Elyxyb 120 mg/4.8 ml Lsg.z.E. i. Einzeldosis-Beh.

betapharm Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Celecoxib →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 6 ST 64,41 €
2 ST 29,02 €
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Fachinformationen

Indikation

  • zur Akutbehandlung von Migräneattacken mit oder ohne Aura bei Erwachsenen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Einzeldosis-Behältnis (4,8 ml der Lösung zum Einnehmen) enthält 120 mg Celecoxib.

  • Akutbehandlung von Migräneattacken mit oder ohne Aura
    • Erwachsene
      • Einzeldosis: 120 mg Celecoxib
      • max. Tagesdosis: 120 mg Celecoxib
        • Sicherheit und Wirksamkeit einer 2. Dosis innerhalb von 24 Stunden nicht nachgewiesen

Dosisanpassung

  • Ältere Patienten (> 65 Jahre) und < 50 kg KG
    • Anwendung mit besonderer Vorsicht
    • keine Dosierungsempfehlung
  • Leberfunktionsstörungen
    • Anwendung nicht untersucht
    • Behandlung mit Vorsicht
    • keine Dosierungsempfehlung
    • schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C)
      • Anwendung kontraindiziert
  • Nierenfunktionsstörungen
    • schwere Nierenfunktionsstörung
      • Anwendung kontraindiziert
    • leichte oder mäßige Nierenfunktionsstörungen
      • begrenzte Erfahrung mit der Anwendung, daher Behandlung mit Vorsicht
      • keine Dosierungsempfehlung
  • Schlechte CYP2C9-Metabolisierer
    • Patienten, von denen basierend auf Genotypisierung oder Vorgeschichte/Erfahrung mit anderen CYP2C9-Substraten (z. B. Warfarin, Phenytoin) bekannt ist oder vermutet wird, dass sie schlechte CYP2C9-Metabolisierer sind (d. h., CYP2C9*3/*3)
      • Anwendung mit Vorsicht
      • keine Dosierungsempfehlung
  • Kinder und Jugendliche
    • keine Anwendung

Kontraindikationen

Celecoxib - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegen Celecoxib
  • Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide
  • aktive peptische Ulzera oder gastrointestinale (GI-) Blutungen
  • Patienten, die nach Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) einschließlich COX-2(Cyclooxigenase-2)-Hemmern mit Asthma, akuter Rhinitis, Nasenschleimhautpolypen, angioneurotischen Ödemen, Urtikaria oder sonstigen allergischen Erkrankungen reagiert haben
  • in der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter
    • es sei denn, dass sie eine zuverlässige Methode zur Schwangerschaftsverhütung anwenden
  • Stillzeit
  • schwere Leberfunktionsstörung (Serumalbumin < 25 g/l oder Child-Pugh-Score >= 10)
  • geschätzte Kreatinin-Clearance < 30 ml/min
  • entzündliche Darmerkrankungen
  • Herzinsuffizienz (NYHA II - IV)
  • klinisch gesicherte koronare Herzkrankheit, periphere arterielle Verschlusskrankheit und/oder cerebrovaskuläre Erkrankungen

Nebenwirkungen

Celecoxib - intraoral

Nebenwirkungen aus klinischen Studien zu Celecoxib Lösung zum Einnehmen (Patienten mit Migräne mit oder ohne Aura)

  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Dysgeusie
      • psychiatrische Erkrankungen
      • Schlaflosigkeit
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Diarrhoe

Nebenwirkungen von Celecoxib Kapseln aus klinischen Studien und Überwachung nach Markteinführung (MedDRA-Terminologie)

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Sinusitis
      • Infektionen der oberen Atemwege
      • Pharyngitis
      • Harnwegsinfektionen
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anämie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Leukopenie
      • Thrombozytopenie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Panzytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Überempfindlichkeit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • anaphylaktischer Schock
      • anaphylaktische Reaktion
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hyperkaliämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schlaflosigkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angstzustände
      • Depression
      • Fatigue
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Verwirrtheit
      • Halluzinationen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • erhöhter Muskeltonus
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hirninfarkt (Nebenwirkung, die in Studien zur Prävention von Polypen auftrat)
      • Parästhesie
      • Schläfrigkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Ataxie
      • Veränderungen der Geschmacksempfindung
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • intrakranielle Blutung (einschließlich intrakranieller Blutung mit tödlichem Ausgang)
      • aseptische Meningitis
      • Epilepsie (einschließlich Verschlechterung einer Epilepsie)
      • Geschmacksverlust
      • Verlust des Geruchssinns
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • verschwommenes Sehen
      • Konjunktivitis
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Augenblutung
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Verschluss einer Netzhautarterie
      • Verschluss einer Netzhautvene
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tinnitus
      • verminderte Hörleistung (Nebenwirkung, die in Studien zur Prävention von Polypen auftrat)
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Myokardinfarkt (Nebenwirkung, die in Studien zur Prävention von Polypen auftrat)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Herzinsuffizienz
      • Palpitationen
      • Tachykardie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Arrhythmie
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypertonie (einschließlich Verschlechterung einer Hypertonie)
        • Nebenwirkung, die in Studien zur Prävention von Polypen auftrat
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Lungenembolie
      • Hitzegefühl (Flush)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Vaskulitis
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Rhinitis
      • Husten
      • Dyspnoe (Nebenwirkung, die in Studien zur Prävention von Polypen auftrat)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bronchospasmus
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pneumonitis
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Bauchschmerzen
      • Diarrhoe
      • Dyspepsie
      • Flatulenz
      • Erbrechen (Nebenwirkung, die in Studien zur Prävention von Polypen auftrat)
      • Dysphagie (Nebenwirkung, die in Studien zur Prävention von Polypen auftrat)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Obstipation
      • Gastritis
      • Stomatitis
      • gastrointestinale Entzündung (einschließlich Verschlechterung einer gastrointestinalen Entzündung)
      • Aufstoßen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • gastrointestinale Blutungen
      • Ulcus duodeni
      • Magengeschwür
      • Ösophagusulcus
      • Dünn- und Dickdarmulcus
      • Darmperforation
      • Ösophagitis
      • Meläna
      • Pankreatitis
      • Kolitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Leberfunktionsstörung
      • Leberenzym erhöht, einschl.
        • Erhöhung von SGOT (Serum-Glutamat-Oxalacetat-Transaminase)
        • Erhöhung von von SGPT (Serum-GlutamatGlutamat-Pyruvat-TransamInase)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hepatitis
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leberversagen (in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang oder mit einer Lebertransplantation als Folge)
      • Hepatitis fulminant verlaufend (in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang)
      • Lebernekrose
      • Cholestase
      • cholestatische Hepatitis
      • Gelbsucht
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ausschlag
      • Pruritus (einschließlich generalisiertem Pruritus)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Urtikaria
      • Ekchymosen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Angioödem
      • Alopezie
      • Lichtempfindlichkeit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Exfoliative Dermatitis
      • Erythema multiforme
      • StevensJohnsonSyndrom
      • toxische epidermale Nekrolyse
      • Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
      • akute generalisierte exanthematöse Pustulosis (AGEP)
      • bullöse Dermatitis
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arthralgie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Muskelspasmen (Beinkrämpfe)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Myositis
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kreatinin im Blut erhöht
      • Blutharnstoff erhöht
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • akutes Nierenversagen
      • Hyponatriämie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • tubulointerstitielle Nephritis
      • nephrotisches Syndrom
      • Glomerulonephritis minimal proliferierend
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Menstruationsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Infertilität der Frau (erniedrigte weibliche Fertilität)
        • Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sind von allen Studien ausgeschlossen
        • aus diesem Grund war es nicht zweckmäßig, die Häufigkeit dieses Ereignisses in der Studiendatenbank zu recherchieren
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • grippeähnliche Erkrankung
      • periphere Ödeme/ Flüssigkeitsretention
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Gesichtsödem
      • Thoraxschmerz
  • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Verletzung (versehentliche Verletzung)

die folgenden zuvor unbekannten Nebenwirkungen traten darüber hinaus in den Studien zur Prävention von Polypen auf, dabei erhielten die Teilnehmer in 2 klinischen Studien über eine Dauer von bis zu 3 Jahren 400 mg Celecoxib täglich (APC- und PreSAPStudie)

  • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
    • Angina pectoris
    • Reizkolon-Syndrom
    • Nephrolithiasis
    • Kreatinin im Blut erhöht
    • gutartige Prostatahyperplasie
    • Gewichtszunahme
  • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
    • Helicobacter-Infektion
    • Herpes zoster
    • Erysipel
    • Bronchopneumonie
    • Labyrinthitis
    • Zahnfleischinfektion
    • Lipom
    • Mouches volantes
    • Bindehautblutung
    • tiefe Venenthrombose
    • Dysphonie
    • Hämorrhoidalblutung
    • häufiger Stuhlgang
    • Mundulzeration
    • allergische Dermatitis
    • Ganglion
    • Nykturie
    • vaginale Blutung
    • schmerzempfindliche Brust
    • Fraktur einer unteren Extremität
    • Natrium im Blut erhöht

Anwendungshinweise

  • Lösung zum Einnehmen, mit oder ohne Nahrung
  • jedes Einzeldosis-Behältnis ist nur für die einmalige Anwendung bestimmt
  • nach der Einnahme kann ein Glas Wasser getrunken werden

Stillzeithinweise

Celecoxib - intraoral
  • Frauen, die Celecoxib einnehmen, dürfen nicht stillen
  • bei laktierenden Ratten wird Celecoxib in Konzentrationen, die der Plasmakonzentration entsprechen, in die Muttermilch ausgeschieden
  • bei der Anwendung von Celecoxib bei einer begrenzten Anzahl stillender Frauen ging Celecoxib in sehr geringer Menge in die Muttermilch über

Schwangerschaftshinweise

Celecoxib - intraoral
  • Celecoxib ist während der Schwangerschaft und bei Frauen, die schwanger werden können, kontraindiziert
  • wenn eine Frau während der Behandlung schwanger wird, muss Celecoxib abgesetzt werden
  • die Anwendung von NSAR, einschließlich Celecoxib, während des 2. oder 3. Trimenon der Schwangerschaft kann zu fetalen Nierenfunktionsstörungen führen
    • dies kann eine Reduktion des Fruchtwasservolumens oder in schwerwiegenden Fällen eine Oligohydramnie zur Folge haben
    • derartige Wirkungen können kurz nach Behandlungsbeginn auftreten und sind in der Regel nach Absetzen reversibel
  • tierexperimentelle Studien (an Ratten und Kaninchen)
    • haben eine Reproduktionstoxizität, einschließlich Fehlbildungen, gezeigt
  • die Hemmung der Prostaglandinsynthese kann sich nachteilig auf eine Schwangerschaft auswirken
  • Daten aus epidemiologischen Studien deuten auf ein erhöhtes Risiko von Spontanaborten nach Anwendung von Prostaglandinsynthesehemmern in der Frühphase der Schwangerschaft hin
  • das mögliche Risiko beim Menschen während der Schwangerschaft ist nicht bekannt, kann aber nicht ausgeschlossen werden
  • Celecoxib kann eine Hemmung der Wehentätigkeit und einen vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus während des letzten Trimenons verursachen
  • Fertilität
    • aufgrund des Wirkmechanismus kann die Anwendung von NSAR, einschließlich Celecoxib, zur Verzögerung oder zum Ausbleiben des Eisprungs führen, was bei manchen Frauen mit reversibler Infertilität verbunden war

Warnhinweise

Celecoxib - intraoral
  • Hinweise
    • sollte nur bei eindeutiger Diagnose einer Migräne angewendet werden
    • nicht zur Anwendung bei hemiplegischer, Basilar- oder ophthalmoplegischer Migräne angezeigt
    • vor der Behandlung von Kopfschmerzen bei Patienten, bei denen die Diagnose Migräne noch nicht gestellt wurde, und bei Patienten, die atypische Symptome aufweisen
      • es sollte sichergestellt werden, dass andere potenziell ernste neurologische Erkrankungen ausgeschlossen werden
    • es sollte beachtet werden, dass für Migränepatienten ein Risiko für bestimmte zerebrovaskuläre Ereignisse besteht (z. B. Schlaganfall oder TIA)
    • nicht für die präventive Behandlung von Migräne angezeigt
  • Kopfschmerzen durch Übergebrauch von Schmerz- oder Migränemitteln (Medication Overuse Headache = MOH)
    • eine übermäßige Anwendung von Schmerzmitteln jeder Art bei Kopfschmerzen kann diese verstärken
    • ist dies der Fall oder wird dies vermutet, sollte ärztlicher Rat eingeholt und die Behandlung abgebrochen werden
    • die Diagnose von Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch (MOH) sollte bei Patienten vermutet werden, die an häufigen oder täglichen Kopfschmerzen leiden, obwohl (oder gerade weil) sie regelmäßig Arzneimittel gegen Kopfschmerzen einnehmen
  • gastrointestinale (GI) Wirkungen
    • unter Celecoxib wurden Komplikationen im oberen und unteren Gastrointestinaltrakt (Perforationen, Ulzera und Blutungen [PUBs]) beobachtet, einige von diesen verliefen tödlich
    • daher ist bei der Behandlung von Patienten mit besonders hohem Risiko für gastrointestinale Komplikationen unter NSAR Vorsicht geboten
      • bei älteren Patienten
      • bei Patienten, die gleichzeitig andere NSAR oder Thrombozytenaggregationshemmer (wie Acetylsalicylsäure) oder Glucocorticoide anwenden
      • bei Patienten, die Alkohol konsumieren
      • bei Patienten mit gastrointestinalen Erkrankungen wie Ulzera oder gastrointestinalen Blutungen in der Vorgeschichte
    • das Risiko gastrointestinaler Nebenwirkungen von Celecoxib (gastrointestinale Ulzera oder andere gastrointestinale Komplikationen) erhöht sich weiterhin bei gleichzeitiger Anwendung von Celecoxib und Acetylsalicylsäure (auch bei niedrig dosierter Acetylsalicylsäure)
    • in klinischen Langzeitstudien konnte kein signifikanter Unterschied in der gastrointestinalen Sicherheit zwischen selektiven COX-2-Hemmern + Acetylsalicylsäure vs. nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) + Acetylsalicylsäure beobachtet werden
  • gleichzeitige Anwendung von NSAR
    • die gleichzeitige Anwendung von Celecoxib mit NSAR, abgesehen von Acetylsalicylsäure, sollte vermieden werden
  • kardiovaskuläre Wirkungen
    • bei Langzeitanwendung wurden NSAR, einschließlich selektive COX-2-Hemmer, mit einem erhöhten Risiko kardiovaskulärer und thrombotischer Ereignisse in Verbindung gebracht
    • es konnte bisher weder das genaue Risiko einer Einzeldosis noch die Therapiedauer, die mit einem erhöhten Risiko verbunden ist, bestimmt werden
    • um das potenzielle Risiko für ein unerwünschtes kardiovaskuläres (CV) Ereignis bei NSAR-behandelten Patienten zu minimieren, sollte Celecoxib so wenige Tage pro Monat wie nötig basierend auf den individuellen Behandlungszielen angewendet werden
    • Ärzte und Patienten sollten während des gesamten Behandlungsverlaufs auf die Entwicklung solcher Ereignisse achten, auch wenn zuvor keine kardiovaskulären Symptome aufgetreten sind
    • die Patienten sollten über die Symptome von schwerwiegenden kardiovaskulären Ereignissen und die zu ergreifenden Maßnahmen bei deren Auftreten informiert werden
    • Patienten mit erheblichen Risikofaktoren für das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse (z. B. Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen) sollten nur nach sorgfältiger Abwägung mit Celecoxib behandelt werden
    • selektive COX-2-Hemmer sind aufgrund der fehlenden Wirkung auf die Blutplättchen kein Ersatz für Acetylsalicylsäure zur Prophylaxe von kardiovaskulären thromboembolischen Erkrankungen
      • daher sollte eine gerinnungshemmende Therapie nicht abgesetzt werden
  • Flüssigkeitsretention und Ödeme
    • bei Patienten unter Celecoxib wurden Flüssigkeitsretention und Ödembildung beobachtet
    • daher soll Celecoxib bei Patienten mit Herzinsuffizienz, linksventrikulärer Dysfunktion oder Hypertonie und Ödemen jeglicher Ursache in der Vorgeschichte mit Vorsicht angewendet werden
      • die Prostaglandinsynthesehemmung kann zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion und zu einer vermehrten Flüssigkeitsretention führen
    • ebenfalls ist Vorsicht angebracht bei Patienten, die mit Diuretika behandelt werden oder bei denen anderweitig das Risiko einer Hypovolämie besteht
  • Hypertonie
    • Celecoxib kann zu Hypertonie oder zur Verschlechterung einer bestehenden Hypertonie führen
    • beides kann zu einer erhöhten Häufigkeit kardiovaskulärer Ereignisse beitragen
  • Hepatische und renale Wirkungen
    • bei älteren Patienten besteht häufiger eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion sowie insbesondere eine kardiale Dysfunktion
      • daher sollen ältere Patienten unter angemessener ärztlicher Beobachtung stehen
    • NSAR, einschließlich Celecoxib, können eine Nierentoxizität verursachen
      • in klinischen Studien wurden unter Celecoxib ähnliche renale Effekte wie unter den NSAR-Vergleichspräparaten beobachtet
      • das höchste Risiko für das Auftreten einer Nierentoxizität besteht bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Herzinsuffizienz, Leberinsuffizienz, bei Patienten unter einer Therapie mit Diuretika, ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und bei älteren Menschen
      • diese Patienten müssen unter der Behandlung mit Celecoxib sorgfältig überwacht werden
    • unter der Therapie mit Celecoxib wurden einige Fälle von schwerwiegenden Leberreaktionen beschrieben
      • hierbei handelte es sich u. a. um fulminante Hepatitis (in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang), Lebernekrose und Leberversagen (in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang oder mit einer Lebertransplantation als Folge)
      • bei den Fällen, bei denen das Auftreten der Reaktionen dokumentiert werden konnte, entwickelten sich die meisten schwerwiegenden hepatischen Nebenwirkungen innerhalb eines Monats nach Beginn der Behandlung mit Celecoxib
    • falls es während der Behandlung zu einer Verschlechterung der oben beschriebenen Organfunktionen kommt, sollten geeignete Maßnahmen ergriffen und ein Abbruch der CelecoxibTherapie erwogen werden
  • CYP-2D6-Hemmung
    • Celecoxib hemmt CYP-2D6
    • obwohl es kein stark wirkender Inhibitor dieses Enzyms ist, kann eine Dosisreduktion bei Arzneimitteln notwendig werden, die über CYP-2D6 metabolisiert werden und bei denen eine individuelle Dosiseinstellung erforderlich ist
  • Schlechte CYP2C9-Metabolisierer
    • Patienten, die bekanntermaßen ein CYP-2C9-Enzymsystem mit verminderter Aktivität haben, sollen mit Vorsicht behandelt werden
  • Hautreaktionen und systemische Überempfindlichkeitsreaktionen
    • in Verbindung mit der Anwendung von Celecoxib wurde sehr selten über schwerwiegende, in einigen Fällen tödlich verlaufende Hautreaktionen einschließlich exfoliativer Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxischer epidermaler Nekrolyse berichtet
      • das höchste Risiko für derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Fälle im ersten Behandlungsmonat auftraten
    • schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Anaphylaxie, Angioödem und arzneimittelbedingtem Hautausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen [DRESS] oder Hypersensitivitätssyndrom) wurden bei Patienten berichtet, die Celecoxib erhielten
    • bei Patienten mit bekannter Allergie gegen Sulfonamide oder andere Arzneimittel könnte ein höheres Risiko für schwerwiegende Hautreaktionen oder Überempfindlichkeitsreaktionen bestehen
    • beim ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion
      • sollte Celecoxib abgesetzt werden
  • Allgemein
    • Celecoxib kann Fieber und andere Zeichen einer Entzündung maskieren
  • Anwendung zusammen mit oralen Antikoagulanzien
    • während einer Begleittherapie mit Warfarin wurde über schwerwiegende Blutungen, einige davon mit tödlichem Ausgang, berichtet
    • es wurde über eine verlängerte Prothrombinzeit (INR) unter der Begleittherapie berichtet
      • daher sollte diese bei Patienten, die Warfarin oder andere orale Antikoagulanzien vom Cumarintyp erhalten, engmaschig überwacht werden, insbesondere zu Beginn der Behandlung mit Celecoxib
    • die gleichzeitige Anwendung von NSAR kann das Blutungsrisiko erhöhen
      • daher soll Celecoxib in Kombination mit Warfarin oder anderen oralen Antikoagulanzien einschließlich neuartiger Antikoagulanzien (z. B. Apixaban, Dabigatran und Rivaroxaban) mit Vorsicht angewendet werden