ENTRESTO 24 MG/26 MG FILMTABLETTEN
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 ST | 54,42 € |
| N2 | 56 ST | 132,02 € |
| N3 | 196 ST | 433,73 € |
| NotApplicable | 14 ST | – |
| NotApplicable | 20 ST | – |
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Indikation
Erwachsene
- Behandlung einer symptomatischen, chronischen Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion
Kinder (>/= 1 Jahr) und Jugendliche
- Behandlung einer symptomatischen, chronischen Herzinsuffizienz mit linksventrikulärer Dysfunktion
Dosierung
- Behandlung einer symptomatischen, chronischen Herzinsuffizienz
- allgemeine Hinweise
- Kombination mit Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE)-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker (ARB)
- keine gleichzeitige Anwendung
- Beginn der Behandlung mit Sacubitril / Valsartan frühestens 36 Std. nach Absetzen einer ACE-Hemmer-Therapie aufgrund des möglichen Risikos eines Angioödems bei gleichzeitiger Anwendung
- das in diesem Arzneimittel enthaltene Valsartan weist eine höhere Bioverfügbarkeit als das Valsartan in anderen vermarkteten Tablettenformulierungen auf
- ausgelassene Dosis
- nächste Dosis zur gewohnten Zeit einnehmen
- Kombination mit Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE)-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker (ARB)
- Erwachsene (symptomatische, chronische Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion)
- empfohlene Dosierung
- initial: 49 mg Sacubitril / 51 mg Valsartan 2mal / Tag
- bei guter Verträglichkeit: Dosisverdoppelung nach 2 - 4 Wochen, bis Zieldosis erreicht
- Zieldosis: 97 mg Sacubitril / 103 mg Valsartan 2mal / Tag
- Verträglichkeitsprobleme
- z. B.: systolischer Blutdruck </= 95 mmHg, symptomatische Hypotonie, Hyperkaliämie, Nierenfunktionsstörung
- Empfehlungen
- Begleitmedikationen anpassen
- vorübergehende Dosisreduktion des Arzneimittels
- oder Absetzen des Arzneimittels
- klinische Erfahrungen
- PARADIGM-HF-Studie
- Anwendung des Arzneimittels in Verbindung mit anderen Herzinsuffizienz-Therapien anstelle eines ACE-Hemmers oder eines anderen ARBs
- Patienten, die keinen ACE-Hemmer oder ARB oder niedrige Dosen dieser Arzneimittel einnehmen
- Erfahrungswerte gering
- initial: 24 mg Sacubitril / 26 mg Valsartan 2mal / Tag
- langsame Dosistitration
- Verdoppelung alle 3 - 4 Wochen
- PARADIGM-HF-Studie
- Dosisanpassungen
- Kaliumspiegel > 5,4 mmol / l im Serum
- Behandlung nicht beginnen
- systolischer Blutdruck (SBP)
- < 100 mmHg
- Behandlung nicht beginnen
- >/= 100 - 110 mmHg
- initial: 24 mg Sacubitril / 26 mg Valsartan 2mal / Tag in Betracht ziehen
- < 100 mmHg
- Kaliumspiegel > 5,4 mmol / l im Serum
- empfohlene Dosierung
- Kinder und Jugendliche (symptomatische, chronische Herzinsuffizienz mit linksventrikulärer Dysfunktion)
- empfohlene Dosistitration
- < 40 kg KG
- Darreichungsform (Filmtablette) nicht geeignet
- es ist das ebenfalls zur Verfügung stehende Granulat anzuwenden
- halbe Anfangsdosis*: 0,8 mg (Gesamtmenge von Sacubitril plus Valsartan als Granulat) / kg KG 2mal / Tag
- Anfangsdosis: 1,6 mg (Gesamtmenge von Sacubitril plus Valsartan als Granulat) / kg KG 2mal / Tag
- Zwischendosis: 2,3 mg (Gesamtmenge von Sacubitril plus Valsartan als Granulat) / kg KG 2mal / Tag
- Zieldosis: 3,1 mg (Gesamtmenge von Sacubitril plus Valsartan als Granulat) / kg KG 2mal / Tag
- Darreichungsform (Filmtablette) nicht geeignet
- >/= 40 kg KG - < 50 kg KG
- halbe Anfangsdosis*: 0,8 mg (Gesamtmenge von Sacubitril plus Valsartan als Granulat) / kg KG 2mal / Tag
- Anfangsdosis: 24 mg Sacubitril / 26 mg Valsartan 2mal / Tag
- Zwischendosis: 49 mg Sacubitril / 51 mg Valsartan 2mal / Tag
- Zieldosis: 72 mg Sacubitril / 78 mg Valsartan 2mal / Tag
- >/= 50 kg KG
- halbe Anfangsdosis*: 24 mg Sacubitril / 26 mg Valsartan 2mal / Tag
- Anfangsdosis: 49 mg Sacubitril / 51 mg Valsartan 2mal / Tag
- Zwischendosis: 72 mg Sacubitril / 78 mg Valsartan 2mal / Tag
- Zieldosis: 97 mg Sacubitril / 103 mg Valsartan 2mal / Tag
- *"halbe Anfangsdosis" für Patienten
- die derzeit keinen ACE-Hemmer oder ARB einnehmen oder niedrige Dosierungen dieser Arzneimittel anwenden
- mit Nierenfunktionsstörung (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate [eGFR] < 60 ml / Min. / 1,73 m2)
- mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung
- Dosiserhöhung entsprechend der o. g. empfohlenen Dosistitration
- zunächst auf die Standard-Anfangsdosis
- Anpassung alle 3 - 4 Wochen
- Beispiel:
- pädiatrischer Patient mit 25 kg KG, zuvor keine ACE-Hemmer-Einnahme
- halbe Anfangsdosis = 25 kg x 0,8 mg / kg = 20 mg (Gesamtmenge von Sacubitril plus Valsartan als Granulat) 2mal / Tag
- nach Runden auf die nächstliegende Anzahl an vollen Kapseln entspricht dies 2 Kapseln zu 6 mg Sacubitril / 6 mg Valsartan 2mal / Tag
- pädiatrischer Patient mit 25 kg KG, zuvor keine ACE-Hemmer-Einnahme
- Dosiserhöhung alle 2 - 4 Wochen bis zur Zieldosis, so wie es von den Patienten vertragen wird
- < 40 kg KG
- Dosisanpassungen
- Kaliumspiegel > 5,4 mmol / l im Serum
- Behandlung nicht beginnen
- systolischer Blutdruck (SBP) < 5. Perzentile für das Alter
- Behandlung nicht beginnen
- Kaliumspiegel > 5,4 mmol / l im Serum
- Verträglichkeitsprobleme
- z. B.: systolischer Blutdruck (SBP) < 5. Perzentile für das Alter, symptomatische Hypotonie, Hyperkaliämie, Nierenfunktionsstörung
- Empfehlungen
- Begleitmedikationen anpassen
- vorübergehende schrittweise Dosisreduktion des Arzneimittels
- oder Absetzen des Arzneimittels
- empfohlene Dosistitration
- allgemeine Hinweise
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- Dosis an Nierenfunktion anpassen
- Nierenfunktionsstörung
- leicht (glomeruläre Filtrationsrate [eGFR] 60 - 90 ml / Min. / 1,73 m2)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- mittelschwer (eGFR 30 - 60 ml / Min. / 1,73 m2)
- initial halbe Anfangsdosis in Betracht ziehen
- schwer (eGFR < 30 ml / Min. / 1,73 m2)
- nur sehr begrenzte klinische Erfahrungswerte
- Anwendung mit Vorsicht
- Anfangsdosis
- initial halbe Anfangsdosis empfohlen
- pädiatrische Patienten >/= 40 kg bis < 50 kg KG
- initial 0,8 mg (Gesamtmenge von Sacubitril plus Valsartan als Granulat) / kg KG 2mal / Tag
- Dosiserhöhung nach Behandlungsbeginn entsprechend der empfohlenen Dosistitration alle 2 - 4 Wochen
- chronisches Nierenversagen
- keine Erfahrung
- Anwendung nicht empfohlen
- leicht (glomeruläre Filtrationsrate [eGFR] 60 - 90 ml / Min. / 1,73 m2)
- Leberfunktionsstörung
- leicht (Child-Pugh A)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- mittelschwer (Child-Pugh B) oder Aspartat-Aminotransferase (AST)- / Alanin-Aminotransferase (ALT)-Werte > 2 x Obergrenze des Normalwertes
- nur begrenzte klinische Erfahrungswerte
- Anwendung mit Vorsicht
- Anfangsdosis
- initial halbe Anfangsdosis empfohlen
- pädiatrische Patienten >/= 40 kg bis < 50 kg KG
- initial 0,8 mg (Gesamtmenge von Sacubitril plus Valsartan als Granulat) / kg KG 2mal / Tag
- Dosiserhöhung nach Behandlungsbeginn entsprechend der empfohlenen Dosistitration alle 2 - 4 Wochen
- schwere Leberinsuffizienz, biliäre Zirrhose oder Cholestase (Child-Pugh C)
- Anwendung kontraindiziert
- leicht (Child-Pugh A)
- Kinder < 1 Jahr
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- zurzeit vorliegende Daten, s. Fachinformation
- Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden
Kontraindikationen
Valsartan und Sacubitril - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Sacubitril und/oder Valsartan
- gleichzeitige Anwendung mit ACE-Hemmern
- Anwendung von Sacubitril plus Valsartan erst 36 Stunden nach Absetzten einer Therapie mit ACE-Hemmern
- anamnestisch bekanntes Angioödem im Zusammenhang mit einer früheren ACE-Hemmer- oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker-Therapie (ARB)
- hereditäres oder idiopathisches Angioödem
- gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen (eGFR < 60 ml / min / 1,73 m²)
- schwere Leberinsuffizienz, biliäre Zirrhose oder Cholestase
- 2. und 3. Schwangerschafts-Trimenon
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Valsartan und Sacubitril - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hyperkaliämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypokaliämie
- Hypoglykämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyponatriämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Halluzinationen, einschließlich akustischer und optischer Halluzinationen
- Schlafstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Paranoia
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Synkope
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- posturaler Schwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Vertigo
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefässerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypotonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- orthostatische Hypotonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Husten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhö
- Übelkeit
- Gastritis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pruritus
- Hautausschlag
- Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Nierenfunktionsstörung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nierenversagen
- akutes Nierenversagen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ermüdung
- Asthenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Filmtabletten zum Einnehmen
- Einnahme unabhängig von den Mahlzeiten
- Tabletten mit 1 Glas Wasser schlucken
- Zerteilen oder Zerkleinern der Tabletten nicht empfohlen
Stillzeithinweise
Valsartan und Sacubitril - peroral
- Anwendung nicht empfohlen
- aufgrund des möglichen Risikos für Nebenwirkungen bei gestillten Neugeborenen und Kindern
- Entscheidung treffen, ob auf das Stillen verzichtet wird, oder die Behandlung unterbrochen wird
- dabei Bedeutung der Behandlung für die Mutter berücksichtigen
- nicht bekannt, ob Sacubitril und Valsartan in Muttermilch übergehen
- Tierexperimentelle Ergebnisse
- Ausscheidung von Sacubitril und Valsartan in Milch von säugenden Ratten
Schwangerschaftshinweise
Valsartan und Sacubitril - peroral
- Anwendung im 1. Schwangerschaftstrimenon nicht empfohlen
- kontraindiziert im 2. und 3. Schwangerschaftstrimenon
- bisher keine Erfahrungen der Kombination von Sacubitril plus Valsartan
- tierexperimentellen Studien
- reproduktionstoxische Wirkung gezeigt
- Valsartan
- epidemiologische Daten bezüglich des Teratogenitätsrisikos resultierend aus der Exposition durch ACE-Hemmer während des 1. Schwangerschaftstrimenon lassen keine eindeutigen Schlüsse zu
- geringfügig erhöhtes Risiko nicht auszuschließen
- keine verlässlichen epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARBs) vorliegend
- möglicherweise ähnliche Risiken in dieser Klasse von Arzneimitteln
- solange die Fortführung einer ARB-Therapie nicht als essentiell angesehen wird, Patienten mit geplanter Schwangerschaft auf alternative blutdrucksenkende Behandlungen mit bekanntem Sicherheitsprofil für die Anwendung während der Schwangerschaft umstellen
- wird Schwangerschaft festgestellt
- Behandlung mit ARBs unverzüglich beenden und, falls angezeigt, eine alternative Therapie beginnen
- es ist bekannt, dass die Exposition gegenüber einer ARB-Therapie im zweiten und dritten Schwangerschafts-Trimenon humane Fetotoxizität (herabgesetzte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Ossifikation des Schädels) und neonatale Toxizität (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) verursacht
- wenn Exposition gegenüber ARBs ab dem zweiten Schwangerschafts-Trimenon stattgefunden hat
- Untersuchung der Nierenfunktion und des Schädels durch Ultraschall empfohlen
- Kinder, deren Mütter ARBs eingenommen haben, engmaschig hinsichtlich Hypotonie überwachen
- epidemiologische Daten bezüglich des Teratogenitätsrisikos resultierend aus der Exposition durch ACE-Hemmer während des 1. Schwangerschaftstrimenon lassen keine eindeutigen Schlüsse zu
- Fertilität
- keine Daten zur Auswirkung dieser Kombination auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- an männlichen und weiblichen Ratten wurde keine Beeinträchtigung der Fertilität nachgewiesen
Warnhinweise
Valsartan und Sacubitril - peroral
- Duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
- ACE-Hemmer
- Aufgrund des erhöhten Risikos eines Angioödems ist die Kombination von Sacubitril plus Valsartan mit einem ACE-Hemmer kontraindiziert
- Behandlung mit Sacubitril plus Valsartan darf erst 36 Stunden nach Einnahme der letzten Dosis einer ACE-Hemmer-Therapie begonnen werden
- Nach Absetzen der Behandlung mit Sacubitril plus Valsartan darf eine ACE-Hemmer-Therapie frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis von Sacubitril plus Valsartan begonnen werden
- direkter Renin-Hemmer (z.B. Aliskiren)
- gleichzeitige Gabe mit direktem Renin-Hemmer wie Alskiren nicht empfohlen
- bei Patienten mit Diabetes mellitus oder Nierenfunktionsstörungen (eGFR < 60 ml / min / 1,73 m²)
- gleichzeitige Anwendung kontraindiziert
- Angiotensin-Rezeptor-Blocker
- Kombination enthält Valsartan, daher keine gleichzeitige Anwendung von anderen Angiotensin-Rezeptor-Blockern
- ACE-Hemmer
- Hypotonie
- Behandlung sollte nicht begonnen werden, solange bei erwachsenen Patienten der SBP nicht >= 100 mmHg ist oder, wenn der SBP nicht >= der 5. Perzentile für das Alter des pädiatrischen Patienten ist
- Patienten unter diesen Werten wurden nicht untersucht
- In klinischen Studien bei erwachsenen Patienten Berichte über Fälle von symptomatischer Hypotonie, insbesondere bei
- Patienten >/= 65 Jahren
- Patienten mit Nierenfunktionsstörung
- Patienten mit einem niedrigen SBP < 112 mmHg
- regelmäßige Überwachung des Blutdrucks bei Behandlungsbeginn und während der Dosistitration von Kombination
- bei Auftreten einer Hypotonie
- vorübergehende Dosisreduktion oder
- Absetzen der Kombination empfohlen
- Dosisanpassung von Diuretika und gleichzeitig angewendeter Antihypertensiva, sowie die Behandlung anderer Ursachen der Hypotonie (z. B. Hypovolämie) in Betracht ziehen
- Volumenmangel
- Auftreten einer symptomatischen Hypotonie wahrscheinlicher, wenn der Patient einen Volumenmangel aufweist, z.B. durch
- eine Diuretikatherapie
- salzarme Ernährungsweise
- Durchfall
- Erbrechen
- Vor Behandlungsbeginn Natrium- und/oder Volumenmangel beheben
- solche Korrekturmaßnahmen müssen jedoch sorgfältig gegen das Risiko einer Volumenüberladung abgewogen werden
- Auftreten einer symptomatischen Hypotonie wahrscheinlicher, wenn der Patient einen Volumenmangel aufweist, z.B. durch
- Behandlung sollte nicht begonnen werden, solange bei erwachsenen Patienten der SBP nicht >= 100 mmHg ist oder, wenn der SBP nicht >= der 5. Perzentile für das Alter des pädiatrischen Patienten ist
- Nierenfunktion
- Nierenfunktionsstörung
- Evaluierung von Patienten mit Herzinsuffizienz sollte immer eine Untersuchung der Nierenfunktion beinhalten
- Patienten mit leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionsstörung
- besitzen ein höheres Risiko eine Hypotonie zu entwickeln
- Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (geschätzte GFR < 30 ml / min / 1,73 m2)
- nur sehr begrenzte klinische Erfahrungswerte
- diese Patienten können das größte Risiko einer Hypotonie aufweisen
- Patienten mit chronischem Nierenversagen
- keine Erfahrungen
- Anwendung der Kombination nicht empfohlen
- Verschlechterung der Nierenfunktion
- während der Behandlung mit Sacubitril plus Valsartan kann die Nierenfunktion abnehmen
- Risiko steigt bei Dehydrierung oder gleichzeitiger Anwendung nichtsteroidaler Antirheumatika
- bei Patienten mit klinisch bedeutsamer Abnahme der Nierenfunktion
- schrittweise Dosisreduktion in Betracht ziehen
- Nierenfunktionsstörung
- Hyperkaliämie
- Behandlung sollte nicht begonnen werden, wenn der Kaliumspiegel im Serum bei erwachsenen Patienten > 5,4 mmol/l und bei pädiatrischen Patienten > 5,3 mmol/l ist
- Anwendung von Sacubitril plus Valsartan kann mit erhöhtem Risiko für Hyperkaliämie einhergehen, obwohl ebenfalls eine Hypokaliämie auftreten kann
- Überwachung des Serum-Kaliumspiegels wird empfohlen, insbesondere
- bei Patienten mit Risikofaktoren wie
- Niereninsuffizienz
- Diabetes mellitus
- Hypoaldosteronismus
- bei Patienten
- die eine kaliumreiche Diät einhalten
- Mineralkortikoid-Rezeptor-Antagonisten einnehmen
- bei Patienten mit Risikofaktoren wie
- beim Auftreteten einer klinisch signifikanten Hyperkaliämie
- Anpassung der Begleitarzneimittel oder
- vorübergehende Dosisreduktion oder
- Absetzen der Kombination empfohlen
- wenn Kaliumspiegel im Serum > 5,4 mmol / l
- Absetzen in Betracht ziehen
- Angioödem
- Berichte über Fälle von Patienten mit Angioödem
- bei Auftreten eines Angioödems
- Therapie sofort absetzten
- Patienten in geeigneter Weise behandeln und überwachen, bis Anzeichen und Symptome vollständig und dauerhaft abgeklungen sind
- keine erneute Gabe von Sacubitril plus Valsartan
- im Falle von bestätigten Angioödemen, bei denen Schwellung auf Gesicht und Lippen begrenzt blieb
- Erkrankung klang im Allgemeinen ohne Behandlung ab, allerdings waren Antihistaminika bei der Symptomlinderung hilfreich
- in Verbindung mit Kehlkopfödemen auftretende Angioödeme können tödlich verlaufen
- sind Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen und ist dadurch eine Verengung der Atemwege wahrscheinlich
- es muss sofort eine geeignete Therapie, z. B. Adrenalinlösung 1 mg / 1 ml (0,3-0,5 ml) und/oder notwendige Maßnahmen zur Gewährleistung offener Atemwege eingeleitet werden
- sind Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen und ist dadurch eine Verengung der Atemwege wahrscheinlich
- Patienten mit Angioödemen in Vorgeschichte wurden nicht untersucht
- da hier höheres Risiko für Angioödeme bestehen könnte, wird empfohlen Sacubitril plus Valsartan mit Vorsicht anzuwenden
- kontraindiziert bei Patienten mit
- anamnestisch bekanntem Angioödem im Zusammenhang mit einer früheren ACE-Hemmer- oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker-Therapie
- hereditärem Angioödem
- idiopathischem Angioödem
- Patienten mit schwarzer Hautfarbe sind für die Entwicklung von Angioödemen anfälliger
- Patienten mit Nierenarterienstenose
- Sacubitril plus Valsartan kann bei Patienten mit beidseitiger oder einseitiger Nierenarterienstenose die Blutharnstoff- und Serumkreatininwerte erhöhen
- Vorsicht bei Patienten mit Nierenarterienstenose
- Überwachung der Nierenfunktion empfohlen
- Patienten mir New York Heart Association (NYHA) -Klassifizierung IV
- aufgrund begrenzter klinischer Erfahrung zu Behandlungsbeginn Vorsicht geboten
- B-Typ natriuretische Peptide (BNP)
- BNP kann nicht als geeigneter Biomarker für Herzinsuffizenz herangezogen werden, da es ein Substrat von Neprilysin ist
- Patienten mit Leberfunktionsstörungen
- Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung (Klassifikation als Child-Pugh B) oder mit AST/ALT-Werten von mehr als dem 2-fachen der Obergrenze des Normalwertes
- Vorsicht geboten
- nur begrenzte klinische Erfahrungswerte
- Exposition von Sacubitril plus Valsartan kann erhöht sein
- keine ausreichenden Sicherheitsdaten vorliegend
- Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung, biliärer Zirrhose oder Cholestase (Klassifikation als Child-Pugh C)
- kontraindiziert
- Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung (Klassifikation als Child-Pugh B) oder mit AST/ALT-Werten von mehr als dem 2-fachen der Obergrenze des Normalwertes
- psychiatrische Störungen
- psychiatrische Ereignisse wie Halluzinationen, Paranoia und Schlafstörungen, im Zusammenhang mit psychotischen Ereignissen, wurden mit der Anwendung von Sacubitril/Valsartan in Verbindung gebracht
- wenn ein Patient solche Ereignisse wahrnimmt, sollte ein Abbruch der Behandlung mit Sacubitril/Valsartan erwogen werden