Diovan 3mg/ml

NOVARTIS Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Valsartan →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 160 ML 22,59 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen (1 - < 18 Jahre)

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Lösung zum Einnehmen enthält 3 mg Valsartan

  • Hypertonie
    • allgemein
      • für Kinder und Jugendliche, die nicht in der Lage sind, Tabletten zu schlucken, wird die Anwendung einer Lösung zum Einnehmen empfohlen
      • die systemische Verfügbarkeit und die Plasmaspitzenkonzentration von Valsartan sind bei der Lösung 1,7-fach bzw. 2,2-fach höher als bei den Tabletten
    • Kinder (1 - < 6 Jahre)
      • Startdosis: 1 mg / kg 1mal / Tag
      • Gewicht des Kindes: 10 kg
        • 3,5 ml Lösung (10 mg Valsartan)
      • Gewicht des Kindes: 15 kg
        • 5 ml Lösung (15 mg Valsartan)
      • Gewicht des Kindes: 20 kg
        • 6,5 ml Lösung (20 mg Valsartan)
      • Gewicht des Kindes: 25 kg
        • 8,5 ml Lösung (25 mg Valsartan)
      • Gewicht des Kindes: 30 kg
        • 10 ml Lösung (30 mg Valsartan)
      • in einigen ausgewählten Fällen kann eine höhere Startdosis von 2 mg / kg in Betracht gezogen werden, wenn eine schnellere Senkung des Blutdrucks erforderlich ist
      • Dosisanpassung basierend auf dem Blutdruckverhalten und der Verträglichkeit
        • bis zu einer max. Dosis von 4 mg / kg 1mal / Tag
        • Dosierungen > 4 mg / kg: nicht untersucht
      • im Alter von 6 Jahren Wechsel zur Dosierung für Kinder von 6 bis 17 Jahren empfohlen
        • einige Kinder können jedoch eine höhere Valsartan-Dosis benötigen als die höchste empfohlene Dosis für Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren
        • wenn diese Dosis gut vertragen wird, kann die Dosis unter genauer Überwachung von Blutdruck und Verträglichkeit beibehalten werden
      • Tabletten sind nicht geeignet für Kinder im Alter von 1 bis 5 Jahren und für Kinder, die Schwierigkeiten mit dem Schlucken von Tabletten haben
    • Kinder und Jugendliche (6 - < 18 Jahre)
      • initial
        • < 35 kg KG: 7 ml Lösung (20 mg Valsartan) 1mal / Tag
        • >/= 35 kg KG: 13 ml Lösung (40 mg Valsartan) 1mal / Tag
      • Dosisanpassung gemäß dem Ansprechen des Blutdrucks
      • max. Tagesdosis
        • < 35 kg KG: 13 ml Lösung (40 mg Valsartan) 1mal / Tag
        • >/= 35 kg KG: 27 ml Lösung (80 mg Valsartan) 1mal / Tag
      • für Kinder, die bereits vor dem 6. Lebensjahr Valsartan erhalten haben, bitte Dosierung für Kinder im Alter von 1 bis < 6 Jahren beachten
      • nicht empfohlen, zwischen Tabletten und Lösung zum Einnehmen zu wechseln, wenn es klinisch nicht notwendig ist
      • wenn der Wechsel vonTabletten auf Lösung zum Einnehmen aus klinischen Erwägungen als notwendig angesehenwird, sollte die Dosis wie in der folgenden Tabelle beschrieben angepasst und der Blutdruck sorgfältig überwacht werden
      • Dosis sollte auf Basis des Ansprechens des Blutdrucks und der Verträglichkeit titriert werden
      • Dosierungsempfehlung bei notwendigem Wechsel von Tabletten auf Lösung zum Einnehmen
        • bisherige Dosis als Tablette: 40 mg Valsartan
          • zu verabreichende Dosis bei Wechsel: 7 ml Lösung (20 mg Valsartan)
        • bisherige Dosis als Tablette: 80 mg Valsartan
          • zu verabreichende Dosis bei Wechsel: 13 ml Lösung (40 mg Valsartan)
        • bisherige Dosis als Tablette: 160 mg Valsartan
          • zu verabreichende Dosis bei Wechsel: 27 ml Lösung (80 mg Valsartan)
        • bisherige Dosis als Tablette: 320 mg Valsartan
          • Anwendung der Lösung nicht empfohlen (zu hohes Volumen der Lösung)
      • Wechsel von Lösung zum Einnehmen auf Tabletten
        • initial: gleiche Dosis in mg
        • anschließende häufige Messung des Blutdrucks unter Berücksichtigung einer möglichen Unterdosierung
        • Dosistitration auf Basis des Ansprechens des Blutdrucks und der Verträglichkeit

Dosisanpassung

  • Kinder < 1 Jahr
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen
  • Kinder (1 - < 18 Jahre) mit Niereninsuffizienz
    • Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.; Dialysepatienten
      • nicht untersucht
      • Anwendung nicht empfohlen
    • Kreatinin-Clearance > 30 ml / Min.
      • keine Dosisanpassung erforderlich
      • Nierenfunktion und Kaliumspiegel engmaschig überwachen
    • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung (GFR < 60 ml/min/1,73m2)
      • kontraindiziert
  • Kinder (1 - < 18 Jahre) mit Leberinsuffizienz
    • schwere Leberinsuffizienz; Leberzirrhose; Cholestase
      • Anwendung kontraindiziert
    • leichte bis mittelschwere Leberinsuffizienz
      • nur begrenzte klinische Erfahrung
      • max. Tagesdosis: 80 mg Valsartan
  • Pädiatrische Patienten < 18 Jahre mit Herzinsuffizienz; Nachbehandlung eines Myokardinfarktes
    • Anwendung nicht empfohlen (fehlende Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit)
  • Pädiatrische Patienten mit Diabetes mellitus
    • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln
      • kontraindiziert

Kontraindikationen

Valsartan - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegen Valsartan
  • schwere Leberinsuffizienz
  • biliäre Zirrhose
  • Cholestase
  • Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon)
  • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit
    • Diabetes mellitus
    • eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml / Min. / 1,73 m2)

Nebenwirkungen

Valsartan - intraoral

Nebenwirkungen bei Hypertonie

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hämoglobinabfall
      • Abfall des Hämatokrits
      • Neutropenie
      • Thrombozytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeit, einschließlich
        • Serumkrankheit
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anstieg des Serumkaliums / Hyperkaliämie
        • Sicherheitsprofil im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der unerwünschten Ereignisse unterschiedlich bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten von 6 bis < 18 Jahren
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hyponatriämie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
        • bei pädiatrischen Patienten von 6 bis 17 Jahren beobachtet
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Vertigo / Schwindel
        • Sicherheitsprofil im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der unerwünschten Ereignisse unterschiedlich bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten von 6 bis < 18 Jahren
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Vaskulitis
      • Hypotonie
        • Sicherheitsprofil im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der unerwünschten Ereignisse unterschiedlich bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten von 6 bis < 18 Jahren
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Diarrhoe
      • verminderter Appetit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • abdominale Schmerzen
        • Sicherheitsprofil im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der unerwünschten Ereignisse unterschiedlich bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten von 6 bis < 18 Jahren
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Übelkeit
        • Sicherheitsprofil im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der unerwünschten Ereignisse unterschiedlich bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten von 6 bis < 18 Jahren
      • Erbrechen
        • Sicherheitsprofil im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der unerwünschten Ereignisse unterschiedlich bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten von 6 bis < 18 Jahren
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erhöhung der Leberfunktionswerte mit Erhöhung des Serumbilirubins
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angioödem
      • bullöse Dermatitis
      • Hautausschlag
      • Pruritus
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Niereninsuffizienz und Einschränkung der Nierenfunktion
      • Erhöhung des Serumkreatinins
        • Sicherheitsprofil im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der unerwünschten Ereignisse unterschiedlich bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten von 6 bis < 18 Jahren
  • Allgemeine Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erschöpfung

Nebenwirkungen nach einem Myokardinfarkt und / oder bei Herzinsuffizienz (nur bei erwachsenen Patienten untersucht)

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Thrombozytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeit, einschließlich
        • Serumkrankheit
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hyperkaliämie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Anstieg des Serumkaliums
      • Hyponatriämie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Schwindel bei Lagewechsel
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Synkope
      • Kopfschmerzen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Vertigo
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Herzinsuffizienz
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypotonie
      • orthostatischer Hypotonus
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Vaskulitis
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Übelkeit
      • Diarrhoe
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erhöhung der Leberfunktionswerte
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angioödem
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • bullöse Dermatitis
      • Hautausschlag
      • Pruritus
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Niereninsuffizienz und -funktionseinschränkung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • akute Niereninsuffizienz
      • Erhöhung des Serumkreatinins
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Anstieg des Blutharnstoffstickstoffs
  • Allgemeine Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
      • Erschöpfung

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Lösung unabhängig von einer Mahlzeit

Stillzeithinweise

Valsartan - intraoral
  • Anwendung in der Stillzeit nicht empfohlen, da keine Erkenntnisse zur Anwendung vorliegen
  • alternative antihypertensive Therapien mit einem geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit sind zu bevorzugen, insbesondere wenn Neugeborene oder Frühgeburten gestillt werden

Schwangerschaftshinweise

Valsartan - intraoral
  • 2. und 3. Trimenon
    • Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) kontraindiziert
    • Therapie mit AIIRAs während des 2. und 3. Schwangerschaftstrimesters verursacht
      • fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und
      • neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
        • im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem 2. Trimenon Ultraschalluntersuchungen der Nieren und des Schädels empfohlen
  • 1. Trimenon
    • Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) nicht empfohlen
    • keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des 1. Trimenons
      • geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden
      • auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRAs) vorliegen, bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken
  • sofern Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
  • falls eine Schwangerschaft festgestellt wird
    • Behandlung mit AIIRAs unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie beginnen
  • Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, häufig wiederholt auf Hypotonie untersuchen
  • Fertilität
    • Valsartan hatte keine negativen Wirkungen auf die Reproduktionsleistung von männlichen oder weiblichen Ratten bei Dosen von bis zu 200 mg Valsartan / kg KG / Tag
      • dies ist das 6-fache der empfohlenen Maximaldosis beim Menschen auf mg/m2 KOF - Basis (die Berechnungen gehen von einer oralen Dosis von 320 mg/Tag und einem 60-kg-Patienten aus)

Warnhinweise

Valsartan - intraoral
  • Hyperkaliämie
    • gleichzeitige Anwendung mit folgenden Arzneimitteln nicht empfohlen
      • Kaliumpräparaten
      • kaliumsparenden Diuretika
      • kaliumhaltigen Salzersatzmitteln
      • anderen Wirkstoffen, die die Kaliumspiegel erhöhen (z.B. Heparin)
    • ggf. auf engmaschige Überwachung der Kaliumspiegel achten
  • Nierenfunktionsstörung
    • Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min. und Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen
      • keine Erfahrungen zur sicheren Anwendung
      • nur mit Vorsicht anwenden
    • erwachsene Patienten mit einer Kreatinin-Clearance > 10 ml / Min.
      • Dosisanpassung nicht erforderlich
  • Patienten mit Leberinsuffizienz
    • Anwendung mit Vorsicht bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz ohne Cholestase
  • Natrium- und / oder Volumenmangel
    • bei Patienten mit schwerem Natriummangel und / oder Volumenmangel (z.B. bei hochdosiertem Diuretikum) kann in seltenen Fällen bei Beginn der Behandlung eine symptomatische Hypotonie auftreten
    • Natrium- und / oder Volumendefizit ist vor Beginn der Behandlung auszugleichen, z.B. durch eine Reduzierung der Diuretika-Dosierung
  • Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Arterienstenose einer Einzelniere
    • sichere Anwendung nicht nachgewiesen
    • kurzzeitige Anwendung bei 12 Patienten mit renovaskulärer Hypertonie infolge einer einseitigen Nierenarterienstenose beeinflusste renale Hämodynamik, Serumkreatinin oder Blutharnstoffwerte nicht signifikant
    • als Sicherheitsmaßnahme engmaschige Überwachung dieser Patienten empfohlen
  • Nierentransplantation
    • gegenwärtig keine Erfahrungen zur sicheren Anwendung bei Patienten, die sich vor kurzem einer Nierentransplantation unterzogen haben
  • primärer Hyperaldosteronismus
    • Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sollten nicht mit Valsartan behandelt werden, da ihr ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System nicht aktiviert ist
  • Aorten- und Mitralklappenstenose bzw. hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie
    • nur mit Vorsicht anwenden
  • Schwangerschaft
    • Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden
    • bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich
    • falls eine Schwangerschaft festgestellt wird, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
  • Historie von Angioödemen
    • Angioödeme, inklusive Anschwellen von Larynx und Glottis, die eine Verengung der Atemwege hervorrufen und / oder Anschwellen von Gesicht, Lippen, Pharynx und / oder der Zunge, bei Patienten beobachtet, die mit Valsartan behandelt wurden
      • bei einigen dieser Patienten traten Angioödeme schon vorher mit anderen Arzneimitteln inklusive ACE-Inhibitoren auf
    • Valsartan muss bei Patienten, bei denen ein Angioödem auftritt, sofort abgesetzt werden
      • darf nicht erneut angewendet werden
  • sonstige Erkrankungen, die das Renin-Angiotensin-System stimulieren
    • Patienten, deren Nierenfunktion von der Aktivität des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängen kann (z.B. Patienten mit schwerer Stauungsinsuffizienz des Herzens)
      • Behandlung mit ACE-Hemmern wurde mit Oligurie und / oder progredient verlaufender Azotämie in Verbindung gebracht, in seltenen Fällen sogar mit akutem Nierenversagen und / oder Tod
      • da Valsartan ein Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Anwendung von Valsartan mit einer Einschränkung der Nierenfunktion mit sich bringt
  • duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
    • duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird nicht empfohlen
      • Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
    • wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
    • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
  • pädiatrische Patienten
    • Wechsel der Darreichungsform
      • flüssige Darreichungsform zum Einnehmen ist nicht bioäquivalent zur festen oralen Darreichungsform und die Patienten sollten nicht wechseln, wenn es klinisch nicht notwendig ist
    • Nierenfunktionsstörung
      • pädiatrische Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. und pädiatrische Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen
        • Anwendung nicht untersucht
        • Valsartan bei diesen Patienten nicht empfohlen
      • pädiatrische Patienten mit einer Kreatinin-Clearance > 30 ml / Min.
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • Nierenfunktion und der Kaliumspiegel sollten während der Behandlung mit Valsartan engmaschig überwacht werden
        • dies gilt besonders, wenn Valsartan bei Vorhandensein von sonstigen Zuständen (Fieber, Dehydrierung), die die Nierenfunktion beeinträchtigen können, gegeben wird
    • Leberinsuffizienz
      • schwere Leberinsuffizienz, Leberzirrhose und bei Patienten mit Cholestase
        • Anwendung kontraindiziert
      • leichte bis mittelschwere Leberinsuffizienz
        • nur begrenzte Erfahrung
        • bei diesen Patienten sollte die Dosis 80 mg Valsartan / Tag nicht übersteigen