DUAC Akne Gel

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Benzoylperoxid/Clindamycin →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 30 G 32,11 €
60 G 46,16 €

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Fachinformationen

Indikation

  • topische Behandlung der leichten bis mittelschweren Akne vulgaris, insbesondere mit entzündlichen Läsionen bei Erwachsenen und Jugendlichen >/= 12 Jahren
  • Hinweis:
    • offizielle Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Arzneimitteln sind zu berücksichtigen

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Gel enthält 10 mg Clindamycin (Clindamycin-2-hydrogenphosphat) und 50 mg Benzoylperoxid (wasserhaltiges Benzoylperoxid)

  • Akne vulgaris
    • Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre
      • 1mal / Tag abends auf betroffene Haut auftragen
    • Hinweis:
      • übermäßige Anwendung verbessert nicht das Behandlungsergebnis
        • Risiko von Hautirritationen wird erhöht
      • bei übermäßiger Trockenheit oder Abschälen der Haut: Anwendungshäufigkeit reduzieren oder Behandlung zeitweise aussetzen
    • Behandlungsdauer
      • Auswirkung auf entzündliche und nichtentzündliche Läsionen frühestens nach 2 - 5 Behandlungswochen
      • nicht länger als 12 Wochen ununterbrochen anwenden
    • Kinder < 12 Jahre
      • Anwendung nicht empfohlen
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
    • ältere Patienten
      • keine speziellen Anwendungshinweise

Kontraindikationen

Benzoylperoxid, wasserhaltig, Clindamycin dihydrogenphosphat - extern
  • Überempfindlichkeit gegen Clindamycin, Lincomycin oder Benzoylperoxid

Nebenwirkungen

Benzoylperoxid, wasserhaltig, Clindamycin dihydrogenphosphat - extern
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • allergische Reaktionen einschließlich Hypersensibilität und Anaphylaxie (basierend auf Berichten nach Markteinführung)
        • darunter selten systemische Reaktionen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen (berichtet aus Studien mit einer 1%igen topischen Clindamycin-Zubereitung)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Parästhesie am Anwendungsort (berichtet aus Studien mit einer topischen Zubereitung bestehend aus 1% Clindamycin plus 5% Benzoylperoxid)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • (pseudomembranöse) Colitis (basierend auf Berichten nach Markteinführung)
      • hämorrhagische Diarrhö (basierend auf Berichten nach Markteinführung)
      • Diarrhö (basierend auf Berichten nach Markteinführung)
      • Bauchschmerzen (basierend auf Berichten nach Markteinführung)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Juckreiz (am Anwendungsort)
      • brennendes Hautgefühl (am Anwendungsort)
      • Erythem am Anwendungsort
      • Abschälen der Haut am Anwendungsort
      • Austrocknen der Haut am Anwendungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dermatitis am Anwendungsort
      • Photosensitivität am Anwendungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erythematöser Hautausschlag am Anwendungsort (berichtet aus Studien mit einer topischen Zubereitung bestehend aus 1% Clindamycin plus 5% Benzoylperoxid)
      • Verschlechterung der Akne am Anwendungsort (berichtet aus Studien mit einer topischen Zubereitung bestehend aus 1% Clindamycin plus 5% Benzoylperoxid)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Urticaria am Anwendungsort (basierend auf Berichten nach Markteinführung)
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schmerzen am Anwendungsort (berichtet aus Studien mit einer 1%igen topischen Clindamycin-Zubereitung)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Reaktion am Applikationsort einschließlich Hypopigmentation der Haut (basierend auf Berichten nach Markteinführung)
        • darunter selten systemische Reaktionen

Anwendungshinweise

  • Gel dünn auf die Haut auftragen
  • vorher Haut gründlich reinigen, mit milder Seife abspülen und vorsichtig trocken tupfen
  • wenn Gel nicht einzieht, weniger verwenden
  • nach Anwendung Hände waschen
  • Kontakt mit Augen, Lippen, Mund, anderen Schleimhäuten sowie irritierter oder abgeschürfter Haut vermeiden
    • im Falle des versehentlichen Kontaktes mit reichlich Wasser spülen

Stillzeithinweise

Benzoylperoxid, wasserhaltig, Clindamycin dihydrogenphosphat - extern
  • Anwendung von Clindamycin plus Benzoylperoxid während der Stillzeit nur, wenn der erwartete Nutzen der Therapie für die Mutter das potenzielle Risiko für den Säugling rechtfertigt
    • wurde bisher nicht erforscht
  • sollte während der Stillzeit nicht im Bereich der Brüste angewandt werden, um eine versehentliche Einnahme durch den Säugling zu vermeiden
  • perkutane Resorption von Clindamycin und Benzoylperoxid ist jedoch niedrig
  • nicht bekannt, ob Clindamycin oder Benzoylperoxid nach der Anwendung in die Muttermilch übergehen
    • berichtet, dass Clindamycin nach oraler bzw. parenteraler Anwendung in die Muttermilch gelangt

Schwangerschaftshinweise

Benzoylperoxid, wasserhaltig, Clindamycin dihydrogenphosphat - extern
  • Verordnung an schwangeren Frauen nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt
  • keine ausreichenden Daten bzw. nur begrenzte Daten zur Anwendung bei Schwangeren
  • Sicherheit einer Anwendung beim Menschen nicht nachgewiesen
  • tierexperimentelle Studien
    • Benzoylperoxid / Benzoylperoxid plus Clindamycin
      • tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität sind mit dem Kombinationsarzneimittel oder Benzoylperoxid nicht durchgeführt worden
  • begrenzte Daten über die getrennte Anwendung von Clindamycin und Benzoylperoxid bei Schwangeren
  • Clindamycin
    • Daten von einer begrenzten Anzahl von Schwangeren, die im 1.Trimester Clindamycin exponiert waren, ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen des Clindamycins auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Foetus/Neugeborenen
    • tierexperimentelle Studien
      • Reproduktionsstudien an Ratten und Mäusen, mit subkutaner bzw. oraler Gabe von Clindamycin ergaben keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Fertilität oder eine Schädigung des Foetus
  • Fertilität
    • bisher keine Informationen über die Auswirkung auf die Fertilität von Menschen

Warnhinweise

Benzoylperoxid, wasserhaltig, Clindamycin dihydrogenphosphat - extern
  • Kontakt mit Augen, Lippen, Mund, anderen Schleimhäuten sowie irritierter oder abgeschürfter Haut vermeiden
  • auf empfindlichen Hautarealen vorsichtig anwenden
  • im Falle des versehentlichen Kontaktes mit reichlich Wasser spülen
  • Patienten mit Vorgeschichte einer örtlich begrenzten Enteritis, Colitis ulcerosa oder Antibiotika-assoziierter Colitis
    • Anwendung nur mit Vorsicht
  • Neurodermitiker
    • sollte bei Neurodermitikern mit Vorsicht verwendet werden, da eine weitere Austrocknung der Haut auftreten kann
  • vermehrtes Abschälen und vermehrte Rötung der Haut
    • während der ersten Behandlungswochen wird bei den meisten Patienten vermehrtes Abschälen und vermehrte Rötung der Haut auftreten
    • abhängig vom Schweregrad dieser Nebenwirkungen können die Patienten eine nicht-komedogene Feuchtigkeitscreme anwenden, vorübergehend die Häufigkeit der Anwendung des Kombinationsarzneimittels reduzieren oder unterbrechen
      • Wirksamkeit jedoch bei einer Häufigkeit der Anwendung von weniger als einmal am Tag nicht nachgewiesen
  • gleichzeitige Anwendung anderer Aknemittel
    • sollte mit Vorsicht erfolgen, da eine kumulative Hautreizung auftreten kann, die in manchen Fällen schwer ist, speziell beim Gebrauch von Mitteln mit schälender, abschuppender oder abrasiver Wirkung
  • bei schweren lokalen Reizungen (z.B. schwere Erytheme, starke Trockenheit und Juckreiz, starkes Stechen oder Brennen der Haut)
    • Behandlung sollte ausgesetzt werden
  • erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht
    • da Benzoylperoxid eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht auslösen kann, sollten Solarien gemieden und die ausgedehnte Exposition gegenüber der Sonne vermieden oder begrenzt werden
    • falls die Exposition gegenüber starkem Sonnenlicht nicht vermieden werden kann, sind die Patienten auf den Gebrauch eines Sonnenschutzmittels oder das Tragen schützender Kleidung hinzuweisen
  • Sonnenbrand
    • falls ein Patient unter Sonnenbrand leidet, sollte dieser vor der Anwendung des Arzneimittels abgeklungen sein
  • länger andauernde oder ausgeprägte Diarrhö; abdominale Krämpfe
    • Behandlung sollte sofort abgebrochen werden, da die Symptome auf eine Antibiotika-assoziierte Colitis hindeuten könnten
    • geeignete diagnostische Verfahren, wie die Bestimmung von Clostridium difficile und Toxin und (wenn nötig) eine Koloskopie sollten durchgeführt, sowie Behandlungsoptionen für eine Colitis erwogen werden
  • Arzneimittel kann Haare oder farbige Textilien bleichen
    • Kontakt mit Haaren, Geweben, Möbeln oder Teppichen vermeiden
  • Resistenz zu Clindamycin
    • Patienten mit einer aktuellen Vorgeschichte einer Behandlung mit systemischem oder topischem Clindamycin oder Erythromycin besitzen mit höherer Wahrscheinlichkeit Keime mit bereits vorhandenen antimikrobiellen Resistenzen
    • gilt für Propionibacterium acnes und die kommensale Flora
  • Kreuzresistenzen
    • Möglichkeit einer Kreuzresistenz mit anderen Antibiotika wie Lincomycin und Erythromycin, sofern diese in der antibiotischen Monotherapie verwendet werden