Duoplavin 75mg/100mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 28 ST | 36,66 € |
| N3 | 100 ST | 74,32 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Sekundärprävention atherothrombotischer Ereignisse bei erwachsenen Patienten, die bereits Clopidogrel und Acetylsalicylsäure (ASS) einnehmen
- Kombinationspräparat zur Erhaltungstherapie bei
- akutem Koronarsyndrom ohne ST-Strecken-Hebung (instabile Angina Pectoris oder Non-Q-Wave-Myokardinfarkt), einschließlich Patienten, denen bei einer perkutanen Koronarintervention ein Stent implantiert wurde
- akutem Myokardinfarkt mit ST-Strecken-Hebung bei
- Patienten, die sich einer PCI unterziehen (einschließlich Patienten, denen ein Stent implantiert wird)
- medizinisch behandelten Patienten, für die eine thrombolytische / fibrinolytische Therapie infrage kommt
Dosierung
- Sekundärprävention atherothrombotischer Ereignisse bei erwachsenen Patienten, die bereits Clopidogrel und Acetylsalicylsäure (ASS) einnehmen
- Erwachsene und ältere Patienten
- 1 Tablette (75 mg Clopidogrel / 100 mg ASS) 1mal / Tag
- Erhaltungstherapie nach Einleitung der Behandlung mit getrennter Gabe von Clopidogrel und ASS
- Patienten mit akutem Koronarsyndrom ohne ST-Strecken-Hebung (instabile Angina Pectoris oder Non-Q-Wave-Myokardinfarkt)
- optimale Behandlungsdauer
- nicht formal festgeschrieben
- lt. klin. Studien:
- Behandlungsdauer bis zu 12 Monate
- max. Nutzen nach 3 Monaten
- nach Beenden der Therapie ggf. Weiterbehandlung mit einem einzelnen Thrombozytenaggregationshemmer
- optimale Behandlungsdauer
- Patienten mit akutem Myokardinfarkt mit ST-Strecken-Hebung
- medizinisch behandelte Patienten
- Therapie so früh wie möglich nach Auftreten der Symptome initiieren
- Behandlungsdauer: mind. 4 Wochen
- Nutzen der Kombinationstherapie > 4 Wochen nicht untersucht
- nach Beenden der Therapie ggf. Weiterbehandlung mit einem einzelnen Thrombozytenaggregationshemmer
- vorgesehene PCI
- Therapie so früh wie möglich nach Auftreten der Symptome initiieren
- Behandlungsdauer bis zu 12 Monate
- medizinisch behandelte Patienten
- wenn eine Dosis vergessen wurde
- innerhalb von 12 Stunden nach der regulär geplanten Zeit
- Dosis sofort einnehmen und nächste Dosis wieder zur regulär geplanten Zeit
- nach > 12 Stunden
- Dosis zum regulär vorgesehenen nächsten Einnahmezeitpunkt einnehmen und nicht die Dosis verdoppeln
- innerhalb von 12 Stunden nach der regulär geplanten Zeit
- Erwachsene und ältere Patienten
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Anwendung nicht empfohlen, da Unbedenklichkeit und Wirksamkeit noch nicht gezeigt
- eingeschränkte Nierenfunktion
- stark
- keine Anwendung
- leicht bis mäßig
- mit Vorsichtig anwenden
- therapeutische Erfahrung begrenzt
- stark
- eingeschränkte Leberfunktion
- stark eingeschränkte Leberfunktionsstörung
- kontraindiziert
- mäßig: vorsichtig anwenden bei Patienten, die eine hämorrhagische Diathese aufweisen können, da therapeutische Erfahrung begrenzt
- stark eingeschränkte Leberfunktionsstörung
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- kein oder vernachlässigbarer Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Kontraindikationen
Acetylsalicylsäure, Clopidogrel sulfat - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Clopidogrel und/oder Acetylsalicylsäure
- schwere Leberfunktionsstörung
- akute pathologischer Blutung, wie bei Magen-Darm-Geschwüren oder intrakraniellen Blutungen
- zusätzliche Gegenanzeigen aufgrund der enthaltenen Acetylsalicylsäure-Komponente
- Überempfindlichkeit gegen nicht steroidale Analgetika/Antirheumatika (NSAR)
- Patienten mit Asthma, kombiniert mit Rhinitis und Nasenpolypen
- Patienten mit vorbestehender Mastozytose, bei denen die Anwendung von Acetylsalicylsäure schwerwiegende Hypersensitivitätsreaktionen (einschließlich Kreislaufschock mit Hitzegefühl, Hypotonie, Tachykardie und Erbrechen) induzieren kann
- schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)
- Schwangerschaft im dritten Trimenon
Nebenwirkungen
Acetylsalicylsäure, Clopidogrel sulfat - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Eosinophilie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Neutropenie, einschließlich schwerer Neutropenie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP)
- (aplastische) Anämie
- Panzytopenie
- Agranulozytose
- schwere Thrombozytopenie
- erworbene Hämophilie A
- Granulozytopenie
- Knochenmarksversagen (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- Bizytopenie (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- hämolytische Anämie bei Patienten mit Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-(G6PD-)Mangel (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Serumkrankheit
- anaphylaktoide Reaktionen
- kreuzreaktive Arzneimittelüberempfindlichkeit unter Thienopyridinen (wie z. B. Ticlopidin, Prasugrel) (Angaben beziehen sich auf Clopidogrel mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- Insulinautoimmunsyndrom, das zu schwerer Hypoglykämie führen kann, insbesondere bei Patienten mit HLA-DRA4-Subtyp (häufigeres Vorkommen in der japanischen Bevölkerung) (Angaben beziehen sich auf Clopidogrel mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- anaphylaktischer Schock (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- Verschlimmerung allergischer Symptome bei Lebensmittelallergie (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Hypoglykämie (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- Gicht (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Halluzinationen
- Verwirrtheit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- intrakranielle Blutungen (einige Fälle mit tödlichem Ausgang, insbesondere bei älteren Patienten)
- Kopfschmerzen
- Parästhesien
- Schwindel/Benommenheit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Geschmacksstörungen
- Ageusie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenblutungen (konjunktival, okular, retinal)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Vertigo
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hörverlust (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- Tinnitus (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Kounis-Syndrom (allergische vasospastische Angina/allergischer Myokardinfarkt)
- im Zusammenhang mit einer Überempfindlichkeitsreaktion durch Acetylsalicylsäure (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt") oder
- im Zusammenhang mit einer Überempfindlichkeitsreaktion durch Clopidogrel (Angaben beziehen sich auf Clopidogrel mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- Kounis-Syndrom (allergische vasospastische Angina/allergischer Myokardinfarkt)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hämatome
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- schwere Blutungen
- in der TARDIS-Studie traten bei Patienten mit kürzlich aufgetretenem ischämischem Schlaganfall, die eine intensive Thrombozytenaggregationshemmung mit drei Wirkstoffen(ASS + Clopidogrel + Dipyridamol) erhielten, häufiger Blutungen und schwerere Blutungen auf als bei Patienten, die entweder nur Clopidogrel oder eine Kombination aus ASS und Dipyridamol erhielten
- Blutungen operativer Wunden
- Vaskulitis, einschließlich
- Purpura Schönlein-Henoch (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- Hypotonie
- schwere Blutungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Epistaxis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Atemwegsblutungen (Hämoptyse, Lungenblutungen)
- Bronchospasmen
- interstitielle Pneumonie
- eosinophile Pneumonie
- nicht kardiogenes Lungenödem bei chronischer Anwendung und im Zusammenhang mit einer Überempfindlichkeitsreaktion auf Acetylsalicylsäure (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- gastrointestinale Blutungen
- Durchfall
- Bauchschmerzen
- Dyspepsie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ulcus ventriculi
- Ulcus duodeni
- Gastritis
- Erbrechen
- Übelkeit
- Verstopfung
- Flatulenz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- retroperitoneale Blutungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- gastrointestinale und retroperitoneale Blutungen mit tödlichem Ausgang
- Pankreatitis
- auf ASS bezogenen GI-Reaktionen (können mit Blutungen verbunden sein oder nicht und können bei jeder Dosierung von Acetylsalicylsäure auftreten sowie bei Patienten mit oder ohne Warnsymptome oder schwerwiegende GI-Ereignisse in der Vorgeschichte)
- Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltrakts (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- Ösophagitis
- Ösophagusulzera/Perforation
- erosive Gastritis
- erosive Duodenitis
- gastroduodenale Ulzerationen/Perforationen
- Erkrankungen des unteren Gastrointestinaltrakts (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- Dünndarm-(Jejunum und Ileum)Ulzera
- Dickdarm-(Kolon und Rektum)Ulzera
- Kolitis
- intestinale Perforation
- Symptome im oberen Gastrointestinaltrakt (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- wie Gastralgie
- Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltrakts (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- Kolitis (einschließlich ulzeröser und lymphozytärer Kolitis)
- Stomatitis
- akute Pankreatitis im Zusammenhang mit einer Überempfindlichkeitsreaktion durch Acetylsalicylsäure (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- akutes Leberversagen
- Leberschädigung, hauptsächlich hepatozellulär (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- Hepatitis
- Erhöhung der Leberenzyme (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- Leberwerte außerhalb der Norm
- chronische Hepatitis (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bluterguss
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ausschlag
- Juckreiz
- Hautblutungen (Purpura)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- bullöse Dermatitis
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Erythema multiforme
- akut generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
- Angioödem
- Arzneimittelinduziertes Hypersensitivitätssyndrom
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- erythematöses oder exfoliatives Exanthem
- Urtikaria
- Ekzem
- Lichen planus
- fixes Exanthem (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- bullöse Dermatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Blutungen im Muskel- bzw. Skelettbereich (Hämarthrose)
- Arthritis
- Arthralgie
- Myalgie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hämaturie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Nierenversagen (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen)
- akute Nierenfunktionseinschränkung (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt") insbesondere bei Patienten mit
- bestehender Nierenfunktionseinschränkung
- Herzdekompensation
- nephrotischem Syndrom
- gleichzeitiger Behandlung mit Diuretika
- Glomerulonephritis
- Anstieg des Serumkreatinins
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gynäkomastie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blutungen an Einstichstellen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle/ohne Häufigkeitsangabe
- Fieber
- Ödem (Angaben zu ASS aus publizierten Informationen mit Häufigkeit „nicht bekannt")
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verlängerte Blutungszeit
- verminderte Neutrophilenzahl
- verminderte Thrombozytenzahl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Einnahme unabhängig von den Mahlzeiten
Stillzeithinweise
Acetylsalicylsäure, Clopidogrel sulfat - peroral
- während der Behandlung sollte nicht gestillt werden
- es ist nicht bekannt, ob Clopidogrel in die menschliche Muttermilch übergeht
- tierexperimentelle Studien haben den Übergang von Clopidogrel in die Muttermilch gezeigt
- von ASS ist bekannt, dass sie in begrenztem Umfang in die menschliche Muttermilch übergeht
Schwangerschaftshinweise
Acetylsalicylsäure, Clopidogrel sulfat - peroral
- wegen des Gehalts von ASS ist das Arzneimittel im 3. Trimenon der Schwangerschaft kontraindiziert
- das Arzneimittel sollte im 1. und 2. Trimenon der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der klinische Zustand der Frau erfordert die Behandlung mit Acetylsalicylsäure plus Clopidogrel
- es liegen keine klinischen Daten über die Einnahme von Acetylsalicylsäure plus Clopidogrel während der Schwangerschaft vor
- Clopidogrel:
- da keine klinischen Daten zur Exposition gegenüber Clopidogrel während der Schwangerschaft vorliegen, soll aus Vorsichtsgründen Clopidogrel während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung
- ASS:
- niedrige Dosierung (<= 100 mg/Tag):
- klinische Studien zeigen, dass Dosen bis zu 100 mg/Tag bei Anwendungsbeschränkung auf die Geburtshilfe, die ein spezielles Monitoring erfordert, sicher erscheinen
- Dosierungen von 100-500 mg/Tag:
- es gibt nur unzureichende Erfahrungen zum Einsatz von Dosen über 100 mg bis zu 500 mg/Tag
- deshalb gelten für diesen Dosisbereich die unten stehenden Empfehlungen für Dosierungen von 500 mg/Tag und mehr
- Dosierungen von >= 500 mg/Tag:
- die Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder embryonale/fetale Entwicklung negativ beeinflussen
- Daten aus epidemiologischen Studien deuten auf ein erhöhtes Risiko von Fehlgeburten, Missbildungen des Herzens und Gastroschisis nach dem Gebrauch eines Prostaglandinsynthesehemmers in der frühen Schwangerschaft
- das Risiko für kardiovaskuläre Fehlbildungen war von unter 1 % auf etwa 1,5 % erhöht
- vermutlich steigt das Risiko mit der Dosis und der Behandlungsdauer an
- bei Tieren führte die Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers zu Reproduktionstoxizität
- bis zur 24. Woche der Amenorrhö (5. Schwangerschaftsmonat) sollte ASS nicht gegeben werden, es sei denn, es ist eindeutig erforderlich
- wenn ASS von einer konzeptionswilligen Frau oder bis zur 24. Woche der Amenorrhö (5. Schwangerschaftsmonat) eingenommen wird, sollte die Dosis so niedrig wie möglich und die Anwendungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden
- vom Beginn des 6. Schwangerschaftsmonats an können alle Prostaglandinsynthesehemmer das Risiko erhöhen:
- beim Fetus für:
- kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonalem Hochdruck)
- renale Dysfunktion, die zu einem Nierenversagen mit Oligohydramnion fortschreiten kann
- am Ende der Schwangerschaft bei der Mutter und dem Neugeborenen für:
- möglicherweise verlängerte Blutungszeiten
- einen aggregationshemmenden Effekt, der sogar bei sehr niedrigen Dosen auftreten kann
- Hemmung der Uteruskontraktion, was zu einer Verzögerung oder Verlängerung der Geburt führen kann
- beim Fetus für:
- niedrige Dosierung (<= 100 mg/Tag):
- Fertilität
- es liegen keine Daten zur Fertilität vor
- in Tierstudien konnte nicht nachgewiesen werden, dass Clopidogrel die Fertilität beeinträchtigt
- es ist nicht bekannt, ob der ASS-Anteil die Fertilität beeinflusst
Warnhinweise
Acetylsalicylsäure, Clopidogrel sulfat - peroral
- Blutungen und hämatologische Störungen
- wegen des Risikos für Blutungen und hämatologische Nebenwirkungen sollte sofort eine Bestimmung des Blutbildes und/oder ein anderes geeignetes Testverfahren erwogen werden, wenn während der Behandlung der klinische Verdacht auf eine Blutung entsteht
- als dual wirkendes thrombozytenaggregationshemmendes Arzneimittel sollte Acetylsalicylsäure plus Clopidogrel mit Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die
- wegen eines Traumas, eines operativen Eingriffs oder anderer Erkrankungen ein erhöhtes Blutungsrisiko haben
- andere NSAR, einschließlich COX-2-Inhibitoren, Heparin, Glykoprotein-IIb/IIIa-Antagonisten, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), starke CYP2C19-Induktoren, Thrombolytika oder andere mit einem Blutungsrisiko assoziierte Arzneimittel wie Pentoxifyllin erhalten
- aufgrund des erhöhten Blutungsrisikos wird eine dreifache Thrombozytenaggregationshemmung (Clopidogrel + ASS + Dipyridamol) zur Sekundärprävention von Schlaganfällen bei Patienten mit akutem nicht kardioembolischem ischämischem Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke (TIA) nicht empfohlen
- die Patienten sollten hinsichtlich jeglicher Blutungszeichen einschließlich okkulter Blutungen sorgfältig überwacht werden, besonders
- während der ersten Behandlungswochen
- und/oder nach invasiver kardialer Intervention
- oder Operation
- die gleichzeitige Anwendung mit oralen Antikoagulanzien wird nicht empfohlen, da Blutungen verstärkt werden können
- die Patienten sollten ihre Ärzte und Zahnärzte informieren, dass sie Acetylsalicylsäure plus Clopidogrel einnehmen
- wenn eine Operation geplant wird
- bevor irgendwelche neuen Arzneimittel eingenommen werden
- wenn bei einem Patienten eine elektive Operation geplant wird, sollte die Notwendigkeit einer dualen plättchenhemmenden Therapie überdacht und die Anwendung eines einzelnen Thrombozytenaggregationshemmers erwogen werden
- wenn die Patienten die antithrombotische Behandlung vorübergehend einstellen müssen, sollte Acetylsalicylsäure plus Clopidogrel 7 Tage vor der Operation abgesetzt werden
- Acetylsalicylsäure plus Clopidogrel verlängert die Blutungszeit und sollte bei Patienten mit zu Blutungen neigenden Läsionen (besonders gastrointestinal und intraokulär) mit Vorsicht angewandt werden
- die Patienten sollten auch darauf hingewiesen werden, dass es bei Einnahme von Acetylsalicylsäure plus Clopidogrel länger als sonst dauern könnte, bis eine Blutung zum Stillstand kommt, und dass sie dem Arzt jede ungewöhnliche Blutung (Lokalisation oder Dauer) melden sollten
- Thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP)
- wurde nach der Einnahme von Clopidogrel sehr selten beobachtet und dies manchmal bereits nach kurzer Einnahmedauer
- gekennzeichnet durch Thrombozytopenie und mikroangiopathische hämolytische Anämie in Verbindung mit neurologischen Symptomen, Nierenfunktionsstörungen oder Fieber
- ist eine potenziell tödliche Krankheit und erfordert eine sofortige Behandlung einschließlich Plasmapherese
- erworbene Hämophilie
- wurde nach der Einnahme von Clopidogrel berichtet
- im Falle einer bestätigten isolierten Verlängerung der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (aPTT) mit oder ohne Blutungen sollte eine erworbene Hämophilie in Betracht gezogen werden
- Patienten mit der bestätigten Diagnose einer erworbenen Hämophilie müssen von einem Spezialisten versorgt und behandelt werden und Clopidogrel muss abgesetzt werden
- kurz zurückliegende transitorische ischämische Attacke oder Schlaganfall
- bei Patienten mit kurz zurückliegender transitorischer ischämischer Attacke (TIA) oder Schlaganfall, die ein hohes Rezidivrisiko für ischämische Ereignisse aufweisen, zeigte sich, dass die kombinierte Gabe von Clopidogrel und ASS zu einem vermehrten Auftreten schwerer Blutungen führt
- daher sollte außerhalb klinischer Zustände, in denen der Nutzen der Kombination gezeigt wurde, diese nur mit Vorsicht angewandt werden
- bei Patienten mit kurz zurückliegender transitorischer ischämischer Attacke (TIA) oder Schlaganfall, die ein hohes Rezidivrisiko für ischämische Ereignisse aufweisen, zeigte sich, dass die kombinierte Gabe von Clopidogrel und ASS zu einem vermehrten Auftreten schwerer Blutungen führt
- Cytochrom P450 2C19 (CYP2C19)
- Pharmakogenetik
- bei Patienten, die langsame CYP2C19-Metabolisierer sind, wird bei empfohlener Clopidogrel-Dosierung weniger aktiver Metabolit von Clopidogrel gebildet, was einen verminderten Effekt auf die Thrombozytenfunktion zur Folge hat
- es sind Tests verfügbar, mit denen der CYP2C19-Genotyp des Patienten bestimmt werden kann
- da Clopidogrel teilweise durch CYP2C19 zu seinem aktiven Metaboliten verstoffwechselt wird, ist zu erwarten, dass der Gebrauch von Arzneimitteln, die die Aktivität dieses Enzyms hemmen, zu einem erniedrigten Spiegel des aktiven Metaboliten von Clopidogrel führt
- die klinische Relevanz dieser Wechselwirkung ist ungewiss
- als Vorsichtsmaßnahme sollte vom gleichzeitigen Gebrauch starker oder mäßig starker CYP2C19-Inhibitoren abgeraten werden
- es ist zu erwarten, dass die Anwendung von Arzneimitteln, die die CYP2C19-Aktivität induzieren, zu einem erhöhten Spiegel des aktiven Metaboliten von Clopidogrel und einem erhöhten Blutungsrisiko führt
- als Vorsichtsmaßnahme sollte von einer gleichzeitigen Anwendung starker CYP2C19-Induktoren abgeraten werden
- Pharmakogenetik
- CYP2C8-Substrate
- Vorsicht ist geboten bei Patienten, die gleichzeitig mit Clopidogrel und Substraten von CYP2C8 behandelt werden
- Kreuzreaktionen unter Thienopyridinen
- Patienten sollten auf eine Überempfindlichkeit gegen Thienopyridine (wie z. B. Clopidogrel, Ticlopidin, Prasugrel) in der Vorgeschichte untersucht werden, da Kreuzreaktionen unter Thienopyridinen berichtet worden sind
- Thienopyridine können schwache bis schwere allergische Reaktionen, wie z. B. Hautausschlag, Angioödem oder hämatologische Kreuzreaktionen, wie z. B. Thrombozytopenie und Neutropenie verursachen
- bei Patienten, die bereits eine allergische Reaktion und/oder eine hämatologische Reaktion gegen ein anderes Thienopyridin gezeigt haben, kann ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung der gleichen oder einer anderen Reaktion bestehen
- eine Überwachung von Patienten mit bekannter Allergie gegen Thienopyridine auf Zeichen einer Überempfindlichkeit wird angeraten
- Vorsicht ist geboten aufgrund der enthaltenen ASS
- bei Patienten mit bekannten asthmatischen oder allergischen Störungen, da sie ein erhöhtes Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen haben
- bei Patienten mit Gicht, da niedrige Dosen von ASS die Harnsäurespiegel erhöhen können
- bei Kindern unter 18 Jahren wurde die Gabe von ASS mit dem Reye-Syndrom in Zusammenhang gebracht
- das Reye-Syndrom ist eine sehr seltene, potenziell tödliche Krankheit
- bei Patienten mit Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-(G6PD-)Mangel muss dieses Arzneimittel aufgrund des Risikos einer Hämolyse unter engmaschiger ärztlicher Überwachung angewendet werden
- Alkohol kann das Risiko für gastrointestinale Schäden erhöhen, wenn er mit ASS eingenommen wird
- Patienten sollten bezüglich des Risikos für Blutungen und gastrointestinale Schädigung bei Einnahme von Clopidogrel und ASS mit Alkohol aufgeklärt werden
- dies gilt insbesondere im Fall eines chronischen oder starken Alkoholkonsums
- Patienten sollten bezüglich des Risikos für Blutungen und gastrointestinale Schädigung bei Einnahme von Clopidogrel und ASS mit Alkohol aufgeklärt werden
- Gastrointestinal (GI)
- Acetylsalicylsäure plus Clopidogrel sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit
- Magen-Darm-Geschwüren oder MagenMagen-Darm-Blutungen in der Anamnese
- leichteren GI-Beschwerden des oberen Gastrointestinaltrakts, da diese durch Magen-Darm-Geschwüre verursacht sein können, welche MagenMagen-Darm-Blutungen auslösen können
- GI-Nebenwirkungen wie Magenschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen und GI-Blutungen können auftreten
- leichtere Beschwerden im GI-Trakt, wie Dyspepsie, sind häufig und können jederzeit während der Therapie auftreten
- der behandelnde Arzt sollte stets auf Anzeichen für Magengeschwüre oder GI-Blutungen achten, selbst ohne entsprechende Hinweise in der Anamnese
- Patienten sollten über die Anzeichen und Symptome von GI-Nebenwirkungen und die im Falle des Auftretens nötigen Maßnahmen aufgeklärt werden
- Acetylsalicylsäure plus Clopidogrel sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit
- bei Patienten, die gleichzeitig Nicorandil und NSAR einschließlich ASS und Lysinacetylsalicylat (LAS) erhalten, besteht ein erhöhtes Risiko für schwere Komplikationen wie gastrointestinale Ulzerationen, Perforationen und Blutungen