Donepezil-HCl-ratiopharm 5 mg Filmtabletten

ratiopharm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Donepezil →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 28 ST 25,83 €
N2 56 ST 40,67 €
N3 98 ST 63,17 €

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Fachinformationen

Indikation

  • zur symptomatischen Behandlung der leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz

Dosierung

  • symptomatische Behandlung der leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz
    • initial: 5 mg 1mal / Tag, am Abend kurz vor dem Schlafengehen
    • Initialdosis für mind. 1 Monat aufrechterhalten, um Beurteilung des frühesten klinischen Ansprechens auf Behandlung zu ermöglichen und damit Steady-State Konzentrationen von Donepezil zu erreichen
    • Dosissteigerung, optional, nach 1monatiger klinischer Beurteilung der Behandlung: 10 mg 1mal / Tag
    • tägliche Maximaldosis: 10 mg (Dosen > 10 mg nicht untersucht)
    • Behandlungsdauer: solange Patient therapeutischen Nutzen hat
    • Hinweise
      • klinischen Nutzen regelmäßig beurteilen
      • Abbruch der Behandlung in Erwägung ziehen, wenn therapeutischer Effekt nicht länger nachweisbar
      • Ansprechen auf Behandlung kann im Einzelfall nicht vorausgesagt werden
      • nach Absetzen der Behandlung wird langsames Abklingen der günstigen Wirkung von Donezepil beobachtet

Dosisanpassung

  • Nierenfunktionsstörungen
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Leberfunktionsstörungen
    • leicht bis mittelschwer
      • Dosissteigerung entsprechend der individuellen Verträglichkeit (Möglichkeit erhöhter Wirkstoffspiegel)
    • schwer
      • keine Daten vorliegend
  • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
    • Anwendung nicht empfohlen

Kontraindikationen

Donepezil - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Donepezil oder andere Piperidinderivate

Therapiehinweise

Einnahme zur Nacht.

Nebenwirkungen

Donepezil - peroral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erkältung
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Appetitlosigkeit
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Halluzinationen
      • Erregungszustände
      • aggressives Verhalten
      • ungewöhnliche Träume und Albträume
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • gesteigerte Libido
      • Hypersexualität
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Synkope (Möglichkeit eines Herzblocks oder einer verlängerten Sinuspause berücksichtigen)
      • Schwindelgefühl
      • Schlaflosigkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Krampfanfall (Möglichkeit eines Herzblocks oder einer verlängerten Sinuspause berücksichtigen)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • extrapyramidale Symptome
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Malignes Neuroleptisches Syndrom (MNS)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Pleurothotonus (Pisa-Syndrom)
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bradykardie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • sinuatrialer Block
      • atrioventrikulärer Block
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • polymorphe ventrikuläre Tachykardie einschließlich Torsade de Pointes
      • verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhoe
      • Übelkeit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erbrechen
      • Magen-Darm-Beschwerden / abdominale Beschwerden
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • gastrointestinale Blutung
      • Magen- und Duodenalulzera
      • Hypersalivation
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Leberdysfunktion einschließlich Hepatitis (in Fällen nicht erklärbarer Leberdysfunktion Absetzen erwägen)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ausschlag
      • Pruritus
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Muskelkrämpfe
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Rhabdomyolyse (trat unabhängig von einem malignen neuroleptischen Syndrom und in engem zeitlichen Zusammenhang mit Beginn einer Donezepil- Therapie oder infoge einer Donezepil- Erhöhung auf)
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Harninkontinenz
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Müdigkeit
      • Schmerzen
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • geringe Erhöhung der Muskel-Kreatin-Kinase im Serum
  • Verletzungen und Vergiftungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Unfälle einschließlich Stürzen

Anwendungshinweise

  • Filmtabltte am Abend kurz vor dem Schlafengehen einnehmen
  • bei Schlafstörungen einschließlich abnormer Träume, Albträume oder Schlaflosigkeit die morgendliche Einnahme in Erwägung ziehen
  • Therapie mit Donepezil nur beginnen, wenn Patient eine Bezugsperson hat, die die regelmäßige Arzneimitteleinnahme überwacht

Stillzeithinweise

Donepezil - peroral
  • Frauen, die Donepezil einnehmen, sollten nicht stillen
  • Donepezil geht in die Milch von Ratten über
  • nicht bekannt, ob Donepezil beim Menschen in die Milch übergeht
  • keine Studien an stillenden Frauen durchgeführt

Schwangerschaftshinweise

Donepezil - peroral
  • sollte nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden, wenn keine unbedingte Notwendigkeit besteht
  • keine hinreichenden Daten für Anwendung bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • haben keinen teratogenen Effekt gezeigt, jedoch eine peri- und postnatale Toxizität
  • mögliches Risiko für Menschen nicht bekannt
  • Fertilität
    • tierexperimentelle Studien
      • keine Auswirkungen auf Fertilität beobachtet
    • jedoch keine entsprechenden Daten hinsichtlich der Auswirkungen auf die Fertilität beim Menschen vorliegend

Warnhinweise

Donepezil - peroral
  • Anwendung von Donepezil bei Patienten mit schwerer Alzheimer-Demenz, anderen Formen von Demenz oder anderen Gedächtnisstörungen (z.B. altersbedingter kognitiver Abbau) wurde nicht untersucht
  • Anästhesie
    • da es sich bei Donepezil um einen Cholinesterase-Hemmer handelt, ist es wahrscheinlich, dass während einer Anästhesie die Wirkung von Muskelrelaxantien des Succinylcholin-Typs verstärkt wird
  • kardiovaskuläre Erkrankungen
    • Cholinesterase-Hemmer können aufgrund ihrer pharmakologischen Wirkungsweise vagotone Wirkungen auf die Herzfrequenz ausüben (z.B. Bradykardie)
      • Möglichkeit dieser Wirkungen kann insbes. bei Patienten mit Sinusknotensyndrom (Sick-Sinus-Syndrom) oder anderen supraventrikulären Störungen der Erregungsleitung des Herzens, wie sinuatrialem oder atrioventrikulärem Block, von Bedeutung sein
    • Berichte über Synkopen und Krampfanfälle vorliegend
      • bei Untersuchung dieser Patienten sollte Möglichkeit eines Herzblocks oder einer verlängerten Sinuspause berücksichtigt werden
    • Fälle von QTc-Intervallverlängerung und Torsade de Pointes berichtet
      • Vorsicht geboten bei Patienten
        • mit bestehender QTc-Verlängerung oder QTc-Verlängerung in der Famlienanamnese
        • die mit Arzneimitteln behandelt werden, die das QTc-Intervall beeinflussen
        • mit relevanter bestehender Herzerkrankung (z.B. nicht kompensierte Herzinsuffizienz, kürzliche aufgetretener Herzinfarkt, Bradyarrhythmien)
        • mit Elektrolytstörungen (Hypokaliämie, Hypomagnesiämie)
          • klinische Überwachung (EKG) kann in den genannten Fällen erforderlich sein
  • gastrointestinale Erkrankungen
    • bei Patienten mit erhöhtem Risiko zur Bildung von Magen- und Darmulcera, z.B. Patienten mit Ulcera in der Anamnese oder gegenwärtig mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) behandelten Patienten, auf entsprechende Symptome achten
    • mit Donepezil durchgeführte klinische Studien zeigten jedoch im Vergleich mit Placebo keine erhöhte Inzidenzrate peptischer Ulcera oder gastrointestinaler Blutungen
  • Urogenitalsystem
    • Cholinomimetika können zu Blasenentleerungsstörungen führen
    • entsprechende Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien nicht beobachtet
  • neurologische Störungen
    • Krampfanfälle
      • angenommen, dass Cholinomimetika ein gewisses Potential besitzen, generalisierte Krampfanfälle auszulösen
        • Anfallsaktivität kann auch eine Manifestation der Alzheimer-Krankheit sein
      • Cholinomimetika können extrapyramidale Symptome verstärken oder auslösen
    • Malignes Neuroleptisches Syndrom (MNS)
      • MNS ist ein potentiell lebensbedrohlicher Zustand, der durch Hyperthermie, Muskelsteifigkeit, vegetative Instabilität, Veränderungen des Bewusstseins und Erhöhung der Creatinkinase (CK) charakterisiert ist
      • MNS sehr selten in Zusammenhang mit Donepezil berichtet, insbesondere bei Patienten die gleichzeitig mit Antipsychotika behandelt wurden
      • zusätzliche Symptome können Myoglobinurie (Rhabdomyolyse) und akutes Nierenversagen sein
      • falls ein Patient Symptome eines MNS entwickelt oder unklares, hohes Fieber hat ohne eine zusätzliche klinische Manifestation eines MNS, muss die Behandlung abgebrochen werden
  • Erkrankungen der Atemwege
    • Cholinesterase-Hemmer sollten aufgrund ihrer cholinomimetischen Wirkungsweise Patienten mit Asthma oder obstruktiven Lungenerkrankungen in der Anamnese nur mit Vorsicht verschrieben werden
    • Anwendung von Donepezil mit anderen Acetylcholinesterasehemmern sowie mit Agonisten oder Antagonisten des cholinergen Systems sollte vermieden werden
  • schwere Leberfunktionsstörung
    • keine Daten zu Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung vorliegend
  • Mortalität in klinischen Studien zu vaskulärer Demenz
    • in 3 sechsmonatigen klinischen Studien wurden Patienten untersucht, die die NINDS-AIREN Kriterien für wahrscheinliche oder mögliche vaskuläre Demenz (VaD) erfüllten
    • NINDS-AIREN Kriterien wurden entwickelt zur Identifikation von Patienten, deren Demenz ausschließlich vaskulär bedingt ist und zum Ausschluss derer mit Alzheimer Erkrankung
    • Mortalitätsraten lagen in erster Studie bei 2 / 198 (1,0 %) für Donepezil 5 mg, bei 5 / 206 (2,4 %) für Donepezil 10 mg und 7 / 199 (3,5 %) für Placebo
    • Mortalitätsraten in zweiter Studie lagen bei 4 / 208 (1,9 %) für Donepezil 5 mg, bei 3 / 215 (1,4 %) für Donepezil 10 mg und 1 / 193 (0,5 %) für Placebo
    • Mortalitätsraten in dritter Studie lagen bei 11 / 648 (1,7 %) für Donepezil 5 mg und 0 / 326 (0 %) für Placebo
    • Mortalitätsrate der drei Studien zu vaskulärer Demenz zusammengefasst war prozentual höher in der Donepezil-Gruppe (1,7 %) verglichen mit der Placebo-Gruppe (1,1 %)
      • dieser Unterschied ist jedoch statistisch nicht signifikant
    • Mehrheit der Todesfälle der Patienten, die entweder Donepezil oder Placebo erhielten, scheint in verschiedenen vaskulär bedingten Ursachen begründet zu sein, was bei älterer Population mit vaskulärer Erkrankung zu erwarten ist
    • Analyse aller schwerwiegenden nicht-tödlichen und tödlichen vaskulären Ereignisse zeigte keinen Unterschied in der Häufigkeit des Auftretens in der Donepezil-Gruppe verglichen mit der Placebogruppe
    • in gepoolten Studien zur Alzheimer-Erkrankung (n=4146), und wenn diese Studien zur Alzheimer Erkrankung gepoolt wurden mit anderen Demenz-Studien inklusive der Studien zur vaskulären Demenz (total n=6888), war Mortalitätsrate in Placebogruppe prozentual höher als in Donepezil-Gruppe