DHC 120 mg Ennogen Retardtabletten

ENNOGEN HEALTHCARE (EUROPE) LIMITED Wirkstoff: Dihydrocodein →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 20 ST 81,97 €
N2 50 ST 182,11 €
N3 100 ST 318,21 €

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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene und Jugendliche >/= 16 Jahre

  • mittelstarke bis starke Schmerzen

Dosierung

  • mittelstarke bis starke Schmerzen
    • Dosierung abhängig von der Schmerzintensität und der individuellen Empfindlichkeit
    • grundsätzlich: Gabe einer ausreichend hohen und gleichzeitig im Einzelfall kleinsten ausreichend analgetisch wirksamen Dosis anstreben
    • empfohlene Dosierungen sind Anhaltswerte
      • bei starken Schmerzzuständen kann hiervon abgewichen werden
    • Erwachsene und Jugendliche >/= 16 Jahre
      • 1 Retardtablette (120 mg Dihydrocodeinhydrogentartrat) 2mal / Tag, morgens und abends
      • tägliche Maximaldosis: 240 mg Dihydrocodeinhydrogentartrat
      • für höhere Dosierungen liegen keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vor
    • Kinder und Jugendliche < 16 Jahre
      • für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen < 16 Jahren nicht geeignet
    • ältere Patienten, Patienten mit Hpothyreose sowie eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion
      • Dosisanpassung (Dosishöhe, Dosisintervall)
      • auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten
    • Dauer der Behandlung
      • Anwendung nicht länger als unbedingt notwendig
      • wenn eine längerfristige Schmerzbehandlung erforderlich ist
        • regelmäßige Überprüfung ob und in welcher Dosis das Arzneimittel weiter gegeben werden muss (ggf. durch Dosisminderung)
      • falls eine Opioid-Therapie nicht länger angezeigt ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allmählich zu reduzieren, um das Auftreten einer Entzugssymptomatik zu vermeiden

Kontraindikationen

Dihydrocodein - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Dihydrocodein
  • schwere chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • schweres Cor pulmonale
  • schweres Bronchialasthma / Asthmaanfall
  • schwere Atemdepression mit Hypoxie
  • chronische oder akute Pankreatitis

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Dihydrocodein - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angioödem
  • Endokrine Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hyperprolaktinämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Abhängigkeit
      • Verwirrtheitszustände
      • Wahrnehmungsstörungen (z. B. Halluzinationen)
      • Stimmungsänderung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Sedierung (Somnolenz bis zu getrübtem Bewusstseinszustand)
        • dosisabhängig in unterschiedlichem Ausmaß
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerz
      • Schwindelgefühl
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Konvulsionen (insbesondere bei Personen mit Epilepsie und Prädisposition zu Krampfanfällen)
      • Parästhesien
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schlafapnoe-Syndrom
      • Benommenheit
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Sehstörungen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Vertigo
  • Gefäßerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • erniedrigter Blutdruck
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspnoe bzw. Asthmaanfall (letzteres insbesondere bei Patienten mit Asthma)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Atemdepression
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Obstipation
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Abdominalschmerz
      • Mundtrockenheit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Diarrhoe
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Ileus
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Gallenkolik
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erhöhung leberspezifischer Enzyme
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hyperhidrosis
      • Pruritus
      • Urtikaria
      • Hautreaktionen / Hautausschlag
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Harnretention
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • körperliche Abhängigkeit mit Arzneimittelentzugssyndrom
      • Asthenie
      • Ermüdung / Müdigkeit
      • Unwohlsein
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Arzneimittelentzugssyndrom bei Neugeborenen
      • Toleranzentwicklung

Anwendungshinweise

  • zum Einnehmen
  • Einnahme unzerkaut 2mal / Tag nach einem festen Zeitplan
  • die Zeitspanne zwischen 2 Einzelgaben soll 8 Stunden nicht unterschreiten
  • Einnahme zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon mit ausreichend Flüssigkeit
  • Tabletten nicht zerbrechen, zerkauen oder zerreiben

Stillzeithinweise

Dihydrocodein - peroral
  • da nicht bekannt ist, ob Dihydrocodein oder seine Metabolite in die Muttermilch übergehen, sollte Dihydrocodein während der Stillzeit nicht eingenommen werden
  • ist eine Dihydrocodein-Therapie während der Stillzeit erforderlich, muss beim Säugling auf mögliche Folgen einer Dihydrocodein-Überdosierung wie Trinkschwäche, Somnolenz oder Lethargie geachtet werden

Schwangerschaftshinweise

Dihydrocodein - peroral
  • Dihydrocodein darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, da keine Erfahrungen über die Sicherheit einer solchen Anwendung vorliegen
  • für verwandte Wirkstoffe gibt es Hinweise auf Fehlbildungen beim Menschen, Wachstumsverzögerung beim Feten und Verkürzung der Schwangerschaftsdauer
  • längerfristige Anwendung von Dihydrocodein während der Schwangerschaft kann zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen führen
  • unter der Geburt darf Dihydrocodein nicht eingesetzt werden, da bei Neugeborenen Atemdepression beobachtet wurde
  • Fertilität
    • keine ausreichenden Daten zum Einfluss von Dihydrocodein auf die Fertilität beim Menschen vorliegend

Warnhinweise

Dihydrocodein - peroral
  • darf nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden bei
    • älteren Patienten
    • Störungen des Atemzentrums (Atemdepression mit Hypoxie)
    • oben genannten Störungen der Atemfunktion (z.B. bei chronischer obstruktiver Lungenerkrankung)
    • Asthma bronchiale
    • Cor pulmonale
    • Schlafapnoe
    • gleichzeitiger Anwendung von anderen zentraldämpfend wirkenden Arzneimitteln
    • Therapie mit Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer)
    • Opioid-Toleranz, physischer Abhängigkeit oder Entzugserscheinungen
    • psychischer Abhängigkeit [Arzneimittelsucht], Missbrauchsprofil und Vorgeschichte von Drogen- und / oder Alkoholmissbrauch
    • Kopfverletzungen, Hirnverletzungen (intrakranielle Läsionen) oder erhöhtem Hirndruck, Bewusstseinsstörungen unklaren Ursprungs
    • Gallenwegserkrankungen
    • Beeinträchtigung der Leberfunktion
    • Niereninsuffizienz
    • Verstopfung
    • Hypothyreose
    • Prostatahyperthrophie
  • Atemdepression
    • Atemdepression ist die bedeutsamste Gefährdung einer Opioid-Überdosierung
  • schlafbedingte Atmungsstörungen
    • Opioide können zu schlafbedingten Atmungsstörungen einschließlich zentraler Schlafapnoe (ZSA) und schlafbedingter Hypoxämie führen
    • Anwendung von Opioiden kann das ZSA-Risiko bei manchen Patienten dosisabhängig erhöhen
    • Opioide können auch eine Verschlimmerung einer bereits bestehenden Schlafapnoe verursachen
    • bei Patienten mit ZSA sollte eine Senkung der Opioid-Gesamtdosis in Erwägung gezogen werden
  • Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder vergleichbaren Arzneimitteln
    • gleichzeitige Anwendung von Dihydrocodein und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder vergleichbaren Arzneimitteln kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
      • aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Verschreibung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt
    • wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Dihydrocodein zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird
      • sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein
    • Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden
      • in diesem Zusammenhang dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren
  • MAO-Hemmer
    • Dihydrocodein muss mit Vorsicht bei Patienten verabreicht werden, die MAO-Hemmer einnehmen oder die innerhalb der letzten zwei Wochen MAO-Hemmer erhalten haben
  • Opioid-Toleranz, physische Abhängigkeit
    • eine längerfristige Anwendung kann zu physischer Abhängigkeit sowie Toleranz führen
    • bei bestimmungsgemäßer Anwendung bei chronischen Schmerzpatienten - insbesondere, wenn die Gabe nach einem festen Zeitplan (Schmerzprophylaxe) erfolgt - ist das Risiko psychischer Abhängigkeit deutlich reduziert
  • Behandlungsende, Entzugserscheinungen
    • bei abrupter Beendigung der Therapie kann eine Entzugssymptomatik auftreten
    • wenn die Therapie mit Dihydrocodein nicht mehr länger erforderlich ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allmählich zu reduzieren, um das Auftreten einer Entzugssymptomatik zu vermeiden
  • psychische Abhängigkeit [Arzneimittelsucht], Missbrauchsprofil und Vorgeschichte von Drogen- und / oder Alkoholmissbrauch
    • Dihydrocodein hat ähnlich wie andere stark wirksame Opioidrezeptoragonisten ein Abhängigkeitspotential
      • psychische Abhängigkeit [Arzneimittelsucht] von Opioid-Analgetika wie Dihydrocodein kann sich entwickeln
    • bei vorbestehender Opioidabhängigkeit (auch solche in Remission) ist mit schnellen Rückfällen zu rechnen
    • Dihydrocodein wird von Heroinabhängigen als Ersatzstoff betrachtet
    • auch Abhängige von Alkohol oder Sedativa neigen zu Missbrauch und Abhängigkeit von Dihydrocodein
    • bei anamnestischem oder bestehendem Alkohol-, Drogen-, oder Arzneimittelmissbrauch Dihydrocodein nur mit besonderer Vorsicht verordnen
  • missbräuchliche parenterale Verabreichung von nicht für die parenterale Verabreichung zugelassenen Darreichungsformen
    • kann zu schwerwiegenden, potenziell letalen unerwünschten Ereignissen führen
  • Opioide wie Dihydrocodein können die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- oder Gonaden-Achsen beeinflussen
    • zu den möglichen Veränderungen zählen ein Anstieg von Prolaktin im Serum und eine Abnahme von Cortisol und Testosteron im Plasma
    • auf Grundlage dieser Hormonveränderungen können sich klinische Symptome manifestieren
  • Hyperalgesie, die nicht auf eine weitere Erhöhung der Dihydrocodein-Dosis reagiert, kann insbesondere bei hohen Dosen auftreten
    • Reduktion der Dihydrocodein-Dosis oder der Wechsel zu einem alternativen Opioid kann erforderlich sein