DOXYCYCLIN RATIOPHARM SF

ratiopharm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Doxycyclin →

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N2 5 ST 26,85 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Infektionen, die durch Doxycyclin-empfindliche Krankheitserreger verursacht sind, insbesondere bei
    • Infektionen der Atemwege und des HNO-Bereiches
      • akute Schübe chronischer Bronchitis
      • Sinusitis
      • Otitis media
      • Pneumonie durch Mykoplasmen, Rickettsien oder Chlamydien
    • Infektionen des Urogenitaltrakts
      • Urethritis durch Chlamydien oder Ureaplasma urealyticum
      • akute Prostatitis
      • unkomplizierte Gonorrhoe (insbesondere bei gleichzeitiger Chlamydien-Infektion)
      • Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
      • Syphilis bei Penicillin-Allergie
      • Harnwegsinfektionen (nur bei nachgewiesener Empfindlichkeit der Erreger)
    • Infektionen des MagenMagen-Darm-Trakts
      • Cholera
      • Yersinien- oder Campylobacter-Infektion
      • Shigellen-Infektion bei Nachweis der Empfindlichkeit
    • Borreliose (Erythema chronicum migrans oder Lyme-Disease)
    • seltene Infektionen wie
      • Brucellose
      • Ornithose
      • Bartonellose
      • Listeriose
      • Rickettsiose
      • Melioidose
      • Granuloma inguinale
      • Pest
  • Hinweise
    • intravenöse Gabe sollte nur erfolgen, wenn orale Einnahme nicht möglich ist oder Krankheitszustand parenterale Applikation erforderlich macht
    • offizielle Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen bei der Anwendung berücksichtigen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Ampulle (5 ml) enthält 115,4 mg Doxycyclinhyclat, entsprechend 100 mg Doxycyclin

  • Infektionen, die durch Doxycyclin-empfindliche Krankheitserreger verursacht sind
    • Erwachsene und Jugendliche 12 - 17 Jahre (< 70 kg KG)
      • 1. Behandlungstag: 2 Ampullen (entsprechend 200 mg Doxycyclin) / Tag (als Einzeldosis oder aufgeteilt in 2 Dosen)
      • ab dem 2. Behandlungstag: 1 Ampulle (entsprechend 100 mg Doxycyclin) / Tag
    • schwere Erkrankungen bzw. Patienten > 70 kg KG
      • ab dem 1. Behandlungstag: 2 Ampullen (entsprechend 200 mg Doxycyclin) / Tag
    • Kinder 8 - 11 Jahre
      • sorgfältige Prüfung der Anwendung (geringes Risiko irreversibler Zahnverfärbungen)
      • Anwendung nur dann, wenn andere Arzneimittel nicht verfügbar, wahrscheinlich unwirksam oder kontraindiziert sind
      • Kinder </= 45 kg KG
        • Anfangsdosis: 4,4 mg / kg KG (als Einzeldosis oder aufgeteilt in 2 Dosen)
        • Erhaltungsdosis: 2,2 mg / kg KG (als Einzeldosis oder aufgeteilt in 2 Dosen)
        • schwere Infektionen
          • 4,4 mg / kg KG während der gesamten Behandlungszeit
      • Kinder > 45 kg KG
        • Erwachsenendosis anwenden
    • Kinder < 8 Jahre
      • Anwendung kontraindiziert (Risiko irreversibler Zahnverfärbungen, Zahnschmelzhypoplasien)
        • Ausnahme: wenn bei schwerwiegenden oder lebensbedrohlichen Erkrankungen (z. B. Rocky-Mountain-Fleckfieber) der erwartete Nutzen das Risiko überwiegt und keine angemessenen alternativen Therapien zur Verfügung stehen
    • Behandlungsdauer
      • richtet sich nach Verlauf der Erkrankung und sollte noch mind. 1 - 2 Tage nach Abklingen der Krankheitserscheinungen fortgeführt werden
      • bei Langzeitanwendung (d.h. länger als 21 Tage)
        • regelmäßige Durchführung von Blut-, Leber- und Nierenuntersuchungen
    • spezielle Dosierungen
      • akute gonorrhoische Urethritis beim Mann
        • 200 mg Doxycyclin / Tag
        • Behandlungsdauer: 7 Tage
        • kulturelle Kontrolle 3 - 4 Tage nach Behandlungsende
      • akute Gonokokken-Epididymitis
        • 200 mg Doxycyclin / Tag
        • Behandlungsdauer: 10 Tage
        • kulturelle Kontrolle 3 - 4 Tage nach Behandlungsende
      • akute Gonokokken-Infektionen der Frau
        • 200 mg Doxycyclin / Tag
        • Behandlungsdauer: mind. 7 Tage
        • kulturelle Kontrolle 3 - 4 Tage nach Behandlungsende
      • Syphilis (primäre und sekundäre Form) bei Penicillin-Allergie
        • 300 mg Doxycyclin / Tag
        • Behandlungsdauer: 15 Tage
        • Tagesdosis kann auf einmal appliziert werden
      • Borreliose (Erythema chronicum migrans oder Lyme-Disease) Stadium I
        • 200 mg Doxycyclin / Tag
        • Behandlungsdauer: 2 - 3 Wochen, jedoch mind. 14 Tage

Dosisanpassung

  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • Verringerung der Dosis i. d. R. nicht erforderlich
  • eingeschränkte Leberfunktion oder bei gleichzeitiger Anwendung potenziell hepatotoxischer Medikamente
    • Anwendung mit Vorsicht
    • schwere Leberfunktionsstörung
      • Anwendung kontraindiziert

Kontraindikationen

Doxycyclin - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Doxycyclin oder andere Tetracycline
    • innerhalb der Tetracyclin-Gruppe besteht komplette Kreuzallergie
  • schwere Funktionsstörungen der Leber
  • Myasthenia gravis
  • Injektion in Gewebe mit verminderter Durchblutung
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Kinder < 8 Jahre

Nebenwirkungen

Doxycyclin - invasiv
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Candida-Besiedelung der Haut oder Schleimhäute (insbesondere des Genitaltraktes und der Mund- und Darmschleimhäute) mit Symptomen wie
        • Mund- und Rachenschleimhautentzündungen (Glossitis, Stomatitis)
        • akuten Entzündungen der äußeren Geschlechtsorgane und der Scheide bei der Frau (Vulvovaginitis)
        • Juckreiz in der Analgegend (Pruritus ani)
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Blutgerinnungsstörung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Leukozytosen
      • Thrombozytopenie
      • hämolytische Anämie
      • Neutropenie
      • Eosinophilie
      • Lymphozytopenien
      • Lymphadenopathien
      • atypische Lymphozyten
      • toxische Granulationen der Granulozyten
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anaphylaktische Reaktionen (einschl. Überempfindlichkeit, Henoch-Schönlein-Purpura, Hypotonie, Perikarditis, Angioödem, Exazerbation eines systemischen Lupus erythematodes, Asthma, Dyspnoe, Brustschmerzen, Serumkrankheit, periphere Ödeme, Tachykardie und Urtikaria)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anaphylaktischer Schock mit Kollaps, Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Jarisch-Herxheimer-Reaktion
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anorexie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Unruhe
      • Angstzustände
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • benigne intrakranielle Drucksteigerung bei Erwachsenen (Pseudotumor cerebri, mögliche Symptome sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen Papillenödem und Sehstörungen, z.B. Diplopie)
      • Parästhesien
      • Störung bzw. Verlust der Geruchs- und Geschmacksempfindung, welche nur in einigen Fällen und auch nur teilweise reversibel waren
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Krampfanfälle
  • Augenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Passagere Myopie
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Tinnitus
  • Gefäßerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Flush
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Meteorismus
      • Steatorrhoe
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspepsie (Sodbrennen/Gastritis)
      • Heiserkeit
      • schwarze Haarzunge
      • bleibende Zahnverfärbungen mit Schmelzdefekten bei Anwendung während der Dentition
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pseudomembranöse Colitis - durch C. difficile bedingter Durchfall
      • Enterokolitis
      • Bauchschmerzen
      • Diarrhoe
      • Dysphagie
      • Glossitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Zahnverfärbungen: bei der Anwendung von Doxycyclin wurde über reversible Verfärbungen der Oberfläche bleibender Zähne berichtet
      • Zahnschmelzhypoplasien
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Leberschädigung
      • Hepatitis
      • abnormale Leberfunktion
      • Pankreatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Photosensitivitätsreaktionen mit Erythem
      • Hautödem
      • Blasenbildung
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ausschläge
        • einschließlich makulopapulärer und erythematöser Ausschläge
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • schwere Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen (wie z.B. Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)
      • Nagelablösung und -verfärbung
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • reversible Knochenwachstumsverzögerung bei Anwendung während der Schwangerschaft und bei Kindern < 8 Jahren
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Myalgien
      • Arthralgien
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hämaturie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • erhöhte BUN-Werte
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Nierenschädigung, wie z.B.
        • interstitielle Nephritis
        • akutes Nierenversagen
        • Anurie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • infolge zu rascher Injektion
        • Thrombophlebitis
        • Schwindel
        • Schweißausbrüche
        • Übelkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Reizerscheinung an der Injektionsstelle

Anwendungshinweise

  • Lösung zur intravenösen Anwendung
    • Injektion direkt in eine ausreichend große Vene
    • Injektion in den Schlauch eines Infusionssystems, das eine mit Doxycyclin kompatible Lösung enthält oder die vor der Anwendung mit einer kompatiblen Infusionslösung gemischt wird
  • i.v. Infusion
    • der Infusionslösung keine weiteren Medikamente zusetzen
    • Infusionsdauer richtet sich nach der Dosierung, sollte aber üblicherweise 1 - 4 h betragen
    • empfohlene Mindestinfusionsdauer für 100 mg (0,5 mg / ml Lösung) beträgt 1 h
  • i.v. Injektion
    • Injektionsdauer: für je 100 mg Doxycyclin in 5 ml Injektionslösung mind. 2 Min.
    • bei alten, schwachen und schwerstkranken Patienten sowie bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen besonders langsam injizieren (mind. 3 Min.)!
      • bei zu schneller Injektion Schwindel, Hitzegefühl, Rötung des Gesichtes und Kollaps möglich
  • i.v. Anwendung ist mit lokaler Irritation verbunden und kann Venenentzündung (Thrombophlebitis) verursachen; deshalb (sobald der Zustand des Patienten es erlaubt) auf orale Gabe von Doxycyclin übergehen

Stillzeithinweise

Doxycyclin - invasiv
  • Tetracycline werden mit der Milch ausgeschieden und sind daher bei stillenden Müttern kontraindiziert

Schwangerschaftshinweise

Doxycyclin - invasiv
  • Doxycyclin ist in der Schwangerschaft kontraindiziert
  • während der Schwangerschaft erhöhte Gefahr von Leberschäden unter Tetracyclin-Einnahme
  • Risiken, die mit der Anwendung von Tetracyclinen während der Schwangerschaft einhergehen, scheinen insbesondere mit den Wirkungen auf die Entwicklung von Zähnen und Skelett zusammenzuhängen

Warnhinweise

Doxycyclin - invasiv
  • intravenöse Doxycyclin-Gabe sollte nur erfolgen, wenn eine orale Einnahme nicht möglich ist oder der Krankheitszustand eine parenterale Applikation erforderlich macht
  • offizielle Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen berücksichtigen
  • bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen mit Kollaps, Brustschmerzen und Hypotonie oder schweren Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen (wie z.B. exfoliative Dermatitis, Lyell-Syndrom)
    • Behandlung mit Doxycyclin sofort abbrechen
    • entsprechende Notfallmaßnahmen müssen unverzüglich eingeleitet werden
  • bei Auftreten von schweren, anhaltenden Durchfällen während oder nach Beendigung der Therapie mit Doxycyclin besteht Vedacht auf schwerwiegende und u.U. lebensbedrohliche Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Enterokolitis), meist ausgelöst durch Clostridium difficile
    • in diesem Fall Doxycyclin unverzüglich absetzen
    • sofort eine entsprechende Behandlung einleiten
    • peristaltikhemmende Mittel sind kontraindiziert
  • übermäßiges mikrobielles Wachstum
    • unter einer Therapie mit Doxycyclin kann es durch Selektion zu einem übermäßigen mikrobiellen Wachstum auf Haut oder Schleimhäuten, insbesondere des Genitaltraktes und der Mund- und Darmschleimhäute mit unempfindlichen Erregern (z.B. Candida) kommen
    • auftretende Infektionen müssen behandelt werden
  • Lichtsensibilisierung
    • unter Sonnenbestrahlung kann es durch Lichtsensibilisierung zu phototoxischen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen
      • selten auch mit Beteiligung der Nägel (Nagelablösung und Verfärbung)
    • Sonnenbaden im Freien oder in Solarien sollte während der Doxycyclin-Behandlung vermieden werden
  • bei zu schneller Injektion kann es zu Schwindel, Hitzegefühl, Rötung des Gesichtes und Kollaps kommen
  • bei Überdosierungen besteht Gefahr von Leberschäden oder einer Pankreatitis
    • aus diesem Grund sollte parenterale Dosis von 0,2 (-0,3) g Doxycyclin / Tag nicht überschritten werden
  • paravenöse Injektionen vermeiden
  • i. m.- oder s. c.-Gabe sollte unterbleiben
  • keine hinreichenden Erfahrungen für die Anwendung im zentralen Venenbereich
  • gutartige intrakranielle Drucksteigerung (Pseudotumor cerebri) bei Jugendlichen und Erwachsenen
    • mögliche Symptome sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Papillenödem und Sehstörungen, z. B. Diplopie
    • Symptome bildeten sich nach Absetzen des Arzneimittels rasch zurück
  • Jarisch-Herxheimer Reaktion
    • bei einigen Patienten mit Spirochäten-Infektionen kann kurz nach Beginn der Behandlung mit Doxycyclin eine Jarisch-Herxheimer Reaktion auftreten
    • den Patienten sollte versichert werden, dass dies eine üblicherweise selbstbegrenzende Folge der antibiotischen Behandlung von Spirochäteninfektionen ist
  • wenn bei der Behandlung einer sexuell übertragbaren Erkrankung Verdacht auf eine gleichzeitige Syphilis besteht
    • geeignete diagnostische Maßnahmen inkl. Dunkelfelduntersuchungen vornehmen
    • in allen solchen Fällen monatlich serologische Tests für mind. 4 Monate durchführen
  • Lupus erythematodes
    • Tetracycline können zu einer Exazerbation eines systemischen Lupus erythematodes führen
  • Narkose
    • Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung einer Methoxyfluran-Narkose
  • Langzeitanwendung
    • bei Langzeitanwendung (> 21 Tage) sollten regelmäßig Blut-, Leber- und Nierenuntersuchungen durchgeführt werden
  • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
    • Doxycyclin sollte mit Vorsicht bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder bei gleichzeitiger Anwendung potenziell hepatotoxischer Medikamente verabreicht werden
    • Leberfunktionsstörungen beobachtet
      • traten sowohl nach oraler als auch nach parenteraler Therapie mit Tetracyclinen, einschließlich Doxycyclin, auf
  • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
    • Tetracycline können nephrotoxische Schäden verursachen oder eine schon vorher bestehende Nierenfunktionseinschränkung (erkennbar an einem Kreatinin- und Harnstoffanstieg im Serum) verschlimmern
    • Studien zur Serum-Halbwertszeit von Doxycyclin bei Patienten mit normaler und eingeschränkter Nierenfunktion zeigten keinen signifikanten Unterschied
    • Hämodialyse hat keinen Einfluss auf die Serum-Halbwertszeit von Doxycyclin
  • Kinder < 8 Jahre, Anwendung während der Zahnentwicklung
    • bei Anwendung von Wirkstoffen der Tetracyclin-Gruppe während der Zahnentwicklung (letzte Hälfte der Schwangerschaft, Säuglingsalter und Kinder <= 8 Jahre) kann es zu irreversiblen Zahnverfärbungen (gelb-grau-braun) kommen
    • Nebenwirkung tritt häufiger bei Langzeitbehandlungen auf, wurde aber auch nach wiederholten Kurzzeitbehandlungen beobachtet
    • Zahnschmelzhypoplasien wurden ebenfalls berichtet
    • Doxycyclin darf bei Kindern < 8 Jahren nur angewendet werden, wenn bei schwerwiegenden oder lebensbedrohlichen Erkrankungen (z.B. Rocky-Mountain-Fleckfieber) der erwartete Nutzen das Risiko überwiegt und keine angemessenen alternativen Therapien zur Verfügung stehen
    • obwohl das Risiko für irreversible Zahnverfärbungen bei Kindern von 8 bis einschließlich 11 Jahren gering ist
      • Anwendung von Doxycyclin sorgfältig prüfen und nur dann, wenn andere Arzneimittel nicht verfügbar, wahrscheinlich unwirksam oder kontraindiziert sind