Entyvio 108 mg Injektionslösung in einem Fertigpen

NMG Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Vedolizumab →

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N3 6 ST 3602,38 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Colitis ulcerosa
    • Behandlung von erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa, die
      • entweder auf konventionelle Therapie oder einen der Tumornekrosefaktor-alpha (TNFa)-Antagonisten unzureichend angesprochen haben
      • nicht mehr darauf ansprechen
      • oder eine Unverträglichkeit gegen eine entsprechende Behandlung aufweisen
  • Morbus Crohn
    • Behandlung von erwachsenen Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn, die
      • entweder auf konventionelle Therapie oder einen der Tumornekrosefaktor-alpha (TNFa)-Antagonisten unzureichend angesprochen haben
      • nicht mehr darauf ansprechen
      • oder eine Unverträglichkeit gegen eine entsprechende Behandlung aufweisen

Dosierung

Basiseinheit: Jeder Fertigpen (0,68 ml) enthält 108 mg Vedolizumab.

  • Colitis ulcerosa; Morbus Crohn
    • Erwachsene
      • Behandlung sollte von einem Facharzt eingeleitet und überwacht werden, der über Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn verfügt
      • empfohlene Dosierung als Erhaltungstherapie nach mind. 2 i.v. Infusionen
        • 1 Fertigpen (entsprechend 108 mg Vedolizumab) als s.c. Injektion 1mal / 2 Wochen
      • die erste s.c. Dosis sollte anstelle der nächsten geplanten i.v. Dosis und danach alle 2 Wochen verabreicht werden
      • unzureichende Daten, um zu bestimmen, ob Patienten mit Wirkverlust während der Erhaltungstherapie mit s.c. Vedolizumab von einer Erhöhung der Dosierungsfrequenz profitieren würden
      • keine Daten zur Umstellung von Patienten von s.c. Vedolizumab auf i.v. Vedolizumab während der Erhaltungstherapie
      • bei Ansprechen auf Behandlung mit Vedolizumab können Kortikosteroide nach der üblichen Vorgehensweise reduziert und/oder abgesetzt werden
      • erneute Behandlung und versäumte Dosis/Dosen
        • wenn Behandlung mit s.c. Vedolizumab unterbrochen wurde oder wenn ein Patient eine/mehrere geplante Dosis/Dosen s.c. Vedolizumab versäumt hat
          • nächste s.c. Dosis so bald wie möglich und danach alle 2 Wochen injizieren
        • in klin. Studien wurden Behandlungspausen bis zu 46 Wochen ausgedehnt
        • bei Wiederaufnahme der Behandlung mit s.c. Vedolizumab kam es zu keiner erkennbaren Zunahme der Nebenwirkungen oder Reaktionen an der Injektionsstelle

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • Dosisanpassung nicht erforderlich
    • Populationspharmakokinetische Analysen zeigten keinen Einfluss des Alters
  • Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
    • nicht untersucht
    • Dosisempfehlungen können nicht gegeben werden
  • Kinder und Jugendliche
    • Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern im Alter von 0 - 17 Jahren nicht erwiesen
    • keine Daten

Kontraindikationen

Vedolizumab - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Vedolizumab
  • aktive schwere Infektionen, wie
    • Tuberkulose (TBC)
    • Sepsis
    • Cytomegalievirus
    • Listeriose
    • opportunistische Infektionen, z.B. progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML)

Nebenwirkungen

Vedolizumab - invasiv
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Nasopharyngitis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bronchitis
      • Gastroenteritis
      • Infektionen der oberen Atemwege
      • Grippe
      • Sinusitis
      • Pharyngitis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Infektionen der Atemwege
      • Vulvovaginalkandidose
      • Mundsoor
      • Herpes zoster
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Pneumonie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Infektionen der Harnwege
      • schwerwiegende Infektionen, wie
        • Tuberkulose
        • Sepsis (einige mit tödlichem Ausgang)
        • Salmonellen-Sepsis
        • Listerien-Meningitis
        • Cytomegalievirus-Colitis
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • anaphylaktische Reaktion
      • anaphylaktischer Schock
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Parästhesie
  • Augenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • verschwommenes Sehen
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypertonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • oropharyngeale Schmerzen
      • verstopfte Nase
      • Husten
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • interstitielle Lungenerkrankung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • anale Abszesse
      • Analfissur
      • Übelkeit
      • Verdauungsstörungen
      • Verstopfung
      • aufgeblähter Bauch
      • Blähungen
      • Hämorrhoiden
      • rektale Blutungen (in der EARNEST-Studie (Pouchitis) berichtet)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hautausschlag
      • Juckreiz
      • Ekzem
      • Erythem
      • Nachtschweiß
      • Akne
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Follikulitis
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Arthralgie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Muskelkrämpfe
      • Rückenschmerzen
      • Muskelschwäche
      • Müdigkeit
      • Schmerzen in den Extremitäten
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Fieber
      • Reaktionen an der Injektionsstelle (bei s.c. Verabreichung), einschl.
        • Schmerzen
        • Ödemen
        • Erythemen
        • Juckreiz
      • Infusionsbedingte Reaktionen (in der EARNEST-Studie (Pouchitis) berichtet)
        • Asthenie
        • Brustkorbschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Reizungen an der Infusionsstelle, einschl. Schmerzen und Reizungen an der Einstichstelle
      • infusionsbedingte Reaktionen (IR), einschl.
        • Dyspnoe
        • Bronchospasmus
        • Urtikaria
        • Hautausschlag
        • erhöhter Blutdruck und Herzfrequenz
        • Mundulzeration
        • Schwellungen
        • periphere Ödeme
        • Brustkorbbeschwerden
        • Asthenie
        • akute Nierenschädigung
        • obstruktive Atemwegserkrankung
        • Hitzegefühl
      • Schüttelfrost
      • Kältegefühl

Anwendungshinweise

  • Injektionslösung (in einem Fertigpen) ist nur zur s.c. Injektion bestimmt
  • nach einer entsprechenden Einweisung in die korrekte Technik kann ein Patient oder dessen Pflegeperson die s.c. Injektion mit Vedolizumab vornehmen, wenn der behandelnde Arzt dies für angemessen hält
  • Ausführliche Anwendungshinweise für die Verabreichung mit des Fertigpens siehe Fachinformation!
  • Weitere Hinweise zur Vorbereitung und besondere Vorsichtsmaßnahmen zur Handhabung siehe Fachinformation!
  • Patienten sollte die Gebrauchsinformation ausgehändigt werden.

Stillzeithinweise

Vedolizumab - invasiv
  • beim Einsatz von Vedolizumab sind sowohl der Nutzen der Therapie für die stillende Mutter als auch das potentielle Risiko für das Kind zu berücksichtigen
  • Vedolizumab wurde in der Muttermilch nachgewiesen
  • die Wirkung von Vedolizumab auf gestillte Säuglinge sowie die Auswirkungen auf die Milchproduktion sind nicht bekannt
  • in einer reinen Laktationsstudie, in der die Konzentration von Vedolizumab in der Muttermilch von stillenden Frauen mit aktiver Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, die Vedolizumab erhielten, untersucht wurde
    • betrug die Konzentration von Vedolizumab in der Muttermilch etwa 0,4 % bis 2,2 % der mütterlichen Serumkonzentration aus früheren Studien mit Vedolizumab
    • die geschätzte durchschnittliche Tagesdosis von Vedolizumab, die der Säugling aufnahm, betrug 0,02 mg/kg/Tag, was etwa 21 % der körpergewichtsbereinigten durchschnittlichen Tagesdosis der Mutter entspricht

Schwangerschaftshinweise

Vedolizumab - invasiv
  • als Vorsichtsmaßnahme soll möglichst eine Anwendung von Vedolizumab während der Schwangerschaft vermieden werden
    • es sei denn, der Nutzen überwiegt deutlich das potenzielle Risiko für die Mutter und den Fötus
  • bisher nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Vedolizumab bei Schwangeren
  • tierexperimentelle Studien
    • keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf Reproduktionstoxizität
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • sollten zur Vermeidung einer Schwangerschaft geeignete Empfängnisverhütungsmethoden anwenden
    • Schwangerschaftsverhütung sollte mind. 18 Wochen nach der letzten Vedolizumab-Anwendung fortgeführt werden
  • Fertilität
    • keine Daten auf die menschliche Fertilität vorliegend
    • tierexperimentelle Studien
      • Auswirkungen auf männliche und weibliche Fertilität nicht formell untersucht

Warnhinweise

Vedolizumab - invasiv
  • Behandlung sollte von einem Facharzt eingeleitet und überwacht werden, der über Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Colitis ulcerosa, Morbus Crohn oder Pouchitis verfügt
  • Patienten sollte die Gebrauchsinformation und die spezielle Hinweiskarte ausgehändigt werden
  • Rückverfolgbarkeit
    • Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentieren
  • Vorsichtsmaßnahmen Vedolizumab i. v.
    • Vedolizumab i. v. sollte in einer medizinisch professionellen Umgebung verabreicht werden, um möglicherweise auftretende akute Überempfindlichkeitsreaktionen, inkl. Anaphylaxie, behandeln zu können
    • entsprechende Überwachung und medizinsche Behandlungsmöglichkeiten müssen bei einer Behandlung mit Vedulizumab für eine sofortige Verwendung verfügbar sein
      • alle Patienten müssen während jeder Infusion kontinuierlich überwacht werden
      • 1. und 2. Infusion: Überwachung auch für ca. 2 Stunden nach Abschluss der Infusion
      • ab der 3. Infusion: Überwachung für etwa 1 Stunde nach Abschluss der Infusion
  • infusionsbedingte Reaktionen und Überempfindlichkeitsreaktionen
    • klinische Studien: Überempfindlichkeitsreaktionen / infusionsbedingte Reaktionen (IR)beobachtet - Schweregrad: mild bis mittelschwer
      • bei Auftreten einer schweren IR, anaphylaktischen Reaktion oder anderen schweren Reaktion
        • sofortige Beendigung der Verabreichung von Vedolizumab
        • Einleitung einer geeigneten Behandlung (z. B. Adrenalin, Antihistaminika etc.)
      • bei Auftreten von milden bis mittelschweren IR
        • Infusionsrate verlangsamen oder unterbrechen
        • entsprechende Behandlung einleiten
        • Fortführung der Behandlung möglich sobald die infusionsbedingte Reaktion nachlässt
        • wenn milde bis mittelschwere infusionsbedingte Reaktionen bereits anamnestisch bekannt, kann eine Vorbehandlung (z. B. mit Antihistaminika, Hydrocortison und / oder Paracetamol) vor der nächsten Infusion in Betracht gezogen werden, um die Risiken zu minimieren
  • Infektionen
    • Vedolizumab: Integrin-Antagonist mit selektiver Wirkung im Gastrointestinaltrakt, jedoch ohne nachgewiesene, systemisch immunsuppressive Aktivität
    • Ärzte sollten dennoch ein möglicherweise erhöhtes Risiko für opportunistische Infektionen und Infektionen, gegen die der Darm als schützende Barriere dient, kennen
    • bei Patienten mit schweren, aktiven Infektionen
      • darf die Behandlung mit Vedolizumab nicht eingeleitet werden, bis die Infektionen unter Kontrolle sind
      • sollte ggf. die Therapie mit Vedolizumab abgesetzt werden, wenn sich während der Langzeitbehandlung eine schwere Infektion entwickelt
    • Vorsicht bei Anwendung von Vedolizumab bei Patienten, die
      • eine kontrollierte chronische schwere Infektion aufweisen
      • eine Vorgeschichte von wiederkehrenden schweren Infektionen aufweisen
    • engmaschige Überwachung auf Infektionen vor, während und nach der Behandlung
    • Tuberkulose
      • Vedolizumab bei aktiver Tuberkulose Anwendung kontraindiziert
      • Untersuchung auf Tuberkulose (gemäß der lokalen Richtlinien) vor Beginn der Behandlung notwendig
      • Diagnose: latente Tuberkulose
        • vor Therapiebeginn mit Vedolizumab: geeignete Behandlung mit Tuberkulostatika einleiten (gemäß der lokalen Richtlinien)
        • wenn Vedolizumab-Therapie zum Zeitpunkt der Tuberkulose-Diagnose bereits eingeleitet: Vedolizumab-Therapie ist zu unterbrechen bis Tuberkulose-Infektion abgeklungen
    • Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML)
      • beobachtet im Zuge der Therapie mit einigen Integrin-Antagonisten und einigen systemischen Immunsuppressiva
      • selten, oft tödlich verlaufende opportunistische Infektion
      • Erreger: John Cunningham (JC)-Virus
      • Ursache
        • immunsuppressiven Wirkung auf den Darm durch Vedolizumab durch Bindung an das alpha4beta7-Integrin auf den Lymphozyten, die in die Darmwand eindringen
        • bei gesunden Patienten: keine systemischen, immunsuppressiven Wirkungen nachgewiesen
        • bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen: Wirkung auf das Immunsystem nicht bekannt
      • Aufklärung/Überwachung
        • medizinisches Fachpersonal sollte Vedolizumab-Patienten auf jedes neue Auftreten bzw. jede Verschlechterung von neurologischen Symptomen gem. Schulungsmaterialien für Ärzte überwachen
          • bei Auftreten: Überweisung an Neurologen
        • den Patienten muss ein Patientenpass ausgehändigt werden
      • Verdacht auf PML: Vedolizumab-Therapie unterbrechen
      • Diagnosebestätigung: Vedolizumab dauerhaft absetzen
  • Krebserkrankungen
    • Erkrankung mit Colitis ulcerosa bzw. Morbus Crohn birgt ein erhöhtes Malignitätsrisiko
    • immunmodulatorische Arzneimittel können Malignitätsrisiko erhöhen
  • vorangegangene und gleichzeitige Behandlung mit Biologika
    • keine klinischen Studiendaten vorhanden für Patienten unter Vedolizumab, die zuvor mit Natalizumab oder Rituximab behandelt wurden
    • entsprechende Vorsichtsmaßnahmen sind zu treffen, wenn eine Behandlung bei Patienten, die die o.g. Arzneimittel einnehmen dennoch in Betracht gezogen werden
    • bei Vorbehandlung mit Natalizumab: Wartezeit von mind. 12 Wochen nach der letzten Natalizumab-Behandlung einhalten - wenn es der klinische Zustand des Patienten zulässt
    • keine Daten, daher kein Anwendungsempfehlung für die gleichzeitige Anwendung von Vedolizumab mit biologischen Immunsuppressiva
  • Lebendimpfstoffe und orale Impfstoffe
    • Placebo-kontrollierte Studie an gesunden Probanden
      • Hepatitis-B-Impfung
        • Vedolizumab, verabreicht als Einzeldosis von 750mg, veränderte nicht die schützende Immunität gegen das Hepatitis-B-Virus bei Personen, die mit 3 Dosen rekombinantem Hepatitis-B-Oberflächen-Antigen (i.m.) geimpft wurden
      • Cholera-Impfung
        • mit Vedolizumab behandelte Patienten, die gleichzeitig oral inaktivierte Cholerabakterien erhielten, zeigten niedrige Serokonversionsraten
      • nasale / andere orale Impfstoffe
        • Auswirkungen unbekannt
      • Lebendimpfstoffe
        • keine Daten über Sekundärübertragungen von Infektionen durch Lebendimpfstoffe bekannt
    • Empfehlung
      • Patienten, die Vedolizumab erhalten, sollten vor Therapiebeginn alle Impfungen nach den aktuellen Impfrichtlinien erhalten
      • Patienten, die Vedolizumab erhalten, können während der Therapie weiterhin Impfungen mit inaktivierten oder abgetöteten Impfstoffen erhalten
      • Grippeimpfung kann nach der üblichen klinischen Praxis erfolgen
      • andere Lebendvakzine: Anwendung nur, wenn der Nutzen eindeutig die Risiken überwiegt
  • Remissionsinduktion bei Morbus Crohn
    • Dauer bis zur Remissionsinduktion bei Morbus Crohn: bis zu 14 Wochen möglich
    • Gründe: nicht vollständig bekannt - möglicherweise Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus
    • Hinweis: dies sollte berücksichtigt werden, wenn Patienten mit schwerer aktiver Erkrankung behandelt werden, die zuvor nicht mit TNFalpha-Antagonisten behandelt wurden
    • explorative Subgruppen-Analysen der klinischen Studien
      • Vedolizumab bei Morbus Crohn-Patienten ohne gleichzeitige Behandlung mit Corticosteroiden weniger wirksam zur Induktion einer Remission als bei Patienten die gleichzeitig Corticosteroide erhalten (unabhängig von gleichzeitig verabreichten Immunmodulatoren)