Dronedaron beta 400 mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 ST | 36,43 € |
| N2 | 50 ST | 71,60 € |
| N3 | 100 ST | 123,94 € |
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Indikation
- Erhalt des Sinusrhythmus nach einer erfolgreichen Kardioversion bei erwachsenen, klinisch stabilen Patienten mit paroxysmalem oder persistierendem Vorhofflimmern (VHF)
- Hinweis
- aufgrund des Sicherheitsprofils nur verschreiben, nachdem alternative Behandlungsoptionen in Erwägung gezogen wurden
- nicht bei Patienten mit linksventrikulärer systolischer Dysfunktion oder bei Patienten mit bestehender oder in der Vergangenheit aufgetretener Herzinsuffizienz anwenden
Dosierung
- Erhalt des Sinusrhythmus nach einer erfolgreichen Kardioversion bei erwachsenen, klinisch stabilen Patienten mit paroxysmalem oder persistierendem Vorhofflimmern (VHF)
- Beginn und Überwachung der Behandlung nur unter Aufsicht eines Spezialisten
- Behandlung kann ambulant begonnen werden
- vor Anwendung
- Behandlung mit Klasse-I- oder -III-Antiarrhythmika (wie z. B. Flecainid, Propafenon, Chinidin, Disopyramid, Dofetilid, Sotalol, Amiodaron) absetzen
- nur begrenzte Informationen zum optimalen Zeitpunkt einer Umstellung von Amiodaron auf Dronedaron
- berücksichtigen, dass Amiodaron aufgrund seiner langen Plasmahalbwertszeit eine lange Wirksamkeitsdauer nach Absetzen haben kann
- ggf. Umstellung unter Aufsicht eines Spezialisten
- 1 Filmtablette (400 mg Dronedaron) 2mal / Tag, aufgeteilt auf 2 Dosen (morgens und abends)
- falls Dosis ausgelassen wurde
- nächste Dosis zur regulär geplanten Zeit einnehmen und Dosis nicht verdoppeln
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
- ältere Patienten
- Wirksamkeit und Sicherheit bei älteren Patienten, die nicht an anderen kardiovaskulären Erkrankungen leiden ist vergleichbar mit jüngeren Patienten
- Patienten >/= 75 Jahre und gleichzeitig vorliegende Begleiterkrankungen
- regelmäßige Überwachung klinischer Anzeichen einer Herzinsuffizienz und des EKG
- obwohl in pharmakokinetischer Studie mit gesunden Probanden die Plasmakonzentration bei älteren Frauen erhöht war
- Dosisanpassungen nicht für nötig gehalten
- eingeschränkte Nierenfunktion
- leicht oder mäßig eingeschränkte Nierenfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- stark eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.)
- Anwendung kontraindiziert
- leicht oder mäßig eingeschränkte Nierenfunktion
- eingeschränkte Leberfunktion
- leicht oder mäßig eingeschränkte Leberfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer eingeschränkte Leberfunktion
- Anwendung kontraindiziert (fehlende Daten)
- leicht oder mäßig eingeschränkte Leberfunktion
Kontraindikationen
Dronedaron - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Dronedaron
- atrioventrikulärer Block 2. oder 3. Grades, kompletter Schenkelblock, distaler Block, Sinusknotendysfunktion, Vorhofüberleitungsstörungen oder Sick- Sinus-Syndrom (außer bei gleichzeitiger Verwendung eines Herzschrittmachers)
- Bradykardie < 50 Schläge / Min.
- permanentes Vorhofflimmern (VHF) mit einer Dauer des VHF von >= 6 Monaten (oder unbekannter Dauer) und wenn vom Arzt Versuche zur Wiederherstellung des Sinusrhythmus nicht länger in Betracht gezogen werden
- Patienten in hämodynamisch instabilem Zustand
- in der Vorgeschichte oder aktuell bestehende Herzinsuffizienz oder linksventrikuläre systolische Dysfunktion
- Patienten mit leber- und lungentoxischen Reaktionen im Zusammenhang mit einer vorherigen Anwendung von Amiodaron
- gleichzeitige Anwendung mit starken Cytochrom-P450-(CYP-)3A4-Inhibitoren, wie Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol, Posaconazol, Telithromycin, Clarithromycin, Nefazodon und Ritonavir
- Arzneimittel, die Torsade de pointes verursachen können, wie Phenothiazine, Cisaprid, Bepridil, trizyklische Antidepressiva, Terfenadin und bestimmte orale Makrolid-Antibiotika (z.B. Erythromycin) sowie Klasse-I- und -III-Antiarrhythmika
- QTc-Bazett-Intervall >= 500 Millisekunden
- schwere Leberfunktionsstörung
- stark eingeschränkte Nierenfunktion (CrCl < 30 ml / Min.)
- gleichzeitige Anwendung von Dabigatran
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Dronedaron - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktoide Reaktionen, einschließlich Angioödem
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Geschmacksstörung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Geschmacksverlust
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzinsuffizienz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bradykardie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Vaskulitis, einschl. leukozytoklastischer Vaskulitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- interstitielle Lungenerkrankungen, einschl. Pneumonitis und Lungenfibrose
- mehrere Patienten davon waren vorher mit Amiodaron behandelt worden
- interstitielle Lungenerkrankungen, einschl. Pneumonitis und Lungenfibrose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhö
- Erbrechen
- Übelkeit
- Abdominalschmerz
- Dyspepsie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- vom Normwert abweichende Leberfunktionstests
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- hepatozelluläre Leberschädigungen, einschl. lebensbedrohlichen akuten Leberversagens
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag, einschl. generalisiert, makular, makulo-papulös
- Juckreiz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erytheme, einschl. erythematösem Hautausschlag
- Ekzem
- Photodermatose
- allergische Dermatitis
- Dermatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit
- Asthenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Plasmakreatinin erhöht (>= 10% fünf Tage nach Behandlungsbeginn)
- QTc-Bazett verlängert (> 450 msec bei Männern, > 470 msec bei Frauen)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme der Filmtabletten im Ganzen mit etwas Wasser während einer Mahlzeit
- Filmtabletten nicht zusammen mit Grapefruitsaft einnehmen
- Tablette kann nicht in gleiche Dosen geteilt werden
Stillzeithinweise
Dronedaron - peroral
- Entscheidung muss getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Dronedaron verzichtet werden soll bzw. die Behandlung mit Dronedaron zu unterbrechen ist
- dabei sowohl Nutzen des Stillens für das Kind als auch Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
- Frauen sollten darauf hingewiesen werden, während der Behandlung mit Dronedaron und für 7 Tage (etwa 5 Halbwertszeiten) nach der letzten Dosis nicht zu stillen
- nicht bekannt, ob Dronedaron und seine Metaboliten beim Menschen in die Muttermilch übergehen
- die zur Verfügung stehenden pharmakodynamischen / toxikologischen Daten vom Tier zeigten, dass Dronedaron und seine Metaboliten in die Milch übergehen
- Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Dronedaron - peroral
- Anwendung während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, nicht empfohlen
- bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Dronedaron bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien
- haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- Frauen im gebärfähigen Alter
- sollten während der Behandlung mit Dronedaron und für 7 Tage nach der letzten Dosis zuverlässige Verhütungsmethoden anwenden
- vor Beginn der Behandlung mit Dronedaron sollte sich der verschreibende Arzt vergewissern, dass Frauen im gebärfähigen Alter nicht schwanger sind
- Fertilität
- in tierexperimentellen Studien keine Beeinflussung der Fertilität
Warnhinweise
Dronedaron - peroral
- sorgfältige Überwachung während der Behandlung mit Dronedaron durch regelmäßige Prüfung der Herz-, Leber- und Lungenfunktion empfohlen
- wenn Vorhofflimmern (VHF) erneut auftritt, sollte ein Absetzen von Dronedaron in Erwägung gezogen werden
- Kontraindikationen
- Behandlung mit Dronedaron sollte gestoppt werden, wenn bei einem Patienten eine der absoluten Kontraindikationen auftritt
- gleichzeitig angewendeten Arzneimittel
- Überwachung der gleichzeitig angewendeten Arzneimittel (z.B. Digoxin und Antikoagulantien) ist erforderlich
- Patienten, die unter der Behandlung ein permanentes VHF entwickeln
- klinische Studie mit Patienten mit permanentem VHF (Dauer des VHF mind. 6 Monate) und kardiovaskulären Risikofaktoren wurde vorzeitig gestoppt, aufgrund eines häufigeren Auftretens von kardiovaskulär bedingtem Tod, Schlaganfall und Herzinsuffizienz bei Patienten, die Dronedaron erhielten
- empfohlen, regelmäßig EKGs durchzuführen, zumindest alle 6 Monate
- wenn Patienten ein permanentes VHF entwickeln, sollte die Behandlung beendet werden
- Patienten mit in der Vergangenheit aufgetretener oder bestehender Herzinsuffizienz oder linksventrikulärer systolischer Dysfunktion
- Dronedaron kontraindiziert bei Patienten mit
- hämodynamisch instabilem Zustand
- in der Vergangenheit aufgetretener oder bestehender Herzinsuffizienz
- linksventrikulärer systolischer Dysfunktion
- Patienten sollten sorgfältig auf Symptome einer Herzinsuffizienz überprüft werden
- Spontanberichte über ein Neuauftreten oder eine Verschlechterung einer Herzinsuffizienz während der Behandlung
- Patienten sollten darauf hingewiesen werden, einen Arzt aufzusuchen, wenn sie Symptome einer Herzinsuffizienz entwickeln oder wahrnehmen, z.B. Gewichtszunahme, periphere Ödeme oder zunehmende Kurzatmigkeit
- Dronedaron sollte abgesetzt werden, wenn sich eine Herzinsuffizienz entwickelt
- Patienten sollten während der Behandlung auf die Entwicklung einer linksventrikulären systolischen Dysfunktion untersucht werden
- Dronedaron sollte abgesetzt werden, wenn sich eine linksventrikuläre systolische Dysfunktion entwickelt
- Dronedaron kontraindiziert bei Patienten mit
- Patienten mit koronarer Herzerkrankung
- klinische Anzeichen einer Herzinsuffizienz und das EKG regelmäßig überwachen, um frühe Anzeichen einer Herzinsuffizienz zu erkennen
- in den ESC- und ACC/AHA/HRS-Leitlinien hat Dronedaron eine Klasse-IA-Empfehlung für Patienten mit paroxysmalem/persistierendem Vorhofflimmern und koronarer Herzerkrankung
- ältere Patienten (>= 75 Jahren) mit mehreren Begleiterkrankungen
- klinische Anzeichen einer Herzinsuffizienz und das EKG sollten regelmäßig überwacht werden
- Frauen im gebärfähigen Alter und Schwangerschaft
- Dronedaron wird während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, nicht empfohlen
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung mit Dronedaron und für weitere 7 Tage nach der letzten Dosis zuverlässige Verhütungsmethoden anwenden
- vor Beginn der Behandlung mit Dronedaron sollte sich der verschreibende Arzt vergewissern, dass Frauen im gebärfähigen Alter nicht schwanger sind
- Leberschädigungen
- nach der Markteinführung Fälle von hepatozellulären Leberschädigungen berichtet, einschl. lebensbedrohlichen akuten Leberversagens
- Leberfunktionstests
- sollten vor dem Beginn der Behandlung durchgeführt werden
- anschließend nach einer Woche und einem Monat nach Behandlungsbeginn
- dann monatlich über einen Zeitraum von 6 Monaten, im Monat 9 und 12 der Behandlung
- und danach in periodischen Abständen
- wenn der Alanin-Aminotransferase- bzw. GlutamatGlutamat-Pyruvat-Transaminase-(ALT- bzw. GPT-) Wert auf das >= 3-fache des oberen Normalwertes ansteigt, sollte der Wert innerhalb von 48 - 72 Stunden noch einmal kontrolliert werden
- wenn sich der ALT- (GPT-)Wert bestätigt (>= 3-fache des oberen Normalwertes), sollte Dronedaron abgesetzt werden
- es sollten geeignete weitere Untersuchungen und eine engmaschige Überwachung der Patienten bis zur Normalisierung des ALT-(GPT-)Wertes durchgeführt werden
- Patienten sollten darauf hingewiesen werden, bei Symptomen, die auf eine mögliche Leberschädigung hinweisen sofort den Arzt zu kontaktieren, z.B.
- das Auftreten anhaltender Oberbauchbeschwerden, Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Unwohlsein, Ermüdung, Gelbsucht, dunkler Urin oder Juckreiz
- Überwachung des Plasmakreatininanstiegs
- Zunahme des Plasmakreatininwertes (durchschnittliche Zunahme von 10 µmol/l) bei Gabe von 400 mg Dronedaron 2mal / Tag bei gesunden Probanden und bei Patienten beobachtet
- bei den meisten Patienten tritt diese Zunahme bald nach Behandlungsbeginn auf und erreicht ein Plateau nach 7 Tagen
- empfohlen, den Plasmakreatininspiegel vor und 7 Tage nach Behandlungsbeginn mit Dronedaron zu bestimmen
- falls eine Erhöhung des Serumkreatinins beobachtet wird, sollte der Wert nach weiteren 7 Tagen erneut bestimmt werden
- wenn keine weitere Erhöhung des Serumkreatinins festgestellt wird, sollte dieser Wert als neuer Ausgangswert genommen werden, unter der Berücksichtigung, dass dieser bei Dronedaron erwartungsgemäß auftritt
- wenn sich das Serumkreatinin weiter erhöht, sollten weitere Untersuchungen und ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen werden
- Anstieg des Serumkreatinins sollte nicht notwendigerweise zu einem Absetzen der Behandlung mit ACE-Inhibitoren oder Angiotensin- II-Rezeptorantagonisten (AIIRA) führen
- Erfahrungen nach der Markteinführung
- Fälle eines höheren Anstiegs des Plasmakreatininwertes nach der Initiierung von Dronedaron beobachtet
- in einigen Fällen erhöhter Harnstoff Stickstoff-Wert im Blut gemessen, möglicherweise aufgrund einer Hypoperfusion infolge der Entwicklung einer Herzinsuffizienz (prärenale Azotämie)
- in diesen Fällen sollte Dronedaron abgesetzt werden
- empfohlen, die Nierenfunktion regelmäßig zu überwachen; falls erforderlich weitere Untersuchungen in Betracht ziehen
- Zunahme des Plasmakreatininwertes (durchschnittliche Zunahme von 10 µmol/l) bei Gabe von 400 mg Dronedaron 2mal / Tag bei gesunden Probanden und bei Patienten beobachtet
- Elektrolytverschiebung
- jeder Kalium- oder Magnesiummangel sollte vor Beginn und während der Behandlung mit Dronedaron behoben werden, da Antiarrhythmika bei Patienten mit Hypokaliämie unwirksam oder arrhythmogen sein können
- QT-Zeit-Verlängerung
- pharmakologische Wirkung von Dronedaron kann eine moderate Verlängerung des QTc-Bazetts (ungefahr 10ms) im Zusammenhang mit einer verlängerten Repolarisation bewirken
- Änderungen sind auf den therapeutischen Effekt von Dronedaron zuruckzuführen und spiegeln keine Toxizitat wider
- Kontrolluntersuchungen, einschließlich EKG (Elektrokardiogramm), wahrend der Behandlung empfohlen
- falls QTc-Bazett-Intervall >= 500 ms beträgt, sollte die Behandlung mit Dronedaron abgesetzt werden
- basierend auf klinischen Erfahrungen hat Dronedaron einen schwachen proarrhythmischen Effekt und zeigte Abnahme der arrhythmisch bedingten Todesfalle in der ATHENA-Studie
- jedoch konnen proarrhythmische Effekte in besonderen Situationen auftreten, wie bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die Arrhythmien und/oder Elektoolytstörungen begünstigen
- pharmakologische Wirkung von Dronedaron kann eine moderate Verlängerung des QTc-Bazetts (ungefahr 10ms) im Zusammenhang mit einer verlängerten Repolarisation bewirken
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- im Rahmen der Erfahrungen nach der Markteinführung Fälle interstitieller Lungenerkrankung, einschließlich Pneumonitis und Lungenfibrose
- Auftreten von Atemnot oder nicht produktivem Husten kann mit einer Lungentoxizität im Zusammenhang stehen
- Patienten sollten klinisch sorgfältig untersucht werden
- Behandlung sollte beendet werden, wenn sich Lungentoxizität bestätigt
- Wechselwirkungen
- Digoxin
- gleichzeitige Anwendung mit Dronedaron bewirkt Zunahme der Digoxin-Konzentration im Plasma
- kann dadurch Symptome und Zeichen, die mit einer Digoxin-Toxizität assoziiert sind, auslösen
- klinische, EKG- und laborchemische Überwachung empfohlen
- Digoxin-Dosis sollte halbiert werden
- auch ein synergistischer Effekt auf die Herzfrequenz und die atrioventrikuläre Überleitung möglich
- gleichzeitige Anwendung mit Dronedaron bewirkt Zunahme der Digoxin-Konzentration im Plasma
- Betablocker und Calciumantagonisten
- gleichzeitige Anwendung von Betablockern oder Calciumantagonisten mit einem hemmenden Effekt auf den Sinus- und den Atrioventrikularknoten sollte mit Vorsicht durchgeführt werden
- diese Arzneimittel sollten mit niedriger Dosis begonnen und eine Hochtitrierung sollte erst nach einer EKG-Untersuchung durchgeführt werden
- Patienten, die zu Beginn der Dronedaron-Therapie bereits Calciumantagonisten oder Betablocker erhalten
- EKG sollte durchgeführt und die Dosis bei Bedarf angepasst werden
- gleichzeitige Anwendung von Betablockern oder Calciumantagonisten mit einem hemmenden Effekt auf den Sinus- und den Atrioventrikularknoten sollte mit Vorsicht durchgeführt werden
- Vitamin-K-Antagonisten
- Patienten sollten entsprechend der klinischen VHF-Leitlinien angemessen antikoaguliert werden
- „International Normalised Ratio" (INR) sollte nach der Initiierung von Dronedaron bei Patienten, die Vitamin-K-Antagonisten einnehmen, gemäß deren Angaben in der Fachinformation engmaschig überwacht werden
- starke CYP 3A4-Induktoren, wie Rifampicin, Phenobarbital, Carbamazepin, Phenytoin oder Johanniskraut
- gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
- Statine
- sollten mit Vorsicht eingesetzt werden
- niedrigere Anfangsdosen und Erhaltungsdosen der Statine sollten erwogen und die Patienten bezüglich klinischer Zeichen muskulärer Toxizität überwacht werden
- Grapefruitsaft
- Patienten sollten darauf hingewiesen werden, Getränke mit Grapefruitsaft während der Einnahme von Dronedaron zu vermeiden
- Digoxin