DOREGRIPPIN TABLETTEN

MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH&Co.KG Wirkstoff: Paracetamol/Phenylephrin →

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Fachinformationen

Indikation

  • kurzzeitige Behandlung der Symptome von Erkältungen und grippalen Infekten, die mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Schnupfen einhergehen bei Erwachsenen und Kinder (>/= 11 Jahre)

Dosierung

  • kurzzeitige Behandlung der Symptome von Erkältungen und grippalen Infekten
    • Erwachsene und Jugendliche (>= 14 Jahre)
      • 1 - 2 Tabletten (500 - 1000 mg Paracetamol, 10 - 20 mg Phenylephrinhydrochlorid) 1 - 3mal / Tag
    • Kinder (11 - 14 Jahre)
      • 1 Tablette (500 mg Paracetamol, 10 mg Phenylephrinhydrochlorid) 1 - 3mal / Tag
    • ohne ärztliche Anweisung
      • max. Tagesdosis 60 mg / kg KG nicht überschreiten bei
        • KG < 50 kg
        • chronischem Alkoholismus
        • Wasserentzug
        • chronischer Unterernährung

Dosisanpassung

  • Leber- u. Nierenfunktionsstörungen; Gilbert-Syndrom
    • Dosis reduzieren bzw. Dosisintervall verlängern
    • ohne ärztliche Anweisung: tägliche Dosis von 2 g Paracetamol nicht überschreiten
  • Niereninsuffizienz
    • Dosis reduzieren bzw. Dosisintervall verlängern (mind. 6 Stunden)
    • schwere Niereninsuffizienz
      • Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min.
        • Dosisintervall von mind. 8 Stunden einhalten
      • Erwachsene
        • glomeruläre Filtrationsrate: 10 - 50 ml / Min.
          • 500 mg Paracetamol alle 6 Stunden
        • glomeruläre Filtrationsrate: < 10 ml / Min.
          • 500 mg Paracetamol alle 8 Stunden
  • ältere Patienten
    • keine spezielle Dosisanpassung erforderlich
    • geschwächte, immobilisierte ältere Patienten mit eingeschränkter Leber- / Nierenfunktion
      • ggf. Dosisreduktion oder Verlängerung des Dosierungsintervalls
  • Kinder (< 11 Jahre) < 33 kg KG
    • keine Anwendung
    • Dosisstärke Paracetamol für diese Altersgruppe nicht geeignet

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe Paracetamol, Phenylephrinhydrochlorid o. einen der sonstigen Bestandteile
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Hyperthyreose
  • Phäochromozytom
  • Engwinkelglaukom
  • schwere hepatozelluläre Insuffizienz (Child-Pugh > 9)
  • schwere organische Herz- u. Gefäßveränderungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Hypertonie
  • Asthma bronchiale
  • chronisch-obstruktive Atemwegserkrankungen
  • Ateminsuffizienz
  • Atemdepression
  • Prostataadenom mit Restharnbildung
  • Porphyrie
  • hereditärer Mangel an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase
  • Kinder < 11 Jahre

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

  • Herzerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000
      • bei besonders empfindlichen Patienten durch Phenylephrin:
        • Herzklopfen
        • Herzrhythmusstörungen
        • pectanginöse Beschwerden
  • Gefäßerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Blutdruckanstieg
      • starke Kopfschmerzen
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erhöhung der Transaminasen
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • durch Paracetamol
        • Störungen der Blutbildung
          • Thrombozytopenie
          • Leukopenie
          • Agranulozytose
          • Panzytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000
      • bei prädisponierten Personen durch Paracetamol
        • Bronchospasmus (Analgetika-Asthma)
  • Überempfindlichkeitsreaktionen durch Paracetamol
    • sehr selten: kleiner 1/10000
      • Exanthem
      • Quincke-Ödem
      • Atemnot
      • Schweißausbruch
      • Übelkeit
      • Blutdruckabfall
      • bis hin zum Schock

Anwendungshinweise

  • Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einnehmen
  • Einnahme nach den Mahlzeiten kann zu einem verzögerten Wirkungseintritt führen

Stillzeithinweise

  • in der Stillzeit kontraindiziert

Schwangerschaftshinweise

  • in der Schwangerschaft kontraindiziert
  • Paracetamol
    • passiert die Plazenta
  • Tierstudien und bisherige Erfahrungen an Menschen ohne Hinweise auf Fruchtschädigungen

Warnhinweise

  • gleichzeitig eingenommene Arzneimittel sollten kein Paracetamol enthalten (Risiko einer Überdosierung)
  • gleichzeitige Einnahme von schleimhautabschwellenden Arzneimitteln sowie anderen Erkältungspräparaten vermeiden
  • nur empfehlen, wenn sowohl eine schleimhautabschwellende als auch eine fieber- u./o. schmerzsenkende Wirkung erzielt werden soll
  • Patienten mit einer nicht zirrhotischen, alkoholbedingten Lebererkrankung
    • erhöhte Gefahr der Überdosierung
  • in folgenden Fällen nur mit besonderer Vorsicht (d.h. mit einem verlängerten Dosisintervall o. in verminderter Dosis) u. unter ärztlicher Kontrolle anwenden:
    • Diabetes mellitus
    • Tumore des Nebennierenmarks
    • alle Erkrankungen von Herz, Gefäßen (z.B. Raynauds Phänomen)
    • Hepatozelluläre Insuffizienz (Child-Pugh < 9)
    • Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml / min)
    • Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
    • chronischer Alkoholabusus
    • gleichzeitige o. bis zu 2 Wochen zurückliegende Einnahme von
      • MAO-Hemmern
      • selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmern
      • trizyklischen Antidepressiva
  • hohes Fieber, Anzeichen einer Sekundärinfektion, Anhalten der Symptome > 3 Tage
    • Arzt konsultieren
  • Paracetamol-haltige Arzneimittel ohne ärztlichen o. zahnärztlichen Rat nur wenige Tage u. nicht in erhöhter Dosis einnehmen
  • bei längerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Analgetika können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen
  • gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbes. bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen
  • bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Analgetika können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen Nervosität und vegetative Symptome auftreten
    • Absetzsymptomatik klingt innerhalb weniger Tage ab
    • bis dahin keine Wiedereinnahme von Schmerzmitteln und erneute Einnahme nicht ohne ärztlichen Rat
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • keine Studien durchgeführt
    • bei Ausübung dieser Tätigkeiten die Möglichkeit von nachteiligen Effekten wie Schwindelgefühl, Müdigkeit, Verwirrung o. Sehstörungen in Betracht ziehen