Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 16,49 € |
| N3 | 100 ST | 28,94 € |
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Indikation
- symptomatische Behandlung der Überaktivität des Detrusors (Harnblasenmuskels; idiopathische oder neurogene Detrusorüberaktivität), mit den Symptomen
- Pollakisurie
- Nykturie
- imperativer Harndrang
- Drang-Inkontinenz
- Kinder und Jugendliche > 5 Jahre
- Harninkontinenz, imperativer Harndrang und Pollakisurie bei Blaseninstabilität, hervorgerufen durch idiopathische oder neurogene Detrusorüberaktivität
- nächtliche Enuresis bei Detrusorüberaktivität, in Verbindung mit nicht medikamentöser Behandlung, sofern andere Maßnahmen versagt haben
Dosierung
- symptomatische Behandlung der Überaktivität des Detrusors (Harnblasenmuskels; idiopathische oder neurogene Detrusorueberaktivität), mit den Symptomen Pollakisurie, Nykturie, imperativem Harndrang und Drang-Inkontinenz
- Dosierung individuell
- soweit nicht anders verordnet, folgende Empfehlungen
- Erwachsene
- initial: 1/2 Tablette (2,5 mg Oxybutyninhydrochlorid) 3mal / Tag (7,5 mg Oxybutyninhydrochlorid / Tag)
- anschliessend: 1/2 - 1 Tablette (2,5 - 5 mg Oxybutyninhydrochlorid) 3mal / Tag (7,5 - 15 mg Oxybutyninhydrochlorid / Tag)
- danach individuell niedrigste effektive Erhaltungsdosis wählen
- Dosissteigerung, optional, bei ungenügendem Therapieerfolg: max. 1 Tablette (5 mg Oxybutyninhydrochlorid) 4mal / Tag (20 mg Oxybutyninhydrochlorid / Tag)
- Erwachsene
- Verteilung der Tagesdosis auf 2 - 3 (max. 4) Einzeldosen
- Behandlungsdauer orientiert am Auftreten der Symptome
- Kinder > 5 Jahre
- initial: 1/2 Tablette (2,5 mg Oxybutyninhydrochlorid) 2mal / Tag (5 mg Oxybutyninhydrochlorid / Tag)
- danach individuell niedrigste effektive Erhaltungsdosis
- 5 - 9 Jahre (20 - 30 kg KG): 7,5 mg Oxybutyninhydrochlorid / Tag verteilt auf 3 Einzelgaben
- 9 - 12 Jahre (30 - 38 kg KG): 10 mg Oxybutyninhydrochlorid / Tag verteilt auf 2 Einzelgaben
- > / = 12 Jahre (> 38 kg KG): 15 mg Oxybutyninhydrochlorid / Tag verteilt auf 3 Einzelgaben
- tägliche Maximaldosis: 0,3 - 0,4 mg Oxybutyninhydrochlorid / kg KG, jedoch max. 3 Tabletten (15 mg Oxybutyninhydrochlorid)
- Kindern < 5 Jahre
- Einnahme nicht empfohlen
- ältere Patienten
- initial: 1/2 Tablette (2,5 mg Oxybutyninhydrochlorid) 2mal / Tag (5 mg Oxybutyninhydrochlorid / Tag)
- danach individuell niedrigste effektive Erhaltungsdosis wählen
- Dosissteigerung, optional, bei ungenügendem Therapieerfolg: max. 1 Tablette (5 mg Oxybutyninhydrochlorid) 4mal / Tag (20 mg Oxybutyninhydrochlorid / Tag)
- Dosis von 10 mg / Tag oft ausreichend (Halbwertszeit bei älteren Menschen meist erhöht)
- eingeschränkte Leber- bzw. Nierenfunktion
- Vorsicht geboten
- schwere Leber- oder Niereninsuffizienz: keine Pharmakokinetik- Daten vorliegend
- möglicherweise Dosisreduktion erforderlich
- Patienten mit Parkinson-Krankheit oder bei anderen zentralnervösen Krankheiten mit kognitiven Einschränkungen
- vorsichtig dosieren, möglicherweise Dosisreduktion erforderlich, aufgrund erleichtertem Auftreten psychiatrischer und zentralnervöser Nebenwirkungen
Kontraindikationen
Oxybutynin - peroral
- Überempfindlichkeit gegenüber Oxybutynin
- Engwinkelglaukom oder andere Beschwerden bei vermindertem Kammerwasserabfluss (z.B. der kleinen Vorkammer)
- Verengung oder Verschluss der ableitenden Harnwege (z.B. bei Prostatahyperplasie, Harnröhrenstriktur)
- Blasenauslassobstruktion, die eine Harnretention auslösen kann
- Stenosen im Bereich des MagenMagen-Darm-Trakts
- intestinale Atonie
- paralytischer Ileus
- schwere Colitis ulcerosa
- schwere Dickdarmerweiterung (toxisches Megakolon)
- Myasthenia gravis
- Kinder < 5 Jahre
- Schwangerschaft (1. Trimenon)
- Stillzeit
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Oxybutynin - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Harnwegsinfekte
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verwirrtheitszustände
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Halluzinationen
- Orientierungslosigkeit
- Erregung
- Angstzustände
- Teilnahmslosigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Konzentrationsschwäche
- Verhaltensauffälligkeiten
- Verfolgungswahn (Paranoia)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Albträume
- ohne Häufigkeitsangabe
- Symptome einer Depression
- kognitive Störungen (bei älteren Patienten)
- Abhängigkeit (bei Patienten mit Drogen- oder Arzneimittelmissbrauch in der Anamnese)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Benommenheit
- Kopfschmerzen
- Somnolenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel (Vertigo)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Müdigkeit (Fatigue)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Krämpfe
- ohne Häufigkeitsangabe
- kognitive Einschränkungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pupillenerweiterung (Mydriasis)
- trockene Augen
- Verschwommensehen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Lichtempfindlichkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- (Engwinkel-)Glaukom
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhter Augeninnendruck
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Palpitationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Arrhythmien
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hitzegefühl
- Flush
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Mundtrockenheit
- Übelkeit
- Obstipation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- abdominale Beschwerden, Abdominalschmerzen
- Dyspepsie
- Diarrhö
- Erbrechen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verminderter Appetit
- Anorexie
- Dysphagie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Sodbrennen
- Refluxösophagitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- gastroösophageale Refluxkrankheit
- Pseudoobstruktion bei Risikopatienten (ältere Patienten oder Patienten mit Obstipation und Patienten, die mit anderen Arzneimitteln, die die intestinale Motilität herabsetzen, behandelt werden)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hauttrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautrötung
- Erröten
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Angioödem
- allergische Hautreaktionen (Erythem, Urtikaria)
- Photosensibilität
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypohidrosis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Miktionsbeschwerden
- Harnverhalten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Impotenz
- erektile Dysfunktion
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hitzschlag
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tabletten auf nüchternen Magen vor, während oder nach den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (ca. 1 Glas Wasser)
Stillzeithinweise
Oxybutynin - peroral
- Oxybutynin darf während der Stillzeit nicht eingenommen werden
- Oxybutynin geht in kleinen Anteilen in die Muttermilch über
Schwangerschaftshinweise
Oxybutynin - peroral
- kontraindiziert im 1. Trimenon der Schwangerschaft
- 2. und 3. Trimenon: Oxybutynin darf nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
- keine Erfahrungen für die Anwendung von Oxybutynin bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Studien am Tier während des Reproduktionsprozesses ergaben toxische Effekte auf die Nachkommen
- Missbildungen beobachtet
- bezüglich der Wirkungen auf die Schwangerschaft, die embryonale/fötale Entwicklung, die Geburt und die postnatale Entwicklung sind die tierexperimentellen Studien nicht ausreichend
- potenzielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
Warnhinweise
Oxybutynin - peroral
- Oxybutynin sollte nicht zur Behandlung der Stressinkontinenz angewendet werden
- Pollakisurie oder Nykturie infolge Herz- oder Nierenfunktionsstörungen
- sollten vor Therapiebeginn ausgeschlossen werden
- Vorsicht bei
- Patienten mit autonomer Neuropathie (z.B. Parkinson-Krankheit) oder bei anderen zentralnervösen Krankheiten, die mit kognitiven Einschränkungen einhergehen
- da psychiatrische und zentralnervöse Nebenwirkungen leichter ausgelöst werden
- niedrigere Dosierung könnte notwendig werden
- schweren gastrointestinalen Motilitätsstörungen
- Patienten mit Pollakisurie oder Nykturie infolge Herz- oder Niereninsuffizienz
- Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion, insbesondere bei schwerer Funktionseinschränkung
- zu diesen Patienten keine Pharmakokinetik-Daten vorliegend
- Reduzierung der Dosis könnte notwendig werden
- Patienten, die eine Hiatushernie / gastroösophageale Refluxkrankheit oder Refluxösophagitis oder andere schwere Magen-Darm-Erkrankungen aufweisen und / oder gleichzeitig Arzneimittel (z.B. Bisphosphonate) einnehmen, die eine Ösophagitis verursachen oder verschlimmern können
- geschwächten Patienten
- älteren Patienten
- Kindern
- Patienten mit autonomer Neuropathie (z.B. Parkinson-Krankheit) oder bei anderen zentralnervösen Krankheiten, die mit kognitiven Einschränkungen einhergehen
- Erkrankungen deren Symptome durch Oxybutynin verstärkt werden können:
- Hyperthyreose
- Herzinsuffizienz
- koronare Herzkrankheit
- Arrhythmie
- Tachykardie
- Hypertonie
- kognitive Störungen
- Symptome von Prostatahyperplasie
- bestimmte Magen-Darm-Erkrankungen, z.B.
- Hiatushernie
- gastroösophagealer Refluxkrankheit
- Refluxösophagitis
- Fieber oder hohen Umgebungstemperaturen
- da reduziertes Schwitzen (eine Nebenwirkung von Oxybutynin) einen Hitzschlag verursachen kann
- Berichte über anticholinerge Wirkungen auf das Zentralnervensystem
- z.B. Halluzinationen, Agitiertheit, Verwirrtheit, Somnolenz
- ärztliche Überwachung empfohlen insbesondere
- während der ersten Monate nach Behandlungsbeginn
- nach Dosiserhöhung
- beim Aufreten solcher Wirkungen
- Abbruch der Behandlung
- oder Dosisreduktion in Betracht ziehen
- Gastrointestinaltrakt
- Anticholinergika können die gastrointestinale Motilität herabsetzen und sollten daher bei Patienten mit obstruktiven Erkrankungen des MagenMagen-Darm-Trakts, intestinaler Atonie und ulzerativer Colitis mit Vorsicht angewendet werden
- Infektionen
- wenn während der Therapie eine Infektion des Urogenitalsystems auftritt, muss diese entsprechend behandelt werden
- Einschränkung oder Aufhebung der Speichelsekretion
- der langfristige Gebrauch kann die Entwicklung von Karies, Zahnfleischerkrankungen, einer Hefepilzinfektion der Mundhöhle wegen der Einschränkung oder Aufhebung der Speichelsekretion begünstigen
- Glaukom
- da Oxybutynin ein Engwinkelglaukom auslösen kann, sollte während der Behandlung in regelmäßigen Abständen das Sehvermögen und der Augeninnendruck kontrolliert werden
- Patienten sollten angehalten werden bei Verlust der Sehschärfe oder Schmerzen am Auge umgehend einen Arzt aufzusuchen
- Kinder und Jugendliche
- < 5 Jahre:
- Anwendung nicht empfohlen, da Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen sind
- >= 5 Jahre:
- Anwendung mit Vorsicht, weil diese gegenüber den Wirkungen von Oxybutynin empfindlicher reagieren können
- gilt besonders für die zentralnervösen und psychiatrischen Nebenwirkungen
- Anwendung mit Vorsicht, weil diese gegenüber den Wirkungen von Oxybutynin empfindlicher reagieren können
- nur begrenzte Daten, die die Wirksamkeit von Oxybutynin bei Kindern mit monosymptomatischer Enuresis nocturna, die nicht durch eine Detrusorüberaktivität bedingt ist, bestätigen
- bei Kindern können niedrigere Dosierungen erforderlich sein
- < 5 Jahre:
- ältere Menschen
- Anwendung mit Vorsicht
- da das Risiko einer Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten besteht
- weil ältere Menschen gegenüber den Wirkungen von Oxybutynin empfindlicher reagieren können
- bei älteren Menschen sind die Plasmaspiegel in der Regel höher
- niedrigere Dosierungen können erforderlich sein
- Anwendung mit Vorsicht