Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 10X1 ML | 34,38 € |
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Indikation
- akut bedrohliche Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl
- supraventrikuläre Arrhythmien
- zusätzliche therapeutische Maßnahme bei Sinustachykardie aufgrund von Thyreotoxikose
- anfallsweise supraventrikuläre Tachykardie
- Vorhofflimmern und Vorhofflattern (bei ungenügendem Ansprechen auf hochdosierte Therapie mit herzwirksamen Glykosiden)
- ventrikuläre Arrhythmien
- ventrikuläre Extrasystolen, sofern Extrasystolen durch erhöhte Sympathikusaktivität hervorgerufen werden
- körperliche Belastung
- Induktionsphase der Anästhesie
- Halothan-Anästhesie
- Verabreichung exogener Sympathomimetika
- ventrikuläre Tachykardien und Kammerflimmern (nur vorbeugend v.a. wenn ventrikuläre Arrhythmien durch erhöhte Sympathikusaktivität hervorgerufen)
- ventrikuläre Extrasystolen, sofern Extrasystolen durch erhöhte Sympathikusaktivität hervorgerufen werden
- supraventrikuläre Arrhythmien
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung (1 Ampulle) enthält 1 mg Propranololhydrochlorid
- akute Behandlung tachykarder Arrhythmien
- Einzeldosis - sowie bei Mehrfachgabe zeitlichen Abstand zwischen Einzelinjektionen - in Abhängigkeit von Ausgangssituation und klinischem Zustand des Patienten wählen
- initial: 1 mg Propranololhydrochlorid langsam i.v. über 1 Min.
- bei unzureichendem Behandlungserfolg
- Dosiswiederholung in Intervallen von 2 Minuten bis zum Wirkungseintritt bzw. bis zum Erreichen der Maximaldosis
- Maximaldosis
- Erwachsene mit erhaltenem Bewusstsein: 10 mg Propranololhydrochlorid
- Erwachsenen in Narkose: 5 mg Propranololhydrochlorid
- Anwendungsdauer:
- nur so lange, bis Herzrhythmusstörungen unter Kontrolle sind
- sobald als möglich Umstellung auf orale Darreichungsformen
- Kinder und Jugendliche
- i.v. Injektion ausschließlich zur Notfallbehandlung kardialer Arrhythmien
- 0,025 - 0,05 mg / kg KG langsam i.v. vorzugsweise unter EKG-Kontrolle
- Wiederholung alle 6 - 8 Stunden, falls erforderlich
Kontraindikationen
Propranolol - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Propranolol oder andere Betarezeptorenblocker
- manifeste Herzinsuffizienz
- Prinzmetal-Angina
- Schock
- AV-Block 2. oder 3. Grades
- Sinusknoten-Syndrom (sick sinus syndrome)
- sinuatrialer Block
- Bradykardie (Ruhepuls vor Behandlungsbeginn < 50 Schläge/Min.)
- Hypotonie
- pulmonale Hypertonie
- Urämie
- Azidose
- bronchiale Hyperreagibilität (z.B. bei Asthma bronchiale)
- Spätstadien peripherer Durchblutungsstörungen
- gleichzeitige Gabe von MAO-Hemmstoffen (außer MAO-B-Hemmstoffe)
- zusätzliche i.v. Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika wie Disopyramid ist kontraindiziert (Ausnahme: Intensivmedizin)
Therapiehinweise
Einschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Propranolol - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- Purpura
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leukopenie
- Agranulozytose
- transiente Eosinophilie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypoglykämie einschließlich hypoglykämischer Krampfanfälle
- nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es zu hypoglykämischen Zuständen kommen; diese können von Krampfanfällen oder in Einzelfällen von Koma begleitet sein
- Warnzeichen einer Hypoglykämie (insbesondere Tachykardie und Tremor) können verschleiert werden
- bei Patienten mit Hyperthyreose können die klinischen Zeichen einer Thyreotoxikose (Tachykardie und Tremor) maskiert sein
- Hypoglykämie einschließlich hypoglykämischer Krampfanfälle
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Manifestation eines latenten Diabetes mellitus
- Verschlechterung eines bereits bestehenden Diabetes mellitus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Störungen im Fettstoffwechsel
- bei meist normalem Gesamtcholesterin Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyceride im Plasma beobachtet
- Störungen im Fettstoffwechsel
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit, insbesondere zu Beginn der Behandlung
- Schwindelgefühl
- Benommenheit
- Kopfschmerzen
- Verwirrtheit
- Nervosität
- Schwitzen
- Schlafstörungen
- depressive Verstimmungen
- Albträume
- Halluzinationen
- Parästhesein
- Kältegefühl an den Extremitäten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Auftreten eines der Myasthenia gravis ähnlichen Krankheitsbildes mit Muskelschwäche
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verstärkung einer bestehenden Myasthenia gravis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Einschränkung des Tränenflusses (beim Tragen von Kontaktlinsen beachten)
- Konjunktivitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Keratokonjunktivitis
- Sehstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verstärkter Blutdruckabfall
- Bradykardie
- Synkopen
- Palpitationen
- atrioventrikuläre Überleitungsstörungen
- Verstärkung einer Herzinsuffizienz
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- bei Angina pectoris Verstärkung der Anfälle
- Verstärkung der Beschwerden von Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen (einschließlich Claudicatio intermittens, Raynaud- Syndrom)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Atemnot möglich bei Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen (insbesondere obstruktiven Atemwegserkrankungen)
- infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes
- Atemnot möglich bei Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen (insbesondere obstruktiven Atemwegserkrankungen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- vorübergehende Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Diarrhö)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei Patienten mit portaler Hypertonie kann sich die Leberfunktion verschlechtern und es kann sich eine hepatische Enzephalopathie entwickeln
- Berichte, dass die Behandlung mit Propranolol das Risiko für die Entwicklung einer hepatischen Enzephalopathie erhöhen kann
- bei Patienten mit portaler Hypertonie kann sich die Leberfunktion verschlechtern und es kann sich eine hepatische Enzephalopathie entwickeln
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- allergische Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz, Exantheme)
- Haarausfall
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Auslösung einer Psoriasis
- Verstärkung der Symptome dieser Erkrankung
- psoriasiforme Hautausschläge
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schmerzhafte proximale Myopathie
- Muskelkrämpfe
- Langzeittherapie: Arthropathie (Mono- und Polyarthritis)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verschlechterung der Nierenfunktion bei schweren Nierenfunktionsstörungen
- deshalb sollte während der Therapie mit Propranolol die Nierenfunktion entsprechend überwacht werden
- Verschlechterung der Nierenfunktion bei schweren Nierenfunktionsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Libido- und Potenzstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Untersuchungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- ANA-Anstieg mit unklarer klinischer Relevanz
- Erhöhung der Transaminasen (GOT, GPT) im Serum
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendungshinweise
- langsam i.v. - Injektion (1 mg Propranololhydrochlorid / Min.)
- fortlaufende Kontrolle von Puls, Blutdruck und EKG
Stillzeithinweise
Propranolol - invasiv
- Propranololhydrochlorid geht in die Muttermilch über
- obwohl die mit der Milch aufgenommene Wirkstoffmenge wahrscheinlich keine Gefahr für das Kind darstellt, sollten Säuglinge überwacht werden
Schwangerschaftshinweise
Propranolol - invasiv
- Propranololhydrochlorid soll in der Schwangerschaft nur nach strenger Indikationsstellung und sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung verordnet werden
- Propranololhydrochlorid passiert die Plazenta und erreicht im Nabelschnurblut vergleichbare bzw. etwas höhere Konzentrationen als im maternalen Serum
- ausreichenden Studien zur Anwendung bei schwangeren Frauen liegen nicht vor
- Therapie sollte 48 - 72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beendet werden
- wegen möglicher Komplikationen wie intrauteriner Wachstumsretardierung und vorzeitige Wehen sowie Hypoglykämie, Bradykardie und Atemdepression beim Neugeborenen
- ist dies nicht möglich, müssen die Neugeborenen in den ersten 48 - 72 Stunden nach der Geburt sorgfältig überwacht werden
Warnhinweise
Propranolol - invasiv
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei
- AV-Block I. Grades
- Diabetes mellitus mit stark schwankenden Blutzuckerwerten
- Hypoglykämieneigung, z.B. nach längerem Fasten und schwerer körperlicher Belastung
- Phäochromozytom; Propranolol erst nach vorheriger Alphablockade verabreichen
- eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion
- Patienten mit Psoriasis in der Eigen- oder Familienanamnese
- Verordnung von Betarezeptorblockern sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen
- Betarezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen
- deshalb strenge Indikationsstellung bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Desensibilisierungstherapie (Vorsicht: überschießende anaphylaktische Reaktionen) geboten
- regelmäßige Überprüfung der Leberwerte, da unter der Therapie mit anderen Betarezeptorblockern schwere Leberschäden beobachtet wurden
- Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
- Anwendung von Propranolol kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Propranolol als Dopingmittel können nicht abgesehen werden; schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen