Ebixa 20mg

BB FARMA S.R.L.
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Memantin →

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N3 98 ST 139,34 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung von moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz
  • Hinweis: Diagnose sollte anhand der aktuellen Richtlinien erfolgen

Dosierung

  • Behandlung von moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz
    • Einleitung und Überwachung der Behandlung sollten durch einen Arzt erfolgen, der über Erfahrungen in der Diagnose und Behandlung der Alzheimer-Demenz verfügt
    • Mit der Therapie sollte nur begonnen werden, wenn eine Betreuungsperson zur Verfügung steht, die die Einnahme des Arzneimittels durch den Patienten regelmäßig überwacht.
    • max. Tagesdosis: 20 mg
    • Um das Risiko von UAW zu reduzieren, wird die Erhaltungsdosis durch wöchentliche Steigerung der Dosis um 5 mg während der ersten 3 Behandlungswochen wie folgt erreicht:
      • 1. Woche (1.- 7. Tag):
        • 5 mg / Tag über 7 Tage
      • 2. Woche (8.- 14. Tag):
        • 10 mg / Tag über 7 Tage
      • 3. Woche (15.- 21.Tag):
        • 15 mg / Tag über 7 Tage
      • ab 4. Woche
        • 20 mg / Tag
    • Erhaltungsdosis: 20 mg / Tag
    • Anwendungsdauer:
      • Verträglichkeit und Dosierung von Memantin sollten regelmäßig überprüft werden, vorzugsweise während der ersten 3 Monate nach Beginn der Behandlung
      • anschließend regelmäßige Überprüfung des therapeutische Nutzens und der Verträglichkeit der Behandlung für den Patienten gemäß den aktuellen klinischen Richtlinien
      • Erhaltungstherapie kann so lange fortgesetzt werden, wie ein therapeutischer Nutzen für den Patienten existiert und der Patient die Behandlung mit Memantine verträgt
      • Beendigung der Behandlung in Erwägung ziehen, wenn eine therapeutische Wirkung nicht mehr erkennbar ist oder der Patient die Behandlung nicht verträgt

Dosisanpassung

  • Ältere Patienten
    • Auf Basis klinischer Studien empfohlene Dosis für Patienten > 65 Jahre
      • 20 mg / Tag, wie oben beschrieben
  • Kinder und Jugendliche
    • Fehlen von Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit
    • Daher nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern < 18 Jahre
  • Nierenfunktionsstörung
    • Kreatinin-Clearance 50 - 80 ml / Min
      • Keine Anpassung der Dosis erforderlich
    • Kreatinin-Clearance 30 - 49 ml / Min
      • 10 mg / Tag
      • Bei guter Verträglichkeit über mind. 7 Tage: schrittweise Erhöhung auf 20 mg / Tag entsprechend der Standardtitration möglich
    • Kreatinin-Clearance 5 - 29 ml / Min
      • 10 mg / Tag
  • Leberfunktionsstörung
    • Leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh A und Child-Pugh B)
      • Keine Dosisanpassung erforderlich.
    • Schwere Leberfunktionsstörungen
      • Keine Daten bezüglich der Anwendung von Memantin verfügbar
      • Anwendung nicht empfohlen

Kontraindikationen

Memantin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Memantin
  • Stillzeit

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Memantin - peroral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pilzinfektionen
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schläfrigkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Verwirrtheit
      • Halluzinationen (insbes. bei Patienten mit schwerer Alzheimer-Demenz)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • psychotische Reaktionen (Einzelfallberichte seit Markteinführung)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Gleichgewichtsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • anomaler Gang
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Krampfanfälle
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Herzinsuffizienz
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erhöhter Blutdruck
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Venenthrombose
      • Thromboembolie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Verstopfung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erbrechen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Pankreatitis (Einzelfallberichte seit Markteinführung)
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erhöhte Leberfunktionswerte
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hepatitis
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Müdigkeit

Hinweis

  • Alzheimer-Demenz wird mit Depression, Suizidgedanken und Suizid in Verbindung gebracht
    • seit Markteinführung wurden solche Ereignisse bei Patienten unter Memantin berichtet

Anwendungshinweise

  • Einschleichend dosieren
  • Einnahme einmal täglich, jeweils zur gleichen Zeit
  • Einnahme mit oder ohne Nahrung möglich

Stillzeithinweise

Memantin - peroral
  • Frauen, die Memantin einnehmen, dürfen nicht stillen
  • nicht bekannt, ob Memantin in die Muttermilch übergeht
    • angesichts des lipophilen Charakters der Substanz ist jedoch von dieser Annahme auszugehen

Schwangerschaftshinweise

Memantin - peroral
  • Memantin darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden
    • es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
  • bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Memantin bei Schwangeren vorliegend
    • keine klinischen Daten vorliegend
  • potenzielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
  • tierexperimentelle Studien
    • zeigten Potenzial zur Verminderung des intrauterinen Wachstums bei Exposition, die identisch oder leicht höher war als die beim Menschen
  • Fertilität
    • keine Nebenwirkungen von Memantin in Bezug auf die männliche oder weibliche Fertilität festgestellt
      • in Prä-klinischen Studien keine negativen Auswirkungen beobachtet

Warnhinweise

Memantin - peroral
  • Vorsicht geboten bei Patienten mit
    • Epilepsie
    • Krämpfen in der Anamnese
    • prädisponierenden Faktoren für Epilepsie
  • gleichzeitige Anwendung von N-Methyl-D-Aspartat (NMDA)-Antagonisten, wie Amantadin, Ketamin oder Dextromethorphan
    • sollte vermieden werden
    • Verbindungen wirken am gleichen Rezeptorsystem wie Memantin
    • unerwünschte (hauptsächlich das ZNS betreffende) Arzneimittelwirkungen können häufiger oder in stärkerer Ausprägung auftreten
  • Therapieüberwachung
    • Anstieg des pH-Werts im Urin
      • besonders sorgfältige Überwachung des Patienten erforderlich bei
        • grundlegender Umstellung der Ernährung, z. B. von fleischhaltiger auf vegetarische Kost
        • massiver Einnahme von Mitteln zur Neutralisierung der Magensäure
        • renaler tubulärer Azidose (RTA)
        • schweren Infektionen des Harntrakts mit Proteus-Bakterien
    • kürzlich zurückliegender Myokardinfarkt, dekompensierte Herzinsuffizienz (NYHA III-IV) oder unkontrollierter Bluthochdruck
      • in den meisten klinischen Studien waren Patienten mit kürzlich zurückliegendem Myokardinfarkt, dekompensierter Herzinsuffizienz (NYHA III-IV) oder unkontrolliertem Bluthochdruck ausgeschlossen
      • für Patienten mit diesen Beschwerden nur begrenzte Daten vorliegend
        • müssen engmaschig überwacht werden