einer Mahlzeit oder unabhängig davon
- Tabletten sind im Ganzen mit Flüssigkeit einzunehmen
- nicht teilen, zerdrücken, kauen oder auflösen
Stillzeithinweise
Desvenlafaxin - peroral
- aufgrund der möglichen schweren Nebenwirkungen für gestillte Kinder, die Desvenlafaxin exponiert werden, muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Desvenlafaxin verzichtet werden soll / die Behandlung mit Desvenlafaxin zu unterbrechen ist
- dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden
- Desvenlafaxin wird in die Muttermilch ausgeschieden
Schwangerschaftshinweise
Desvenlafaxin - peroral
- Desvenlafaxin darf bei schwangeren Frauen nur angewendet werden, wenn der zu erwartende Nutzen größer ist als die möglichen Risiken
- bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Desvenlafaxin bei Schwangeren vor
- Daten aus epidemiologischen Studien deuten darauf hin, dass die Anwendung von selektiven Serotonin-WiederaufnahmeInhibitoren (SSRI) in der Schwangerschaft, insbesondere im späten Stadium einer Schwangerschaft, das Risiko für das Auftreten einer primären pulmonalen Hypertonie bei Neugeborenen (PPHN, auch persistierende pulmonale Hypertonie genannt) erhöhen kann
- obwohl es keine Studien gibt, die einen Zusammenhang zwischen der Behandlung mit SNRI und dem Auftreten von PPHN untersucht haben, kann dieses potenzielle Risiko für Desvenlafaxin nicht ausgeschlossen werden, wenn man den zugehörigen Wirkmechanismus (Inhibition der Wiederaufnahme von Serotonin) berücksichtigt
- bei Einnahme von Desvenlafaxin während der Schwangerschaft oder kurz vor der Geburt kann das Neugeborene Absetzsymptome entwickeln
- bei Neugeborenen, die nach dem dritten Trimenon SSRI oder SNRI einschließlich Venlafaxin exponiert waren, wurde über Komplikationen berichtet, die eine Unterstützung der Atmung, Sondenernährung oder einen längeren Klinikaufenthalt erforderten
- solche Komplikationen können unmittelbar nach der Geburt auftreten
- Beobachtungsdaten weisen auf ein erhöhtes Risiko (weniger als das 2-fache) für eine postpartale Hämorrhagie infolge einer Exposition gegenüber SSRI / SNRI innerhalb eines Monats vor der Geburt hin
- Daten aus epidemiologischen Studien deuten darauf hin, dass die Anwendung von selektiven Serotonin-WiederaufnahmeInhibitoren (SSRI) in der Schwangerschaft, insbesondere im späten Stadium einer Schwangerschaft, das Risiko für das Auftreten einer primären pulmonalen Hypertonie bei Neugeborenen (PPHN, auch persistierende pulmonale Hypertonie genannt) erhöhen kann
- tierexperimentelle Studien
- haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
Warnhinweise
Desvenlafaxin - peroral
- Suizid / Suizidgedanken oder klinische Verschlechterung
- depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken, selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden
- Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt
- da diese nicht unbedingt schon während der ersten Behandlungswochen auftritt, sollten die Patienten daher bis zum Eintritt einer Besserung engmaschig überwacht werden
- bisherige klinische Erfahrung zeigt, dass das Suizidrisiko zu Beginn einer Behandlung ansteigen kann
- bei Patienten mit suizidalem Verhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapie ausgeprägte Suizidabsichten hatten, ist das Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken oder -versuchen erhöht
- sollten daher während der Behandlung besonders sorgfältig überwacht werden
- Meta-Analyse von Placebo-kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Antidepressiva bei Erwachsenen mit psychiatrischen Störungen zeigte für Patienten unter 25 Jahren, die Antidepressiva einnahmen, ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten im Vergleich zu Placebo
- Arzneimitteltherapie sollte mit einer engmaschigen Überwachung der Patienten, vor allem der Patienten mit hohem Suizidrisiko, insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen einhergehen
- Patienten (und deren Betreuer) sind auf die Notwendigkeit einer Überwachung hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, des Auftretens von suizidalem Verhalten oder Suizidgedanken und ungewöhnlicher Verhaltensänderungen hinzuweisen
- sollten unverzüglich medizinischen Rat einholen, wenn derartige Symptome auftreten
- mögliche Symptome sind z. B. Angstgefühl, Agitiertheit, Panikattacken, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Feindseligkeit, Aggressivität, Impulsivität, Akathisie (psychomotorische Unruhe), Hypomanie und Manie, insbesondere bei Behandlungsbeginn oder bei Änderungen der Dosis oder des Dosierungsschemas
- Patienten, bei denen das Risiko eines Suizidversuches besteht, sollten die geringste Packungsgröße des Arzneimittels erhalten, um die Gefahr einer Überdosis zu mindern
- sexuelle Funktionsstörung
- selektive SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) können Symptome einer sexuellen Funktionsstörung verursachen
- es wurden langanhaltende sexuelle Funktionsstörungen berichtet, bei denen die Symptome trotz des Absetzens von SNRI bestehen blieben
- Kinder und Jugendliche
- Desvenlafaxin sollte nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden
- suizidale Verhaltensweisen (Suizidversuch und Suizidgedanken) sowie Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) wurden in klinischen Studien häufiger bei mit Antidepressiva behandelten Kindern und Jugendlichen beobachtet als bei Kindern und Jugendlichen, die mit Placebo behandelt wurden
- sollte aufgrund klinischer Notwendigkeit dennoch die Entscheidung für eine Behandlung getroffen werden, ist der Patient im Hinblick auf das Auftreten suizidaler Symptome sorgfältig zu überwachen
- darüber hinaus fehlen Langzeitdaten zur Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung
- Manie / Hypomanie
- in klinischen Studien sind bei Patienten, die Desvenlafaxin einnahmen, Fälle von Manie aufgetreten
- Symptome von Manie / Hypomanie können bei einem kleinen Teil der Patienten mit einer affektiven Störung, die Antidepressiva einschließlich Desvenlafaxin erhalten haben, auftreten
- Desvenlafaxin muss bei Patienten mit Manie oder Hypomanie in ihrer oder der familiären Vorgeschichte mit Vorsicht angewendet werden
- Serotoninsyndrom oder Reaktionen ähnlich dem malignen neuroleptischen Syndrom (MNS)
- wie bei anderen serotonergen Arzneimitteln können bei der Behandlung mit Desvenlafaxin ein Serotoninsyndrom oder Reaktionen ähnlich dem malignen neuroleptischen Syndrom (MNS), ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand, auftreten, insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung anderer serotonerger Arzneimittel, einschließlich
- Triptane
- SSRI
- andere SNRI
- Lithium
- Sibutramin
- Fentanyl und seine Analoga
- Tramadol
- Dextromethorphan
- Tapentadol
- Meperidin
- Methadon
- Pentazocin
- Johanniskraut [Hypericum perforatum]
- Arzneimittel, die den Stoffwechsel von Serotonin beeinträchtigen (wie MAOI einschließlich Linezolid (ein Antibiotikum, bei dem es sich um einen nichtselektiven reversiblen MAOI handelt) und intravenösem Methylenblau)
- Antipsychotika oder anderen Dopaminagonisten
- Symptome eines Serotoninsyndroms können Änderungen des mentalen Zustands (z. B. Agitiertheit, Halluzinationen und Koma), autonome Instabilität (z. B. Tachykardie, labile Hypertonie und Hyperthermie), neuromuskuläre Abweichungen (z. B. Hyperreflexie und Inkoordination) und / oder gastrointestinale Symptome (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe) einschließen
- in seiner schwersten Form kann das Serotoninsyndrom dem malignen neuroleptischen Syndrom (MNS) ähneln, das Hyperthermie, Muskelsteife, autonome Instabilität mit möglicherweise raschen Schwankungen der Vitalzeichen und Änderungen des seelischen Zustands umfasst
- falls die gleichzeitige Behandlung mit Desvenlafaxin und anderen Wirkstoffen, die das serotonerge und / oder dopaminerge Neurotransmittersystem beeinflussen können, gerechtfertigt ist, ist eine sehr engmaschige Überwachung des Patienten angeraten, insbesondere bei Behandlungsbeginn oder Dosiserhöhung
- gleichzeitige Anwendung von Desvenlafaxin und Serotonin-Präkursoren (wie Tryptophan-Nahrungsergänzungsmittel) wird nicht empfohlen
- wie bei anderen serotonergen Arzneimitteln können bei der Behandlung mit Desvenlafaxin ein Serotoninsyndrom oder Reaktionen ähnlich dem malignen neuroleptischen Syndrom (MNS), ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand, auftreten, insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung anderer serotonerger Arzneimittel, einschließlich
- gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die Venlafaxin und / oder Desvenlafaxin enthalten
- Desvenlafaxin ist der primäre aktive Metabolit von Venlafaxin, einem Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, generalisierter Angststörung, sozialer Angststörung und Panikstörung
- Arzneimittel, die Desvenlafaxin enthalten, dürfen nicht zusammen mit Arzneimitteln, die Venlafaxin enthalten, oder anderen Arzneimitteln, die Desvenlafaxin enthalten, angewendet werden
- Engwinkelglaukom
- da in Verbindung mit der Einnahme von Desvenlafaxin über Fälle von Mydriasis berichtet wurde, sind Patienten mit erhöhtem Augeninnendruck oder Patienten mit einem Risiko für ein akutes Engwinkelglaukom sorgfältig zu überwachen
- Blutdruck
- in klinischen Studien wurde bei einigen Patienten ein Blutdruckanstieg festgestellt, insbesondere bei Anwendung hoher Dosen
- vorbestehende Hypertonie sollte vor der Behandlung mit Desvenlafaxin eingestellt werden
- Blutdruck von Patienten, die mit Desvenlafaxin behandelt werden, ist regelmäßig zu kontrollieren
- bei der Behandlung mit Desvenlafaxin wurde über Fälle von erhöhtem Blutdruck berichtet, die eine sofortige Behandlung erforderten
- ein anhaltender Blutdruckanstieg kann Nebenwirkungen zur Folge haben
- bei Patienten, deren Blutdruck während der Behandlung mit Desvenlafaxin kontinuierlich ansteigt, ist eine Dosisreduzierung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung zu ziehen
- bei Patienten, deren Gesundheitszustand durch eine Erhöhung des Blutdrucks beeinträchtigt werden könnte, ist besondere Vorsicht geboten
- kardio- / zerebrovaskuläre Erkrankungen
- bei der Verordnung von Desvenlafaxin an Patienten mit kardiovaskulären oder zerebrovaskulären Erkrankungen oder Patienten mit Störungen des Lipidstoffwechsels ist Vorsicht geboten
- in klinischen Studien mit Desvenlafaxin wurde ein dosisabhängiger Anstieg des Blutdrucks und der Herzfrequenz beobachtet
- Desvenlafaxin wurde bei Patienten mit kürzlich erlittenem Myokardinfarkt, instabiler Herzerkrankung, unbehandelter Hypertonie oder zerebrovaskulärer Erkrankung nicht systematisch untersucht
- Patienten mit kürzlich erlittenem Myokardinfarkt, instabiler Herzerkrankung oder unbehandelter arterieller Hypertonie waren von allen klinischen Studien ausgeschlossen
- Serumlipide
- in klinischen Studien wurden dosisabhängige erhöhte nüchtern gemessene Gesamtcholesterinspiegel, LDL-Cholesterinwerte (LDL - Lipoprotein niedriger Dichte) und Triglyzeridwerte beobachtet
- Bestimmung des Lipidspiegels sollte während der Behandlung mit Desvenlafaxin erwogen werden
- Krampfanfälle
- in klinischen Studien mit Desvenlafaxin wurde über Krampfanfälle berichtet
- Anwendung von Desvenlafaxin bei Patienten mit Krampfanfällen wurde nicht systematisch untersucht
- Patienten mit Krampfanfällen in der Anamnese wurden von klinischen Studien ausgeschlossen
- wird diesen Patienten Desvenlafaxin verordnet, ist Vorsicht geboten
- entwickeln Patienten Krampfanfälle, sollte die Behandlung beendet werden
- Aggressivität
- Aggressivität kann bei einer kleinen Anzahl von Patienten auftreten, die mit Antidepressiva einschließlich Desvenlafaxin behandelt wurden
- diese Wirkung trat zu Behandlungsbeginn, bei Dosisänderung und bei Beendigung der Behandlung auf
- bei Patienten mit Aggressivität in der Vorgeschichte ist Desvenlafaxin, wie andere Antidepressiva auch, mit Vorsicht anzuwenden
- Aggressivität kann bei einer kleinen Anzahl von Patienten auftreten, die mit Antidepressiva einschließlich Desvenlafaxin behandelt wurden
- abnorme Blutungen
- selektive Serotonin-WiederaufnahmeInhibitoren (SSRI) und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SNRI) einschließlich Desvenlafaxin können das Risiko von Blutungen erhöhen
- gleichzeitige Anwendung von Acetylsalicylsäure, nichtsteroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln (NSAID), Warfarin und anderen Antikoagulantien kann dieses Risiko erhöhen
- Blutungen, die mit der Anwendung von SSRI und SNRI assoziiert sind, reichen von Ekchymose, Hämatomen, Epistaxis und Petechien bis hin zu gastrointestinalen und lebensbedrohlichen Blutungen
- Patienten sind auf das Risiko von Blutungen bei gleichzeitiger Anwendung von Desvenlafaxin und NSAID, Acetylsalicylsäure und anderen Arzneimitteln, die die Blutkoagulation beeinträchtigen und die Gefahr von Blutungen erhöhen können, hinzuweisen
- SNRI können das Risiko einer postpartalen Hämorrhagie erhöhen
- Akathisie / psychomotorische Unruhe
- Anwendung von selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren / Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRI / SNRI) wurde mit der Entwicklung von Akathisie in Verbindung gebracht, die charakterisiert ist durch eine subjektiv unangenehme oder als quälend erlebte Ruhelosigkeit und Notwendigkeit, sich zu bewegen, oft zusammen mit der Unfähigkeit, stillzusitzen oder stillzustehen
- dies tritt am ehestens während der ersten Behandlungswochen auf
- für Patienten, bei denen solche Symptome auftreten, kann eine Dosiserhöhung schädlich sein
- Anwendung von selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren / Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRI / SNRI) wurde mit der Entwicklung von Akathisie in Verbindung gebracht, die charakterisiert ist durch eine subjektiv unangenehme oder als quälend erlebte Ruhelosigkeit und Notwendigkeit, sich zu bewegen, oft zusammen mit der Unfähigkeit, stillzusitzen oder stillzustehen
- Hyponatriämie
- während der Behandlung mit SSRI oder SNRI (einschließlich Desvenlafaxin) können Fälle von Hyponatriämie und / oder des Syndroms der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) auftreten
- Vorsicht ist geboten bei der Verordnung von Desvenlafaxin an Patienten mit einem Risiko für Hyponatriämie, wie Patienten mit Volumenmangel oder dehydrierte Patienten einschließlich älterer Patienten und solcher, die Diuretika einnehmen
- Absetzreaktionen bei Beendigung der Behandlung mit SSRI / SNRI
- Absetzreaktionen treten bei einer Beendigung der Behandlung häufig auf, insbesondere, wenn die Behandlung plötzlich abgebrochen wird
- seit der Markteinführung von SSRI / SNRI gab es spontane Berichte über Nebenwirkungen nach dem Absetzen des Arzneimittels, insbesondere wenn die Behandlung plötzlich beendet wurde
- am häufigsten traten die folgenden Symptome auf
- Stimmungsschwankungen
- Reizbarkeit
- Agitiertheit
- Schwindelgefühl
- Empfindungsstörungen (z. B. Parästhesie einschließlich stromschlagähnlicher Empfindungen)
- Angstgefühl
- Verwirrtheit
- Kopfschmerzen
- Lethargie
- emotionale Labilität
- Schlaflosigkeit
- Hypomanie
- Tinnitus
- Krampfanfälle
- im Allgemeinen sind diese Symptome selbstlimitierend, es wurde jedoch auch über schwerwiegende Absetzreaktionen berichtet
- Mundtrockenheit
- über Mundtrockenheit haben 18 % der mit Desvenlafaxin behandelten Patienten berichtet
- dies kann das Risiko von Karies erhöhen, und die Patienten sollten auf die Wichtigkeit einer Dentalhygiene hingewiesen werden