DIPIPERON
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 50 ST | 27,50 € |
| N3 | 100 ST | 43,13 € |
| NotApplicable | 10X20 ST | – |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- schwach potentes Neuroleptikum bei
- Schlafstörungen
- insbesondere bei geriatrischen Patienten
- psychomotorischen Erregungszuständen
- Schlafstörungen
Dosierung
- Schlafstörungen, psychomotorische Erregungszustände
- allgemein:
- individuelle Dosierung
- bei längerfristiger Therapie durch regelmäßige Dosisanpassungen jeweils niedrigste erforderliche Dosis bestimmen
- Behandlung von Schlafstörungen
- geringe Dosis in vielen Fällen ausreichend
- z.B. 1 Tablette (40 mg) / Tag
- geringe Dosis in vielen Fällen ausreichend
- ansonsten empfohlene Anfangsdosis
- 1 Tablette (40 mg) 3mal / Tag
- Dosissteigerung, optional
- auf bis zu 3 Tabletten (120 mg) 3mal / Tag
- Dosis nicht überschreiten
- auf bis zu 3 Tabletten (120 mg) 3mal / Tag
- allgemein:
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- mit niedrigeren Dosen einschleichend beginnen
- z.B. Hälfte der initialen Erwachsenendosis
- diese langsam bei regelmäßiger Blutdruckkontrolle steigern
- mittlere Dosis
- 20 - 40 mg 3mal / Tag
- erforderlichenfalls auch höhere Dosierungen möglich
- mit niedrigeren Dosen einschleichend beginnen
- Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren)
- Jugendliche unter 18 Jahren
- reduzierte Dosen ähnlich wie ältere Patienten
- Kinder unter 14 Jahren
- Anfangsdosis: 1 mg Pipamperon / kg KG / Tag
- Dosissteigerung, optional um 1 mg / kg KG / Tag bis zur optimalen Dosierung
- im Allgemeinen
- Dosis von 2 - 4 mg / kg KG / Tag ausreichend
- kein Erreichen der gewünschten Wirkung bei dieser Dosierung
- Dosissteigerung, optional auf bis zu 6 mg / kg KG / Tag
- Tagesdosis
- auf 3 Gaben verteilen
- aufgrund des hohen Wirkstoffgehaltes der Tabletten im unteren Dosierungsbereich Pipamperon-Sirup verwenden
Kontraindikationen
Pipamperon - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Pipamperon oder andere Butyrophenone
- Zustände, die mit einer Dämpfung des zentralen Nervensystems einhergehen (z.B. Koma, akute Alkohol-, Schlafmittel-, Analgetika-, Psychopharmaka-Intoxikationen)
- Erkrankungen der Basalganglien, z.B. Parkinson-Krankheit
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Pipamperon - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leukopenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Endokrine Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperprolaktinämie (schließt Hyperprolaktinämie und erhöhte Prolaktinspiegelein)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- im Zusammenhang mit Antipsychotika berichtet:
- Hyponatriämie und SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH)
- im Zusammenhang mit Antipsychotika berichtet:
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Depression
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Somnolenz
- Zahnradphänomen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypertonie
- Akathisie
- oculogyrische Krise
- Opisthotonus
- Dyskinesie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Krämpfe (schließt Krämpfe und Grand-Mal-Anfall ein)
- Malignes Neuroleptisches Syndrom
- Parkinsonismus
- Synkope
- Tardive Dyskinesie
- Tremor
- Kopfschmerz
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verschwommensehen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- im Zusammenhang mit Antipsychotika berichtet:
- kardiale Effekte wie Verlängerung des QT-Intervalls im EKG, Torsades de pointes, ventrikuläre Arrhythmien einschließlich Kammerflimmern, ventrikulärer Tachykardie und Herzstillstand
- im Zusammenhang mit Antipsychotika berichtet:
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kammerflimmern
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- orthostatische Hypotension
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypotonie
- im Zusammenhang mit Antipsychotika berichtet:
- venöse Thromboembolien, einschließlich Fälle von pulmonalen Embolien und tiefer Venenthrombosen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Epistaxis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Übelkeit
- verminderter Appetit
- im Zusammenhang mit Antipsychotika berichtet:
- Hypersalivation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erhöhung der hepatischen Enzyme
- Leberfunktionsstörungen
- cholestatische Hepatitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hautausschlag
- toxische epidermale Nekrolyse
- im Zusammenhang mit Antipsychotika berichtet:
- Hyperhidrosis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- muskuläre Spastizität
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- Harnretention
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Amenorrhö
- ohne Häufigkeitsangabe
- Galaktorrhö
- Gynäkomastie (schließt Gynäkomastie und Brustanschwellung ein)
- Oligomenorrhö
- Priapismus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gangstörungen
- Asthenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Fatigue
- Hypothermie
- Ödeme (schließt Ödeme, Gesichtsödeme und periphere Ödeme ein)
- Fieber
- im Zusammenhang mit Antipsychotika berichtet:
- plötzliche Todesfälle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Pipamperon mit oder zwischen den Mahlzeiten einnehmen
Stillzeithinweise
Pipamperon - peroral
- kontraindiziert während der Stillzeit
- keine ausreichenden Erfahrungen über die Sicherheit der Anwendung bei stillenden Frauen
Schwangerschaftshinweise
Pipamperon - peroral
- kontraindiziert während der Schwangerschaft
- keine ausreichenden Erfahrungen bei schwangeren Frauen
- keine ausreichenden Untersuchungen an trächtigen Tieren
- Frauen im gebärfähigen Alter
- vor Behandlungsbeginn sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden
- während der Behandlung mit Pipamperon sollte ein sicherer Konzeptionsschutz gewährleistet sein
- Neugeborene, die während des 3. Trimenons der Schwangerschaft gegenüber Antipsychotika (einschließlich Pipamperon) exponiert sind
- sind durch Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptome und/oder Entzugserscheinungen gefährdet, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variieren können
- gab Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme
- dementsprechend sollten Neugeborene sorgfältig überwacht werden
Warnhinweise
Pipamperon - peroral
- Plötzliche Todesfälle bei Patienten, die Antipsychotika erhielten
- in seltenen Fällen wurde über plötzliche und ungeklärte Todesfälle bei psychiatrischen Patienten berichtet, die antipsychotische Arzneimittel, einschließlich Dipiperon, erhalten hatten
- ob ein Kausalzusammenhang besteht, ist unklar
- in seltenen Fällen wurde über plötzliche und ungeklärte Todesfälle bei psychiatrischen Patienten berichtet, die antipsychotische Arzneimittel, einschließlich Dipiperon, erhalten hatten
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- nur begrenzte Studien zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Pipamperon bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahren vorliegend
- deshalb sollte Pipamperon bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahren nur unter besonderer Berücksichtigung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses verordnet werden
- Erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen
- Daten zweier großer Anwendungsstudien zeigten, dass ältere Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit konventionellen (typischen) Antipsychotika behandelt wurden, einem leicht erhöhten Mortalitätsrisiko im Vergleich zu nicht mit Antipsychotika Behandelten ausgesetzt sind
- anhand der vorliegenden Studiendaten kann eine genaue Höhe dieses Risikos nicht angegeben werden
- Ursache für die Risikoerhöhung ist nicht bekannt
- aufgrund dieser Risiken ist im Einzelfall durch den behandelnden Arzt zu prüfen, ob Pipamperon zur Behandlung von Verhaltensstörungen, die mit Demenzerkrankungen zusammenhängen, angewendet werden soll
- Daten zweier großer Anwendungsstudien zeigten, dass ältere Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit konventionellen (typischen) Antipsychotika behandelt wurden, einem leicht erhöhten Mortalitätsrisiko im Vergleich zu nicht mit Antipsychotika Behandelten ausgesetzt sind
- Erhöhtes Risiko für das Auftreten von unerwünschten zerebrovaskulären Ereignissen
- in randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, ein etwa um das dreifache erhöhtes Risiko für unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet
- Mechanismus, der zu dieser Risikoerhöhung führt, ist unbekannt
- kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Wirkung auch bei der Anwendung anderer Antipsychotika oder bei anderen Patientengruppen auftritt
- Pipamperon sollte daher bei Patienten, die ein erhöhtes Schlaganfallrisiko haben, mit Vorsicht angewendet werden
- Patienten/Pflegepersonal sollte(n) dazu angehalten werden, dass sie Anzeichen für ein mögliches zerebrovaskuläres Ereignis wie plötzliche Erschlaffung, Taubheit in Gesicht, Armen oder Beinen sowie Sprach- oder Sehstörungen unverzüglich an den behandelnden Arzt berichten sollen
- unverzüglich sind alle Behandlungsmöglichkeiten oder ein Abbruch der Therapie in Betracht zu ziehen
- in randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, ein etwa um das dreifache erhöhtes Risiko für unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet
- Thromboembolie-Risiko
- im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika Fälle von venösen Thromboembolien (VTE) berichtet
- da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden, häufig erworbene Risikofaktoren für VTE aufweisen, sollten alle möglichen Risikofaktoren für VTE vor und während der Behandlung mit Pipamperon identifiziert und Präventivmaßnahmen ergriffen werden
- Kardiovaskuläre Effekte
- Vorsicht
- bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen wegen der möglichen hypotensiven Effekte
- bei Patienten mit prolaktinabhängigen Tumoren
- Vorsicht wegen möglicher QT-Intervall Verlängerung bei
- Hypotonie, Hypertonie, orthostatischer Dysregulation, Bradykardie, Hypokaliämie, Hypomagnesiämie
- angeborenem langen QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen (insbes. koronare Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien)
- gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern oder eine Hypokaliämie hervorrufen können
- Vorsicht
- Malignes Neuroleptisches Syndrom (MNS)
- wie bei anderen Antipsychotika wurde Pipamperon mit Fällen eines Malignen Neuroleptischen Syndroms (MNS) in Zusammenhang gebracht
- seltene, spezifische Reaktion, die durch Hyperthermie, generalisierte Muskelrigidität, vegetative Instabilität und Bewusstseinsstörungen charakterisiert ist
- Hyperthermie tritt häufig als frühes Anzeichen dieses Syndroms auf
- im Falle eines Auftretens des Malignen Neuroleptischen Syndroms sollte die antipsychotische Therapie umgehend abgebrochen werden und eine entsprechende unterstützende Therapie sowie eine sorgfältige Überwachung erfolgen
- wie bei anderen Antipsychotika wurde Pipamperon mit Fällen eines Malignen Neuroleptischen Syndroms (MNS) in Zusammenhang gebracht
- Tardive Dyskinesie
- wie bei allen antipsychotischen Arzneimitteln können tardive Dyskinesien bei manchen Patienten unter Langzeittherapie oder nach Absetzen der Therapie auftreten
- das Syndrom ist hauptsächlich gekennzeichnet durch rhythmische, unfreiwillige Bewegungen von Zunge, Gesicht, Mund oder Kiefer
- Symptome können fortbestehen und scheinen bei einigen Patienten irreversibel zu sein
- Syndrom kann verschleiert werden
- wenn die Therapie wieder aufgenommen wird
- wenn die Dosierung erhöht
- wenn auf ein anderes Antipsychotikum umgestellt wird
- Behandlung sollte umgehend beendet werden
- Extrapyramidale Symptome
- wie bei allen Neuroleptika können extrapyramidale Symptome wie Tremor, Rigidität, Hypersalivation, Bradykinese, Akathisie, akute Dystonie auftreten
- Auftreten von extrapyramidalen Effekten proportional zur Dosis, variiert aber sehr von Patient zu Patient
- insbesondere ältere Patienten können sensibel sein
- empfohlen, bei diesen Patienten mit niedrigen Dosen, z.B. der Hälfte der initialen Erwachsenendosis, einschleichend zu beginnen und diese langsam bei regelmäßiger Blutdruckkontrolle zu steigern
- Dosisreduktion, falls möglich, oder die Verabreichung anticholinerger Medikation hilft bei der Kontrolle der Symptome
- wie bei allen Neuroleptika können extrapyramidale Symptome wie Tremor, Rigidität, Hypersalivation, Bradykinese, Akathisie, akute Dystonie auftreten
- Krampfanfälle / Konvulsionen
- Pipamperon kann die Krampfschwelle senken
- bestehende Antiepileptika-Therapie ggf. entsprechend anpassen
- Schwerwiegende immunologische Hautreaktionen
- toxische epidermale Nekrolyse (TEN) und/oder dem Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) in sehr seltenen Fällen berichtet
- Endokrine Effekte
- hormonale Effekte schließen Hyperprolaktinämie, Galaktorrhö, Gynäkomastie und Oligo- oder Amenorrhö ein
- Therapie bei bestehender Depression
- wie alle antipsychotischen Substanzen sollte Dipiperon bei einer bestehenden Depression nicht alleine gegeben werden
- kann mit Antidepressiva kombiniert werden, um solche Zustände zu behandeln, bei denen eine Depression kombiniert mit einer Psychose auftritt