DONTISOLON D ZYLINDERAMPULLEN
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 4X1.9 G | 64,78 € |
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Indikation
- zur vorübergehenden unterstützenden Anwendung bei akuten Entzündungen in Zahnfleischtaschen
- bei Perikoronitis (Dentitio difficilis) der Weisheitszähne
- zur zeitweiligen Notversorgung bei Pulpitis
- bis zur späteren Extirpation
Dosierung
- akute Entzündungen in Zahnfleischtaschen, Perikoronitis (Dentitio difficilis) der Weisheitszähne, zeitweilige Notversorgung bei Pulpitis
- 1mal / Tag
- besonders zu Beginn der Behandlung
- mind. im Abstand von 2 Tagen
- Behandlung in grösseren Abständen stellt Erfolg in Frage
- 1mal / Tag
Kontraindikationen
Prednisolon - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Prednisolon oder Prednison
- Infektionen, außer im Rahmen der Indikation
- Infektionen durch einige progressive Herpesviren (einschließlich Hepatitis, Herpes, Varizellen, Herpes zoster)
- Mykosen und tuberkulöse Prozesse an der Mundschleimhaut
- Impfreaktionen
- psychotische Zustände, die noch nicht medikamentös beherrscht werden
- das Arzneimittel darf nicht in Wunden eingebracht werden, die durch Nahtverschluss oder Lappenplastik gedeckt werden
- das Arzneimittel nicht in Fistelkanäle instillieren
Nebenwirkungen
Prednisolon - intraoral
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- sofort oder innerhalb der ersten Stunde nach Anwendung
- systemische Überempfindlichkeitsreaktionen, im Extremfall Schock (evtl. lebensbedrohlich)
- Hinweissymptome sind
- kalter Schweiß
- Schwindel
- Benommenheit
- Übelkeit
- Hautverfärbung
- Juckreiz
- Nesselfieber
- Schwellungen im Gesicht und den oberen Luftwegen
- Atemnot
- Beklemmung in der Herzgegend
- Pulsjagen
- Kältegefühl in den Armen oder Beinen
- Hinweissymptome sind
- systemische Überempfindlichkeitsreaktionen, im Extremfall Schock (evtl. lebensbedrohlich)
- sofort oder innerhalb der ersten Stunde nach Anwendung
- ohne Häufigkeitsangabe
- lokale Überempfindlichkeitsreaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Chorioretinopathie
- verschwommenes Sehen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hinweise
- länger dauernde Anwendung nicht angezeigt
- bei der kurzzeitigen Anwendung und den dabei kleinflächig applizierten Dosen sind weitere systemische Corticoidwirkungen nicht zu erwarten, können jedoch nicht ausgeschlossen werden
Anwendungshinweise
- vor Anwendung der Salbe
- relative Trockenlegung der Schleimhaut
- in erster Stunde nach Behandlung
- nicht essen oder trinken
- Mund nicht spülen
- äusserliche Anwendung der Salbe beachten
- um Fehlbehandlung durch unbeabsichtigte Gewebsinfiltration zu vermeiden
- Salbe unter mässigem Druck mit Einmalkanüle in Zahnfleischtaschen und Interdentalräume des entzündeten Mundschleimhautbezirks instillieren
- stumpfes Ende der Salbenkanüle bis zum Taschen- bzw. Defekt-Fundus führen
- sobald Kontakt erreicht
- Kanülenende um 1 - 2 mm zurückziehen
- Platz für Salbendepot
- Kanülenende um 1 - 2 mm zurückziehen
- Injektion mit Überdruck unter allen Umständen vermeiden
- keine Spritze mit Injektionskrücke, sondern mit Daumenring verwenden
- Dentitio difficilis (Pericoronitis) der Weisheitszähne
- flaches Stück Gelastypt(r) mit Arzneimittel bestreichen
- unter überhängendem Schleimhautlappen oder in Knochendefekt deponieren
- zusätzliche Heimbehandlung mit Prednisolon-haltiger Mundpaste
- Patient kann Taschenbehandlung mit Prednisolon-Salbe wirkungsvoll unterstützen
- unerlässlich, wenn eingeleitete Taschenbehandlung wegen Terminschwierigkeiten nicht kontinuierlich fortgesetzt werden kann
- Notversorgung bei Pulpitis
- nach Trepanation des Zahnes
- vorübergehende Anwendung der Salbe
- bis zur späteren Extirpation des Pulpengewebes
- vorübergehende Anwendung der Salbe
- nach Trepanation des Zahnes
Stillzeithinweise
Prednisolon - intraoral
- bei Anwendung höherer Dosen oder bei langfristiger Anwendung sollte abgestillt werden
- Prednisolon geht in die Muttermilch über
Schwangerschaftshinweise
Prednisolon - intraoral
- darf während der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden
- keine hinreichenden Daten für die Verwendung bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien
- nach systemischer Gabe von Prednisolon: embryotoxische und teratogene Wirkungen (z. B. Gaumenspalten, Skelettanomalien sowie intrauterine Wachstumsstörungen und Embryoletalität) beobachtet
- Gabe von Glucocorticoiden in subteratogenen Dosen während der Schwangerschaft führt zu erhöhtem Risiko für intrauterine Wachstumsverzögerung, Herz- Kreislauf-Erkrankungen und/oder Stoffwechselkrankheiten im Erwachsenenalter und zu bleibender Veränderung der Glucocorticoidrezeptordichte, des Neurotransmitterumsatzes und des Verhaltens
- auch bei menschlichen Feten wird erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei der systemischen Anwendung von Glucocorticoiden während des ersten Trimenons diskutiert
Warnhinweise
Prednisolon - intraoral
- bei schweren eitrigen Infektionen sollte vor Anwendung des Arzneimittels die Infektion durch geeignete Maßnahmen beherrscht werden
- Sehstörung
- bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
- wenn Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird
- Überweisung an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung ziehen
- diese umfassen u. a. Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden
- Überweisung an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung ziehen