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Fachinformationen

Indikation

  • Prophylaxe asthmatischer Beschwerden bei allergischem und nichtallergischem Asthma
    • Hinweis:
      • Cromoglicinsäure ist nicht zur Behandlung akuter Anfälle geeignet

Dosierung

Basiseinheit:1 Ein-Dosis-Behältnis mit 2 ml Lösung enthält 20 mg Natriumcromoglicat (Ph.Eur.)

  • Prophylaxe asthmatischer Beschwerden bei allergischem und nichtallergischem Asthma
    • Erwachsene und Kinder ab dem 2. Lebensjahr
      • 1 Ein-Dosis-Behältnis (20 mg Natriumcromoglicat) 4mal / Tag
      • Dosissteigerung, optional:
        • Verdopplung der Tagesdosen
        • Erhöhung der Applikationshäufigkeit auf 6mal / Tag
      • nach Erreichen der therapeutischen Wirkung:
        • schrittweise Verlängerung der Dosierungsintervalle auf das zur Aufrechterhaltung der Symptomfreiheit erforderliche Maß
      • Behandlungsdauer
        • Gabe einer Versuchsdosis über mind. 4 Wochen
        • volle Wirkung i. A. nach 2 - 4 Wochen
        • Langzeittherapie
      • Therapieende: schrittweise Dosisreduktion über 1 Woche

Kontraindikationen

Cromoglicinsäure - pulmonal
  • Überempfindlichkeit gegen Cromoglicinsäure
    • schon bei Verdacht auf eine allergische Reaktionslage gegen Cromoglycinsäure ist eine Reexposition unbedingt zu vermeiden

Therapiehinweise

Ausschleichend dosieren.

Nebenwirkungen

Cromoglicinsäure - pulmonal
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Schwindel
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • paradoxe, transiente Bronchospasmen
      • eosinophile Pneumonie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Irritationen des Rachenraumes
      • Heiserkeit
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Übelkeit
      • unangenehmer Geschmack
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Myalgien
      • Arthralgien
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • anaphylaktische Reaktionen mit Bronchospasmen, Hypotonie, Kollaps und Larynxödem
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (Exanthem, Pruritus, Urticaria, Angioödem)
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dysurie

Anwendungshinweise

  • Lösung für einen Vernebler zur lokalen - inhalativen Anwendung
  • Kinder sollten das Arzneimittel nur unter Aufsicht von Erwachsenen anwenden
  • für die Inhalation werden spezielle Inhalationsgeräte verwendet: Ultraschallvernebler zur Inhalation der Lösung
  • um einen optimalen Therapieeffekt zu erzielen, ist eine ausführliche Unterweisung des Patienten im Gebrauch dieser speziellen Geräte erforderlich

Stillzeithinweise

Cromoglicinsäure - pulmonal
  • Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
  • Übergang in die Muttermilch in geringen Mengen

Schwangerschaftshinweise

Cromoglicinsäure - pulmonal
  • Anwendung während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
  • keine Anhaltspunkte für eine fruchtschädigende Wirkung sowohl aus Tierstudien als auch aus den bisherigen Erfahrungen am Menschen

Warnhinweise

Cromoglicinsäure - pulmonal
  • Asthmatherapie sollte dem Schweregrad entsprechend stufenweise erfolgen
  • Erfolg der Therapie sollte durch regelmäßige ärztliche Untersuchungen und durch tägliche Selbstkontrolle (z. B. durch die Aufzeichnung des mit dem Peak-flow-Meter gemessenen Atemstoßes) überprüft werden
  • akuter Asthmaanfall
    • Natriumcromoglicat ist nicht zur Behandlung akuter Anfälle geeignet
    • kurz wirksames inhalatives Beta-Mimetikum anwenden
  • Patienten unter Corticosteroid- und Natriumcromoglicattherapie
    • soll bei Patienten unter Corticosteroid- und Natriumcromoglicattherapie eine Reduktion der Corticosteroiddosis versucht werden, müssen die Patienten während der schrittweisen Reduktion der Corticosteroiddosis sorgfältig überwacht werden
    • Kontrolle mit dem Peak-Flow-Meter sollte währenddessen fortgeführt werden, und die Patienten sollten Anweisung darüber erhalten, was zu tun ist, wenn eine Verschlechterung der Asthmasymptome auftritt
  • beim Auftreten eosinophiler pneumonischer Infiltrate unter Natriumcromoglicat-Therapie sollte diese unverzüglich abgebrochen werden
  • Kinder
    • regelmäßige Kontrollen des Krankheitsverlaufes besonders wichtig um sicherzustellen, dass die Behandlung ausreichend wirksam ist
    • andernfalls sollte auf eine Therapie mit inhalativen Glucocorticoiden umgestellt werden
  • Absetzen von Cromoglicinsäure
    • beim plötzlichen Absetzen kann es zur Verschlechterung des Grundleidens kommen
    • schrittweises Absetzen über eine Woche empfohlen
  • paradoxer Bronchospasmus
    • wie bei anderen inhalativen Therapien kann es direkt nach der Inhalation zu einem paradoxen Bronchospasmus kommen
    • in solchen Fällen sollte das Arzneimittel abgesetzt und eine alternative Therapie verordnet werden
  • eosinophile pneumonische Infiltrate
    • bei Auftreten eosinophiler pneumonischer Infiltrate unter Natriumcromoglicat-Therapie sollte diese unverzüglich abgebrochen werden