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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung essentieller arterieller Hypertonie bei Patienten, deren Blutdruck mit Enalapril oder Nitrendipin alleine nicht ausreichend kontrolliert ist

Dosierung

  • Behandlung essentieller arterieller Hypertonie bei Patienten, deren Blutdruck mit Enalapril oder Nitrendipin alleine nicht ausreichend kontrolliert ist
    • individuelle Dosistitration mit den Einzelsubstanzen zu empfehlen
    • wenn klinisch vertretbar, direkten Wechsel von Monotherapie zur fixen Kombination in Betracht ziehen
    • Erwachsene einschließlich älterer Patienten
      • 1 Tablette (10 mg Enalaprilmaleat plus 20 mg Nitrendipin) 1mal / Tag
    • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
      • schwere Leberfunktionsstörung: kontraindiziert
      • leichte bis mäßige Einschränkung der Leberfunktion
        • als Monotherapie
          • weder Enalapril noch Nitrendipin kontraindiziert
        • hinsichtlich der Anwendung von diesem Präparat
          • keine Erfahrungen; daher mit Vorsicht anwenden
    • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
      • schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) sowie Hämodialyse-Patienten: kontraindiziert
    • Kinder und Jugendliche
      • keine Erfahrungen; deshalb keine Anwendung

Kontraindikationen

Enalapril und Nitrendipin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Enalapril oder Nitrendipin
  • Patienten mit anamnestisch bekanntem angioneurotischem Ödem infolge einer früheren Therapie mit ACE-Hemmern (Angiotensin Converting Enzyme Inhibitors) sowie hereditärem/idiopathischem angioneurotischem Ödem
  • zweites und drittes Trimenon der Schwangerschaft
  • Patienten mit hämodynamisch instabilen Zuständen, insbes.
    • Herz-Kreislauf-Schock
    • akuter Herzinsuffizienz
    • akutem Koronarsyndrom
    • akutem Schlaganfall
  • Patienten mit Nierenarterienstenose (beidseitig oder einseitig bei Einzelniere)
  • Patienten mit hämodynamisch relevanter Aorten- oder Mitralklappenstenose
  • Patienten mit hypertropher Kardiomyopathie
  • Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min)
  • Hämodialyse-Patienten
  • Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
  • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Enalapril und Nitrendipin - peroral

Nebenwirkungen bei Kombination von Enalapril und Nitrendipin

  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hypokaliämie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Parästhesien
      • Tremor
      • Krämpfe
      • Schwindel
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tachykardie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hypotonie
      • Palpitationen
  • Gefässerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • periphere Ischämie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Husten
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Pharyngitis
      • Tracheitis
      • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Übelkeit
      • Dyspepsie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • aufgeblähtem Bauch
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Anstieg der Leberenzyme
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hautrötung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erythematöser Hautausschlag
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hämaturie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ödem
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Asthenie
      • Somnolenz
      • Hypothermie

Enalapril

  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • insbes. zu Behandlungsbeginn sowie bei Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel, Herzinsuffizienz, schwerer bzw. renaler Hypertonie, ebenso nach einer Dosiserhöhung von Enalapril und/oder Diuretika
        • Hypotonie und/oder Orthostase mit Symptomen wie Schwindel, Schwächegefühl und Sehstörungen, selten auch mit Synkope
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • in Zusammenhang mit einem verstärkten Blutdruckabfall
        • Tachykardie
        • Palpitationen
        • Herzrhythmusstörungen
        • Vorhofbradykardie
        • Vorhofflimmern
        • Schmerzen im Brustkorb
        • Angina pectoris
        • Myokardinfarkt
        • TIA
        • zerebrovaskulärer Insult
        • Herzstillstand
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Auftreten oder Verschlechterung von Nierenfunktionsstörungen, in vereinzelten Fällen Fortschreiten zum akuten Nierenversagen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Oligurie
      • Proteinurie
        • in einigen Fällen mit einhergehender Verschlechterung der Nierenfunktion
      • Flankenschmerz
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • trockener Husten
      • Halsschmerzen
      • Heiserkeit
      • Bronchitis
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Dyspnoe
      • Sinusitis
      • Rhinitis
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Bronchialkrämpfe/Asthma
      • Lungeninfiltrate
      • Stomatitis
      • Glossitis
      • Mundtrockenheit
      • Pneumonie
      • angioneurotisches Ödem mit Beteiligung von Larynx, Pharynx und / oder Zunge mit in Einzelfällen tödlich verlaufender Obstruktion der Atemwege, mit erhöhter Häufigkeit bei Patienten schwarzer Hautfarbe
      • Lungeninfarkt
      • Lungenödem
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Übelkeit
      • Oberbauchbeschwerden
      • Verdauungsstörungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erbrechen
      • Durchfall
      • Verstopfung
      • Appetitverlust
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Pankreatitis
      • Ileus
      • Stomatitis
      • Glossitis
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Gynäkomastie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Impotenz
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • allergische Hautreaktionen wie Exanthem
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Urtikaria
      • Pruritus
      • angioneurotisches Ödem mit Beteiligung von Lippen, Gesicht und/oder Extremitäten
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • schwere Hautreaktionen wie
        • Pemphigus
        • Erythema multiforme
        • exfoliative Dermatitis
        • Stevens-Johnson-Syndrom
        • toxische epidermale Nekrolyse
      • Psoriasisähnliche Veränderungen
      • Lichtempfindlichkeit
      • Hautrötung
      • Diaphorese
      • Alopezie
      • Onycholyse
      • Hautveränderungen können mit Fieber, Myalgie/Myositis, Arthralgie/Arthritis, Vaskulitis, Serositis, Eosinophilie, Leukozytose, erhöhter BSG und/oder erhöhten ANA-Titern einhergehen
      • Hinweis: bei Verdacht auf eine schwere Hautreaktion muss die Behandlung beendet werden
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
      • Müdigkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Benommenheit
      • Depression
      • Schlafstörungen
      • periphere Neuropathie mit Parästhesien
      • Gleichgewichtsstörungen
      • Muskelkrämpfe
      • Nervosität
      • Verwirrungszustände
      • Veränderungen der Geschmackswahrnehmung bzw. vorübergehender Verlust des Geschmackssinns
      • Anosmie
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Verschwommensehen
      • trockene Augen
      • Tränenfluss
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Verringerung von Hämoglobin, Hämatokrit und Leukozyten- oder Thrombozytenzahl
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • insbes. bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Kollagenerkrankungen oder gleichzeitiger Behandlung mit Allopurinol, Procainamid oder Immunsuppressiva
        • Anämie
        • Thrombozytopenie
        • Neutropenie
        • Eosinophilie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hämolyse/hämolytische Anämie (auch in Verbindung mit G-6-PDH-Mangel)
      • Agranulozytose
      • Panzytopenie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • insbes. bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, schwerer Herzinsuffizienz oder renovaskulärer Hypertonie
        • Anstieg der Kaliumspiegel im Serum
        • Hyperkaliämie (bei Diabetikern)
        • Abnahme der Serum-Natriumkonzentration
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • insbes. bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, schwerer Herzinsuffizienz oder renovaskulärer Hypertonie
        • vermehrte Ausscheidung von Albumin im Urin
        • Anstieg der Harnstoff- und Kreatininspiegel im Serum
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leberfunktionsstörungen
      • Hepatitis
      • Leberinsuffizienz
      • ein mit cholestatischem Ikterus beginnendes und bis zur Lebernekrose fortschreitendes Syndrom, in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang
      • Anstieg der Konzentration von Bilirubin und Leberenzymen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Tinnitus
  • Gefässerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Embolie
      • Verstärkung einer Raynaud-Symptomatik

Nitrendipin

  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
      • Grippesymptome
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arrhythmie
      • Tachykardie
      • Palpitationen
      • periphere Ödeme
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypotonie
      • Angina pectoris
      • Schmerzen im Brustkorb
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Übelkeit
      • Durchfall
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Bauchschmerzen
      • Verstopfung
      • Dyspepsie
      • Erbrechen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Zahnfleischhyperplasie
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Gynäkomastie
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leukopenie
      • Agranulozytose
  • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Myalgie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Nervosität
      • Parästhesien
      • Tremor
      • Schwindel
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Dyspnoe
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Juckreiz
      • Rash
      • Urtikaria
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Sehstörungen
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • vermehrter Harndrang
      • Polyurie
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Anstieg der Leberenzym-Konzentrationen
  • Gefässerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautrötung
      • Gefäßerweiterung

Anwendungshinweise

  • Tabletten mit ausreichender Menge Wasser im Ganzen schlucken
  • Tabletten nicht zerbrechen oder kauen

Stillzeithinweise

Enalapril und Nitrendipin - peroral
  • Einnahme in der Stillzeit bei Frühgeborenen und in den ersten Wochen nach der Geburt nicht empfohlen
    • es besteht hypothetisches Risiko für kardiovaskuläre und renale Folgen
    • klinische Erfahrungen nicht ausreichend
  • im Falle von älteren Säuglingen kann die Einnahme in Erwägung gezogen werden, falls Behandlung für die Mutter notwendig und das Kind auf unerwünschte Ereignisse hin beobachtet wird
  • begrenzte pharmakokinetische Daten zeigen eine sehr niedrige Konzentration in der Muttermilch
    • Konzentration klinisch irrelevant

Schwangerschaftshinweise

Enalapril und Nitrendipin - peroral
  • Anwendung von ACE-Hemmern im 1. Trimenon der Schwangerschaft nicht empfohlen
  • Anwendung von ACE-Hemmern im 2. und 3. Trimenon kontraindiziert
  • epidemiologischer Beleg hinsichtlich des Teratogenitäts-Risikos nach Einnahme von ACE-Hemmern im 1. Trimenon der Schwangerschaft war nicht schlüssig, allerdings kann kleiner Anstieg des Risikos nicht ausgeschlossen werden
  • sofern Behandlung mit ACE-Hemmern nicht notwendig ist, bei Patienten, die eine Schwangerschaft planen
    • alternative Therapie einleiten, die bewährtes Sicherheitsprofil bei der Anwendung in der Schwangerschaft hat
  • wird eine Schwangerschaft bestätigt
    • Therapie mit ACE-Hemmern sofort abbrechen
    • wenn angebracht, alternative Therapie einleiten
  • von ACE-Hemmern bekannt, dass Einnahme im 2. und 3. Trimenon der Schwangerschaft zu einer humanen Fetotoxizität (Verschlechterung der Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonataler Toxizität (Nierenversagen, Hypotension, Hyperkaliämie) führt
  • Oligohydramnion, vermutlich als Ausdruck einer verminderten fötalen Nierenfunktion, ist aufgetreten und kann zu Kontrakturen der Extremitäten, kraniofazialen Fehlbildungen und hypoplastische Lungenentwicklung führen
  • bei Einnahme vom 2. Trimenon an ist Ultraschalluntersuchung zur Überprüfung der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen
    • Kinder, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten auf Hypotension untersucht werden

Warnhinweise

Enalapril und Nitrendipin - peroral
  • Angioödem
    • insbes. während der ersten Behandlungswochen können bei Patienten unter ACE-Hemmern Angioödeme der Extremitäten, des Gesichts, der Lippen, Schleimhäute, Zunge, Glottis oder des Larynx auftreten
      • in seltenen Fällen auch nach Langzeitbehandlung mit einem ACE-Hemmer schwere Angioödeme möglich
        • in diesem Fall sofortiger Therapieabbruch
    • Angioödeme mit Zungen-, Stimmritzen- und/oder Kehlkopfbeteiligung können lebensbedrohlich sein
      • Einleiten einer Notfallbehandlung erforderlich
      • Betroffene ins Krankenhaus einweisen und über Zeitraum von mind. 12 - 24 Stunden ärztlich überwachen
      • Entlassung darf erst erfolgen, wenn Symptome vollständig abgeklungen sind
  • Neutropenie/Agranulozytose
    • unter Therapie mit ACE-Hemmern wurden Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie und Anämie berichtet
    • Neutropenie bei Patienten mit normaler Nierenfunktion, bei denen keine weiteren komplizierenden Faktoren vorliegen, selten
    • Enalapril mit äußerster Vorsicht anwenden, insbes. wenn bereits eine Einschränkung der Nierenfunktion besteht, bei
      • Patienten mit das Gefäßsystem betreffenden Kollagenosen
      • Patienten unter immunsuppressiver Therapie
      • Behandlung mit Allopurinol oder Procainamid
      • Vorliegen mehrerer dieser komplizierenden Faktoren
    • falls Kombination aus Enalapril und Nitrendipin bei diesen Patienten angewendet wird, ist regelmäßige Kontrolle des weißen Differentialblutbilds angebracht
    • Patienten sollten angewiesen werden, alle Anzeichen von Infektionen, die während der Behandlungsdauer auftreten, mitzuteilen
    • bei Nachweis von bzw. Verdacht auf Neutropenie (Neutrophile < 1000/mm3): Kombination aus Enalapril und Nitrendipin absetzen
  • Einschränkung der Nierenfunktion
    • Patienten insbes. in den ersten Wochen der Behandlung mit ACE-Hemmer überwachen
    • bei Patienten mit aktiviertem Renin-Angiotensin-System ist Vorsicht geboten
    • Patienten mit mäßiger Nierenfunktionseinschränkung (Kreatinin-Clearance > 30 ml/Min; Serum-Kreatinin </= 3 mg/ml)
      • keine Dosistitration, jedoch Überwachung der Nierenfunktion
    • bei einigen Patienten kann eine zu Beginn der Behandlung mit einem ACE-Hemmer auftretende Hypotonie zu einer geringfügigen weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion führen
      • Fälle von i. A. reversiblem Nierenversagen beobachtet
    • keine Erfahrungen zur Anwendung bei Patienten nach kürzlich erfolgter Nierentransplantation
  • Proteinurie
    • bei Patienten mit bestehender Nierenfunktionseinschränkung kann es in seltenen Fällen zu einer Proteinurie kommen
    • bei Patienten mit klinisch relevanter Proteinurie (>1 g/Tag) darf das Arzneimittel nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und unter regelmäßiger Überwachung der klinischen und laborchemischen Parameter angewendet werden
  • Einschränkung der Leberfunktion
    • Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
      • Anwendung der Kombination aus Enalapril und Nitrendipin kontraindiziert
    • Patienten mit leichter bis mäßiger Einschränkung der Leberfunktion
      • weder Enalapril noch Nitrendipin als Monotherapie kontraindiziert
      • hinsichtlich der Anwendung der Kombination aus Enalapril und Nitrendipin liegen keine Erfahrungen vor
      • falls Kombination aus Enalapril und Nitrendipin bei dieser Patientengruppe angezeigt ist
        • Anwendung mit Vorsicht
    • Elimination von Nitrendipin kann infolge einer Leberinsuffizienz insbes. bei älteren Patienten verlangsamt sein
      • kann zu unerwünschter Hypotonie führen
    • in Einzelfällen wurde ein mit cholestatischem Ikterus beginnendes und zur Lebernekrose mit tödlichem Ausgang fortschreitendes Syndrom beschrieben
      • Therapieabbruch und Einleitung einer ärztlichen Überwachung von Patienten bei Auftreten von Ikterus oder einem ausgeprägten Anstieg der Leberenzyme
  • Renovaskuläre Hypertonie/Nierenarterienstenose (einseitig bei Einzelniere oder beidseitig)
    • erhöhtes Risiko eines starken Blutdruckabfalls und einer Niereninsuffizienz unter ACE-Hemmern
    • Verlust der Nierenfunktion kann mit nur leichten Veränderungen der Serum-Kreatinin-Werte einhergehen, selbst bei Patienten mit einseitiger Nierenarterienstenose
  • Hyperkaliämie
    • ACE-Hemmer können insbes. bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und/oder Herzinsuffizienz zu Anstieg des Serumkaliums führen
    • Anwendung kaliumsparender Diuretika oder Gabe von Kaliumsupplementen nicht empfohlen
    • falls gleichzeitige Gabe angezeigt: Serumkaliumkonzentration überwachen
  • Hypotonie
    • Kombination aus Enalapril und Nitrendipin kann in bestimmten Fällen orthostatische Hypotonie hervorrufen
    • Risiko erhöht bei
      • Patienten, bei denen eine Aktivierung des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems vorliegt, z. B. bei Volumen- oder Salzmangel infolge der Anwendung von Diuretika, salzarmer Kost, Hämodialyse, Durchfall oder Erbrechen
      • Patienten mit Funktionseinschränkung des linken Ventrikels oder renovaskulärer Hypertonie
      • bei diesen Patienten muss zuerst der Volumen- bzw. Salzmangel korrigiert werden
      • bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit oder ohne assoziierter Nierenfunktionseinschränkung kann es zu symptomatischer Hypotonie kommen
        • Auftreten von Hypotonie ist in dieser Patientengruppe wahrscheinlicher bei Vorliegen einer hochgradigen Herzinsuffizienz, bei Erhalt hoher Dosen von Schleifendiuretika sowie bei Vorliegen von Hyponatriämie oder eingeschränkter Nierenfunktion
        • Patienten zu Beginn der Behandlung engmaschig überwachen
    • besondere Vorsicht auch geboten bei
      • Patienten mit ischämischer Herzerkrankung oder zerebrovaskulärer Verschlusskrankheit, bei denen es aufgrund eines übermäßigen Blutdruckabfalls zu einem Myokardinfarkt oder Schlaganfall kommen kann
    • bei Auftreten von Hypotonie sollte Patient in Dekubitus-Position gelagert werden und falls notwendig isotonische Kochsalzlösung i.v. erhalten
    • transienter Blutdruckabfall stellt keine Kontraindikation für die Fortsetzung der Behandlung dar
    • i. A. verursacht die Kombination aus Enalapril und Nitrendipin keine Probleme, wenn zirkulierendes Volumen und Blutdruck wiederhergestellt sind
  • Duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
    • Belege dafür, dass gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließl. eines akuten Nierenversagens) erhöht
    • duale Blockade des RAAS durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren deshalb nicht empfohlen
    • wenn die Therapie mit dualer Blockade als absolut notwendig erachtet wird
      • nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck
    • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig anwenden
  • Obstruktion des Ausflusstrakts
    • bei Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstrakts ACE-Hemmer vorsichtig einsetzen
    • Enalapril bei hämodynamisch relevanter Obstruktion kontraindiziert
  • Husten
    • bei Anwendung von ACE-Hemmern wurde über Husten berichtet
    • nicht-produktiver, persistierender Husten, der nach Abbrechen der Behandlung abklingt
  • Primärer Hyperaldosteronismus
    • Anwendung von Enalapril nicht empfohlen, da diese Patienten i. A. nicht auf Antihypertonika ansprechen, deren Wirkung auf Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems beruht
  • Dialysepatienten
    • bei gleichzeitiger Anwendung mit Poly(acrylonitril, natrium-2-methylallylsulfonat)-high-flux-Membranen (z. B. „AN 69") im Rahmen einer Dialysebehandlung besteht Gefahr, dass innerhalb weniger Minuten nach Beginn der Hämodialyse anaphylaktoide Reaktionen mit Gesichtsschwellung, Hautrötung, Hypotonie und Dyspnoe auftreten
    • Kombination muss daher vermieden werden
    • Kombination aus Enalapril und Nitrendipin bei Dialysepatienten kontraindiziert
  • Anaphylaktoide Reaktionen während LDL-Apherese/während Hymenoptera-Desensibilisierung
    • während LDL-Apherese mit Dextransulfat bzw. spezifischer Immuntherapie (Desensibilisierungstherapie) gegen Insektengifte (z. B. Bienen- oder Wespenstich) unter Anwendung eines ACE-Hemmers lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen möglich
      • Symptome z. B. Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, allergische Hautreaktionen
    • falls LDL-Apherese bzw. spezifische Immuntherapie (Desensibilisierungstherapie) gegen Insektengifte notwendig ist, muss ACE-Hemmer vorübergehend durch ein anderes Arzneimittel gegen Hypertonie bzw. Herzinsuffizienz ersetzt werden
  • Chirurgische Eingriffe/Narkose
    • bei Patienten, die einem größeren chirurgischen Eingriff bzw. einer Narkose mit blutdrucksenkenden Wirkstoffen unterzogen werden, blockiert Enalapril die durch die kompensatorische Reninfreisetzung induzierte Bildung von Angiotensin II
    • falls in derartigen Fällen eine möglicherweise auf diesen Mechanismus zurückzuführende Hypotonie auftritt, sollte der Blutdruckabfall durch Erhöhung des Plasmavolumens korrigiert werden
  • Fruchtbarkeit
    • in vereinzelten Fällen von in-vitro-Fertilisation reversible biochemische Veränderungen in den Köpfen der Spermatozoen, die mit Funktionsänderungen einhergingen, mit Kalziumantagonisten wie Nitrendipin in Verbindung gebracht
    • bei Männern Fälle von wiederholter fehlgeschlagener Vaterschaft im Rahmen einer in-vitro-Fertilisation bekannt
    • falls keine andere Erklärung, Kalziumantagonisten als mögliche Ursache ansehen
  • Schwangerschaft
    • Therapie mit ACE-Hemmern sollte nicht in der Schwangerschaft begonnen werden
    • bei Patienten, die ein Schwangerschaft planen, sollte eine alternative Therapie eingeleitet werden, die ein bewährtes Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Schwangerschaft hat
    • wird eine Schwangerschaft bestätigt: Therapie mit ACE-Hemmern sofort abbrechen, und wenn angebracht, andere Therapie einleiten
  • Ethnische Unterschiede
    • Enalapril bei Patienten schwarzer Hautfarbe hinsichtlich der Blutdrucksenkung anscheinend weniger wirksam als bei nicht schwarzen Patienten
      • möglicherweise aufgrund höherer Prävalenz niedriger Reninspiegel bei Hochdruckpatienten mit schwarzer Hautfarbe