DOXEPIN-neuraxpharm 25mg
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 50 ST | 13,82 € |
| N3 | 100 ST | 16,29 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- depressive Erkrankungen
- Angstsyndrome
Dosierung
- depressive Erkrankungen und Angstsyndrome
- Allgemeines
- Darreichungsform, Dosierung, Dauer der Anwendung: abhängig von individueller Reaktionslage, Anwendungsgebiet und Schwere der Erkrankung
- bei einem Ansprechen des Patienten Dosis so klein wie möglich halten, aber gesamten zur Verfügung stehenden Dosierungsbereich ausnutzen
- Einleitung der Therapie: schrittweise Dosissteigerung
- Beendigung durch langsame Dosisreduktion: um die Hälfte / Woche
- initial: 50 mg Doxepin 1mal / Tag, am Abend
- Dosiserhöhung, optional
- 75 mg Doxepin / Tag nach 3 - 4 Tagen
- 100 - 150 mg Doxepin / Tag nach 7 - 8 Tagen
- tägliche Maximaldosis
- ambulante Behandlung: 150 mg Doxepin
- stationäre Behandlung: 300 mg Doxepin (unter Beachtung der Vorsichtsmaßnahmen)
- wenn schlafanstoßende Wirkung besonders erwünscht: größerer Teil der Tagesdosis oder ganze Tagesdosis zur Nacht geben
- für oberen bzw. unteren Dosierungsbereich: ggf. auf Präparat mit geeigneterem Wirkstoffgehalt umstellen
- Behandlungsdauer
- Verschwinden der Symptomatik dauert im Allgemeinen mind. 4 - 6 Wochen
- anschließend: Behandlung noch weitere 4 - 6 Monate fortführen, um Rückfall zu verhindern
- Allgemeines
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- Risiko von Nebenwirkungen erhöht
- benötigen oft deutlich niedrigere Dosen
- häufig schon bei Hälfte der üblichen Tagesdosen zufriedenstellender Behandlungseffekt
- Dosierung sorgfältig anpassen
- Kinder
- > 12 Jahre und Jugendliche
- nur im Ausnahmefall mit Doxepin zu behandeln
- benötigen deutlich niedrigere Dosen (aufgrund des geringeren KG)
- < 12 Jahre
- keine Anwendung
- > 12 Jahre und Jugendliche
Kontraindikationen
Doxepin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Doxepin oder andere Dibenzoxepine
- akute Vergiftungen mit Alkohol-, Hypnotika, Analgetika und Psychopharmaka
- akute Delirien
- unbehandeltes Engwinkelglaukom
- akuter Harnverhalt
- Prostatahyperplasie mit Restharnbildung
- paralytischer Ileus
- Kinder < 12 Jahre
- Stillzeit
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Doxepin - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ödeme
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- hämolytische Anämie
- Leukozytopenie
- Agranulozytose
- Thrombozytopenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- innere Unruhe
- bei älteren Patienten: erhöhtes Risiko für das Auftreten von Verwirrtheitszuständen und deliranten Syndromen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Missbrauch (bei Patienten mit Abhängigkeitsanamnese beobachtet)
- ohne Häufigkeitsangabe
- suizidale Gedanken, suizidales Verhalten
- Fälle von suizidalen Gedanken oder suizidalem Verhalten während der Therapie mit Doxepin oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung berichtet
- bei Patienten mit einem hirnorganischen Psychosyndrom Provokation eines pharmakogenen Delirs bedenken
- suizidale Gedanken, suizidales Verhalten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Parästhesien
- Hitze- und Kälteempfindungen
- Ohrensausen
- vermehrtes Träumen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Müdigkeit
- Benommenheit
- Schwindel
- Tremor
- Schlafstörungen
- Schluckbeschwerden
- neurologische Effekte (z.B. Polyneuropathien und Krampfanfälle)
- sind als Nebenwirkungen von trizyklischen Antidepressiva beschrieben worden und daher für Doxepin nicht auszuschließen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kollapszustände
- Erregungsleitungsstörungen
- Verstärkung einer bestehenden Herzinsuffizienz
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Torsade de pointes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tachykardie
- Herzrhythmusstörungen
- Verlängerung des QT-Intervalls im EKG
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypotonie
- orthostatische Dysregulation
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- verstopfte oder trockene Nase
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- medikamentenabhängige (cholestatische) Hepatitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- passagerer Anstieg der Leberenzymaktivitäten
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Miktionsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harnverhalt
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Akkomodationsstörungen
- Glaukomanfall
- Sehstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Mundtrockenheit
- Obstipation
- paralytischer Ileus
- ist als Nebenwirkung von trizyklischen Antidepressiva beschrieben worden und daher für Doxepin nicht auszuschließen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- allergische Hautreaktionen
- Pruritus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Haarausfall
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwitzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Knochenbrüche
- in epidemiologischen Studien, die hauptsächlich mit Patienten durchgeführt wurden, die 50 Jahre oder älter waren, wurde bei denen, die mit Selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRI) oder trizyklischen Antidepressiva (TCA) behandelt wurden, erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen beobachtet
- Mechanismus, der zu diesem Risiko führt, ist nicht bekannt
- Knochenbrüche
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Libidoverlust
- Ejakulationsstörungen beziehungsweise Impotenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Galaktorrhoe
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gynäkomastie (bei Männern)
- Regelblutungsanomalien und eine Vergrößerung der Mammae (bei Frauen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperprolaktinämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Durstgefühl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Änderungen des Blutzuckerspiegels
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gewichtszunahme
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hinweise
- Therapie abbrechen beim Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen, wie
- QT-Intervall-Verlängerung
- Torsade de pointes
- hämolytischer Anämie, Leukozytopenie, Agranulocytose, Thrombozytopenie
- manischer Verstimmung
- akut produktiven Symptomen bei der Behandlung depressiver Syndrome im Verlauf schizophrener Erkrankungen
- Patient sollte angehalten werden, bei Grippe-ähnlichen Symptomen oder eitriger Angina, die mit Beschwerden wie hohes Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Entzündungen im Mund-, Nasen-, Rachen- sowie Genital- oder Analbereich einhergehen, sofort den Arzt aufzusuchen und keine Selbstmedikation mit Antipyretika, Analgetika und/oder Antibiotika durchzuführen
- treten die oben genannten Symptome während der Behandlung auf, Untersuchung des Blutbildes vornehmen, da eine Agranulozytose ausgeschlossen werden muss
- besonders zu Beginn der Behandlung ist mit folgenden Nebenwirkungen zu rechnen
- Mundtrockenheit, verstopfte oder trockene Nase, Müdigkeit, Benommenheit, Schwitzen, Schwindel, Hypotonie, orthostatische Dysregulation, Tachykardie, Herzrhythmusstörungen, Tremor, Akkomodationsstörungen, Obstipation, Gewichtszunahme und meist passagere Anstiege der Leberenzymaktivitäten
- insbesondere bei älteren Patienten können diese Nebenwirkungen verstärkt auftreten
- Therapie abbrechen beim Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen, wie
Anwendungshinweise
- Einnahme der Filmtabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit
- Einnahme vor oder nach den Mahlzeiten oder abends vor dem Schlafengehen
Stillzeithinweise
Doxepin - peroral
- kontraindiziert während der Stillzeit
- Doxepin und dessen Metabolite können in die Muttermilch übergehen und beim gestillten Säugling zu unerwünschten Wirkungen führen
Schwangerschaftshinweise
Doxepin - peroral
- Doxepin darf nur bei zwingender Notwendigkeit und nach strenger Nutzen-Risiko- Abwägung angewandt werden
- bislang keine ausreichenden Erfahrungen zu einer Anwendung von Doxepin während der Schwangerschaft vorliegend
- Daten von 118 während des ersten Schwangerschafts-Trimenons Doxepin-exponierten Neugeborenen deuten darauf hin, dass die Missbildungsrate möglicherweise erhöht ist
- bisher keine anderen einschlägigen epidemiologischen Daten verfügbar
- tierexperimentelle Studien
- Doxepin zeigte keine teratogenen Effekte
- Entzugserscheinungen bei Neugeborenen
- nach Verabreichung von Antidepressiva in höheren Dosen oder über einen längeren Zeitraum vor der Geburt kann es bei Neugeborenen zu Entzugserscheinungen kommen
- Fertilität
- in tierexperimentellen Studien mit Doxepin Beeinträchtigung der Fertilität beobachtet
Warnhinweise
Doxepin - peroral
- Doxepin darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei
- Prostatahyperplasie ohne Restharnbildung
- schweren Leberschäden
- Störungen des Blut bildenden Systems
- hirnorganischem Psychosyndrom
- erhöhter Krampfbereitschaft
- Hypokaliämie
- Bradykardie
- angeborenem langen QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen (insbesondere koronare Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien)
- Kinder und Jugendliche (> 12 Jahre bis < 18 Jahre)
- sollte nicht zur Behandlung von Kindern über 12 Jahren und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden
- in Studien zur Behandlung von Depressionen in dieser Altersgruppe zeigten trizyklische Antidepressiva keinen therapeutischen Nutzen
- Studien mit anderen Antidepressiva (SSRI, SNRI) haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von suizidalem Verhalten, Selbstschädigung und feindseligem Verhalten im Zusammenhang mit der Anwendung dieser Wirkstoffe gezeigt
- diese Risiken können für Doxepin nicht ausgeschlossen werden
- Studien mit anderen Antidepressiva (SSRI, SNRI) haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von suizidalem Verhalten, Selbstschädigung und feindseligem Verhalten im Zusammenhang mit der Anwendung dieser Wirkstoffe gezeigt
- außerdem ist Doxepin in allen Altersgruppen mit einem Risiko für kardiovaskuläre Nebenwirkungen verbunden
- keine Daten zur Sicherheit bei Langzeitanwendung bei Kindern und Jugendlichen bezüglich Wachstum, Reifung sowie zur kognitiven Entwicklung und Verhaltensentwicklung vorliegend
- Kontrollen
- vor Beginn und während der Behandlung sind in regelmäßigen Abständen Kontrollen von Blutdruck, EKG, Blutbild, Leberfunktion und ggf. des EEG vorzunehmen
- bei von der Norm abweichenden Werten darf eine Behandlung mit Doxepin nur unter engmaschigen Kontrollen durchgeführt werden
- Hypokaliämie
- bestehende Hypokaliämie ist vor Behandlungsbeginn auszugleichen
- Patienten, bei denen eine Senkung des Blutdruckes auf jeden Fall vermieden werden muss
- Doxepin darf nur unter sorgfältiger Kontrolle der hämodynamischen Parameter angewendet werden
- plötzliches Beenden einer längerfristigen hoch dosierten Therapie mit Doxepin sollte vermieden werden
- da hier mit Absetzsymptomen wie Unruhe, Schweißausbrüchen, Übelkeit, Erbrechen und Schlafstörungen gerechnet werden muss
- Krampfanfälle
- Doxepin kann die cerebrale Krampfschwelle erniedrigen, daher kann es bei erhöhter Anfallsbereitschaft (z.B. Entzugssyndrom nach abruptem Absetzen von Benzodiazepinen oder Barbituraten) vermehrt zu Krampfanfällen kommen
- Serotoninsyndrom
- gleichzeitige Anwendung von Doxepin mit anderen serotonergen Arzneimitteln wie MAO-Hemmern, selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (Selective Serotonin Re-Uptake Inhibitors, SSRI), SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (Serotonin Norepinephrine Re- Uptake Inhibitors, SNRI) oder trizyklischen Antidepressiva oder Opioide (z. B. Buprenorphin) kann zu einem Serotoninsyndrom, einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, führen
- wenn die gleichzeitige Gabe mit anderen serotonergen Arzneimittel klinisch angezeigt ist, sorgfältige Beobachtung des Patienten empfohlen, insbesondere bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhungen
- Symptome des Serotoninsyndroms umfassen u.a. Veränderungen des Gemütszustandes, autonome Instabilität, neuromuskuläre Auffälligkeiten und/oder gastrointestinale Symptome
- wenn ein Serotoninsyndrom vermutet wird, sind je nach der Schwere der Symptome eine Dosisverringerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung zu ziehen
- gleichzeitige Anwendung von Doxepin mit anderen serotonergen Arzneimitteln wie MAO-Hemmern, selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (Selective Serotonin Re-Uptake Inhibitors, SSRI), SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (Serotonin Norepinephrine Re- Uptake Inhibitors, SNRI) oder trizyklischen Antidepressiva oder Opioide (z. B. Buprenorphin) kann zu einem Serotoninsyndrom, einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, führen
- Suizid/Suizidgedanken oder klinische Verschlechterung
- depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken, selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden
- dieses erhöhte Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt
- da diese nicht unbedingt schon während der ersten Behandlungswochen auftritt, sollten die Patienten daher bis zum Eintritt einer Besserung engmaschig überwacht werden
- die bisherige klinische Erfahrung zeigt, dass das Suizidrisiko zu Beginn einer Behandlung ansteigen kann
- dieses erhöhte Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt
- andere psychiatrische Erkrankungen, für die Doxepin verschrieben wird, können ebenso mit einem erhöhten Risiko für Suizidbezogene Ereignisse einhergehen
- außerdem können diese Erkrankungen zusammen mit einer depressiven Erkrankung (Episoden einer Major Depression) auftreten
- daher sollten bei Behandlung anderer psychiatrischer Erkrankungen die gleichen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden wie bei der Behandlung von depressiven Erkrankungen
- Patienten mit suizidalem Verhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapie ausgeprägte Suizidabsichten hatten
- Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken oder -versuchen ist erhöht
- diese Patienten sollten daher während der Behandlung besonders sorgfältig überwacht werden
- Meta-Analyse von Placebo-kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Antidepressiva bei Erwachsenen mit psychiatrischen Störungen zeigte für Patienten unter 25 Jahren, die Antidepressiva einnahmen, ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten im Vergleich zu Placebo
- Arzneimitteltherapie sollte mit einer engmaschigen Überwachung der Patienten, v.a. der Patienten mit hohem Suizidrisiko, insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen einhergehen
- Patienten (und deren Betreuer) sind auf die Notwendigkeit einer Überwachung hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, des Auftretens von suizidalem Verhalten oder Suizidgedanken und ungewöhnlicher Verhaltensänderungen hinzuweisen
- sie sollten unverzüglich medizinischen Rat einholen, wenn derartige Symptome auftreten
- während die sedierende Wirkung von Doxepin meist unmittelbar in den ersten Stunden einsetzt, ist die stimmungsaufhellende Wirkung in der Regel erst nach 1 - 3 Wochen zu erwarten
- insbesondere suizidgefährdete Patienten sollten deshalb v.a. bei Behandlungsbeginn engmaschig überwacht werden
- bei der Behandlung schwer depressiver Patienten grundsätzlich berücksichtigen, dass das Risiko eines Suizids mit zum Krankheitsbild gehört und trotz Behandlung bis zum Eintritt einer relevanten Symptomremission fortbesteht
- solche Patienten bedürfen insbesondere in der initialen Therapiephase einer sorgfältigen Überwachung und ggf. einer stationären Behandlung
- depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken, selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden