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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 98 ST | 46,42 € |
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Indikation
- Hypertonie
- Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Erwachsenen und der Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis < 18 Jahren
- nach einem vor kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt
- Behandlung von klinisch stabilen erwachsenen Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz oder einer asymptomatischen, links-ventrikulären systolischen Dysfunktion nach einem vor kurzem (12 Stunden - 10 Tage) aufgetretenen Myokardinfarkt
- Herzinsuffizienz
- Behandlung erwachsener Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz, wenn ACE-Hemmer nicht vertragen werden oder bei Patienten mit Unverträglichkeit gegenüber Betablockern als Add-on-Therapie zu ACE-Hemmern, wenn Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten nicht angewendet werden können
Dosierung
- Hypertonie
- 80 mg Valsartan 1mal / Tag
- antihypertensive Wirkung wird im Wesentlichen innerhalb von 2 Wochen erreicht
- max. blutdrucksenkender Effekt nach 4 Wochen
- Dosiserhöhung, optional, bei unzureichender Wirkung: auf 160 mg Valsartan, max. 320 mg Valsartan
- Anwendung zusammen mit anderen Antihypertensiva möglich
- zusätzliche Gabe eines Diuretikums wie Hydrochlorothiazid senkt den Blutdruck bei diesen Patienten noch stärker
- nach einem vor kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt
- klinisch stabile Patienten: Behandlungsbeginn bereits 12 Stunden nach einem Myokardinfarkt möglich
- initial: 20 mg Valsartan 2mal / Tag
- im Verlauf der nächsten Wochen schrittweise Dosiserhöhung auf 40 mg, 80 mg und 160 mg Valsartan 2mal / Tag
- max. Zieldosis: 160 mg Valsartan 2mal / Tag
- innerhalb von 2 Wochen nach Behandlungsbeginn sollte Dosis von 80 mg Valsartan 2mal / Tag erreicht sein
- Zieldosis sollte, in Abhängigkeit von der Verträglichkeit, innerhalb von 3 Monaten erreicht werden
- bei Auftreten einer symptomatischen Hypotonie oder Nierenfunktionsstörung
- Dosisreduktion in Betracht ziehen
- zur Nachbehandlung eines Herzinfarkts Anwendung von Valsartan zusammen mit anderen Arzneistoffen wie z. B. Thrombolytika, Acetylsalicylsäure, Beta-Blockern, Statinen und Diuretika möglich; Kombination mit ACE-Hemmern wird nicht empfohlen
- bei Untersuchung von Patienten nach einem Myokardinfarkt immer eine Beurteilung der Nierenfunktion durchführen
- Herzinsuffizienz
- initial: 40 mg Valsartan 2mal / Tag
- dann schrittweise Dosissteigerung, in Intervallen von mind. 2 Wochen, bis zur höchsten vom Patienten tolerierten Dosis
- zunächst auf 80 mg Valsartan 2mal / Tag
- dann auf 160 mg Valsartan 2mal / Tag
- bei gleichzeitiger Gabe eines Diuretikums: Dosisreduktion des Diuretikums in Betracht ziehen
- maximale Tagesdosis: 320 mg Valsartan, in geteilten Dosen
- zur Behandlung der Herzinsuffizienz Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln möglich
- jedoch Dreifachkombination aus einem ACE-Hemmer, Valsartan und einem Betablocker oder einem Kalium-sparenden Diuretikum nicht empfohlen
- bei Untersuchungen von Patienten mit Herzinsuffizienz immer auch die Nierenfunktion überprüfen
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Kreatinin- Clearance > 10 ml / Min.
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kreatinin- Clearance > 10 ml / Min.
- eingeschränkte Leberfunktion
- schwere Leberinsuffizienz, Leberzirrhose und Patienten mit Cholestase
- Anwendung kontraindiziert
- leichte bis mittelschwere Leberinsuffizienz ohne Cholestase
- max. Dosis: 80 mg Valsartan
- schwere Leberinsuffizienz, Leberzirrhose und Patienten mit Cholestase
- Hypertonie bei pädiatrischen Patienten
- für Kinder und Jugendliche, die nicht in der Lage sind, Tabletten zu schlucken, wird die Anwendung einer Lösung zum Einnehmen empfohlen
- die systemische Verfügbarkeit und die Plasmaspitzenkonzentration von Valsartan sind bei der Lösung 1,7-fach bzw. 2,2-fach höher als bei den Tabletten
- Kinder und Jugendliche 6 - < 18 Jahre
- KG < 35 kg
- initial: 40 mg Valsartan 1mal / Tag
- KG >/= 35 kg
- initial: 80 mg Valsartan 1mal / Tag
- Dosisanpassung auf der Basis des Ansprechens des Blutdrucks und der Verträglichkeit
- in klinischen Studien geprüfte Höchstdosen
- >/= 18 kg bis < 35 kg: 80 mg Valsartan
- >/= 35 kg bis < 80 kg: 160 mg Valsartan
- >/= 80 kg bis </= 160 kg: 320 mg Valsartan
- höhere als die aufgelisteten Dosierungen nicht untersucht und daher nicht empfohlen
- für Kinder, die bereits vor dem 6. Lebensjahr Valsartan erhalten haben, Dosierung für die Lösung zum Einnehmen beachten (Kinder im Alter von 1 bis < 6 Jahren)
- KG < 35 kg
- Kinder 1 - < 6 Jahre
- für Kinder im Alter von 1 bis 5 Jahren und für Kinder, die Schwierigkeiten mit dem Schlucken von Tabletten haben, wird eine Lösung zum Einnehmen empfohlen
- Kinder < 1 Jahr
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen
- Wechsel von Lösung zum Einnehmen auf Tabletten
- wenn Wechsel als klinisch notwendig angesehen wird: initial Gabe der gleichen Dosis in mg
- anschließend: häufige Blutdruckmessung unter Berücksichtigung einer möglichen Unterdosierung
- Dosistitration auf Basis des Ansprechens des Blutdrucks und der Verträglichkeit
- pädiatrische Patienten von 6 bis < 18 Jahren mit Nierenfunktionsstörungen
- Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. oder Dialyse
- keine Untersuchungen
- Anwendung nicht empfohlen
- Kreatinin-Clearance > 30 ml / Min.
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Nierenfunktion und Kaliumspiegel engmaschig überwachen
- Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. oder Dialyse
- pädiatrische Patienten von 6 bis < 18 Jahren mit Leberfunktionsstörungen
- schwere Leberinsuffizienz, Leberzirrhose und Patienten mit Cholestase
- Anwendung kontraindiziert
- leichte bis mittelschwere Leberinsuffizienz
- begrenzte klinische Erfahrung
- max. Dosis: 80 mg Valsartan
- schwere Leberinsuffizienz, Leberzirrhose und Patienten mit Cholestase
- pädiatrische Patienten mit Herzinsuffizienz und nach einem vor kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt
- fehlende Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit
- Anwendung nicht empfohlen
- gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln
- Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml / Min. / 1,73 m2)
- Anwendung kontraindiziert
- Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml / Min. / 1,73 m2)
Kontraindikationen
Valsartan - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Valsartan
- schwere Leberinsuffizienz
- biliäre Zirrhose
- Cholestase
- gleichzeitige Anwendung von Valsartan mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit
- Diabetes mellitus
- eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml / Min. / 1,73 m2)
- Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Valsartan - peroral
Nebenwirkungen bei Hypertonie
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hämoglobinabfall
- Abfall des Hämatokrits
- Neutropenie
- Thrombozytopenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeit, einschließlich
- Serumkrankheit
- Überempfindlichkeit, einschließlich
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anstieg des Serumkaliums / Hyperkaliämie
- Sicherheitsprofil im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der unerwünschten Ereignisse unterschiedlich bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten von 6 bis < 18 Jahren
- Anstieg des Serumkaliums / Hyperkaliämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyponatriämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- bei pädiatrischen Patienten von 6 bis 17 Jahren beobachtet
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Vertigo / Schwindel
- Sicherheitsprofil im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der unerwünschten Ereignisse unterschiedlich bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten von 6 bis < 18 Jahren
- Vertigo / Schwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- bei pädiatrischen Patienten von 6 bis 17 Jahren beobachtet
- Hypotonie
- ohne Häufigkeitsangaben
- Vaskulitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Husten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhoe
- verminderter Appetit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- abdominale Schmerzen
- Sicherheitsprofil im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der unerwünschten Ereignisse unterschiedlich bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten von 6 bis < 18 Jahren
- abdominale Schmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Übelkeit
- Sicherheitsprofil im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der unerwünschten Ereignisse unterschiedlich bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten von 6 bis < 18 Jahren
- Erbrechen
- Sicherheitsprofil im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der unerwünschten Ereignisse unterschiedlich bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten von 6 bis < 18 Jahren
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erhöhung der Leberfunktionswerte mit Erhöhung des Serumbilirubins
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Angioödem
- bullöse Dermatitis
- Hautausschlag
- Pruritus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Myalgie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erhöhung des Serumkreatinins
- Sicherheitsprofil im Hinblick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der unerwünschten Ereignisse unterschiedlich bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten von 6 bis < 18 Jahren
- Erhöhung des Serumkreatinins
- ohne Häufigkeitsangabe
- Niereninsuffizienz und Einschränkung der Nierenfunktion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erschöpfung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Nebenwirkungen nach einem Myokardinfarkt und / oder bei Herzinsuffizienz (nur bei erwachsenen Patienten untersucht)
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Thrombozytopenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeit, einschließlich
- Serumkrankheit
- Überempfindlichkeit, einschließlich
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperkaliämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anstieg des Serumkaliums
- Hyponatriämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Schwindel bei Lagewechsel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Synkope
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Vertigo
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzinsuffizienz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- orthostatischer Hypotonus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Vaskulitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Husten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Diarrhoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erhöhung der Leberfunktionswerte
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Angioödem
- ohne Häufigkeitsangabe
- bullöse Dermatitis
- Hautausschlag
- Pruritus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Myalgie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Niereninsuffizienz und -funktionseinschränkung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- akute Niereninsuffizienz
- Erhöhung des Serumkreatinins
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anstieg des Blutharnstoffstickstoffs
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie
- Erschöpfung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- unabhängig von einer Mahlzeit mit Wasser einnehmen
- für Kinder im Alter von 1 bis 5 Jahren und für Kinder, die Schwierigkeiten mit dem Schlucken von Tabletten haben, wird eine Lösung zum Einnehmen empfohlen
Stillzeithinweise
Valsartan - peroral
- Anwendung in der Stillzeit nicht empfohlen, da keine Erkenntnisse zur Anwendung vorliegen
- alternative antihypertensive Therapien mit einem geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit sind zu bevorzugen, insbesondere wenn Neugeborene oder Frühgeburten gestillt werden
Schwangerschaftshinweise
Valsartan - peroral
- 2. und 3. Trimenon
- Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) kontraindiziert
- Therapie mit AIIRAs während des 2. und 3. Schwangerschaftstrimesters verursacht
- fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und
- neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
- im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem 2. Trimenon Ultraschalluntersuchungen der Nieren und des Schädels empfohlen
- 1. Trimenon
- Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) nicht empfohlen
- keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des 1. Trimenons
- geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden
- auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRAs) vorliegen, bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken
- sofern Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
- falls eine Schwangerschaft festgestellt wird
- Behandlung mit AIIRAs unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie beginnen
- Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, häufig wiederholt auf Hypotonie untersuchen
- Fertilität
- Valsartan hatte keine negativen Wirkungen auf die Reproduktionsleistung von männlichen oder weiblichen Ratten bei Dosen von bis zu 200 mg Valsartan / kg KG / Tag
- dies ist das 6-fache der empfohlenen Maximaldosis beim Menschen auf mg/m2 KOF - Basis (die Berechnungen gehen von einer oralen Dosis von 320 mg/Tag und einem 60-kg-Patienten aus)
- Valsartan hatte keine negativen Wirkungen auf die Reproduktionsleistung von männlichen oder weiblichen Ratten bei Dosen von bis zu 200 mg Valsartan / kg KG / Tag
Warnhinweise
Valsartan - peroral
- Hyperkaliämie
- gleichzeitige Anwendung mit folgenden Arzneimitteln nicht empfohlen
- Kaliumpräparaten
- kaliumsparenden Diuretika
- kaliumhaltigen Salzersatzmitteln
- andere Wirkstoffe, die die Kaliumspiegel erhöhen (z.B. Heparin)
- ggf. auf engmaschige Überwachung der Kaliumspiegel achten
- gleichzeitige Anwendung mit folgenden Arzneimitteln nicht empfohlen
- Nierenfunktionsstörung
- Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min. und Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen
- keine Erfahrungen zur sicheren Anwendung
- nur mit Vorsicht anwenden
- erwachsene Patienten mit einer Kreatinin-Clearance > 10 ml / Min.
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min. und Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen
- Patienten mit Leberinsuffizienz
- Anwendung mit Vorsicht bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz ohne Cholestase
- Natrium- und / oder Volumenmangel
- bei Patienten mit schwerem Natriummangel und / oder Volumenmangel (z.B. bei hochdosiertem Diuretikum) kann in seltenen Fällen bei Beginn der Behandlung eine symptomatische Hypotonie auftreten
- Natrium- und / oder Volumendefizit ist vor Beginn der Behandlung auszugleichen, z.B. durch eine Reduzierung der Diuretika-Dosierung
- Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Arterienstenose einer Einzelniere
- sichere Anwendung nicht nachgewiesen
- kurzzeitige Anwendung bei 12 Patienten mit renovaskulärer Hypertonie infolge einer einseitigen Nierenarterienstenose beeinflusste renale Hämodynamik, Serumkreatinin oder Blutharnstoffwerte nicht signifikant
- als Sicherheitsmaßnahme engmaschige Überwachung dieser Patienten empfohlen
- da andere Wirkstoffe, die das ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, die Blutharnstoff- und Serumkreatininwerte erhöhen können
- Nierentransplantation
- gegenwärtig keine Erfahrungen zur sicheren Anwendung bei Patienten, die sich vor kurzem einer Nierentransplantation unterzogen haben
- primärer Hyperaldosteronismus
- Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sollten nicht mit Valsartan behandelt werden, da ihr ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System nicht aktiviert ist
- Aorten- und Mitralklappenstenose bzw. hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie
- nur mit Vorsicht anwenden
- Schwangerschaft
- Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden
- bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich
- falls eine Schwangerschaft festgestellt wird, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
- nach einem vor kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt
- keine Hinweise auf einen zusätzlichen klinischen Nutzen durch eine gemeinsame Anwendung von Captopril und Valsartan
- Risiko für das Auftreten unerwünschter Ereignisse bei gleichzeitiger Anwendung im Vergleich zu den jeweiligen Monotherapien nahm jedoch zu
- kombinierte Anwendung von Valsartan mit einem ACE-Hemmer nicht empfohlen
- Initialbehandlung von Patienten mit Valsartan nach einem Myokardinfarkt sollte mit Vorsicht erfolgen
- bei der Untersuchung von Patienten nach einem Myokardinfarkt sollte immer eine Beurteilung der Nierenfunktion durchgeführt werden
- Anwendung von Valsartan bei Patienten nach Myokardinfarkt führt häufig zu einer Blutdrucksenkung
- Therapieabbruch aufgrund einer andauernden symptomatischen Hypotonie ist jedoch im Allgemeinen nicht erforderlich, sofern die Dosierungsanleitung eingehalten wird
- keine Hinweise auf einen zusätzlichen klinischen Nutzen durch eine gemeinsame Anwendung von Captopril und Valsartan
- Herzinsuffizienz
- Kombination
- bei Anwendung von Valsartan in Kombination mit einem ACE-Hemmer kann sich das Risiko für Nebenwirkungen, insbesondere Hypotonie, Hyperkaliämie und Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens), erhöhen
- Dreifachkombination aus einem ACE-Hemmer, einem Beta-Blocker und Valsartan
- bei Patienten mit Herzinsuffizienz wurde für die Dreifachkombination aus einem ACE-Hemmer, einem Beta-Blocker und Valsartan kein klinischer Nutzen nachgewiesen
- diese Kombination erhöht offensichtlich das Risiko für unerwünschte Ereignisse und wird daher nicht empfohlen
- solche Kombinationen sollten nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck angewendet werden
- Dreifachkombination aus einem ACE-Hemmer, einem Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten und Valsartan
- ebenfalls nicht empfohlen
- solche Kombinationen sollten nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck angewendet werden
- Vorsicht bei Behandlungsbeginn bei Patienten mit Herzinsuffizienz
- Untersuchung von Patienten mit Herzinsuffizienz sollte immer auch eine Überprüfung der Nierenfunktion umfassen
- Blutdrucksenkung
- Valsartan bewirkt bei Patienten mit Herzinsuffizienz häufig eine gewisse Blutdrucksenkung
- allerdings Behandlungsabbruch wegen andauernder symptomatischer Hypotonie in der Regel nicht erforderlich, sofern die Hinweise zur Dosierung befolgt werden
- Patienten, deren Nierenfunktion von der Aktivität des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängen kann (z.B. Patienten mit schwerer kongestiver Herzinsuffizienz)
- Behandlung mit ACE-Hemmern war mit Oligurie und / oder fortschreitender Azotämie sowie in seltenen Fällen mit akutem Nierenversagen und / oder Tod des Patienten verbunden
- da Valsartan ein Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Anwendung von Valsartan mit einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion verbunden sein kann
- Kombination
- Patienten mit Angioödem in der Krankengeschichte
- Angioödeme, inklusive Anschwellen von Larynx und Glottis, die eine Verengung der Atemwege hervorrufen und / oder Anschwellen von Gesicht, Lippen, Pharynx und / oder der Zunge, bei Patienten beobachtet, die mit Valsartan behandelt wurden
- bei einigen dieser Patienten traten Angioödeme schon vorher mit anderen Arzneimitteln inklusive ACE-Inhibitoren auf
- Valsartan muss bei Patienten, bei denen ein Angioödem auftritt, sofort abgesetzt werden
- darf nicht erneut angewendet werden
- Angioödeme, inklusive Anschwellen von Larynx und Glottis, die eine Verengung der Atemwege hervorrufen und / oder Anschwellen von Gesicht, Lippen, Pharynx und / oder der Zunge, bei Patienten beobachtet, die mit Valsartan behandelt wurden
- duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
- duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird nicht empfohlen
- Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
- wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
- ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
- duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird nicht empfohlen
- pädiatrische Patienten
- Nierenfunktionsstörung
- pädiatrische Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. und pädiatrische Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen
- Anwendung nicht untersucht
- Valsartan bei diesen Patienten nicht empfohlen
- pädiatrische Patienten mit einer Kreatinin-Clearance > 30 ml / Min.
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Nierenfunktion und der Kaliumspiegel sollten während der Behandlung mit Valsartan engmaschig überwacht werden
- dies gilt besonders, wenn Valsartan bei Vorhandensein von sonstigen Zuständen (Fieber, Dehydrierung), die die Nierenfunktion beeinträchtigen können, gegeben wird
- pädiatrische Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. und pädiatrische Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen
- Leberinsuffizienz
- schwere Leberinsuffizienz, Leberzirrhose und bei Patienten mit Cholestase
- Anwendung kontraindiziert
- leichte bis mittelschwere Leberinsuffizienz
- nur begrenzte Erfahrung
- bei diesen Patienten sollte die Dosis 80 mg Valsartan / Tag nicht übersteigen
- schwere Leberinsuffizienz, Leberzirrhose und bei Patienten mit Cholestase
- Nierenfunktionsstörung