Entyvio 108 mg Injektionslösung i.e.Fertigspritze
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 620,72 € |
| N3 | 6 ST | 3602,61 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Colitis ulcerosa
- Behandlung von erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa, die
- entweder auf konventionelle Therapie oder einen der Tumornekrosefaktor-alpha (TNFa)-Antagonisten unzureichend angesprochen haben
- nicht mehr darauf ansprechen
- oder eine Unverträglichkeit gegen eine entsprechende Behandlung aufweisen
- Behandlung von erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa, die
- Morbus Crohn
- Behandlung von erwachsenen Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn, die
- entweder auf konventionelle Therapie oder einen der Tumornekrosefaktor-alpha (TNFa)-Antagonisten unzureichend angesprochen haben
- nicht mehr darauf ansprechen
- oder eine Unverträglichkeit gegen eine entsprechende Behandlung aufweisen
- Behandlung von erwachsenen Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn, die
Dosierung
Basiseinheit: Jede Fertigspritze (0,68 ml) enthält 108 mg Vedolizumab.
- Colitis ulcerosa; Morbus Crohn
- Erwachsene
- Behandlung sollte von einem Facharzt eingeleitet und überwacht werden, der über Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn verfügt
- empfohlene Dosierung als Erhaltungstherapie nach mind. 2 i.v. Infusionen
- 1 Fertigspritze (entsprechend 108 mg Vedolizumab) als s.c. Injektion 1mal / 2 Wochen
- die erste s.c. Dosis sollte anstelle der nächsten geplanten i.v. Dosis und danach alle 2 Wochen verabreicht werden
- unzureichende Daten, um zu bestimmen, ob Patienten mit Wirkverlust während der Erhaltungstherapie mit s.c. Vedolizumab von einer Erhöhung der Dosierungsfrequenz profitieren würden
- keine Daten zur Umstellung von Patienten von s.c. Vedolizumab auf i.v. Vedolizumab während der Erhaltungstherapie
- bei Ansprechen auf Behandlung mit Vedolizumab können Kortikosteroide nach der üblichen Vorgehensweise reduziert und/oder abgesetzt werden
- erneute Behandlung und versäumte Dosis/Dosen
- wenn Behandlung mit s.c. Vedolizumab unterbrochen wurde oder wenn ein Patient eine/mehrere geplante Dosis/Dosen s.c. Vedolizumab versäumt hat
- nächste s.c. Dosis so bald wie möglich und danach alle 2 Wochen injizieren
- in klin. Studien wurden Behandlungspausen bis zu 46 Wochen ausgedehnt
- bei Wiederaufnahme der Behandlung mit s.c. Vedolizumab kam es zu keiner erkennbaren Zunahme der Nebenwirkungen oder Reaktionen an der Injektionsstelle
- wenn Behandlung mit s.c. Vedolizumab unterbrochen wurde oder wenn ein Patient eine/mehrere geplante Dosis/Dosen s.c. Vedolizumab versäumt hat
- Erwachsene
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- Populationspharmakokinetische Analysen zeigten keinen Einfluss des Alters
- Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
- nicht untersucht
- Dosisempfehlungen können nicht gegeben werden
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern im Alter von 0 - 17 Jahren nicht erwiesen
- keine Daten
Kontraindikationen
Vedolizumab - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Vedolizumab
- aktive schwere Infektionen, wie
- Tuberkulose (TBC)
- Sepsis
- Cytomegalievirus
- Listeriose
- opportunistische Infektionen, z.B. progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML)
Nebenwirkungen
Vedolizumab - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Nasopharyngitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bronchitis
- Gastroenteritis
- Infektionen der oberen Atemwege
- Grippe
- Sinusitis
- Pharyngitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Infektionen der Atemwege
- Vulvovaginalkandidose
- Mundsoor
- Herpes zoster
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Pneumonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Infektionen der Harnwege
- schwerwiegende Infektionen, wie
- Tuberkulose
- Sepsis (einige mit tödlichem Ausgang)
- Salmonellen-Sepsis
- Listerien-Meningitis
- Cytomegalievirus-Colitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktische Reaktion
- anaphylaktischer Schock
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Parästhesie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- verschwommenes Sehen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypertonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- oropharyngeale Schmerzen
- verstopfte Nase
- Husten
- ohne Häufigkeitsangabe
- interstitielle Lungenerkrankung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- anale Abszesse
- Analfissur
- Übelkeit
- Verdauungsstörungen
- Verstopfung
- aufgeblähter Bauch
- Blähungen
- Hämorrhoiden
- rektale Blutungen (in der EARNEST-Studie (Pouchitis) berichtet)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Ekzem
- Erythem
- Nachtschweiß
- Akne
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Follikulitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Arthralgie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Muskelkrämpfe
- Rückenschmerzen
- Muskelschwäche
- Müdigkeit
- Schmerzen in den Extremitäten
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber
- Reaktionen an der Injektionsstelle (bei s.c. Verabreichung), einschl.
- Schmerzen
- Ödemen
- Erythemen
- Juckreiz
- Infusionsbedingte Reaktionen (in der EARNEST-Studie (Pouchitis) berichtet)
- Asthenie
- Brustkorbschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Reizungen an der Infusionsstelle, einschl. Schmerzen und Reizungen an der Einstichstelle
- infusionsbedingte Reaktionen (IR), einschl.
- Dyspnoe
- Bronchospasmus
- Urtikaria
- Hautausschlag
- erhöhter Blutdruck und Herzfrequenz
- Mundulzeration
- Schwellungen
- periphere Ödeme
- Brustkorbbeschwerden
- Asthenie
- akute Nierenschädigung
- obstruktive Atemwegserkrankung
- Hitzegefühl
- Schüttelfrost
- Kältegefühl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Injektionslösung (in einer Fertigspritze) ist nur zur s.c. Injektion bestimmt
- nach einer entsprechenden Einweisung in die korrekte Technik kann ein Patient oder dessen Pflegeperson die s.c. Injektion mit Vedolizumab vornehmen, wenn der behandelnde Arzt dies für angemessen hält
- Ausführliche Anwendungshinweise für die Verabreichung mit der Fertigspritze siehe Fachinformation!
- Weitere Hinweise zur Vorbereitung und besondere Vorsichtsmaßnahmen zur Handhabung siehe Fachinformation!
- Patienten sollte die Gebrauchsinformation ausgehändigt werden.
Stillzeithinweise
Vedolizumab - invasiv
- beim Einsatz von Vedolizumab sind sowohl der Nutzen der Therapie für die stillende Mutter als auch das potentielle Risiko für das Kind zu berücksichtigen
- Vedolizumab wurde in der Muttermilch nachgewiesen
- die Wirkung von Vedolizumab auf gestillte Säuglinge sowie die Auswirkungen auf die Milchproduktion sind nicht bekannt
- in einer reinen Laktationsstudie, in der die Konzentration von Vedolizumab in der Muttermilch von stillenden Frauen mit aktiver Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, die Vedolizumab erhielten, untersucht wurde
- betrug die Konzentration von Vedolizumab in der Muttermilch etwa 0,4 % bis 2,2 % der mütterlichen Serumkonzentration aus früheren Studien mit Vedolizumab
- die geschätzte durchschnittliche Tagesdosis von Vedolizumab, die der Säugling aufnahm, betrug 0,02 mg/kg/Tag, was etwa 21 % der körpergewichtsbereinigten durchschnittlichen Tagesdosis der Mutter entspricht
Schwangerschaftshinweise
Vedolizumab - invasiv
- als Vorsichtsmaßnahme soll möglichst eine Anwendung von Vedolizumab während der Schwangerschaft vermieden werden
- es sei denn, der Nutzen überwiegt deutlich das potenzielle Risiko für die Mutter und den Fötus
- bisher nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Vedolizumab bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien
- keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf Reproduktionstoxizität
- Frauen im gebärfähigen Alter
- sollten zur Vermeidung einer Schwangerschaft geeignete Empfängnisverhütungsmethoden anwenden
- Schwangerschaftsverhütung sollte mind. 18 Wochen nach der letzten Vedolizumab-Anwendung fortgeführt werden
- Fertilität
- keine Daten auf die menschliche Fertilität vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Auswirkungen auf männliche und weibliche Fertilität nicht formell untersucht
Warnhinweise
Vedolizumab - invasiv
- Behandlung sollte von einem Facharzt eingeleitet und überwacht werden, der über Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Colitis ulcerosa, Morbus Crohn oder Pouchitis verfügt
- Patienten sollte die Gebrauchsinformation und die spezielle Hinweiskarte ausgehändigt werden
- Rückverfolgbarkeit
- Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentieren
- Vorsichtsmaßnahmen Vedolizumab i. v.
- Vedolizumab i. v. sollte in einer medizinisch professionellen Umgebung verabreicht werden, um möglicherweise auftretende akute Überempfindlichkeitsreaktionen, inkl. Anaphylaxie, behandeln zu können
- entsprechende Überwachung und medizinsche Behandlungsmöglichkeiten müssen bei einer Behandlung mit Vedulizumab für eine sofortige Verwendung verfügbar sein
- alle Patienten müssen während jeder Infusion kontinuierlich überwacht werden
- 1. und 2. Infusion: Überwachung auch für ca. 2 Stunden nach Abschluss der Infusion
- ab der 3. Infusion: Überwachung für etwa 1 Stunde nach Abschluss der Infusion
- infusionsbedingte Reaktionen und Überempfindlichkeitsreaktionen
- klinische Studien: Überempfindlichkeitsreaktionen / infusionsbedingte Reaktionen (IR)beobachtet - Schweregrad: mild bis mittelschwer
- bei Auftreten einer schweren IR, anaphylaktischen Reaktion oder anderen schweren Reaktion
- sofortige Beendigung der Verabreichung von Vedolizumab
- Einleitung einer geeigneten Behandlung (z. B. Adrenalin, Antihistaminika etc.)
- bei Auftreten von milden bis mittelschweren IR
- Infusionsrate verlangsamen oder unterbrechen
- entsprechende Behandlung einleiten
- Fortführung der Behandlung möglich sobald die infusionsbedingte Reaktion nachlässt
- wenn milde bis mittelschwere infusionsbedingte Reaktionen bereits anamnestisch bekannt, kann eine Vorbehandlung (z. B. mit Antihistaminika, Hydrocortison und / oder Paracetamol) vor der nächsten Infusion in Betracht gezogen werden, um die Risiken zu minimieren
- bei Auftreten einer schweren IR, anaphylaktischen Reaktion oder anderen schweren Reaktion
- klinische Studien: Überempfindlichkeitsreaktionen / infusionsbedingte Reaktionen (IR)beobachtet - Schweregrad: mild bis mittelschwer
- Infektionen
- Vedolizumab: Integrin-Antagonist mit selektiver Wirkung im Gastrointestinaltrakt, jedoch ohne nachgewiesene, systemisch immunsuppressive Aktivität
- Ärzte sollten dennoch ein möglicherweise erhöhtes Risiko für opportunistische Infektionen und Infektionen, gegen die der Darm als schützende Barriere dient, kennen
- bei Patienten mit schweren, aktiven Infektionen
- darf die Behandlung mit Vedolizumab nicht eingeleitet werden, bis die Infektionen unter Kontrolle sind
- sollte ggf. die Therapie mit Vedolizumab abgesetzt werden, wenn sich während der Langzeitbehandlung eine schwere Infektion entwickelt
- Vorsicht bei Anwendung von Vedolizumab bei Patienten, die
- eine kontrollierte chronische schwere Infektion aufweisen
- eine Vorgeschichte von wiederkehrenden schweren Infektionen aufweisen
- engmaschige Überwachung auf Infektionen vor, während und nach der Behandlung
- Tuberkulose
- Vedolizumab bei aktiver Tuberkulose Anwendung kontraindiziert
- Untersuchung auf Tuberkulose (gemäß der lokalen Richtlinien) vor Beginn der Behandlung notwendig
- Diagnose: latente Tuberkulose
- vor Therapiebeginn mit Vedolizumab: geeignete Behandlung mit Tuberkulostatika einleiten (gemäß der lokalen Richtlinien)
- wenn Vedolizumab-Therapie zum Zeitpunkt der Tuberkulose-Diagnose bereits eingeleitet: Vedolizumab-Therapie ist zu unterbrechen bis Tuberkulose-Infektion abgeklungen
- Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML)
- beobachtet im Zuge der Therapie mit einigen Integrin-Antagonisten und einigen systemischen Immunsuppressiva
- selten, oft tödlich verlaufende opportunistische Infektion
- Erreger: John Cunningham (JC)-Virus
- Ursache
- immunsuppressiven Wirkung auf den Darm durch Vedolizumab durch Bindung an das alpha4beta7-Integrin auf den Lymphozyten, die in die Darmwand eindringen
- bei gesunden Patienten: keine systemischen, immunsuppressiven Wirkungen nachgewiesen
- bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen: Wirkung auf das Immunsystem nicht bekannt
- Aufklärung/Überwachung
- medizinisches Fachpersonal sollte Vedolizumab-Patienten auf jedes neue Auftreten bzw. jede Verschlechterung von neurologischen Symptomen gem. Schulungsmaterialien für Ärzte überwachen
- bei Auftreten: Überweisung an Neurologen
- den Patienten muss ein Patientenpass ausgehändigt werden
- medizinisches Fachpersonal sollte Vedolizumab-Patienten auf jedes neue Auftreten bzw. jede Verschlechterung von neurologischen Symptomen gem. Schulungsmaterialien für Ärzte überwachen
- Verdacht auf PML: Vedolizumab-Therapie unterbrechen
- Diagnosebestätigung: Vedolizumab dauerhaft absetzen
- Krebserkrankungen
- Erkrankung mit Colitis ulcerosa bzw. Morbus Crohn birgt ein erhöhtes Malignitätsrisiko
- immunmodulatorische Arzneimittel können Malignitätsrisiko erhöhen
- vorangegangene und gleichzeitige Behandlung mit Biologika
- keine klinischen Studiendaten vorhanden für Patienten unter Vedolizumab, die zuvor mit Natalizumab oder Rituximab behandelt wurden
- entsprechende Vorsichtsmaßnahmen sind zu treffen, wenn eine Behandlung bei Patienten, die die o.g. Arzneimittel einnehmen dennoch in Betracht gezogen werden
- bei Vorbehandlung mit Natalizumab: Wartezeit von mind. 12 Wochen nach der letzten Natalizumab-Behandlung einhalten - wenn es der klinische Zustand des Patienten zulässt
- keine Daten, daher kein Anwendungsempfehlung für die gleichzeitige Anwendung von Vedolizumab mit biologischen Immunsuppressiva
- Lebendimpfstoffe und orale Impfstoffe
- Placebo-kontrollierte Studie an gesunden Probanden
- Hepatitis-B-Impfung
- Vedolizumab, verabreicht als Einzeldosis von 750mg, veränderte nicht die schützende Immunität gegen das Hepatitis-B-Virus bei Personen, die mit 3 Dosen rekombinantem Hepatitis-B-Oberflächen-Antigen (i.m.) geimpft wurden
- Cholera-Impfung
- mit Vedolizumab behandelte Patienten, die gleichzeitig oral inaktivierte Cholerabakterien erhielten, zeigten niedrige Serokonversionsraten
- nasale / andere orale Impfstoffe
- Auswirkungen unbekannt
- Lebendimpfstoffe
- keine Daten über Sekundärübertragungen von Infektionen durch Lebendimpfstoffe bekannt
- Hepatitis-B-Impfung
- Empfehlung
- Patienten, die Vedolizumab erhalten, sollten vor Therapiebeginn alle Impfungen nach den aktuellen Impfrichtlinien erhalten
- Patienten, die Vedolizumab erhalten, können während der Therapie weiterhin Impfungen mit inaktivierten oder abgetöteten Impfstoffen erhalten
- Grippeimpfung kann nach der üblichen klinischen Praxis erfolgen
- andere Lebendvakzine: Anwendung nur, wenn der Nutzen eindeutig die Risiken überwiegt
- Placebo-kontrollierte Studie an gesunden Probanden
- Remissionsinduktion bei Morbus Crohn
- Dauer bis zur Remissionsinduktion bei Morbus Crohn: bis zu 14 Wochen möglich
- Gründe: nicht vollständig bekannt - möglicherweise Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus
- Hinweis: dies sollte berücksichtigt werden, wenn Patienten mit schwerer aktiver Erkrankung behandelt werden, die zuvor nicht mit TNFalpha-Antagonisten behandelt wurden
- explorative Subgruppen-Analysen der klinischen Studien
- Vedolizumab bei Morbus Crohn-Patienten ohne gleichzeitige Behandlung mit Corticosteroiden weniger wirksam zur Induktion einer Remission als bei Patienten die gleichzeitig Corticosteroide erhalten (unabhängig von gleichzeitig verabreichten Immunmodulatoren)