Domperidon-ratiopharm 10mg Filmtabletten

ratiopharm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Domperidon →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 20 ST 14,68 €
N2 50 ST 20,60 €
N3 100 ST 30,33 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Besserung der Symptome von Übelkeit und Erbrechen bei Erwachsenen und Jugendlichen >/= 12 Jahre und >/= 35 kg KG

Dosierung

  • Besserung der Symptome von Übelkeit und Erbrechen
    • niedrigste wirksame Dosis über kürzesten erforderlichen Zeitraum anwenden
    • Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre und >/= 35 kg KG)
      • 1 Tablette (10 mg Domperidon) 1 - 3mal / Tag
      • Maximaldosis: 30 mg / Tag
    • Kinder und Jugendliche
      • Wirksamkeit bei Kindern < 12 Jahren / Jugendlichen > 12 Jahren unter < 35 kg / KG nicht erwiesen
    • Anwendungsdauer:
      • max. 1 Woche
    • Versäumte Dosis:
      • versäumte Dosis auslassen und Fortfahren nach normalem Einnahmeplan
      • nicht die doppelte Dosis einnehmen
    • Leberfunktionsstörungen
      • mäßige oder schwere Leberfunktionsstörungen: kontraindiziert
      • leichte Leberfunktionsstörungen: Dosisanpassung nicht notwendig
    • schwere Nierenfunktionsstörungen (Serumkreatinin > 6 mg / 100 ml, d.h. > 0,6 mmol / l)
      • bei Einmalgabe keine Dosisanpassung erforderlich
      • bei wiederholter Gabe:
        • Dosisanpassung, abhängig vom Schweregrad der Einschränkung:
        • Verringerung der Einnahmehäufigkeit auf 1 - 2mal / Tag
        • ggf. zusätzlich Dosisreduktion erforderlich
        • regelmäßige Überwachung von Patienten unter längerdauernder Therapie

Kontraindikationen

Domperidon - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Domperidon
  • Prolactin-produzierender Hypophysentumor (Prolactinom)
  • Zustände, in denen eine Stimulierung der Magenmotilität gefährliche Situationen provozieren kann, z.B. bei gastrointestinalen Blutungen, mechanischer Obstruktion oder Perforation
  • mäßige oder schwere Leberfunktionsstörungen
  • Patienten mit bestehender Verlängerung des kardialen Reizleitungsintervalls, insbesondere der QTc-Zeit,
  • Patienten mit signifikanten Elektrolyt-Störungen oder zugrundeliegenden Herzerkrankungen wie kongestiver Herzinsuffizienz
  • gemeinsame Verabreichung mit stark wirksamen CYP3A4-Inhibitoren (unabhängig von deren QT-verlängernden Wirkungen)
  • gemeinsame Verabreichung mit QT-Zeitverlängernden Arzneimitteln, ausgenommen Apomorphin
    • Domperidon kontraindiziert bei QT-Zeitverlängernden Arzneimitteln, einschließlich Apomorphin, es sei denn, der Nutzen der gleichzeitigen Verabreichung mit Apomorphin ist größer als die Risiken, und auch nur dann, wenn die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen bei der gleichzeitigen Verabreichung, wie sie in der Fachinformation von Apomorphin aufgeführt sind, strikt eingehalten werden
  • Verdacht auf oder bestätigtes Phäochromozytom aufgrund des Risikos schwerer hypertensiver Episoden

Therapiehinweise

Einnahme vor dem Essen.

Nebenwirkungen

Domperidon - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • allergische Reaktionen, einschließlich anaphylaktischer Schock
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Somnolenz
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
      • extrapyramidale Nebenwirkungen
        • treten hauptsächlich bei Neugeborenen und Kleinkindern auf
        • andere Störungen des Zentralnervensystems wie Krämpfe und Agitation ebenso v.a. bei Kleinkindern und Kindern berichtet
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Krämpfe
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Akathisie
      • Restless-Legs-Syndrom
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Libidoverlust
      • Angstzustände
      • Agitation
      • Nervosität
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Depression
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • okulogyre Krise
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Kammerarrhythmien
      • QTc-Verlängerung
      • Torsade de Pointes
      • plötzlicher Herztod
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Mundtrockenheit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Diarrhoe
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ausschlag
      • Pruritus
      • Urtikaria
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angioödem
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Harnretention
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Galaktorrhoe
      • Brustschmerzen
      • Brustspannen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Gynäkomastie
      • Amenorrhoe
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Brustentladung
      • Brustvergrößerung
      • Brustschwellung
      • Probleme bei der Laktation
      • unregelmäßige Menstruation
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • abnormale Leberfunktionstests
      • erhöhtes Blut-Prolaktin

In 45 Studien, in denen Domperidon höher dosiert über einen längeren Zeitraum und für weitere Indikationen wie diabetische Gastroparesis verabreicht wurde:

  • Häufigkeit von Nebenwirkungen (außer Mundtrockenheit) stieg deutlich an
  • gilt insbesondere bei pharmakologisch vorhersehbaren Ereignissen in Verbindung mit erhöhtem Prolaktin

Anwendungshinweise

  • Einnahme vor den Mahlzeiten
    • verzögerte Resorption bei Einnahme nach den Mahlzeiten

Stillzeithinweise

Domperidon - peroral
  • Domperidon wird in die Muttermilch ausgeschieden
    • gestillte Säuglinge erhalten weniger als 0,1 % der mütterlichen gewichtsadaptierten Dosis
  • nach der Exposition mittels Muttermilch kann das Auftreten von Nebenwirkungen, insbesondere von Nebenwirkungen, die das Herz betreffen, nicht ausgeschlossen werden
  • Entscheidung muss darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Domperidon verzichtet werden soll/die Behandlung mit Domperidon zu unterbrechen ist
    • dabei sowohl Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden
  • Vorsicht, wenn bei gestillten Säuglingen Risikofaktoren für eine QTc-Verlängerung vorliegen
  • tierexperimentelle Studien
    • Wirkstoff wird in die Muttermilch von stillenden Ratten ausgeschieden (hauptsächlich in Form seiner Metaboliten: Spitzenkonzentrationen von 40 bzw. 800 ng/ml nach oraler bzw. i.v. Verabreichung von 2,5 mg/kg KG)

Schwangerschaftshinweise

Domperidon - peroral
  • Domperidon sollte während der Schwangerschaft nur dann angewendet werden, wenn der zu erwartende therapeutische Nutzen dies rechtfertigt
  • nur begrenzte Postmarketing-Daten über die Anwendung von Domperidon bei schwangeren Frauen vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • Studie an Ratten zeigte eine Reproduktions-Toxizität bei einer hohen, für das Muttertier toxischen Dosis
    • das potentielle Risiko für den Menschen ist unbekannt

Warnhinweise

Domperidon - peroral
  • Anwendung in der niedrigsten wirksamen Dosis über den kürzesten zur Kontrolle von Übelkeit und Erbrechen erforderlichen Zeitraum
  • Anwendung während der Stillzeit
    • zu erwarten, dass die Gesamtmenge von Domperidon, die beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden wird, bei der höchsten empfohlenen Dosierung weniger als 7 µg / Tag beträgt
      • jedoch nicht bekannt, ob dies für den Säugling schädlich ist
    • Einnahme von Domperidon daher bei stillenden Müttern nicht empfohlen
  • Kinder (< 12 Jahre)
    • Domperidon nicht für Kinder < 12 Jahren zugelassen
    • kürzlich beendete Wirksamkeitsstudie an Kindern erreichte den primären Endpunkt nicht, so dass bei dieser Patientenpopulation ohnehin von einer mangelhaften Wirksamkeit auszugehen ist
  • Kinder und Jugendliche
    • obwohl neurologische Nebenwirkungen selten sind, ist das Risiko neurologischer Nebenwirkungen bei Kleinkindern erhöht, da die Stoffwechselfunktionen und die Blut-Hirn-Schranke während der ersten Lebensmonate noch nicht vollständig entwickelt sind
      • empfohlen, bei Kindern die Dosierung genauestens zu bestimmen und streng zu befolgen
    • Überdosierung kann bei Kindern zu extrapyramidalen Symptomen führen, es sollten jedoch auch andere Ursachen in Betracht gezogen werden
  • Nierenfunktionsstörungen
    • Eliminationshalbwertszeit von Domperidon bei schweren Nierenfunktionsstörungen verlängert
    • bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Serumkreatinin > 6 mg/100 ml, d.h. > 0,6 mmol/l) stieg die Eliminationshalbwertszeit von Domperidon von 7,4 auf 20,8 Stunden an
      • Plasmaspiegel waren jedoch niedriger im Vergleich zu gesunden Probanden
    • bei Anwendung einer Einzeldosis
      • da nur eine sehr niedrige Menge an unverändertem Domperidon über die Nieren eliminiert wird, ist die Anpassung einer Einzeldosis bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung wahrscheinlich nicht notwendig.
    • bei wiederholter Gabe
      • Einnahmehäufigkeit sollte abhängig vom Schweregrad der Einschränkung auf ein- bis zweimal täglich reduziert werden
      • zusätzlich kann eine Verringerung der Dosis notwendig sein
      • die Behandlung solcher Langzeitpatienten sollte regelmäßig überprüft werden
  • Kardiovaskuläre Effekte
    • Domperidon in Zusammenhang mit der Verlängerung des QT-Intervalls im Elektrokardiogramm gebracht
      • im Rahmen der Arzneimittelüberwachung nach der Marktzulassung sehr selten von einer QT-Verlängerung und Torsade de pointes berichtet
      • Berichte umfassten Patienten mit vorbestehenden Risikofaktoren, Elektrolytstörungen und einer begleitenden Behandlung, die ebenfalls zum Auftreten beigetragen haben könnte
    • epidemiologische Studien haben Zusammenhang zwischen Domperidon und einem Anstieg des Risikos für schwerwiegende ventrikuläre Arrhythmien oder für plötzlichen Herztod gezeigt
      • erhöhtes Risiko bei Patienten beobachtet, die älter als 60 Jahre sind, mehr als 30 mg Domperidon pro Tag oder gleichzeitig andere QT-verlängernde Arzneimittel oder CYP3A4-Inhibitoren einnehmen
    • Domperidon sollte bei Erwachsenen und Kindern in der niedrigsten wirksamen Dosis angewendet werden
    • Domperidon aufgrund des erhöhten Risikos für ventrikuläre Arrhythmien kontraindiziert bei
      • Patienten mit bestehender Verlängerung der kardialen Reizleitungsintervalle, insbesondere der QTc-Zeit
      • Patienten mit signifikanten Elektrolyt-Störungen (Hypokaliämie, Hyperkaliämie, Hypomagnesiämie)
      • Bradykardie
      • zugrundeliegenden Herzerkrankungen wie kongestiver Herzinsuffizienz
    • von Elektrolyt-Störungen (Hypokaliämie, Hyperkaliämie, Hypomagnesiämie) oder Bradykardie ist bekannt, dass sie das Risiko für eine Arrhythmie erhöhen
    • Behandlung mit Domperidon sollte abgebrochen und ein Arzt aufgesucht werden, wenn Anzeichen oder Symptome einer Herzrhythmusstörung auftreten
      • Patienten sollen etwaige Herzsymptome unverzüglich melden
  • Anwendung mit Apomorphin
    • Domperidon ist kontraindiziert bei QT-Zeitverlängernden Arzneimitteln, einschließlich Apomorphin, es sei denn, der Nutzen der gleichzeitigen Verabreichung mit Apomorphin ist größer als die Risiken, und auch nur dann, wenn die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen bei der gleichzeitigen Verabreichung, wie sie in der Fachinformation von Apomorphin aufgeführt sind, strikt eingehalten werden
    • siehe Fachinformation von Apomorphin für nähere Angaben
  • Anwendung mit starken CYP3A4-Inhibitoren
    • gemeinsame Anwendung mit oralem Ketoconazol, Erythromycin oder anderen starken CYP3A4-Inhibitoren, die das QT-Intervall verlängern, sollte vermieden werden
  • gleichzeitige Anwendung von Levodopa
    • obwohl keine Dosisanpassung für Levodopa als notwendig erachtet wird, wurde ein Anstieg der Plasmakonzentration von Levodopa (max. 30 -40%) beobachtet, wenn Domperidon gleichzeitig mit Levodopa angewendet wurde