ELADYNOS 80 Mikrogramm/Dosis Inj.-Lsg.im Fertigpen

CC Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Abaloparatid →

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko

Dosierung

Basiseinheit: jede Dosis (40 µl) enthält 80 µg Abaloparatid

  • Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko
    • 80 µg 1mal / Tag
    • max. Gesamtdauer der Behandlung: 18 Monate
    • zusätzliche Gabe von Calcium und Vitamin D, sofern Aufnahme über die Ernährung unzureichend
    • nach Abschluss der Therapie mit Abaloparatid können die Patientinnen anderen Osteoporosebehandlungen wie mittels Bisphosphonaten zugeführt werden
    • versäumte Dosen
      • Dosis kann innerhalb von 12 Stunden nach dem üblichen Zeitpunkt injiziert werden
      • Patientinnen dürfen sich nicht mehr als eine Injektion an demselben Tag verabreichen und nicht versuchen, eine versäumte Dosis nachzuholen
    • ältere Patientinnen
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • schwere Nierenfunktionsstörung einschließlich terminaler Niereninsuffizienz
        • kontraindiziert
      • leichte - mäßige Nierenfunktionsstörung
        • keine Dosisanpassung erforderlich
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • keine Daten
      • keine Dosisanpassung erforderlich (unwahrscheinlich, dass eine Leberfunktionsstörung einen signifikanten Einfluss auf die Abaloparatid-Exposition hat
    • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
      • Arzneimittel darf nicht angewendet werden wegen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit

Kontraindikationen

Abaloparatid - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen den Abaloparatid
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Frauen in gebärfähigem Alter
  • vorbestehende Hypercalcämie
  • schwere Nierenfunktionsstörung
  • ungeklärte Erhöhungen der alkalischen Phosphatase im Serum
  • Patientinnen mit bekanntem Osteosarkomrisiko, z. B. Patientinnen, die zuvor eine externe Strahlentherapie oder eine Brachytherapie mit Skelettbeteiligung erhalten haben
  • maligne Erkrankungen des Skeletts oder Knochenmetastasen

Nebenwirkungen

Abaloparatid - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische Reaktion
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypercalcämie
      • Hyperurikämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schlaflosigkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schwindel
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Palpitationen
      • (Sinus)tachykardie
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypertonie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • orthostatische Hypotonie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Abdominalschmerz
      • Obstipation
      • Durchfall
      • Erbrechen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • abdominale Distension
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pruritus
      • Ausschlag
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Rückenschmerzen
      • Arthralgie
      • Schmerzen in den Extremitäten
      • Muskelkrämpfe (Rücken und Beine)
      • Knochenschmerzen
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypercalcurie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Nephrolithiasis
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Reaktion an der Injektionsstelle
        • Blutergüsse
        • Rötungen
        • Blutungen
        • Überempfindlichkeit
        • Schmerzen
        • Ausschlag
        • Schwellungen
      • Fatigue
      • Asthenie
      • Unwohlsein
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schmerzen
  • Untersuchungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Anti- Abaloparatid-Antikörper und neutralisierende Antikörper
        • keine klinisch relevanten Unterschiede hinsichtlich Sicherheit oder Wirksamkeit festgestellt

Anwendungshinweise

  • nur zur subkutanen Anwendung
  • die erste(n) Injektion(en) durch die Patientin oder die Betreuungsperson sollte(n) unter Anleitung einer entsprechend qualifizierten medizinischen Fachkraft
  • die Patientinnen und/oder ihre Betreuungspersonen sind in die subkutane Verabreichung von Abaloparatid einzuweisen
  • Injektion in den Unterbauch
  • Injektionsstelle täglich wechseln
  • Verabreichung täglich etwa zur gleichen Zeit
  • weitere Hinweise s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Abaloparatid - invasiv
  • kontraindiziert
  • ist nicht bei Frauen im gebärfähigen Alter angezeigt
  • nicht bekannt ob Abaloparatid in die Muttermilch übergeht
  • Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Abaloparatid - invasiv
  • kontraindiziert
  • darf nicht angewendet werden bei Frauen, die schwanger sind oder es sein könnten
  • ist nicht angezeigt bei Frauen im gebärfähigen Alter
  • Fertilität
    • keine Daten über die Auswirkungen von Abaloparatid auf die menschliche Fertilität vorliegend
    • Studien an Ratten haben keine Auswirkungen auf die Fertilität männlicher Ratten gezeigt

Warnhinweise

Abaloparatid - invasiv
  • orthostatische Hypotonie und erhöhte Herzfrequenz
    • orthostatische Hypotonie und vorübergehende Episoden eines Anstiegs der Herzfrequenz können bei Abaloparatid auftreten
      • typischerweise innerhalb von 4 Stunden nach der Injektion
      • Symptome, die sich durch Hinlegen bessern können:
        • Schwindel
        • Palpitationen
        • Tachykardie
        • Übelkeit
    • erste(n) Injektion(en) von Abaloparatid sollte(n) unter Anleitung einer entsprechend qualifizierten medizinischen Fachkraft erfolgen,
      • die die Patientin in der ersten Stunde nach der Injektion überwachen kann
    • sollte grundsätzlich dort verabreicht werden, wo die Patientin sitzen oder sich ggf. hinlegen kann
    • kann eine gefäßerweiternde Wirkung auf die glatte Gefäßmuskulatur und positive chronotrope / inotrope Wirkungen auf den Herzmuskel haben
      • individuelle Nutzen-Risiko-Bewertung wichtig
    • vor Beginn der Behandlung
      • Blutdruck, der kardiale Status und ein EKG auswerten
    • Überwachung
      • Patientinnen mit Herzerkrankung sind auf eine Verschlechterung ihrer Erkrankung zu überwachen
    • Behandlung abbrechen
      • wenn eine schwere orthostatische Hypotonie oder schwere kardiovaskuläre Symptome auftreten
  • Hypercalcämie
    • bei normokalzämischen Patientinnen wurden nach der Abaloparatid-Injektion vorübergehende Erhöhungen der Serumcalciumkonzentration beobachte
    • Calciumkonzentration im Serum
      • erreicht etwa 4 Stunden nach jeder Dosis ein Maximum
      • kehrt bis 24 Stunden nach der Gabe auf den Ausgangswert zurück
    • wenn Blutproben für Serumcalciummessungen entnommen werden,
      • sollte dies daher etwa 24 Stunden nach der letzten Injektion geschehen
    • routinemäßige Calciumüberwachung während der Behandlung ist bei Patientinnen ohne zusätzliche Risikofaktoren für Hyperkalcämie nicht erforderlich
  • Hypercalcurie und Urolithiasis
    • Abaloparatid kann Hypercalcurie verursachen
    • nicht bekannt, ob Abaloparatid eine Urolithiasis bei Patientinnen mit aktiver oder früherer Urolithiasis verschlimmern kann
    • bei Verdacht auf aktive Urolithiasis oder vorbestehende Hypercalcurie
      • sollte eine Messung der Calciumausscheidung im Urin erwogen werden
  • Dauer der Behandlung
    • maximale Gesamtdauer der Behandlung sollte bei 18 Monaten liegen
    • Studien an Ratten deuten auf eine erhöhte Inzidenz von Osteosarkomen bei langfristiger Verabreichung von Abaloparatid hin