Eneas 10/20mg
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 50,69 € |
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Indikation
- Behandlung essentieller arterieller Hypertonie bei Patienten, deren Blutdruck mit Enalapril oder Nitrendipin alleine nicht ausreichend kontrolliert ist
Dosierung
- Behandlung essentieller arterieller Hypertonie bei Patienten, deren Blutdruck mit Enalapril oder Nitrendipin alleine nicht ausreichend kontrolliert ist
- individuelle Dosistitration mit den Einzelsubstanzen zu empfehlen
- wenn klinisch vertretbar, direkten Wechsel von Monotherapie zur fixen Kombination in Betracht ziehen
- Erwachsene einschließlich älterer Patienten
- 1 Tablette (10 mg Enalaprilmaleat plus 20 mg Nitrendipin) 1mal / Tag
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- schwere Leberfunktionsstörung: kontraindiziert
- leichte bis mäßige Einschränkung der Leberfunktion
- als Monotherapie
- weder Enalapril noch Nitrendipin kontraindiziert
- hinsichtlich der Anwendung von diesem Präparat
- keine Erfahrungen; daher mit Vorsicht anwenden
- als Monotherapie
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) sowie Hämodialyse-Patienten: kontraindiziert
- Kinder und Jugendliche
- keine Erfahrungen; deshalb keine Anwendung
Kontraindikationen
Enalapril und Nitrendipin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Enalapril oder Nitrendipin
- Patienten mit anamnestisch bekanntem angioneurotischem Ödem infolge einer früheren Therapie mit ACE-Hemmern (Angiotensin Converting Enzyme Inhibitors) sowie hereditärem/idiopathischem angioneurotischem Ödem
- zweites und drittes Trimenon der Schwangerschaft
- Patienten mit hämodynamisch instabilen Zuständen, insbes.
- Herz-Kreislauf-Schock
- akuter Herzinsuffizienz
- akutem Koronarsyndrom
- akutem Schlaganfall
- Patienten mit Nierenarterienstenose (beidseitig oder einseitig bei Einzelniere)
- Patienten mit hämodynamisch relevanter Aorten- oder Mitralklappenstenose
- Patienten mit hypertropher Kardiomyopathie
- Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min)
- Hämodialyse-Patienten
- Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
- gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Enalapril und Nitrendipin - peroral
Nebenwirkungen bei Kombination von Enalapril und Nitrendipin
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hypokaliämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Parästhesien
- Tremor
- Krämpfe
- Schwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tachykardie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hypotonie
- Palpitationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefässerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- periphere Ischämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Husten
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Pharyngitis
- Tracheitis
- Dyspnoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Dyspepsie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- aufgeblähtem Bauch
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Anstieg der Leberenzyme
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautrötung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erythematöser Hautausschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hämaturie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ödem
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Asthenie
- Somnolenz
- Hypothermie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Enalapril
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- insbes. zu Behandlungsbeginn sowie bei Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel, Herzinsuffizienz, schwerer bzw. renaler Hypertonie, ebenso nach einer Dosiserhöhung von Enalapril und/oder Diuretika
- Hypotonie und/oder Orthostase mit Symptomen wie Schwindel, Schwächegefühl und Sehstörungen, selten auch mit Synkope
- insbes. zu Behandlungsbeginn sowie bei Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel, Herzinsuffizienz, schwerer bzw. renaler Hypertonie, ebenso nach einer Dosiserhöhung von Enalapril und/oder Diuretika
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- in Zusammenhang mit einem verstärkten Blutdruckabfall
- Tachykardie
- Palpitationen
- Herzrhythmusstörungen
- Vorhofbradykardie
- Vorhofflimmern
- Schmerzen im Brustkorb
- Angina pectoris
- Myokardinfarkt
- TIA
- zerebrovaskulärer Insult
- Herzstillstand
- in Zusammenhang mit einem verstärkten Blutdruckabfall
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Auftreten oder Verschlechterung von Nierenfunktionsstörungen, in vereinzelten Fällen Fortschreiten zum akuten Nierenversagen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Oligurie
- Proteinurie
- in einigen Fällen mit einhergehender Verschlechterung der Nierenfunktion
- Flankenschmerz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- trockener Husten
- Halsschmerzen
- Heiserkeit
- Bronchitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Dyspnoe
- Sinusitis
- Rhinitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Bronchialkrämpfe/Asthma
- Lungeninfiltrate
- Stomatitis
- Glossitis
- Mundtrockenheit
- Pneumonie
- angioneurotisches Ödem mit Beteiligung von Larynx, Pharynx und / oder Zunge mit in Einzelfällen tödlich verlaufender Obstruktion der Atemwege, mit erhöhter Häufigkeit bei Patienten schwarzer Hautfarbe
- Lungeninfarkt
- Lungenödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Oberbauchbeschwerden
- Verdauungsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erbrechen
- Durchfall
- Verstopfung
- Appetitverlust
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Pankreatitis
- Ileus
- Stomatitis
- Glossitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gynäkomastie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Impotenz
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Hautreaktionen wie Exanthem
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Urtikaria
- Pruritus
- angioneurotisches Ödem mit Beteiligung von Lippen, Gesicht und/oder Extremitäten
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere Hautreaktionen wie
- Pemphigus
- Erythema multiforme
- exfoliative Dermatitis
- Stevens-Johnson-Syndrom
- toxische epidermale Nekrolyse
- Psoriasisähnliche Veränderungen
- Lichtempfindlichkeit
- Hautrötung
- Diaphorese
- Alopezie
- Onycholyse
- Hautveränderungen können mit Fieber, Myalgie/Myositis, Arthralgie/Arthritis, Vaskulitis, Serositis, Eosinophilie, Leukozytose, erhöhter BSG und/oder erhöhten ANA-Titern einhergehen
- Hinweis: bei Verdacht auf eine schwere Hautreaktion muss die Behandlung beendet werden
- schwere Hautreaktionen wie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Benommenheit
- Depression
- Schlafstörungen
- periphere Neuropathie mit Parästhesien
- Gleichgewichtsstörungen
- Muskelkrämpfe
- Nervosität
- Verwirrungszustände
- Veränderungen der Geschmackswahrnehmung bzw. vorübergehender Verlust des Geschmackssinns
- Anosmie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Verschwommensehen
- trockene Augen
- Tränenfluss
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verringerung von Hämoglobin, Hämatokrit und Leukozyten- oder Thrombozytenzahl
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- insbes. bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Kollagenerkrankungen oder gleichzeitiger Behandlung mit Allopurinol, Procainamid oder Immunsuppressiva
- Anämie
- Thrombozytopenie
- Neutropenie
- Eosinophilie
- insbes. bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Kollagenerkrankungen oder gleichzeitiger Behandlung mit Allopurinol, Procainamid oder Immunsuppressiva
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hämolyse/hämolytische Anämie (auch in Verbindung mit G-6-PDH-Mangel)
- Agranulozytose
- Panzytopenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- insbes. bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, schwerer Herzinsuffizienz oder renovaskulärer Hypertonie
- Anstieg der Kaliumspiegel im Serum
- Hyperkaliämie (bei Diabetikern)
- Abnahme der Serum-Natriumkonzentration
- insbes. bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, schwerer Herzinsuffizienz oder renovaskulärer Hypertonie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- insbes. bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, schwerer Herzinsuffizienz oder renovaskulärer Hypertonie
- vermehrte Ausscheidung von Albumin im Urin
- Anstieg der Harnstoff- und Kreatininspiegel im Serum
- insbes. bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, schwerer Herzinsuffizienz oder renovaskulärer Hypertonie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leberfunktionsstörungen
- Hepatitis
- Leberinsuffizienz
- ein mit cholestatischem Ikterus beginnendes und bis zur Lebernekrose fortschreitendes Syndrom, in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang
- Anstieg der Konzentration von Bilirubin und Leberenzymen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tinnitus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefässerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Embolie
- Verstärkung einer Raynaud-Symptomatik
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Nitrendipin
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie
- Grippesymptome
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arrhythmie
- Tachykardie
- Palpitationen
- periphere Ödeme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypotonie
- Angina pectoris
- Schmerzen im Brustkorb
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Durchfall
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bauchschmerzen
- Verstopfung
- Dyspepsie
- Erbrechen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Zahnfleischhyperplasie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gynäkomastie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leukopenie
- Agranulozytose
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Myalgie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nervosität
- Parästhesien
- Tremor
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Dyspnoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Juckreiz
- Rash
- Urtikaria
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Sehstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- vermehrter Harndrang
- Polyurie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Anstieg der Leberenzym-Konzentrationen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gefässerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautrötung
- Gefäßerweiterung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Tabletten mit ausreichender Menge Wasser im Ganzen schlucken
- Tabletten nicht zerbrechen oder kauen
Stillzeithinweise
Enalapril und Nitrendipin - peroral
- Einnahme in der Stillzeit bei Frühgeborenen und in den ersten Wochen nach der Geburt nicht empfohlen
- es besteht hypothetisches Risiko für kardiovaskuläre und renale Folgen
- klinische Erfahrungen nicht ausreichend
- im Falle von älteren Säuglingen kann die Einnahme in Erwägung gezogen werden, falls Behandlung für die Mutter notwendig und das Kind auf unerwünschte Ereignisse hin beobachtet wird
- begrenzte pharmakokinetische Daten zeigen eine sehr niedrige Konzentration in der Muttermilch
- Konzentration klinisch irrelevant
Schwangerschaftshinweise
Enalapril und Nitrendipin - peroral
- Anwendung von ACE-Hemmern im 1. Trimenon der Schwangerschaft nicht empfohlen
- Anwendung von ACE-Hemmern im 2. und 3. Trimenon kontraindiziert
- epidemiologischer Beleg hinsichtlich des Teratogenitäts-Risikos nach Einnahme von ACE-Hemmern im 1. Trimenon der Schwangerschaft war nicht schlüssig, allerdings kann kleiner Anstieg des Risikos nicht ausgeschlossen werden
- sofern Behandlung mit ACE-Hemmern nicht notwendig ist, bei Patienten, die eine Schwangerschaft planen
- alternative Therapie einleiten, die bewährtes Sicherheitsprofil bei der Anwendung in der Schwangerschaft hat
- wird eine Schwangerschaft bestätigt
- Therapie mit ACE-Hemmern sofort abbrechen
- wenn angebracht, alternative Therapie einleiten
- von ACE-Hemmern bekannt, dass Einnahme im 2. und 3. Trimenon der Schwangerschaft zu einer humanen Fetotoxizität (Verschlechterung der Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonataler Toxizität (Nierenversagen, Hypotension, Hyperkaliämie) führt
- Oligohydramnion, vermutlich als Ausdruck einer verminderten fötalen Nierenfunktion, ist aufgetreten und kann zu Kontrakturen der Extremitäten, kraniofazialen Fehlbildungen und hypoplastische Lungenentwicklung führen
- bei Einnahme vom 2. Trimenon an ist Ultraschalluntersuchung zur Überprüfung der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen
- Kinder, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten auf Hypotension untersucht werden
Warnhinweise
Enalapril und Nitrendipin - peroral
- Angioödem
- insbes. während der ersten Behandlungswochen können bei Patienten unter ACE-Hemmern Angioödeme der Extremitäten, des Gesichts, der Lippen, Schleimhäute, Zunge, Glottis oder des Larynx auftreten
- in seltenen Fällen auch nach Langzeitbehandlung mit einem ACE-Hemmer schwere Angioödeme möglich
- in diesem Fall sofortiger Therapieabbruch
- in seltenen Fällen auch nach Langzeitbehandlung mit einem ACE-Hemmer schwere Angioödeme möglich
- Angioödeme mit Zungen-, Stimmritzen- und/oder Kehlkopfbeteiligung können lebensbedrohlich sein
- Einleiten einer Notfallbehandlung erforderlich
- Betroffene ins Krankenhaus einweisen und über Zeitraum von mind. 12 - 24 Stunden ärztlich überwachen
- Entlassung darf erst erfolgen, wenn Symptome vollständig abgeklungen sind
- insbes. während der ersten Behandlungswochen können bei Patienten unter ACE-Hemmern Angioödeme der Extremitäten, des Gesichts, der Lippen, Schleimhäute, Zunge, Glottis oder des Larynx auftreten
- Neutropenie/Agranulozytose
- unter Therapie mit ACE-Hemmern wurden Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie und Anämie berichtet
- Neutropenie bei Patienten mit normaler Nierenfunktion, bei denen keine weiteren komplizierenden Faktoren vorliegen, selten
- Enalapril mit äußerster Vorsicht anwenden, insbes. wenn bereits eine Einschränkung der Nierenfunktion besteht, bei
- Patienten mit das Gefäßsystem betreffenden Kollagenosen
- Patienten unter immunsuppressiver Therapie
- Behandlung mit Allopurinol oder Procainamid
- Vorliegen mehrerer dieser komplizierenden Faktoren
- falls Kombination aus Enalapril und Nitrendipin bei diesen Patienten angewendet wird, ist regelmäßige Kontrolle des weißen Differentialblutbilds angebracht
- Patienten sollten angewiesen werden, alle Anzeichen von Infektionen, die während der Behandlungsdauer auftreten, mitzuteilen
- bei Nachweis von bzw. Verdacht auf Neutropenie (Neutrophile < 1000/mm3): Kombination aus Enalapril und Nitrendipin absetzen
- Einschränkung der Nierenfunktion
- Patienten insbes. in den ersten Wochen der Behandlung mit ACE-Hemmer überwachen
- bei Patienten mit aktiviertem Renin-Angiotensin-System ist Vorsicht geboten
- Patienten mit mäßiger Nierenfunktionseinschränkung (Kreatinin-Clearance > 30 ml/Min; Serum-Kreatinin </= 3 mg/ml)
- keine Dosistitration, jedoch Überwachung der Nierenfunktion
- bei einigen Patienten kann eine zu Beginn der Behandlung mit einem ACE-Hemmer auftretende Hypotonie zu einer geringfügigen weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion führen
- Fälle von i. A. reversiblem Nierenversagen beobachtet
- keine Erfahrungen zur Anwendung bei Patienten nach kürzlich erfolgter Nierentransplantation
- Proteinurie
- bei Patienten mit bestehender Nierenfunktionseinschränkung kann es in seltenen Fällen zu einer Proteinurie kommen
- bei Patienten mit klinisch relevanter Proteinurie (>1 g/Tag) darf das Arzneimittel nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und unter regelmäßiger Überwachung der klinischen und laborchemischen Parameter angewendet werden
- Einschränkung der Leberfunktion
- Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
- Anwendung der Kombination aus Enalapril und Nitrendipin kontraindiziert
- Patienten mit leichter bis mäßiger Einschränkung der Leberfunktion
- weder Enalapril noch Nitrendipin als Monotherapie kontraindiziert
- hinsichtlich der Anwendung der Kombination aus Enalapril und Nitrendipin liegen keine Erfahrungen vor
- falls Kombination aus Enalapril und Nitrendipin bei dieser Patientengruppe angezeigt ist
- Anwendung mit Vorsicht
- Elimination von Nitrendipin kann infolge einer Leberinsuffizienz insbes. bei älteren Patienten verlangsamt sein
- kann zu unerwünschter Hypotonie führen
- in Einzelfällen wurde ein mit cholestatischem Ikterus beginnendes und zur Lebernekrose mit tödlichem Ausgang fortschreitendes Syndrom beschrieben
- Therapieabbruch und Einleitung einer ärztlichen Überwachung von Patienten bei Auftreten von Ikterus oder einem ausgeprägten Anstieg der Leberenzyme
- Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
- Renovaskuläre Hypertonie/Nierenarterienstenose (einseitig bei Einzelniere oder beidseitig)
- erhöhtes Risiko eines starken Blutdruckabfalls und einer Niereninsuffizienz unter ACE-Hemmern
- Verlust der Nierenfunktion kann mit nur leichten Veränderungen der Serum-Kreatinin-Werte einhergehen, selbst bei Patienten mit einseitiger Nierenarterienstenose
- Hyperkaliämie
- ACE-Hemmer können insbes. bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und/oder Herzinsuffizienz zu Anstieg des Serumkaliums führen
- Anwendung kaliumsparender Diuretika oder Gabe von Kaliumsupplementen nicht empfohlen
- falls gleichzeitige Gabe angezeigt: Serumkaliumkonzentration überwachen
- Hypotonie
- Kombination aus Enalapril und Nitrendipin kann in bestimmten Fällen orthostatische Hypotonie hervorrufen
- Risiko erhöht bei
- Patienten, bei denen eine Aktivierung des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems vorliegt, z. B. bei Volumen- oder Salzmangel infolge der Anwendung von Diuretika, salzarmer Kost, Hämodialyse, Durchfall oder Erbrechen
- Patienten mit Funktionseinschränkung des linken Ventrikels oder renovaskulärer Hypertonie
- bei diesen Patienten muss zuerst der Volumen- bzw. Salzmangel korrigiert werden
- bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit oder ohne assoziierter Nierenfunktionseinschränkung kann es zu symptomatischer Hypotonie kommen
- Auftreten von Hypotonie ist in dieser Patientengruppe wahrscheinlicher bei Vorliegen einer hochgradigen Herzinsuffizienz, bei Erhalt hoher Dosen von Schleifendiuretika sowie bei Vorliegen von Hyponatriämie oder eingeschränkter Nierenfunktion
- Patienten zu Beginn der Behandlung engmaschig überwachen
- besondere Vorsicht auch geboten bei
- Patienten mit ischämischer Herzerkrankung oder zerebrovaskulärer Verschlusskrankheit, bei denen es aufgrund eines übermäßigen Blutdruckabfalls zu einem Myokardinfarkt oder Schlaganfall kommen kann
- bei Auftreten von Hypotonie sollte Patient in Dekubitus-Position gelagert werden und falls notwendig isotonische Kochsalzlösung i.v. erhalten
- transienter Blutdruckabfall stellt keine Kontraindikation für die Fortsetzung der Behandlung dar
- i. A. verursacht die Kombination aus Enalapril und Nitrendipin keine Probleme, wenn zirkulierendes Volumen und Blutdruck wiederhergestellt sind
- Duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
- Belege dafür, dass gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließl. eines akuten Nierenversagens) erhöht
- duale Blockade des RAAS durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren deshalb nicht empfohlen
- wenn die Therapie mit dualer Blockade als absolut notwendig erachtet wird
- nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck
- ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig anwenden
- Obstruktion des Ausflusstrakts
- bei Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstrakts ACE-Hemmer vorsichtig einsetzen
- Enalapril bei hämodynamisch relevanter Obstruktion kontraindiziert
- Husten
- bei Anwendung von ACE-Hemmern wurde über Husten berichtet
- nicht-produktiver, persistierender Husten, der nach Abbrechen der Behandlung abklingt
- Primärer Hyperaldosteronismus
- Anwendung von Enalapril nicht empfohlen, da diese Patienten i. A. nicht auf Antihypertonika ansprechen, deren Wirkung auf Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems beruht
- Dialysepatienten
- bei gleichzeitiger Anwendung mit Poly(acrylonitril, natrium-2-methylallylsulfonat)-high-flux-Membranen (z. B. „AN 69") im Rahmen einer Dialysebehandlung besteht Gefahr, dass innerhalb weniger Minuten nach Beginn der Hämodialyse anaphylaktoide Reaktionen mit Gesichtsschwellung, Hautrötung, Hypotonie und Dyspnoe auftreten
- Kombination muss daher vermieden werden
- Kombination aus Enalapril und Nitrendipin bei Dialysepatienten kontraindiziert
- Anaphylaktoide Reaktionen während LDL-Apherese/während Hymenoptera-Desensibilisierung
- während LDL-Apherese mit Dextransulfat bzw. spezifischer Immuntherapie (Desensibilisierungstherapie) gegen Insektengifte (z. B. Bienen- oder Wespenstich) unter Anwendung eines ACE-Hemmers lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen möglich
- Symptome z. B. Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, allergische Hautreaktionen
- falls LDL-Apherese bzw. spezifische Immuntherapie (Desensibilisierungstherapie) gegen Insektengifte notwendig ist, muss ACE-Hemmer vorübergehend durch ein anderes Arzneimittel gegen Hypertonie bzw. Herzinsuffizienz ersetzt werden
- während LDL-Apherese mit Dextransulfat bzw. spezifischer Immuntherapie (Desensibilisierungstherapie) gegen Insektengifte (z. B. Bienen- oder Wespenstich) unter Anwendung eines ACE-Hemmers lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen möglich
- Chirurgische Eingriffe/Narkose
- bei Patienten, die einem größeren chirurgischen Eingriff bzw. einer Narkose mit blutdrucksenkenden Wirkstoffen unterzogen werden, blockiert Enalapril die durch die kompensatorische Reninfreisetzung induzierte Bildung von Angiotensin II
- falls in derartigen Fällen eine möglicherweise auf diesen Mechanismus zurückzuführende Hypotonie auftritt, sollte der Blutdruckabfall durch Erhöhung des Plasmavolumens korrigiert werden
- Fruchtbarkeit
- in vereinzelten Fällen von in-vitro-Fertilisation reversible biochemische Veränderungen in den Köpfen der Spermatozoen, die mit Funktionsänderungen einhergingen, mit Kalziumantagonisten wie Nitrendipin in Verbindung gebracht
- bei Männern Fälle von wiederholter fehlgeschlagener Vaterschaft im Rahmen einer in-vitro-Fertilisation bekannt
- falls keine andere Erklärung, Kalziumantagonisten als mögliche Ursache ansehen
- Schwangerschaft
- Therapie mit ACE-Hemmern sollte nicht in der Schwangerschaft begonnen werden
- bei Patienten, die ein Schwangerschaft planen, sollte eine alternative Therapie eingeleitet werden, die ein bewährtes Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Schwangerschaft hat
- wird eine Schwangerschaft bestätigt: Therapie mit ACE-Hemmern sofort abbrechen, und wenn angebracht, andere Therapie einleiten
- Ethnische Unterschiede
- Enalapril bei Patienten schwarzer Hautfarbe hinsichtlich der Blutdrucksenkung anscheinend weniger wirksam als bei nicht schwarzen Patienten
- möglicherweise aufgrund höherer Prävalenz niedriger Reninspiegel bei Hochdruckpatienten mit schwarzer Hautfarbe
- Enalapril bei Patienten schwarzer Hautfarbe hinsichtlich der Blutdrucksenkung anscheinend weniger wirksam als bei nicht schwarzen Patienten