DEXAMYTREX AUGENSALBE
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 3 G | 15,66 € |
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Indikation
- Infektionen des vorderen Augenabschnittes mit Gentamicin-empfindlichen Erregern (z.B. bakteriellen Entzündungen von Bindehaut, Hornhaut - ohne Epitheldefekt - und des Lidrandes), die eine stark entzündliche Reaktion aufweisen
- allergische superinfizierte Entzündungen der Bindehaut und des Lidrandes
Dosierung
Basiseinheit: 1 g Salbe enthält Gentamicinsulfat 5,0 mg (entspr. Gentamicin 3,0 mg), Dexamethason 0,3 mg
- Infektionen des vorderen Augenabschnittes mit Gentamicin-empfindlichen Erregern; Allergische, superinfizierte Entzündungen der Bindehaut und des Lidrandes
- 5 mm langen Salbenstrang 2 - 3mal / Tag und vor dem Schlafengen gehen in den Bindehautsack des erkrankten Auges einbringen
- Behandlungsdauer
- in Abständen, abhängig von Schwere der Erkrankung, Wirksamkeit kontrollieren und über Fortsetzung oder Änderung der Therapie entscheiden
- sollte i.d.R. > 2 Wochen nicht überschreiten
- Kontrollen des Augeninnendruckes sind angezeigt
- Kinder und Jugendliche
- keine Daten
Kontraindikationen
Dexamethason, Gentamicin sulfat - okulär
- Überempfindlichkeit gegen Dexamethason
- Überempfindlichkeit gegen Gentamicin
- akute eitrige Erkrankungen des vorderen Augenabschnittes
- Herpes corneae superficialis
- Verletzungen und ulzeröse Prozesse der Hornhaut
- Eng- und Weitwinkelglaukom
- Augentuberkulose
- Augenmykose
- allein bakterienbedingte Erkrankungen
- Tragen von Kontaktlinsen während der Behandlung
Nebenwirkungen
Dexamethason, Gentamicin sulfat - okulär
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Infektionen am Auge, die durch Viren, Pilze oder Bakterien verursacht sind, die nicht auf das Antibiotikum Gentamicin ansprechen
- können durch die gleichzeitige Anwendung von Dexamethason aktiviert, verstärkt oder verschleiert werden
- Infektionen am Auge, die durch Viren, Pilze oder Bakterien verursacht sind, die nicht auf das Antibiotikum Gentamicin ansprechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Endokrine Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Cushing-Syndrom
- Nebennierensuppression
- ohne Häufigkeitsangabe
- Augenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Reaktionen
- vorübergehendes leichtes Augenbrennen
- Überempfindlichkeitsreaktionen (kontaktallergische Reaktion), möglicherweise einhergehend mit
- Juckreiz des Augenlids
- Ödem des Augenlids
- Lidekzem
- Erhöhung des IOD (Glaukom) (bei längerfristiger Behandlung)
- irreversible Linsentrübung (Katarakt) (bei längerfristiger Behandlung)
- insbesondere bei Kindern
- Herpes simplex-Keratitis
- Perforation der Cornea bei bestehender Keratitis oder Substanzdefekten der Hornhaut
- Pilzinfektion (z. B. Candida albicans)
- Aggravation bakterieller Hornhautinfektionen
- Ptosis
- Mydriasis
- Wundheilungsstörungen nach Corneaverletzungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- verschwommenes Sehen
- lokale Irritationen wie
- Brennen
- Stechen
- Lid- und Bindehautödem
- Juckreiz
- Hyperämie der Bindehaut
- Kontaktekzem
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendungshinweise
- nach Abziehen des Unterlides Salbenstrang in den Bindehautsack des erkrankten Auges einbringen
- Kontaktlinsen dürfen während der Anwendung nicht getragen werden
Stillzeithinweise
Dexamethason, Gentamicin sulfat - okulär
- die Indikation sollte in der Stillzeit streng gestellt werden
- sind aus Krankheitsgründen höhere Dosen erforderlich, sollte abgestillt werden
- Dexamethason
- Dexamethason kann bei der Anwendung am Auge systemisch resorbiert werden und während der Stillzeit auch in die Muttermilch übergehen
- Glucocorticoide gehen in die Muttermilch über; eine Schädigung des gestillten Säuglings ist bislang nicht bekannt geworden
- Gentamicin
- aufgrund der geringen Aufnahme des Gentamicins in den Blutkreislauf ist nicht mit unerwünschten Wirkungen beim gestillten Säugling zu rechnen
Schwangerschaftshinweise
Dexamethason, Gentamicin sulfat - okulär
- 1. Trimenon
- eine Behandlung sollte nicht im ersten Drittel der Schwangerschaft erfolgen bzw. gilt es soweit wie möglich zu vermeiden
- 2. und 3. Trimenon
- auch im weiteren Schwangerschaftsverlauf sollte eine Behandlung soweit wie möglich vermieden werden und nur unter strengster Indikationsstellung und unter Abwägung aller Risiken erfolgen
- Anwendung so weit wie möglich vermeiden, da auch nach Anwendung von Glucocorticoiden am Auge eine relevante systemische Exposition nicht ausgeschlossen werden kann
- falls die Behandlung unbedingt erforderlich ist, sollte sie so kurz und so niedrig dosiert wie möglich erfolgen
- auch im weiteren Schwangerschaftsverlauf sollte eine Behandlung soweit wie möglich vermieden werden und nur unter strengster Indikationsstellung und unter Abwägung aller Risiken erfolgen
- tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
- Dexamethason
- keine hinreichenden Daten für die Anwendung von Dexamethasondihydrogenphosphat/Dexamethason bei Schwangeren
- Glucocortiocoide
- auch nach Anwendung von Glucocortioiden am Auge kann eine relevante systemische Exposition nicht ausgeschlossen werden
- bei einer Langzeitbehandlung mit Glucocortioiden während der Schwangerschaft kann es zu intrauteriner Wachstumsretardierung des Kindes kommen
- ein erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei menschlichen Feten durch die Gabe von Glucocorticoide während des ersten Trimenons wird diskutiert
- werden Glucocorticoide am Ende der Schwangerschaft gegeben, besteht für den Fetus die Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde, die eine ausschleichende Substitutionsbehandlung des Neugeborenen erforderlich machen kann
- synthetische Glucocorticoide wie Dexamethason werden in der Plazenta im Allgemeinen schlechter inaktiviert als das endogene Cortisol (= Hydrocortison) und stellen daher ein Risiko für den Fetus dar
- weiterhin wird aufgrund von epidemiologischen Studien in Verbindung mit Tierexperimenten diskutiert, dass eine intrauterine Glucocorticoidexposition zur Entstehung von metabolischen und kardiovaskulären Erkrankungen im Erwachsenenalter beitragen könnte
- tierexperimentelle Studien:
- Glucocorticoide führten im Tierexperiment zu Gaumenspalten
- Gentamicin
- keine hinreichenden Daten für die Anwendung von Gentamicinsulfat bei Schwangeren
Warnhinweise
Dexamethason, Gentamicin sulfat - okulär
- Risiko systemischer Nebenwirkungen
- bei einer gleichzeitigen Behandlung mit CYP3A-Inhibitoren einschließlich cobicistathaltiger Produkte ist mit einem erhöhten Risiko systemischer Nebenwirkungen zu rechnen
- die Kombination sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko systemischer Nebenwirkungen der Corticosteroide
- in diesem Fall sollten die Patienten im Hinblick auf systemische Corticosteroidnebenwirkungen überwacht werden
- die Kombination sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko systemischer Nebenwirkungen der Corticosteroide
- bei einer gleichzeitigen Behandlung mit CYP3A-Inhibitoren einschließlich cobicistathaltiger Produkte ist mit einem erhöhten Risiko systemischer Nebenwirkungen zu rechnen
- Cushing-Syndrom und/oder eine Nebennierensuppression
- können in Verbindung mit der systemischen Absorption von ophthalmischem Dexamethason nach einer intensiven oder langfristigen Behandlung von prädisponierten Patienten, einschließlich Kindern und Patienten, die mit CYP3A4-Inhibitoren (einschließlich Ritonavir und Cobicistat) behandelt wurden, auftreten
- in diesen Fällen sollte die Behandlung schrittweise beendet werden
- können in Verbindung mit der systemischen Absorption von ophthalmischem Dexamethason nach einer intensiven oder langfristigen Behandlung von prädisponierten Patienten, einschließlich Kindern und Patienten, die mit CYP3A4-Inhibitoren (einschließlich Ritonavir und Cobicistat) behandelt wurden, auftreten
- Sehstörung
- bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
- wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden
- diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden
- bei Vorliegen eines Glaukoms - insbesondere bei Engwinkelglaukom - ist die Anwendung nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angezeigt, da eine Steigerung des Augeninnendrucks auftreten kann
- Kontrollen des Augeninnendrucks und ggf. eine zusätzliche Applikation lokaler Antiglaukomatosa sind zu erwägen
- während der Anwendung dürfen keine Kontaktlinsen getragen werden