DIPEPTAMIN GLASFLASCHE

Fresenius Kabi Deutschland GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Glutamin/L-Alanin →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
10X50 ML 362,78 €
10X100 ML 621,78 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Zusatz zu klinischem Ernährungsregimes bei Patienten mit hyperkatabolischem und / oder hypermetabolischem Zustand, zusammen mit parenteraler oder enteraler Ernährung oder als Kombination von beidem

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Lösung Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 200 mg N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin (entsprechend 82, 0 mg L-Alanin und 134,6 mg L-Glutamin).

  • Zusatz zu klinischem Ernährungsregimes bei Patienten mit hyperkatabolischem und / oder hypermetabolischem Zustand, zusammen mit parenteraler oder enteraler Ernährung oder als Kombination von beidem
    • Dosierung nach Schwere des katabolen Zustandes und nach Aminosäuren- / Proteinbedarf
    • max. Tagesdosis im Rahmen einer parenteralen oder enteralen Ernährung: 2 g Aminosäuren und/oder Protein / kg KG
    • Zufuhr von Alanin und Glutamin über N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin bei Berechnung berücksichtigen
    • Anteil der durch N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin zugeführten Aminosäuren </= 30 % der Gesamtzufuhr an Aminosäuren / Protein
    • Tagesdosis
      • 1,5 - 2,5 ml Lösung / kg KG (0,3 - 0,5 g N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin / kg KG)
        • bei 70 kg KG: ca. 100 - 175 ml Lösung
      • max. Tagesdosis: 2,5 ml Lösung / kg KG (0,5 g N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin)
        • Verabreichung zusammen mit einer Aminosäurenlösung, die mind. die Zufuhr von 1,0 g Aminosäuren/Protein / kg KG / Tag deckt (>/= 1,5 g Aminosäuren/Protein / kg KG / Tag)
      • Zufuhr von N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin und anderen Aminosäuren und/oder Protein über Trägerlösung
        • Bedarf: 1,2 g Aminosäuren/Protein / kg KG / Tag
          • 0,8 g Aminosäuren/Protein + 0,4 g N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin / kg KG
        • Bedarf: 1,5 g Aminosäuren/Protein / kg KG / Tag
          • 1,0 g Aminosäuren/Protein + 0,5 g N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin / kg KG
        • Bedarf: 2 g Aminosäuren/Protein / kg KG / Tag
          • 1,5 g Aminosäuren/Protein + 0,5 g N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin / kg KG
    • Behandlungsdauer
      • max. 3 Wochen

Dosisanpassung

  • Kinder und Jugendliche
    • keine Daten zur Sicherheit und Unbedenklichkeit
  • schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 25 ml / Min.), schwere Leberinsuffizienz
    • kontraindiziert

Kontraindikationen

Alanylglutamin - invasiv
  • schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <25ml/min)
  • schwere Leberinsuffizienz
  • schwerer metabolische Azidose
  • bekannte Hypersensitivität gegen den Wirkstoff

Nebenwirkungen

Alanylglutamin - invasiv
  • bei bestimmungsgemäßer Anwendung bisher keine Nebenwirkungen bekannt

Anwendungshinweise

  • Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung nicht direkt verabreichen!
  • Mischlösungen mit einer Osmolarität >/= 800 mosmol / l zentralvenös verabreichen
  • Patienten mit vollständiger parenteraler Ernährung
    • Infusionsgeschwindigkeit richtet sich nach derjenigen der Trägerlösung
      • max.: 0,1 g Aminosäuren / kg KG / Stunde
    • vor Applikation mit einer kompatiblen Aminosäurenlösung als Trägerlösung oder einem aminosäurenhaltigen Infusionsregime mischen und infundieren
  • Patienten mit vollständiger enteraler Ernährung
    • kontinuierlich während der enteralen Ernährung zuführen
    • für periphervenöse Infusion auf eine Osmolarität von </= 800 mosmol / l verdünnen (z. B. 100 ml Lösung + 100 ml Kochsalzlösung)
  • Patienten mit kombinierter enteraler und parenteraler Ernährung
    • vollständige tägliche Dosierung mit parenteraler Ernährung verabreichen, d. h. vor der Anwendung mit kompatibler Aminosäurenlösung oder aminosäurenhaltigem Infusionsregime mischen
    • Infusionsgeschwindigkeit richtet sich nach der Trägerlösung und sollte dem zulässigen Anteil der Aminosäuren aus enteraler und parenteraler Ernährung entsprechen

Stillzeithinweise

Alanylglutamin - invasiv
  • sollte auf Grund fehlender Erfahrungen nicht in der Stillzeit angewendet werden

Schwangerschaftshinweise

Alanylglutamin - invasiv
  • sollte auf Grund fehlender Erfahrungen nicht in der Schwangerschaft angewendet werden
    • in vitro- und in vivo-Tests ergaben keine Hinweise auf ein mutagenes Potential
    • keine Studien zum tumorerzeugenden Potential
    • im Tierversuch bis zu einer Dosis von 1,6 g N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin/kg KG und Tag keine Hinweise auf teratogene oder andere embryotoxische Befunde und peri-postnatale Schädigungen

Warnhinweise

Alanylglutamin - invasiv
  • regelmäßige Kontrolle der Leberwerte
    • bei Vorliegen einer kompensierten Leberinsuffizienz
  • regelmäßige Kontrolle
    • Serumelektrolyte
    • Serumosmolarität
    • Wasserbilanz
    • Säuren-Basen-Status
    • Leberwerte (alkalische Phosphatase, GPT,GOT)
    • Auftreten einer Hyperammonämie
  • Wahl der periphervenösen bzw. der zentralvenösen Applikation abhängig von der Osmolarität der zu infundierenden Mischlösung
  • allgemein anerkannte Obergrenze für die periphervenöse Infusion: 800mosmol/L
    • erhebliche Abhängigkeit deiser Obergrenze von
      • Alter des Pateinten
      • allgemeinem Zustand
      • Beschaffenheit der peripheren Venen
  • Überdosierung
    • bei zu schneller Infusion
      • Schüttelfrost
      • Übelkeit
      • Erbrechen
    • in diesem Fall die Infusion sofort absetzen