EBRANTIL IV 25
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 5X5 ML | 44,11 € |
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Indikation
- hypertensive Notfälle (z.B. krisenhafter Blutdruckanstieg)
- schwere bzw. schwerste Formen der Hochdruckkrankheit
- therapieresistenter Hochdruck
- kontrollierte Blutdrucksenkung bei Hochdruckpatienten während und/oder nach Operationen
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 5 mg Urapidil
- hypertensiver Notfall, schwere und schwerste Formen der Hypertonie und therapieresistente Hypertonie
- i.v. Injektion
- 10 - 50 mg Urapidil langsam i.v. (unter laufender Blutdruckkontrolle)
- blutdrucksenkende Wirkung innerhalb von 5 Min. nach Injektion zu erwarten
- ggf. Wiederholung der Injektion (abhängig vom Blutdruckverhalten)
- i.v. Dauertropfinfusion oder kont. Infusion per Perfusor
- Erhaltungsdosis zur Aufrechterhaltung des durch die Injektion erreichten Blutdruckniveaus
- 250 mg Urapidil zu 500 ml einer kompatiblen Infusionslösung, z.B. 0,9%ige NaCl-Lösung oder 5- oder 10%ige Glukoselösung geben
- bei Verwendung eines Perfusors
- 20 ml Injektionslösung (= 100 mg Urapidil) in Perfusor-Spritze aufziehen und bis zu einem Volumen von 50 ml mit kompatibler Infusionslösung (s.o.) verdünnen
- kompatible Höchstmenge: 4 mg Urapidil / ml Infusionslösung
- Applikationsgeschwindigkeit
- Tropfgeschwindigkeit richtet sich nach individuellem Blutdruckverhalten
- initiale Richtgeschwindigkeit: 2 mg / Min.
- Erhaltungsdosis im Mittel
- 9 mg / Stunde, bezogen auf 250 mg Urapidil zusätzlich zu 500 ml Infusionslösung (1 mg = 44 Tropfen = 2,2 ml)
- Erhaltungsdosis zur Aufrechterhaltung des durch die Injektion erreichten Blutdruckniveaus
- i.v. Injektion
- kontrollierte Blutdrucksenkung bei Blutdruckanstiegen während und/oder nach Operationen
- Aufrechterhaltung des durch initiale Injektion von Urapidil erreichten Blutdruckniveaus mittels kont. Infusion per Perfusor oder Dauertropfinfusion
- Dosierungsschema
- initial 25 mg Urapidil als i.v. Injektion
- bei erfolgter Blutdrucksenkung nach 2 Min.
- Stablisierung des Blutdrucks durch Infusion von anfangs bis zu 6 mg Urapidil / 1 - 2 Min., dann Dosisreduktion
- bei Ausbleiben einer Blutdrucksenkung nach 2 Min.
- erneute 5 ml (25 mg Urapidil) als i.v. Injektion
- bei dann erfolgter Blutdrucksenkung nach 2 Min.
- Stablisierung des Blutdrucks durch Infusion von anfangs bis zu 6 mg Urapidil / 1 - 2 Min., dann Dosisreduktion
- bei Ausbleiben einer Blutdrucksenkung nach 2 Min. nach 2. i.v.-Injektion von 25 mg Urapidil
- 10 ml (50 mg Urapidil) als langsame (!) i.v. Injektion
- bei erfolgter Blutdrucksenkung nach 2 Min.
- Stablisierung des Blutdrucks durch Infusion von anfangs bis zu 6 mg Urapidil / 1 - 2 Min., dann Dosisreduktion
- überlappend mit parenteraler Akuttherapie Übergang auf orale Dauertherapie mit Urapidil (empfohlene Anfangsdosierung: 60 mg Urapidil 2mal / Tag) oder andere oral zu verabreichende Blutdrucksenker möglich
- Behandlungsdauer
- von 7 Tagen toxikologisch abgesichert (i.A. bei parenteraler antihypertensiver Therapie nicht überschritten)
- parenterale Wiederholungsbehandlung bei erneut auftretendem Blutdruckanstieg möglich
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- Verabreichung blutdrucksenkender Mittel mit entsprechender Vorsicht und zu Beginn in kleineren Dosen (Empfindlichkeit gegenüber derartigen Präparaten oftmals verändert)
- Leber- und/oder Niereninsuffizienz
- Dosisverringerung kann erforderlich sein
- Kinder
- keine Untersuchungen vorliegend
- besondere Vorsicht
- Kinder < 5 Jahre
- keine Anwendung
Kontraindikationen
Urapidil - invasiv
- Überempfindlichkeit (Allergie) gegen Urapidil
- Patienten mit Aortenisthmusstenose und arteriovenösem Shunt
- Ausnahme: hämodynamisch nicht wirksame Dialyse-Shunts
- Stillzeit
Therapiehinweise
Einschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Urapidil - invasiv
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schlafstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Unruhe, Ruhelosigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Palpitationen
- Tachykardie
- Bradykardie
- Druckgefühl oder Schmerzen in der Brust (Angina-pectoris-ähnlich)
- Atemnot
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutdruckabfall, ausgelöst durch Positionsänderung (orthostatische Dysregulation)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- verstopfte Nase
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erbrechen
- Durchfall
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperhidrosis-Episode
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeit bzw. Symptome kutaner allergischer Reaktionen, wie
- Pruritus
- Hautrötung
- Ausschläge
- Exanthem
- Überempfindlichkeit bzw. Symptome kutaner allergischer Reaktionen, wie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Angioödem
- Urtikaria
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- verstärkter Harndrang
- Verstärkung einer Harninkontinenz
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Priapismus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erschöpfung
- Müdigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- unregelmäßige Herzschlagfolge
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- verminderte Thrombozytenzahl / Thrombozytopenie
- in sehr seltenen Einzelfällen in zeitlichem Zusammenhang mit der oralen Gabe von Urapidil Verminderung der Thrombozytenzahl beobachtet
- jedoch kein kausaler Zusammenhang mit der Behandlung mit Urapidil nachgewiesen (beispielsweise durch immunhämatologische Untersuchungen)
- verminderte Thrombozytenzahl / Thrombozytopenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Verabreichung als i.v.-Injektion oder -Infusion (per Perfusor oder Dauertropfinfusion) am liegenden Patienten
- sowohl 1- oder mehrmalige Injektion(en) als auch i.v. Langzeitinfusionen möglich
- Injektionen kombinierbar mit anschließender Langzeitinfusion
- nicht mit alkalischen Injektions- und Infusionslösungen mischen (Trübung oder Ausflockung aufgrund saurer Eigenschaften der Injektionslösungen möglich)
Stillzeithinweise
Urapidil - invasiv
- Urapidil darf nicht während der Stillzeit angewendet werden
- nicht bekannt, ob Urapidil/Metaboliten in die Muttermilch übergehen
- Risiko für Neugeborene und Säuglinge kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Urapidil - invasiv
- darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, eine Behandlung mit Urapidil ist aufgrund des klinischen Zustands der Frau erforderlich
- keine oder nur sehr begrenzte Daten über die Anwendung bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- haben eine Reproduktionstoxizität ohne Teratogenität gezeigt
- wegen Einschränkungen der Studien ist potentielles Risiko für den Menschen unbekannt
- Urapidil passiert die Plazenta
- Frauen im gebärfähigen Alter
- nicht empfohlen für Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Empfängnisverhütung anwenden
- Fertilität
- keine klinischen Studien zur männlichen und weiblichen Fertilität durchgeführt
- tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Urapidil die Fertilität beeinflusst
Warnhinweise
Urapidil - invasiv
- besondere Vorsicht bei der Anwendung von Urapidil erforderlich bei:
- Herzinsuffizienz, deren Ursache in einer mechanischen Funktionsbehinderung liegt, wie z.B. bei
- Aortenklappenstenose
- Mitralklappenstenose
- Lungenembolie
- durch Perikarderkrankungen bedingter Einschränkung der Herzaktion
- Patienten mit Leberfunktionsstörungen
- Patienten mit mäßiger bis schwerer Nierenfunktionsstörung
- Patienten, die gleichzeitig Cimetidin erhalten
- älteren Patienten
- Herzinsuffizienz, deren Ursache in einer mechanischen Funktionsbehinderung liegt, wie z.B. bei
- falls zu einem früheren Zeitpunkt andere blutdrucksenkende Arzneimittel verabreicht wurden
- ausreichend lange auf den Wirkungseintritt des/der zuvor gegebenen Mittel(s) warten
- Dosierung von Urapidil ist entsprechend niedriger zu wählen
- zu rascher Blutdruckabfall kann zu Bradykardie oder Herzstillstand führen
- Urapidil darf nur auf ärztliche Anweisung hin verabreicht werden (während der Verabreichung kann auf Anweisung eines Arztes eine zusätzliche Überwachung durchgeführt werden) bei
- Schwangeren
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Intraoperatives Floppy Iris Syndrom (IFIS)
- Variante des Syndroms der engen Pupille
- wurde während einer Kataraktoperation bei einigen Patienten beobachtet, die Tamsulosin einnahmen oder zuvor damit behandelt wurden
- vereinzelte Berichte auch mit anderen Alpha1-Blockern
- Möglichkeit eines Klasseneffekts kann nicht ausgeschlossen werden
- IFIS kann zu erhöhten prozeduralen Komplikationen während der Kataraktoperation führen
- aktuelle oder frühere Einnahme von Alpha1-Blockern sollte dem Augenchirurgen vor der Operation bekannt gemacht werden
- Nebenwirkungen
- in der Mehrzahl der Fälle sind Nebenwirkungen auf eine zu rasche Blutdrucksenkung zurückzuführen
- klinische Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass diese innerhalb von Minuten wieder abklingen, auch bei Langzeit-Infusionen
- daher muss in Abhängigkeit vom Schweregrad der Nebenwirkung über die Unterbrechung der Behandlung entschieden werden
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit von Urapidil bei Kindern und Jugendlichen bisher noch nicht erwiesen
- keine Daten vorliegend