Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 26,74 € |
| N2 | 120 ST | 65,64 € |
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Indikation
- nicht insulinabhängiger Diabetes mellitus (Typ II) bei Erwachsenen, sofern eine Diät, körperliche Aktivität und Gewichtsreduzierung alleine nicht ausreichend sind, um den Blutzuckerspiegel einzustellen
Dosierung
- nicht insulinabhängiger Diabetes mellitus (Typ II)
- Anfangsdosis: 1/2 Tablette (30 mg Gliclazid) 1mal / Tag
- bei zufriedenstellender Einstellung des Blutzuckers, kann diese Dosis für Dauerbehandlung beibehalten werden
- stufenweise Dosiserhöhung auf 60, 90 oder 120 mg Gliclazid / Tag bei unzufrieden stellender Einstellung möglich
- jede Dosisstufe min. 1 Monat beibehalten
- wird der Blutzuckerspiegel innerhalb der ersten 2 Wochen nicht gesenkt, Dosiserhöhung in der 2 Woche bereits möglich
- max. Tagesdosis: 120 mg Gliclazid
- Umstellung von 80 mg Gliclazid auf 60 mg Gliclazid Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung
- 1 Tablette mit 80 mg entspricht 1/2 Tablette (30 mg Gliclazid) mit veränderter Wirkstofffreisetzung
- Umstellung bei sorgfältiger Überwachung des Blutzuckers möglich
- Umstellung von anderen antdiabetischen Mitteln
- anderes Arzneimittel kann dieses nicht ersetzen
- bei Umstellung, Dosis und Halbwertszeit des anderen Arzneimittels berücksichtigen
- i.A. ohne Übergangszeit
- Beginn mit 30 mg Gliclazid / Tag
- Dosis danach an der Stoffwechsellage des Patienten anpassen (s.o.)
- vorheriger Behandlung mit Sulfonylharnstoff mit verlängerter Halbwertszeit
- ggf. Therapiepause erforderlich
- Beginn mit 30 mg Gliclazid / Tag
- Dosis danach stufenweise an die Stoffwechsellage des Patienten anpassen (s.o.)
- Kombination mit anderen anitidiabetischen Arzneimitteln
- ggf. Kombination mit Biguaniden, a-Glucosidase-Inhibitoren oder Insulin möglich
- bei Patienten, die mit Gliclazid nicht zufrieden stellend eingestellt sind, kann unter enger medizinischer Überwachung eine Begleittherapie mit Insulin begonnen werden
Dosisanpassung
- ältere Patienten (> 65 Jahre)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Nierenfunktion
- leicht - mäßig
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer
- Anwendung kontraindiziert
- in diese Fällen Insulin anwenden
- leicht - mäßig
- schwere Leberinsuffizienz
- Anwendung kontraindiziert
- in diesen Fällen Insulin anwenden
- Patienten mit Hypoglykämierisiko
- Behandlungsbeginn mit 30 mg Gliclazid
- Kinder
- keine Untersuchungen oder klin. Studien vorhanden
Kontraindikationen
Gliclazid - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Gliclazid oder andere Sulfonylharnstoffe oder Sulfonamide
- insulinabhängiger Diabetes (Typ 1)
- diabetisches Präkoma und Koma
- diabetische Ketoazidose
- schwere Nieren- oder Leberinsuffizienz (in diesen Fällen empfohlen Insulin einzusetzen)
- Kombination mit Miconazol (systemisch oder Gel zur Anwendung in der Mundhöhle)
- Stillzeit
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Gliclazid - peroral
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypoglykämien, mit folgenden möglichen Symptomen
- Kopfschmerzen
- starker Hunger
- Übelkeit
- Erbrechen
- Müdigkeit
- Schlafstörungen
- Unruhe
- Aggressivität
- Verminderung der Konzentration, der Wachsamkeit und der Reaktion
- Depressionen
- Verwirrung
- Seh- und Sprachstörungen
- Aphasie
- Zittern
- Parese
- sensorische Störungen
- Schwindel
- Gefühl der Kraftlosigkeit
- Verlust der Selbstbeherrschung
- Delirium
- Krämpfe
- flache Atmung
- Bradykardie
- Schläfrigkeit
- Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma und letalem Ausgang
- zusätzlich können Zeichen einer adrenergen Gegensteuerung beobachtet werden
- übermäßiges Schwitzen
- feuchte Haut
- Ängstlichkeit
- Tachykardie
- Hypertonie
- Herzklopfen
- Angina pectoris
- Arrhythmie
- Hypoglykämien, mit folgenden möglichen Symptomen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- gastrointestinale Störungen (einschließlich Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Dyspepsie, Durchfall, Verstopfung)
- können vermieden oder vermindert werden, wenn Gliclazid zum Frühstück eingenommen wird
- gastrointestinale Störungen (einschließlich Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Dyspepsie, Durchfall, Verstopfung)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hautausschlag
- Pruritus
- Urtikaria
- Angioödem
- Erythem
- makulopapulöse Ausschläge
- bullöse Reaktionen (wie das Stevens- Johnson-Syndrom und die toxische epidermale Nekrolyse)
- (in Ausnahmefällen) arzneimittelbedingter Ausschlag mit Eosinophile und systemischen Symptomen (DRESS)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Störungen des Blutbildes (im Allgemeinen nach Absetzen des Arzneimittels reversibel)
- Anämie
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- Granulozytopenie
- Störungen des Blutbildes (im Allgemeinen nach Absetzen des Arzneimittels reversibel)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe [normalerweise nach Absetzen der Behandlung]
- Hepatitis (in Einzelfällen)
- Anstieg der Leberenzyme (AST, ALT, alkalische Phosphatase)
- cholestatischer Ikterus (dann Abbruch der Therapie erforderlich)
- ohne Häufigkeitsangabe [normalerweise nach Absetzen der Behandlung]
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- vorübergehende Sehstörungen (insbesondere bei Behandlungsbeginn, aufgrund von Änderungen des Blutzuckerspiegels)
- ohne Häufigkeitsangabe
- für die Stoffklasse der Sulfonylharnstoffe typische Nebenwirkungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erythrozytopenie
- Agranulozytose
- hämolytische Anämie
- Panzytopenie
- allergische Vaskulitis
- Hyponatriämie
- erhöhte Leberenzymwerte und sogar Störungen der Leberfunktion (z.B. mit Cholestase und Gelbsucht), sowie Hepatitis
- nach Absetzen des Sulfonylharnstoffes reversibel bzw. in wenigen Einzelfällen lebensbedrohliches Leberversagen als Folge
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- zum Einnehmen
- Einnahme der Tabletten unzerkleinert und unzerkaut zum Frühstück
- vergessene Einnahme
- Dosis am folgenden Tag nicht erhöhen
Stillzeithinweise
Gliclazid - peroral
- während der Stillzeit kontraindiziert
- Hypoglykämierisiko beim Neugeborenen
- nicht bekannt, ob Gliclazid oder seine Metabolite in die Muttermilch ausgeschieden werden
- Risiko beim Neugeborenen / Kind kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Gliclazid - peroral
- als Vorsichtsmaßnahme soll eine Anwendung von Gliclazid während der Schwangerschaft vermieden werden
- empfohlen, eine orale antidiabetische Therapie auf Insulin umzustellen, bevor eine Schwangerschaft geplant wird oder sobald eine Schwangerschaft festgestellt wird
- vor einer Empfängnis sollte eine gute Diabeteseinstellung erreicht werden, um das Risiko von kongenitalen Missbildungen durch unkontrollierten Diabetes zu senken
- orale Antidiabetika sind dazu nicht geeignet
- Insulin ist Mittel der Wahl, um Diabetes während einer Schwangerschaft zu behandeln
- keine oder sehr begrenzte Erfahrungen beim Menschen über die Anwendung von Gliclazid während der Schwangerschaft
- einige wenige Daten zu anderen Sulfonylharnstoffen
- in Tierstudien ist Gliclazid nicht teratogen
- Fertilität
- kein Einfluss auf die Fertilität oder die Fortpflanzungsfähigkeit bei männlichen und weiblichen Ratten beobachtet
Warnhinweise
Gliclazid - peroral
- Information für den Patienten
- Patient und die Angehörigen sollten über das Risiko einer Hypoglykämie, ihre Symptomatik und ihre Notfallbehandlung sowie alle Faktoren, die ihr Auftreten begünstigen, informiert werden
- es sollte besonders auf das Einhalten eines geeigneten Diätplanes, regelmäßige körperliche Betätigung und regelmäßige Kontrollen des Blutzuckerspiegels hingewiesen werden
- Hypoglykämien
- Behandlung soll nur dann verschrieben werden, wenn der Patient regelmäßige Mahlzeiten zu sich nimmt, einschließlich Frühstück
- wichtig, regelmäßig Kohlenhydrate zuzuführen aufgrund des erhöhten Hypoglykämie-Risikos, falls
- eine Mahlzeit spät eingenommen wird
- die Nahrungszufuhr unzureichend ist
- die Einnahme von Kohlenhydraten zu gering ist
- Hypoglykämie-Risiko erhöht
- während einer kalorienreduzierten Diät
- bei großer oder längerer Anstrengung
- nach Alkoholkonsum
- bei Einnahme einer Kombination von blutzuckersenkenden Arzneimitteln
- nach Anwendung von Sulfonylharnstoffen können Hypoglykämien auftreten
- manche schwerwiegend und von längerer Dauer
- Einweisung ins Krankenhaus mit eventuellermehrtägiger Glucoseinfusion kann dann erforderlich werden
- sorgfältige Auswahl der Patienten, der verabreichten Dosis sowie eine adäquate Patienteninformation notwendig, um das Risiko der hypoglykämischen Zwischenfälle zu verringern
- Faktoren, die eine Hypoglykämie begünstigen
- Verweigerung oder Unfähigkeit des Patienten (vorwiegend bei älteren Patienten) zu kooperieren
- falsche oder unregelmäßige Ernährung, Auslassen von Mahlzeiten, Fastenzeiten oder Änderung der Diät
- Ungleichgewicht zwischen der körperlichen Betätigung und der Einnahme von Kohlenhydraten
- Niereninsuffizienz
- schwerwiegende Leberinsuffizienz
- Überdosierung von Gliclazid
- bestimmte endokrine Störungen: Schilddrüsen-, Hypophysen- und Nebenniereninsuffizienz
- Begleittherapie mit bestimmten anderen Arzneimitteln
- Maßnahmen
- im Allgemeinen verschwinden Hypoglykämie-Symptome nach Einnahme von Kohlenhydraten (Zucker)
- im Gegensatz dazu zeigen Zuckerersatzstoffe keine Wirkung
- Erfahrung mit anderen Sulfonylharnstoffen zeigt, dass trotz anfänglicher Wirksamkeit der Maßnahmen eine Hypoglykämie wieder auftreten kann
- sofortige medizinische Behandlung oder eine Einweisung ins Krankenhaus ist bei einer ernsthaften oder länger dauernden Hypoglykämie notwendig, selbst wenn sie durch die Einnahme von Zucker vorübergehend unter Kontrolle ist
- im Allgemeinen verschwinden Hypoglykämie-Symptome nach Einnahme von Kohlenhydraten (Zucker)
- Kombination mit anderen antidiabetischen Arzneimitteln
- Gliclazid kann in Kombination mit Biguaniden, a-Glucosidase-Inhibitoren oder Insulin verabreicht werden
- bei Patienten, die mit Gliclazid nicht zufriedenstellend eingestellt sind, kann unter enger medizinischer Überwachung eine Begleittherapie mit Insulin begonnen werden
- Nieren- und Leberinsuffizienz
- bei Patienten mit Leber- oder schwerer Niereninsuffizienz können sich die pharmakokinetischen und/ oder pharmakodynamischen Eigenschaften von Gliclazid verändern
- hypoglykämischer Zwischenfall bei diesen Patienten kann von langer Dauer sein; ggf. geeignete Maßnahmen einzuleiten
- schlechte Blutzuckereinstellungen
- Blutzuckereinstellung eines Patienten während einer antidiabetischen Behandlung kann unter folgenden Umständen Schwankungen unterliegen
- Einnahme von Johanniskraut (Hypericum perforatum)-Präparaten
- Fieber
- Trauma
- Infektion
- chirurgischer Eingriff
- in einigen Fällen kann es nötig werden, den Patienten mit Insulin zu behandeln
- Wirksamkeit eines oralen antidiabetischen Arzneimittels, inklusive Gliclazid, den Blutzuckerspiegel auf einen gewünschten Wert zu senken, nimmt nach längerer Behandlungsdauer bei vielen Patienten ab
- kann die Folge eines Fortschreitens des Diabetes oder eines verminderten Ansprechens auf die Behandlung sein
- Effekt ist bekannt als sekundäre Toleranzentwicklung im Unterschied zur primären Toleranz, bei der ein Wirkstoff von Anfang an unwirksam ist
- bevor ein Patient in die Kategorie der sekundären Toleranzentwicklung eingeordnet wird, sollten die Möglichkeiten der Dosisanpassung abgeschätzt und das Einhalten des Diätplanes kontrolliert werden
- Blutzuckereinstellung eines Patienten während einer antidiabetischen Behandlung kann unter folgenden Umständen Schwankungen unterliegen
- Dysglykämie
- bei Diabetikern mit Fluorchinolon-Begleittherapie, besonders bei älteren Patienten, wurden Störungen des Blutglukosespiegels einschließlich Hypoglykämie und Hyperglykämie beobachtet
- eine sorgfältige Überwachung des Blutglukosespiegels wird bei allen Patienten empfohlen, die gleichzeitig Gliclazid und ein Fluorchinolon einnehmen
- Laboruntersuchungen
- Messung des Glykohämoglobinspiegels (oder des Nüchternblutzuckers) empfohlen, um die Einstellung des Blutzuckerspiegels bewerten zu können
- eigene Messung der Blutzuckerwerte durch den Patienten kann ebenfalls hilfreich sein
- Patienten mit Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (G6PD)
- durch Behandlung mit Sulfonylharnstoffen kann eine hämolytische Anämie verursacht werden
- da Gliclazid zu der chemischen Klasse der Sulfonylharnstoffe gehört, sollte es bei Patienten mit G6PD-Mangel nur vorsichtig angewendet werden und eine Umstellung der Medikation auf Alternativen zu Sulfonylharnstoffen erwogen werden
- Messung des Glykohämoglobinspiegels (oder des Nüchternblutzuckers) empfohlen, um die Einstellung des Blutzuckerspiegels bewerten zu können
- Porphyrie
- bei Patienten, die unter Porphyrie leiden (erblich bedingte genetische Erkrankungen mit einer Ansammlung von Porphyrinen oder Porphyrin-Vorstufen im Körper), wurden Fälle von akuter Porphyrie mit einigen anderen Sulfonylharnstoffen berichtet