Ekterly 300 mg Filmtabletten

KALVISTA PHARMACEUTICALS (IRELAND) LIMITED
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Sebetralstat →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 6 ST 17707,74 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre

  • symptomatische Behandlung von akuten Attacken eines hereditären Angioödems (HAE)

Dosierung

  • symptomatische Behandlung von akuten Attacken eines hereditären Angioödems (HAE)
    • Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre)
      • bei den ersten Anzeichen einer bevorstehenden Attacke: 300 mg Sebetralstat
      • wenn kein ausreichendes Ansprechen erzielt wird oder die Symptome sich verschlimmern oder zurückkehren
        • zweite Dosis, 3 Stunden nach der ersten Dosis
        • max. 2 Dosen in 24 Stunden
      • Patienten mit normalem C1-INH (nC1-INH)
        • Absetzen der Behandlung in Erwägung ziehen, wenn kein klinisches Ansprechen beobachtet wird

Dosisanpassung

  • ältere Patienten > 65 Jahre
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Nierenfunktionsstörungen
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Leberfunktionsstörungen
    • leichte oder mittelschwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse A oder B)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C)
      • Anwendung nicht empfohlen
    • Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung, die einen starken CYP3A4-Inhibitor einnehmen
      • 300 mg als Einzeldosis empfohlen
  • Patienten, die CYP3A4-Induktoren einnehmen
    • schwache CYP3A4-Induktoren: keine Dosisanpassung erforderlich
    • moderate oder starke CYP3A4-Induktoren: 900 mg (3 × 300 mg Tabletten) als Einzeldosis
  • Kinder und Jugendliche < 12 Jahre
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (kein Daten)

Kontraindikationen

Sebetralstat - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Sebetralstat

Nebenwirkungen

Sebetralstat - peroral
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Schwindelgefühl
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hitzewallung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erbrechen
      • Übelkeit
      • Abdominalschmerz
        • beinhaltet die Ereignisse Abdominalschmerz und Schmerzen Oberbauch
      • Diarrhoe
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Rückenschmerzen

Anwendungshinweise

  • die Entscheidung, die Behandlung mit oralem Sebetralstat zu beginnen, soll von einem Arzt mit Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit HAE getroffen werden
  • Einnahme der Filmtabletten unabhängig von den Mahlzeiten

Stillzeithinweise

Sebetralstat - peroral
  • es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob die Behandlung mit Sebetralstat unterbrochen oder ganz abgesetzt werden soll oder ob das Stillen nach der Einnahme von Sebetralstat für 24 Stunden unterbrochen werden soll, wobei der Nutzen des Stillens für das Kind und der Nutzen der Behandlung für die Mutter zu berücksichtigen sind
  • es ist nicht bekannt, ob Sebetralstat oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen
  • die vorliegenden pharmakodynamischen/toxikologischen Daten bei Tieren zeigten, dass Sebetralstat und/oder seine Metaboliten in die Milch übergehen
  • ein Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Sebetralstat - peroral
  • Sebetralstat darf während der Schwangerschaft nur dann angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen der Behandlung das potenzielle Risiko für den Fetus rechtfertigt (z. B. zur Behandlung von potenziell lebensbedrohlichen Larynxattacken)
  • bisher liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren vor
  • gebärfähige Frauen
    • gebärfähige Frauen müssen während der Behandlung und für einen Zeitraum von 24 Stunden nach der letzten Dosis eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
  • tierexperimentelle Studien
    • haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
  • Fertilität
    • es liegen keine Daten zu den Auswirkungen auf die menschliche Fruchtbarkeit vor
    • in Tierstudien war keine Auswirkung auf die Fertilität zu beobachten

Warnhinweise

Sebetralstat - peroral
  • Larynxattacken
    • nach der Behandlung von Larynxattacken müssen die Patienten sofort einen Arzt aufsuchen
    • wenn sich die Symptome einer Larynxattacke nach der Behandlung verschlimmern, müssen die Patienten in einer geeigneten medizinischen Einrichtung behandelt werden
  • normaler C1-Esterase-Inhibitor (nC1-INH)
    • es liegen keine Daten über die Anwendung von Sebetralstat bei HAE-Patienten mit nC1-INH vor
    • manche Unterkategorien des nC1-INH HAE sprechen unter Umständen nicht auf die Behandlung an, da es alternative Formen gibt, die keine Aktivierung des Plasmakallikreins beinhalten
    • es wird empfohlen, einen Gentest, sofern verfügbar, gemäß den aktuellen HAE-Leitlinien durchzuführen und die Behandlung abzusetzen, wenn kein klinisches Ansprechen zu beobachten ist
  • QT-Verlängerung
    • in einer klinischen Studie zur Beurteilung der Herzparameter bei gesunden Probanden wurde festgestellt, dass Sebetralstat das Potential zur Verlängerung des QT-Intervalls besitzt
      • dies traf jedoch nur für hohe Konzentrationen zu, die mit der empfohlenen Dosis wahrscheinlich nicht erreicht werden
    • es gibt keine Daten zur Anwendung von Sebetralstat bei Patienten mit unabhängigen Risikofaktoren für eine QT-Verlängerung, wie z. B.
      • eine bekannte, bereits bestehende (erworbene oder angeborene) QT-Verlängerung
      • Elektrolytstörungen
      • Leberfunktionsstörungen
      • gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die mit dem Stoffwechsel von Sebetralstat interagieren
      • gleichzeitige Anwendung von anderen Arzneimittel, die bekanntlich das QT-Intervall verlängern
    • bei solchen Patienten ist aufgrund des Risikos für eine QT-Verlängerung Vorsicht geboten
      • dies gilt insbesondere für Patienten mit mehr als einem Risikofaktor