EFIENT 10mg
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 28 ST | 90,24 € |
| N3 | 98 ST | 287,54 € |
| NotApplicable | 14 ST | – |
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Indikation
Erwachsene
- Prävention atherothrombotischer Ereignisse in Kombination mit Acetylsalicylsäure (ASS) bei akutem Koronarsyndrom, d. h.
- instabile Angina pectoris
- Nicht-ST-(Strecken-) Hebungsinfarkt [UA/NSTEMI]
- ST-(Strecken-) Hebungsinfarkt [STEMI] mit primärer oder verzögerter perkutaner Koronarintervention (PCI)
Dosierung
- Prävention atherothrombotischer Ereignisse bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom
- Erwachsene
- Initialdosis (= Aufsättigungsdosis): 60 mg
- Erhaltungsdosis: 10 mg 1mal / Tag
- UA / NSTEMI-Patienten, bei denen die Koronarangiographie innerhalb von 48 Stunden nach Krankenhausaufnahme durchgeführt wird
- Verabreichung der Aufsättigungsdosis erst zum Zeitpunkt der PCI
- Einnahme in Kombination mit Acetylsalicylsäure (ASS)
- zusätzlich müssen 75 - 325 mg Acetylsaliclysäure / Tag eingenommen werden
- Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS), bei denen eine PCI durchgeführt wurde
- das vorzeitige Absetzen der antithrombotischen Arzneimittel kann zu einem erhöhten Risiko von Thrombosen, Myokardinfarkt oder Tod aufgrund der beim Patienten zugrunde liegenden Erkrankung führen
- Behandlungsdauer
- bis zu 12 Monate, es sei denn das Absetzen ist klinisch indiziert
- Erwachsene
Dosisanpassung
- Patienten >/= 75 Jahre
- Anwendung im Allgemeinen nicht empfohlen
- Anwendung nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abschätzung durch den verschreibenden Arzt
- Initialdosis (= Aufsättigungsdosis): 60 mg
- reduzierte Erhaltungsdosis: 5 mg
- größere Empfindlichkeit gegenüber Blutungen und eine höhere Exposition mit dem aktiven Metaboliten von Prasugrel
- Patienten mit KG < 60 kg
- Initialdosis (= Aufsättigungsdosis): 60 mg
- Erhaltungsdosis
- empfohlen: 5 mg 1mal / Tag
- nicht empfohlen: 10 mg
- dies ist bedingt durch eine erhöhte Exposition mit dem aktiven Metaboliten von Prasugrel und einem erhöhten Risiko für Blutungen bei Patienten mit einem KG < 60 kg, die 10 mg 1mal / Tag erhielten, verglichen mit Patienten >/= 60 kg KG
- Nierenfunktionsstörung; Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (ESRD)
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- eingeschränkte therapeutische Erfahrungen bei dieser Patientengruppe
- Leberfunktionsstörung
- leicht bis moderat (Child Pugh Class A und B)
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- eingeschränkte therapeutische Erfahrungen
- schwer (Child Pugh Class C)
- kontraindiziert
- leicht bis moderat (Child Pugh Class A und B)
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- Kinder mit Sichelzellenanämie: begrenzte Daten vorhanden
Kontraindikationen
Prasugrel - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Prasugrel
- aktive pathologische Blutung
- Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacke (TIA) in der Anamnese
- schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Prasugrel - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Thrombozytopenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeitsreaktion, einschl. Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenblutung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hämatom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Epistaxis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bluthusten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- gastrointestinale Blutung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- retroperitoneale Hämorrhagie
- rektale Hämorraghie
- Blutstuhl
- Zahnfleischbluten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag
- Ekchymose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Niere und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hämaturie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hämatom an der Punktionsstelle
- Blutung an der Punktionsstelle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bluterguss nach stumpfer äußerer Einwirkung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutung nach Eingriff
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- subkutanes Hämatom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme zum Essen und unabhängig von den Mahlzeiten möglich
- Einnahme der Aufsättigungsdosis möglichst nüchtern (schnellste Möglichkeit des Einsetzens der Wirkung)
- Tablette nicht zerkleinern oder teilen
Stillzeithinweise
Prasugrel - peroral
- Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen
- nicht bekannt, ob Prasugrel bei stillenden Frauen in die Muttermilch übergeht
- keine klinischen Studien mit stillenden Frauen durchgeführt
- tierexperimentelle Studien
- Prasugrel wurde über die Milch der Tiere ausgeschieden
Schwangerschaftshinweise
Prasugrel - peroral
- Prasugrel sollte während einer Schwangerschaft nur eingesetzt werden, wenn der mögliche Nutzen für die Mutter das mögliche Risiko für den Fötus rechtfertigt
- keine klinischen Studien mit Schwangeren durchgeführt
- tierexperimentelle Studien
- lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen
- Reproduktionsstudien an Tieren nicht immer auf den Menschen übertragbar
- Fertilität
- kein Einfluss auf die Fertilität von männlichen und weiblichen Ratten nach oralen Dosen bis hin zu einer Exposition, die der 240-fachen des Menschen in der empfohlenen täglichen Erhaltungsdosis entsprach (basierend auf mg/m2)
Warnhinweise
Prasugrel - peroral
- Blutungsrisiko
- in der klinischen Phase 3 Studie (TRITON) waren die Hauptausschlusskriterien: erhöhtes Blutungsrisiko, Anämie, Thrombozytopenie, pathologischer intrakranieller Befund in der Anamnese
- erhöhtes Risiko für Major- und Minor-Blutungen der TIMI-Klassifikation für Patienten mit akutem Koronarsyndrom, bei denen eine PCI durchgeführt wurde und die mit Prasugrel und ASS behandelt wurden
- daher sollte die Einnahme von Prasugrel bei Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko nur in Erwägung gezogen werden, wenn der Nutzen im Hinblick auf die Prävention von ischämischen Ereignissen das Risiko für schwerwiegende Blutungen überwiegen kann
- Patienten, die besonders von den Einschränkungen betroffen sind
- Alter >= 75 Jahre
- mit Blutungsneigung (z.B. durch kürzlich erlittenes Trauma, kürzlich vorgenommene Operation, kürzlich aufgetretene oder wieder auftretende gastrointestinale Blutung oder ein akutes Magengeschwür)
- Körpergewicht < 60 kg
- bei diesen Patienten wird die 10 mg Erhaltungsdosis nicht empfohlen
- es sollte eine 5 mg Erhaltungsdosis eingenommen werden
- gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln, die das Risiko für Blutungen erhöhen können, einschl. oraler Antikoagulantien, Clopidogrel, nicht-steroidaler Antiphlogistika (NSAIDs) und Fibrinolytika
- für Patienten mit aktiven Blutungen, bei denen eine Umkehrung der pharmakologischen Wirkung von Prasugrel erforderlich ist
- kann eine Thrombozyten-Transfusion angebracht sein
- Patienten >= 75 Jahre
- Einnahme von Prasugrel i.A. nicht empfohlen
- Einnahme nur mit Vorsicht nach einer sorgfältigen, individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung durch den verschreibenden Arzt erfolgen, wenn Nutzen im Hinblick auf die Prävention von ischämischen Ereignissen das Risiko für schwerwiegende Blutungen überwiegen kann
- in klinischer Phase-3-Studie
- höheres Risiko für Blutungen, einschl. letaler Blutungen im Vergleich zu Patienten < 75 Jahre
- Erhaltungsdosis
- 5 mg Prasugrel empfohlen
- 10 mg Prasugrel werden nicht empfohlen
- Patienten mit Nierenfunktionsstörung (einschließlich ESRD) und Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung
- therapeutische Erfahrung mit Prasugrel begrenzt
- Patienten können ein erhöhtes Blutungsrisiko haben
- daher sollte die Prasugrel Anwendung bei diesen Patienten nur mit Vorsicht erfolgen
- Information des Patienten darüber, dass bei Einnahme von Prasugrel (in Kombination mit ASS)
- länger dauern kann, bis Blutungen aufhören, und, dass sie jede außergewöhnliche Blutung (Lokalisation oder Dauer) ihrem Arzt mitteilen sollen
- Blutungsrisiko im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt der Verabreichung der Aufsättigungsdosis bei NSTEMI-Patienten
- in einer klinischen Studie mit NSTEMI Patienten (ACCOAST Studie), wurden die Patienten für eine Koronarangiographie innerhalb von 2 - 48 Stunden nach Randomisierung vorgesehen
- Prasugrel-Aufsättigungsdosis, die durchschnittlich 4 Stunden vor der Koronarangiographie verabreicht wurde, führte zu einem erhöhten Risiko für schwere und leicht peri-prozedurale Blutungen im Vergleich mit einer Aufsättigungsdosis, die zum Zeitpunkt der PCI gegeben wurde
- daher sollte bei UA/NSTEMI Patienten, bei denen die Koronarangiographie innerhalb von 48 Stunden nach Krankenhausaufnahme durchgeführt wird, die Aufsättigungsdosis erst zum Zeitpunkt der PCI verabreicht werden
- Operation
- Patienten müssen angewiesen werden, dass sie ihren Arzt bzw. Zahnarzt informieren, dass sie Prasugrel einnehmen, bevor irgendeine Operation geplant wird und bevor irgendein weiteres Arzneimittel eingenommen wird
- bei geplanter Operation, wenn keine antithrombotische Wirkung gewünscht wird
- Prasugrel spätestens 7 Tage vor der Operation absetzen
- Blutungen können mit erhöhter Häufigkeit (3-fach) und Schwere auftreten, wenn koronare Bypass-Operationen (CABG) bei Patienten innerhalb von 7 Tagen nach Beendigung der Prasugrel-Einnahme vorgenommen werden
- Prasugrel spätestens 7 Tage vor der Operation absetzen
- bei Patienten mit ungeklärter Koronaranatomie und evtl.l dringend notwendiger CABG
- Nutzen und Risiken von Prasugrel müssen sorgfältig in Betracht gezogen werden
- allergische Reaktionen einschl. Angioödem
- über allergische Reaktionen einschl. Angioödeme wurde bei mit Prasugrel behandelten Patienten berichtet
- einige zeigten in der Anamnese eine allergische Reaktion auf Clopidogrel
- Patienten mit bekannter Hypersensitivität gegen Thienopyridine sind auf Anzeichen einer allergischen Reaktion hin zu beobachten
- über allergische Reaktionen einschl. Angioödeme wurde bei mit Prasugrel behandelten Patienten berichtet
- thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP)
- TTP wurde bei der Anwendung von Prasugrel berichtet
- TTP ist eine schwerwiegende Erkrankung und erfordert eine sofortige Behandlung
- Morphin und andere Opioide
- bei Patienten, die neben Prasugrel auch Morphin eingenommen haben, wurde eine verringerte Wirksamkeit von Prasugrel festgestellt