EMLA Pflaster
Aspen Germany GmbH
Wirkstoff: Lidocain/Prilocain →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 2X1 ST | 11,71 € |
| N3 | 20 ST | 76,33 € |
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Indikation
- Oberflächenanästhesie der Haut bei Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen im Zusammenhang mit:
- der Einführung von Nadeln, z. B. von i. v.-Kathetern oder bei Blutentnahmen
- chirurgischen Eingriffen an der Hautoberfläche
Dosierung
Basiseinheit: 1 wirkstoffhaltiges Pflaster mit 1 g Emulsion enthält 25 mg Lidocain und 25 mg Prilocain (ca. 10 cm² mit Emulsion getränkte Auflagefläche)
- Oberflächenanästhesie der Haut
- Tabelle 1: Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre)
- Haut: kleinere Eingriffe (z. B. Einführung von Nadeln oder chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen)
- 1 oder mehrere wirkstoffhaltige Pflaster auf die zu behandelnden Hautareale aufkleben
- Einwirkdauer: 1 - 5 Stunden (nach längere Einwirkdauer lässt die anästhesierende Wirkung nach)
- Haut: kleinere Eingriffe (z. B. Einführung von Nadeln oder chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen)
- Tabelle 2: pädiatrische Patienten (0 - 11 Jahre)
- kleinere Eingriffe (z. B. Einführung von Nadeln oder chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen): 1 oder mehrere wirkstoffhaltige Pflaster für 1 Stunde (Details s. unten)
- Neugeborene und Säuglinge (0 - 2 Monate)
- max. 1 wirkstoffhaltiges Pflaster für 1 Stunde (Einwirkdauer >/= 1 Stunde nicht dokumentiert)
- reife Neugeborene und Säuglinge < 3 Monaten: nur 1 Einzeldosis innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden anwenden
- Kinder (>/= 3 Monate): max. 2 Dosen im Abstand von mind. 12 Stunden innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden anwenden
- Hinweise
- Säuglinge </= 12 Monaten, die mit Methämoglobin-induzierenden Arzneimitteln behandelt werden: keine Anwendung aufgrund von Sicherheitsbedenken
- Frühgeborene (vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren): keine Anwendung aufgrund von Sicherheitsbedenken
- aufgrund seiner Größe ist das wirkstoffhaltige Pflaster für die Anwendung auf bestimmten Körperpartien von Neugeborenen und Säuglingen weniger gut geeignet
- Säuglinge (3 - 11 Monate)
- </= 2 wirkstoffhaltige Pflaster für 1 Stunde
- reife Neugeborene und Säuglinge < 3 Monaten: nur 1 Einzeldosis innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden anwenden
- Kinder (>/= 3 Monate): max. 2 Dosen im Abstand von mind. 12 Stunden innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden anwenden
- Hinweise
- bei einer 4-stündigen Einwirkdauer von 2 g Lidocain / Prilocain Creme auf einer Hautfläche von 16 cm² wurde kein klinisch signifikanter Anstieg des Methämoglobinspiegels beobachtet
- Säuglinge </= 12 Monaten, die mit Methämoglobin-induzierenden Arzneimitteln behandelt werden: keine Anwendung aufgrund von Sicherheitsbedenken
- aufgrund seiner Größe ist das wirkstoffhaltige Pflaster für die Anwendung auf bestimmten Körperpartien von Neugeborenen und Säuglingen weniger gut geeignet
- Kleinkinder und Kinder (1 - 5 Jahre)
- </= 10 wirkstoffhaltige Pflaster für 1 - 5 Stunden
- Hinweis: nach einer längeren Einwirkdauer lässt die anästhesierende Wirkung nach
- Kinder (6 - 11 Jahre)
- </= 20 wirkstoffhaltige Pflaster für 1 - 5 Stunden
- Hinweis: nach einer längeren Einwirkdauer lässt die anästhesierende Wirkung nach
- Neugeborene und Säuglinge (0 - 2 Monate)
- vor der Entfernung von Dellwarzen
- Kinder und Jugendliche mit atopischer Dermatitis
- Einwirkdauer: 30 Min.
- Kinder und Jugendliche mit atopischer Dermatitis
- kleinere Eingriffe (z. B. Einführung von Nadeln oder chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen): 1 oder mehrere wirkstoffhaltige Pflaster für 1 Stunde (Details s. unten)
- Tabelle 1: Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre)
- ältere Patienten
- Dosisreduktion ist nicht notwendig
- eingeschränkte Leberfunktion
- bei Einmalanwendung ist eine Dosisreduktion nicht notwendig
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Dosisreduktion ist nicht notwendig
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Lidocain und/oder Prilocain oder Lokalanästhetika vom Amidtyp oder einen der sonstigen Bestandteile
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
- Methämoglobinämie
- selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
- Hypersensibilität
- selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
- Augenerkrankungen
- selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
- Irritation der Hornhaut
- selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
- purpurale und petechiale Läsionen (besonders nach längerer Einwirkdauer bei Kindern mit atopischer Dermatitis oder Molluscum contagiosum / Dellwarzen)
- selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
- allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig (>/= 1/100 bis < 1/10)
- Erythem am Anwendungsort
- Ödem am Anwendungsort
- Blässe am Anwendungsort
- gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
- Brennen
- Juckreiz am Anwendungsort
- Wärmegefühl am Anwendungsort
- häufig (>/= 1/100 bis < 1/10)
- Kinder und Jugendliche
- Häufigkeit, Typ und Schwere der Nebenwirkungen sind in den pädiatrischen und erwachsenen Altersklasssen ähnlich, mit Ausnahme der Methämoglobinämie, die häufiger bei Neugeborenen und Säuglingen im Alter von 0 - 12 Monaten beobachtet wird, oft in Zusammenhang mit einer Überdosierung
Anwendungshinweise
- Anwendung auf der Haut
- nach Entfernen der Schutzmembran das Pflaster auf das zu behandelnde Hautareal legen und entlang des Randes fest andrücken, die Pflastermitte dabei aussparen
- verhindert, dass die wirkstoffhaltige Emulsion austritt und die Klebefläche nicht adäquat haftet
- Pflaster mindestens eine Stunde vor dem geplanten Eingriff aufbringen
- falls notwendig, das betroffene Hautareal vorher rasieren
- Pflaster nicht zerschneiden oder anderweitig zerteilen
Stillzeithinweise
- Anwendung möglich, wenn klinischer Bedarf besteht
- Lidocain und höchstwahrscheinlich auch Prilocain gehen in die Muttermilch über, allerdings in so geringen Mengen, dass bei Anwendung therapeutischer Dosen im Allgemeinen kein Risiko für eine Beeinträchtigung des Kindes besteht
Schwangerschaftshinweise
- Anwendung mit Vorsicht (unzureichende Daten)
- tierexperimentelle Studien weisen nicht auf direkt oder indirekt schädliche Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryofetale Entwicklung, Geburtsvorgang oder postnatale Entwicklung hin
- Reproduktionstoxität zeigte sich im Rahmen von subkutaner/intramuskulärer Anwendung hoher Lidocain- oder Prilocain-Dosen, die die Exposition einer topischen Anwendung wesentlich überstiegen
- Lidocain und Prilocain passieren die Plazentaschranke und können vom fetalen Gewebe resorbiert werden
- es ist davon auszugehen, dass Lidocain und Prilocain bei einer großen Zahl schwangerer Frauen und Frauen im gebärfähigen Alter angewendet wurden
- bisher wurden keine spezifischen Störungen des Reproduktionsprozesses, wie z. B. eine erhöhte Häufigkeit von Missbildungen oder andere direkt oder indirekt schädigende Wirkungen auf den Fetus, berichtet
- Fertilität
- Tierstudien zeigten keine Beeinträchtigung der Fertilität von männlichen oder weiblichen Ratten
Warnhinweise
- Hinweise in Verbindung mit Hilfsstoffen: s. Fachinformation
- nicht auf offenen Wunden anwenden (unzureichende Daten zur Resorption)
- Patienten mit atopischer Dermatitis
- Vorsicht geboten
- kürzere Einwirkdauer von ca. 15 - 30 Min. möglicherweise ausreichend
- Einwirkdauer >/= 30 Min. führt ggf. zu einem vermehrten Auftreten von lokalen Gefäßreaktionen, insbesondere zu Rötungen an der Applikationsstelle sowie in einigen Fällen zu Petechien und Purpura
- vor der Entfernung von Dellwarzen bei Kindern mit atopischer Dermatitis: Einwirkdauer von 30 Min. empfohlen
- Anwendung in der Umgebung des Auges
- nur mit besonderer Vorsicht, da es zu Augenirritationen kommen kann
- Fehlen schützender Lidreflexe kann zu Hornhautirritationen und einer möglichen Hornhautabrasion führen
- bei Augenkontakt: Auge sofort mit Wasser oder isotonischer Kochsalzlösung spülen und so lange schützen, bis das Empfindungsvermögen wiederhergestellt ist
- Lidocain und Prilocain haben in Konzentrationen >/= 0,5 - 2 % bakterizide und antivirale Eigenschaften
- deswegen das Impfergebnis nach einer intrakutanen Injektion von Lebendimpfstoffen überwachen
- klinische Studie weisen darauf hin, dass die Immunantwort, die anhand von lokaler Quaddelbildung bewertet wurde, nicht von einer Anwendung des Arzneimittels vor einer BCG-Impfung gegen Tuberkulose beeinflusst wird
- deswegen das Impfergebnis nach einer intrakutanen Injektion von Lebendimpfstoffen überwachen
- Kinder und Jugendliche
- Wirksamkeit des Arzneimittels konnte bei der Blutentnahme an der Ferse von Neugeborenen durch Studien nicht nachgewiesen werden
- Neugeborene und Säuglinge </= 3 Monate
- häufig wurde </= 12 Stunden nach der Applikation des Arzneimittels im Bereich der empfohlenen Dosierung ein vorübergehender, klinisch nicht signifikanter Anstieg des Methämoglobinspiegels beobachtet
- Überschreiten der empfohlenen Dosierung
- Patient hinsichtlich des Auftretens von systemischen Nebenwirkungen infolge der Methämoglobinämie beobachten
- Arzneimittel soll nicht angewendet werden bei
- Neugeborenen / Säuglingen im Alter </= 12 Monaten, die gleichzeitig mit Methämoglobin-induzierenden Arzneimitteln behandelt werden
- Frühgeborene, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren wurden, da bei ihnen das Risiko besteht, erhöhte Methämoglobinspiegel zu entwickeln