Dronedaron Aristo 400 mg Filmtabletten

Aristo Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Dronedaron →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 20 ST 36,45 €
N2 50 ST 71,60 €
N3 100 ST 126,82 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Erhalt des Sinusrhythmus nach einer erfolgreichen Kardioversion bei erwachsenen, klinisch stabilen Patienten mit paroxysmalem oder persistierendem Vorhofflimmern (VHF)
  • Hinweis
    • aufgrund des Sicherheitsprofils nur verschreiben, nachdem alternative Behandlungsoptionen in Erwägung gezogen wurden
    • nicht bei Patienten mit linksventrikulärer systolischer Dysfunktion oder bei Patienten mit bestehender oder in der Vergangenheit aufgetretener Herzinsuffizienz anwenden

Dosierung

  • Erhalt des Sinusrhythmus nach einer erfolgreichen Kardioversion bei erwachsenen, klinisch stabilen Patienten mit paroxysmalem oder persistierendem Vorhofflimmern (VHF)
    • Beginn und Überwachung der Behandlung nur unter Aufsicht eines Spezialisten
    • Behandlung kann ambulant begonnen werden
    • vor Anwendung
      • Behandlung mit Klasse-I- oder -III-Antiarrhythmika (wie z. B. Flecainid, Propafenon, Chinidin, Disopyramid, Dofetilid, Sotalol, Amiodaron) absetzen
      • nur begrenzte Informationen zum optimalen Zeitpunkt einer Umstellung von Amiodaron auf Dronedaron
      • berücksichtigen, dass Amiodaron aufgrund seiner langen Plasmahalbwertszeit eine lange Wirksamkeitsdauer nach Absetzen haben kann
      • ggf. Umstellung unter Aufsicht eines Spezialisten
    • 1 Filmtablette (400 mg Dronedaron) 2mal / Tag, aufgeteilt auf 2 Dosen (morgens und abends)
    • falls Dosis ausgelassen wurde
      • nächste Dosis zur regulär geplanten Zeit einnehmen und Dosis nicht verdoppeln
    • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
    • ältere Patienten
      • Wirksamkeit und Sicherheit bei älteren Patienten, die nicht an anderen kardiovaskulären Erkrankungen leiden ist vergleichbar mit jüngeren Patienten
      • Patienten >/= 75 Jahre und gleichzeitig vorliegende Begleiterkrankungen
        • regelmäßige Überwachung klinischer Anzeichen einer Herzinsuffizienz und des EKG
      • obwohl in pharmakokinetischer Studie mit gesunden Probanden die Plasmakonzentration bei älteren Frauen erhöht war
        • Dosisanpassungen nicht für nötig gehalten
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • leicht oder mäßig eingeschränkte Nierenfunktion
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • stark eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.)
        • Anwendung kontraindiziert
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • leicht oder mäßig eingeschränkte Leberfunktion
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • schwer eingeschränkte Leberfunktion
        • Anwendung kontraindiziert (fehlende Daten)

Kontraindikationen

Dronedaron - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Dronedaron
  • atrioventrikulärer Block 2. oder 3. Grades, kompletter Schenkelblock, distaler Block, Sinusknotendysfunktion, Vorhofüberleitungsstörungen oder Sick- Sinus-Syndrom (außer bei gleichzeitiger Verwendung eines Herzschrittmachers)
  • Bradykardie < 50 Schläge / Min.
  • permanentes Vorhofflimmern (VHF) mit einer Dauer des VHF von >= 6 Monaten (oder unbekannter Dauer) und wenn vom Arzt Versuche zur Wiederherstellung des Sinusrhythmus nicht länger in Betracht gezogen werden
  • Patienten in hämodynamisch instabilem Zustand
  • in der Vorgeschichte oder aktuell bestehende Herzinsuffizienz oder linksventrikuläre systolische Dysfunktion
  • Patienten mit leber- und lungentoxischen Reaktionen im Zusammenhang mit einer vorherigen Anwendung von Amiodaron
  • gleichzeitige Anwendung mit starken Cytochrom-P450-(CYP-)3A4-Inhibitoren, wie Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol, Posaconazol, Telithromycin, Clarithromycin, Nefazodon und Ritonavir
  • Arzneimittel, die Torsade de pointes verursachen können, wie Phenothiazine, Cisaprid, Bepridil, trizyklische Antidepressiva, Terfenadin und bestimmte orale Makrolid-Antibiotika (z.B. Erythromycin) sowie Klasse-I- und -III-Antiarrhythmika
  • QTc-Bazett-Intervall >= 500 Millisekunden
  • schwere Leberfunktionsstörung
  • stark eingeschränkte Nierenfunktion (CrCl < 30 ml / Min.)
  • gleichzeitige Anwendung von Dabigatran

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Dronedaron - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • anaphylaktoide Reaktionen, einschließlich Angioödem
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Geschmacksstörung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Geschmacksverlust
  • Herzerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Herzinsuffizienz
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bradykardie
  • Gefäßerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Vaskulitis, einschl. leukozytoklastischer Vaskulitis
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • interstitielle Lungenerkrankungen, einschl. Pneumonitis und Lungenfibrose
        • mehrere Patienten davon waren vorher mit Amiodaron behandelt worden
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Diarrhö
      • Erbrechen
      • Übelkeit
      • Abdominalschmerz
      • Dyspepsie
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • vom Normwert abweichende Leberfunktionstests
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • hepatozelluläre Leberschädigungen, einschl. lebensbedrohlichen akuten Leberversagens
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ausschlag, einschl. generalisiert, makular, makulo-papulös
      • Juckreiz
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erytheme, einschl. erythematösem Hautausschlag
      • Ekzem
      • Photodermatose
      • allergische Dermatitis
      • Dermatitis
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Müdigkeit
      • Asthenie
  • Untersuchungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Plasmakreatinin erhöht (>= 10% fünf Tage nach Behandlungsbeginn)
      • QTc-Bazett verlängert (> 450 msec bei Männern, > 470 msec bei Frauen)

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Filmtabletten im Ganzen mit etwas Wasser während einer Mahlzeit
  • Filmtabletten nicht zusammen mit Grapefruitsaft einnehmen
  • Tablette kann nicht in gleiche Dosen geteilt werden

Stillzeithinweise

Dronedaron - peroral
  • Entscheidung muss getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Dronedaron verzichtet werden soll bzw. die Behandlung mit Dronedaron zu unterbrechen ist
    • dabei sowohl Nutzen des Stillens für das Kind als auch Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
  • Frauen sollten darauf hingewiesen werden, während der Behandlung mit Dronedaron und für 7 Tage (etwa 5 Halbwertszeiten) nach der letzten Dosis nicht zu stillen
  • nicht bekannt, ob Dronedaron und seine Metaboliten beim Menschen in die Muttermilch übergehen
  • die zur Verfügung stehenden pharmakodynamischen / toxikologischen Daten vom Tier zeigten, dass Dronedaron und seine Metaboliten in die Milch übergehen
  • Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Dronedaron - peroral
  • Anwendung während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, nicht empfohlen
  • bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Dronedaron bei Schwangeren
  • tierexperimentelle Studien
    • haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • sollten während der Behandlung mit Dronedaron und für 7 Tage nach der letzten Dosis zuverlässige Verhütungsmethoden anwenden
    • vor Beginn der Behandlung mit Dronedaron sollte sich der verschreibende Arzt vergewissern, dass Frauen im gebärfähigen Alter nicht schwanger sind
  • Fertilität
    • in tierexperimentellen Studien keine Beeinflussung der Fertilität

Warnhinweise

Dronedaron - peroral
  • sorgfältige Überwachung während der Behandlung mit Dronedaron durch regelmäßige Prüfung der Herz-, Leber- und Lungenfunktion empfohlen
    • wenn Vorhofflimmern (VHF) erneut auftritt, sollte ein Absetzen von Dronedaron in Erwägung gezogen werden
  • Kontraindikationen
    • Behandlung mit Dronedaron sollte gestoppt werden, wenn bei einem Patienten eine der absoluten Kontraindikationen auftritt
  • gleichzeitig angewendeten Arzneimittel
    • Überwachung der gleichzeitig angewendeten Arzneimittel (z.B. Digoxin und Antikoagulantien) ist erforderlich
  • Patienten, die unter der Behandlung ein permanentes VHF entwickeln
    • klinische Studie mit Patienten mit permanentem VHF (Dauer des VHF mind. 6 Monate) und kardiovaskulären Risikofaktoren wurde vorzeitig gestoppt, aufgrund eines häufigeren Auftretens von kardiovaskulär bedingtem Tod, Schlaganfall und Herzinsuffizienz bei Patienten, die Dronedaron erhielten
    • empfohlen, regelmäßig EKGs durchzuführen, zumindest alle 6 Monate
    • wenn Patienten ein permanentes VHF entwickeln, sollte die Behandlung beendet werden
  • Patienten mit in der Vergangenheit aufgetretener oder bestehender Herzinsuffizienz oder linksventrikulärer systolischer Dysfunktion
    • Dronedaron kontraindiziert bei Patienten mit
      • hämodynamisch instabilem Zustand
      • in der Vergangenheit aufgetretener oder bestehender Herzinsuffizienz
      • linksventrikulärer systolischer Dysfunktion
    • Patienten sollten sorgfältig auf Symptome einer Herzinsuffizienz überprüft werden
      • Spontanberichte über ein Neuauftreten oder eine Verschlechterung einer Herzinsuffizienz während der Behandlung
      • Patienten sollten darauf hingewiesen werden, einen Arzt aufzusuchen, wenn sie Symptome einer Herzinsuffizienz entwickeln oder wahrnehmen, z.B. Gewichtszunahme, periphere Ödeme oder zunehmende Kurzatmigkeit
      • Dronedaron sollte abgesetzt werden, wenn sich eine Herzinsuffizienz entwickelt
    • Patienten sollten während der Behandlung auf die Entwicklung einer linksventrikulären systolischen Dysfunktion untersucht werden
      • Dronedaron sollte abgesetzt werden, wenn sich eine linksventrikuläre systolische Dysfunktion entwickelt
  • Patienten mit koronarer Herzerkrankung
    • klinische Anzeichen einer Herzinsuffizienz und das EKG regelmäßig überwachen, um frühe Anzeichen einer Herzinsuffizienz zu erkennen
    • in den ESC- und ACC/AHA/HRS-Leitlinien hat Dronedaron eine Klasse-IA-Empfehlung für Patienten mit paroxysmalem/persistierendem Vorhofflimmern und koronarer Herzerkrankung
  • ältere Patienten (>= 75 Jahren) mit mehreren Begleiterkrankungen
    • klinische Anzeichen einer Herzinsuffizienz und das EKG sollten regelmäßig überwacht werden
  • Frauen im gebärfähigen Alter und Schwangerschaft
    • Dronedaron wird während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, nicht empfohlen
    • Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung mit Dronedaron und für weitere 7 Tage nach der letzten Dosis zuverlässige Verhütungsmethoden anwenden
    • vor Beginn der Behandlung mit Dronedaron sollte sich der verschreibende Arzt vergewissern, dass Frauen im gebärfähigen Alter nicht schwanger sind
  • Leberschädigungen
    • nach der Markteinführung Fälle von hepatozellulären Leberschädigungen berichtet, einschl. lebensbedrohlichen akuten Leberversagens
    • Leberfunktionstests
      • sollten vor dem Beginn der Behandlung durchgeführt werden
      • anschließend nach einer Woche und einem Monat nach Behandlungsbeginn
      • dann monatlich über einen Zeitraum von 6 Monaten, im Monat 9 und 12 der Behandlung
      • und danach in periodischen Abständen
      • wenn der Alanin-Aminotransferase- bzw. GlutamatGlutamat-Pyruvat-Transaminase-(ALT- bzw. GPT-) Wert auf das >= 3-fache des oberen Normalwertes ansteigt, sollte der Wert innerhalb von 48 - 72 Stunden noch einmal kontrolliert werden
        • wenn sich der ALT- (GPT-)Wert bestätigt (>= 3-fache des oberen Normalwertes), sollte Dronedaron abgesetzt werden
        • es sollten geeignete weitere Untersuchungen und eine engmaschige Überwachung der Patienten bis zur Normalisierung des ALT-(GPT-)Wertes durchgeführt werden
    • Patienten sollten darauf hingewiesen werden, bei Symptomen, die auf eine mögliche Leberschädigung hinweisen sofort den Arzt zu kontaktieren, z.B.
      • das Auftreten anhaltender Oberbauchbeschwerden, Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Unwohlsein, Ermüdung, Gelbsucht, dunkler Urin oder Juckreiz
  • Überwachung des Plasmakreatininanstiegs
    • Zunahme des Plasmakreatininwertes (durchschnittliche Zunahme von 10 µmol/l) bei Gabe von 400 mg Dronedaron 2mal / Tag bei gesunden Probanden und bei Patienten beobachtet
      • bei den meisten Patienten tritt diese Zunahme bald nach Behandlungsbeginn auf und erreicht ein Plateau nach 7 Tagen
    • empfohlen, den Plasmakreatininspiegel vor und 7 Tage nach Behandlungsbeginn mit Dronedaron zu bestimmen
      • falls eine Erhöhung des Serumkreatinins beobachtet wird, sollte der Wert nach weiteren 7 Tagen erneut bestimmt werden
      • wenn keine weitere Erhöhung des Serumkreatinins festgestellt wird, sollte dieser Wert als neuer Ausgangswert genommen werden, unter der Berücksichtigung, dass dieser bei Dronedaron erwartungsgemäß auftritt
      • wenn sich das Serumkreatinin weiter erhöht, sollten weitere Untersuchungen und ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen werden
    • Anstieg des Serumkreatinins sollte nicht notwendigerweise zu einem Absetzen der Behandlung mit ACE-Inhibitoren oder Angiotensin- II-Rezeptorantagonisten (AIIRA) führen
    • Erfahrungen nach der Markteinführung
      • Fälle eines höheren Anstiegs des Plasmakreatininwertes nach der Initiierung von Dronedaron beobachtet
      • in einigen Fällen erhöhter Harnstoff Stickstoff-Wert im Blut gemessen, möglicherweise aufgrund einer Hypoperfusion infolge der Entwicklung einer Herzinsuffizienz (prärenale Azotämie)
        • in diesen Fällen sollte Dronedaron abgesetzt werden
      • empfohlen, die Nierenfunktion regelmäßig zu überwachen; falls erforderlich weitere Untersuchungen in Betracht ziehen
  • Elektrolytverschiebung
    • jeder Kalium- oder Magnesiummangel sollte vor Beginn und während der Behandlung mit Dronedaron behoben werden, da Antiarrhythmika bei Patienten mit Hypokaliämie unwirksam oder arrhythmogen sein können
  • QT-Zeit-Verlängerung
    • pharmakologische Wirkung von Dronedaron kann eine moderate Verlängerung des QTc-Bazetts (ungefahr 10ms) im Zusammenhang mit einer verlängerten Repolarisation bewirken
      • Änderungen sind auf den therapeutischen Effekt von Dronedaron zuruckzuführen und spiegeln keine Toxizitat wider
      • Kontrolluntersuchungen, einschließlich EKG (Elektrokardiogramm), wahrend der Behandlung empfohlen
        • falls QTc-Bazett-Intervall >= 500 ms beträgt, sollte die Behandlung mit Dronedaron abgesetzt werden
    • basierend auf klinischen Erfahrungen hat Dronedaron einen schwachen proarrhythmischen Effekt und zeigte Abnahme der arrhythmisch bedingten Todesfalle in der ATHENA-Studie
      • jedoch konnen proarrhythmische Effekte in besonderen Situationen auftreten, wie bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die Arrhythmien und/oder Elektoolytstörungen begünstigen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • im Rahmen der Erfahrungen nach der Markteinführung Fälle interstitieller Lungenerkrankung, einschließlich Pneumonitis und Lungenfibrose
    • Auftreten von Atemnot oder nicht produktivem Husten kann mit einer Lungentoxizität im Zusammenhang stehen
    • Patienten sollten klinisch sorgfältig untersucht werden
      • Behandlung sollte beendet werden, wenn sich Lungentoxizität bestätigt
  • Wechselwirkungen
    • Digoxin
      • gleichzeitige Anwendung mit Dronedaron bewirkt Zunahme der Digoxin-Konzentration im Plasma
        • kann dadurch Symptome und Zeichen, die mit einer Digoxin-Toxizität assoziiert sind, auslösen
      • klinische, EKG- und laborchemische Überwachung empfohlen
      • Digoxin-Dosis sollte halbiert werden
      • auch ein synergistischer Effekt auf die Herzfrequenz und die atrioventrikuläre Überleitung möglich
    • Betablocker und Calciumantagonisten
      • gleichzeitige Anwendung von Betablockern oder Calciumantagonisten mit einem hemmenden Effekt auf den Sinus- und den Atrioventrikularknoten sollte mit Vorsicht durchgeführt werden
        • diese Arzneimittel sollten mit niedriger Dosis begonnen und eine Hochtitrierung sollte erst nach einer EKG-Untersuchung durchgeführt werden
      • Patienten, die zu Beginn der Dronedaron-Therapie bereits Calciumantagonisten oder Betablocker erhalten
        • EKG sollte durchgeführt und die Dosis bei Bedarf angepasst werden
    • Vitamin-K-Antagonisten
      • Patienten sollten entsprechend der klinischen VHF-Leitlinien angemessen antikoaguliert werden
      • „International Normalised Ratio" (INR) sollte nach der Initiierung von Dronedaron bei Patienten, die Vitamin-K-Antagonisten einnehmen, gemäß deren Angaben in der Fachinformation engmaschig überwacht werden
    • starke CYP 3A4-Induktoren, wie Rifampicin, Phenobarbital, Carbamazepin, Phenytoin oder Johanniskraut
      • gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
    • Statine
      • sollten mit Vorsicht eingesetzt werden
      • niedrigere Anfangsdosen und Erhaltungsdosen der Statine sollten erwogen und die Patienten bezüglich klinischer Zeichen muskulärer Toxizität überwacht werden
    • Grapefruitsaft
      • Patienten sollten darauf hingewiesen werden, Getränke mit Grapefruitsaft während der Einnahme von Dronedaron zu vermeiden