Dysurgal 0.5mg

MaxMedic Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Atropin →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 20 ST 24,44 €
N2 50 ST 33,56 €
N3 100 ST 48,34 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Spasmen (Koliken)
    • im Magen-Darm-Bereich
    • der Gallen- und Harnwege
  • Hemmung der Sekretion des Magens und der Bauchspeicheldrüse

Dosierung

  • Spasmen (Koliken), Hemmung der Sekretion des Magens und der Bauchspeicheldrüse
    • Dosierung individuell vornehmen
    • Kleinkinder (2 - 5 Jahre)
      • 1/2 Tablette (0,25 mg Atropinsulfat) bis zu 3mal / Tag
      • Behandlungsdauer: je nach Auftreten der Symptome
    • Schulkinder (6 - 14 Jahre)
      • 1 Tablette (0,5 mg Atropinsulfat) bis zu 3mal / Tag
      • Behandlungsdauer: je nach Auftreten der Symptome
    • Erwachsene und Jugendliche (>/= 15 Jahre)
      • 1 - 2 Tabletten (0,5 - 1 mg Atropinsulfat) bis zu 3mal / Tag
      • Behandlungsdauer: je nach Auftreten der Symptome

Dosisanpassung

  • Säuglinge und Kleinkinder (< 2 Jahre), ältere Patienten (> 65 Jahre)
    • vorsichtig dosieren
      • besonders empfindliche Reaktion auf Atropinsulfat
  • Fieber und hohe Lufttemperaturen
    • verringerte Schweißbildung kann möglicherweise zu Hitzschlag führen
    • Anwendung mit besonderer Vorsicht und unter ständiger Kontrolle der Körpertemperatur
    • Sauna und heiße Bäder nach der Einnahme vermeiden
  • frischer Herzinfarkt
    • tachykarde Herzrhythmusstörungen bis zum Kammerflimmern
  • Herzinsuffizienz, Mitralklappenstenose, Hypertonie, Hyperthyreose
    • vorsichtig dosieren
      • Vermeidung von Tachykardien
  • Patienten mit Down-Syndrom
    • schon bei niedrigen Dosen Gefahr starker Mydriasis und ausgeprägter Tachykardie

Kontraindikationen

Atropin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Atropin oder andere Anticholinergika
  • Engwinkelglaukom
  • Tachykardie bei Herzinsuffizienz und Thyreotoxikose
  • tachykarde Herzrhythmusstörungen
  • Koronarstenose
  • mechanische Verschlüsse des MagenMagen-Darm-Traktes
  • paralytischer Ileus
  • krankhaft erweiterte Dickdarmabschnitte (Megakolon)
  • obstruktive Harnwegserkrankungen
  • bestehende Prostatahypertrophie mit Restharnbildung
  • Blasenentleerungsstörungen mit Restharnbildung
  • Myasthenia gravis
  • akutes Lungenödem
  • Schwangerschaftstoxikose
  • kontraindiziert im 3. Trimenon der Schwangerschaft, unter der Geburt und bei einer Sectio caesarea
  • Stillzeit

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Atropin - peroral
  • Hinweis
    • Nebenwirkungen von Atropin sind dosisabhängig
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • anaphylaktischer Schock
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen, in Form von
        • Konjunktivitis
        • periokularer Dermatitis
        • Pruritus
        • Exanthemen
        • Erythemen
        • Urtikaria
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Unruhe- und Erregungszustände
      • Halluzinationen
      • Verwirrtheitszustände
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Krämpfe
      • Delirien
      • komatöse Zustände
      • Sprachstörungen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Mundtrockenheit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Störungen der Darmperistaltik
      • Schluckstörungen
      • gastroösophagealer Reflux
      • Parotitis (bei länger dauernder Behandlung als Folge der Speichelsekretionshemmung)
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Abnahme der Schweißsekretion
        • Hauttrockenheit; mögliche Folge: Wärmestau, gerötete Haut
  • Herzerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Tachykardie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angina pectoris-Beschwerden
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • supraventrikuläre und ventrikuläre Arrhythmien
      • Verkürzung der AV-Überleitung
      • bei Patienten mit Down-Syndrom
        • ausgeprägte Tachykardie schon bei niedrigen Dosen
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • starke Erhöhung des Blutdruckes bis hin zur hypertensiven Krise
  • Augenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Sehstörungen infolge Mydriasis und Störung der Akkommodation
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Auslösen eines Glaukomanfalls
      • bei Patienten mit Down-Syndrom
        • starke Mydriasis schon bei niedrigen Dosen
  • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Muskelschwäche
      • muskuläre Koordinationsstörungen
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Miktionsstörungen

Anwendungshinweise

  • Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit (z.B. ein Glas Wasser) einnehmen

Stillzeithinweise

Atropin - peroral
  • kontraindiziert in der Stillzeit
  • sollte während der Stillzeit eine Behandlung mit Atropin erforderlich sein, ist abzustillen
  • Atropinsulfat geht in die Muttermilch über
  • Atropin vermindert die Milchproduktion

Schwangerschaftshinweise

Atropin - peroral
  • kontraindiziert im 3. Trimenon der Schwangerschaft, unter der Geburt und bei einer Sectio caesarea
    • da es zu Herzrhythmusstörungen (insbesondere Tachykardien) bei der Mutter und beim Kind kommen kann
  • Anwendung nur unter strengster Nutzen-Risiko-Abwägung, da es beim Ungeborenen zu einer Maskierung von Bradykardien durch atropininduzierte Tachykardien kommen kann
  • Gefahr, dass es zur Beeinträchtigungen des autonomen Nervensystems beim Feten kommen kann und somit die Anpassung des Neugeborenen nach der Geburt beeinflusst wird
  • Atropinsulfat ist plazentagängig

Warnhinweise

Atropin - peroral
  • besondere Vorsicht bei der Einnahme von Atropin erforderlich bei
    • Kinder und älteren Menschen
      • Säuglinge und Kleinkinder bis zum 2. Lebensjahr und Erwachsene > 65 Jahre reagieren besonders empfindlich auf Atropin; in diesen Fällen auf vorsichtige Dosierung achten
    • Fieber, hohe Lufttemperaturen
      • dabei kann es durch eine verringerte Schweißbildung möglicherweise zu einem Hitzschlag kommen
      • da Atropin die Fähigkeit zur Temperaturregulation durch Hemmung der Schweißsekretion beeinträchtigt, soll Atropin bei fiebernden Patienten und bei hohen Lufttemperaturen nur mit besonderer Vorsicht und unter ständiger Kontrolle der Körpertemperatur angewandt werden
      • Saunabesuche und heiße Bäder nach Einnahme von Atropin vermeiden
    • Patienten mit frischem Herzinfarkt
      • unter der Gabe von Atropin können tachykarde Herzrhythmusstörungen bis zum Kammerflimmern auftreten
    • Herzinsuffizienz, Mitralklappenstenose, Hypertonie und Hyperthyreose
      • Atropin vorsichtig dosieren, da Tachykardien (beschleunigte Herztätigkeit) vermieden werden sollen
    • Down-Syndrom