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Atnahs Pharma Denmark ApS
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Wirkstoff: Natrium/Olsalazin →

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Fachinformationen

Indikation

  • leichte und mittelschwere Schübe der akuten Colitis ulcerosa
  • zur Rezidivprophylaxe der Colitis ulcerosa

Dosierung

  • akute Colitis ulcerosa
    • 6 - 12 Kapseln (1,5 - 3 g Olsalazin-Natrium) / Tag
      • verteilt auf 3 Einzelgaben
        • maximale Einzelgabe: 1 g Olsalazin-Natrium
    • Therapiebeginn
      • einschleichend
        • 2 Kapseln (500 mg Olsalazin-Natrium) / Tag
      • Dosissteigerung, individuell: meist 2 Kaspeln (500 mg Olsalazin-Natrium) / Tag
    • Auftreten weicher Stühle bzw. Diarrhoen während Dosiserhöhung
      • 2 Tage lang auf zuletzt tolerierte Dosishöhe reduzieren und Dosis dann wieder steigern
    • Langzeitbehandlung unter konsequenter Einhaltung der verordneten Dosierung
  • Rezidivprophylaxe
    • je 2 Kapseln (500 mg Olsalazin-Natrium) morgens und abends
    • Auftreten wässriger Diarrhoe
      • 1 Kapsel 4mal / Tag
      • für 3 - 4 Tage
    • Auftreten weicher Stühle bzw. Diarrhoen während Dosiserhöhung
      • 2 Tage lang auf zuletzt tolerierte Dosishöhe reduzieren und Dosis dann wieder steigern
    • Langzeitbehandlung unter konsequenter Einhaltung der verordneten Dosierung

Kontraindikationen

Olsalazin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Olsalazin
  • Überempfindlichkeit gegen Salicylate
  • bestehender Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni
  • schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
  • erhöhte Blutungsneigung

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Olsalazin - peroral
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Methämoglobinämie
      • Granulozytopenie
      • Thrombozytopenie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • aplastische Anämie
      • hämolytische Anämie
      • Leukopenie
      • Eosinophilie
      • Neutropenie
      • Panzytopenie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Depression
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
      • Parästhesie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Periphere Neuropathie
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verschwommenes Sehen
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tachykardie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Myokarditis
      • Perikarditis
      • Herzklopfen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bronchospasmus
      • Dyspnoe
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • interstitielle Lungenerkrankung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Diarrhöe
      • Übelkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erbrechen
      • Dyspepsie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Ausbreitung der Entzündung auf den gesamten Dickdarm (Pancolitis)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Bauchschmerzen (einschließlich Schmerzen im Oberbauch)
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erhöhte Leberenzyme
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hepatitis (einschließlich cholestatischer Hepatitis)
      • erhöhte Bilirubinwerte
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ausschlag
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • allergische Hautreaktionen
      • Juckreiz
      • Alopezie
      • Photosensibilität
      • Urtikaria
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • LE (Lupus erythematodes) ähnliches Syndrom
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angioödem
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arthralgie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Niereninsuffizienz
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • interstitielle Nephritis
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
      • Fieber

Anwendungshinweise

  • Arzneimittel zusammen mit einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen
    • um Auftreten von Durchfällen zu vermeiden

Stillzeithinweise

Olsalazin - peroral
  • Olsalazin sollte nur dann von stillenden Frauen eingenommen werden, wenn der Nutzen der Behandlung die Risiken überwiegt, oder den Patientinnen sollte geraten werden abzustillen, wenn sie Olsalazin nehmen
  • geringe Mengen des aktiven Metaboliten von Olsalazin (5-ASA) können in die Muttermilch übergehen
  • gesundheitsschädigende Wirkungen (Diarrhöe) wurden bei Säuglingen beobachtet, wenn 5-ASA in der Stillzeit verabreicht wurde

Schwangerschaftshinweise

Olsalazin - peroral
  • Olsalazin sollte während der Schwangerschaft nur dann verabreicht werden, wenn der mögliche Nutzen für die Mutter das potenzielle Risiko für den Fötus rechtfertigt
    • wenn möglich keine Anwendung im ersten Trimenon und in den letzten 2 - 4 Wochen der Schwangerschaft
  • keine ausreichenden und gut kontrollierten Studien bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt

Warnhinweise

Olsalazin - peroral
  • keine ausreichenden Erfahrungen bei Kindern vorliegend
  • Verabreichung sollte unter ärztlicher Kontrolle erfolgen
  • ein Blut- und Urinstatussollte vor und während der Therapie nach Ermessen des behandelnden Arztes erhoben werden
  • Patienten mit Leberfunktionsstörungen
    • Überwachung empfohlen
    • schwere Leberfunktionsstörung: Anwendung kontraindiziert
  • Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
    • Überwachung empfohlen
    • schwere Nierenfunktionsstörung: Anwendung kontraindiziert
  • Nierenfunktionsüberprüfung
    • bei Patienten, die Olsalazin erhalten, wird eine Überwachung der Nierenfunktion durch Bestimmung des Serum-Kreatinins empfohlen
      • vor der Behandlung
      • alle 3 Monate im ersten Jahr
      • alle 6 Monate für die nächsten 4 Jahre
      • einmal im Jahr nach 5 Jahren der Behandlung
    • Harnstoff (BUN)- und Kreatinin-Bestimmung im Serum und eine Urin-Sediments-Untersuchung sind zu empfehlen
  • Patienten, die an einer schweren Allergie oder Asthma leiden
    • auf Anzeichen für eine Verschlechterung dieser Erkrankungen zu beobachten
  • Hämatotoxizität
    • Patienten und ihre Betreuer sollten dazu angeleitet werden
      • die Symptome einer hämatotoxischen Reaktion erkennen zu können
      • ihren Arzt unverzüglich zu kontaktieren, wenn folgende Symptome auftreten:
        • Fieber
        • Halsentzündung
        • Geschwüre im Mundbereich
        • blaue Flecken
        • Blutungen
  • Durchfälle
    • beim Auftreten von Durchfällen während der Behandlung muss in jedem Fall der behandelnde Arzt befragt werden
    • die vorübergehende Gabe von Loperamid kann hilfreich sein
    • zum Ausgleich von großen Flüssigkeitsverlusten sind dem Patienten geeignete Maßnahmen zu empfehlen