Ephedrin Sintetica 10 mg/ml Injektionslösung
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 10X5 ML | 79,60 € |
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Indikation
- Behandlung einer Hypotonie während einer Spinal- oder Periduralanästhesie oder einer Allgemeinanästhesie bei Erwachsenen und Jugendlichen > 12 Jahre
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 10 mg Ephedrinhydrochlorid.
- Behandlung einer Hypotonie während einer Spinal- oder Periduralanästhesie oder einer Allgemeinanästhesie bei Erwachsenen und Jugendlichen > 12 Jahre
- Anwendung beschränkt auf niedrigste wirksame Dosis und den kürzestmöglichen Zeitraum
- Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre
- 5 mg (max. 10 mg Ephedrinhydrochlorid) als langsame i.v. Injektion
- Dosiswiederholung, bei Bedarf alle 3 - 4 Min.
- Maximaldosis / 24 h: 150 mg
- Kinder 0 - 12 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten
- ältere Patienten
- Dosis wie für Erwachsene, beginnend mit 5-mg-Bolusinjektionen
- sehr alte Patienten: evtl. erhöhte Dosis erforderlich
- Dosis vorsichtig wählen, wobei i. d. R. am unteren Ende des Dosierungsbereichs begonnen werden sollte, um die größere Häufigkeit einer eingeschränkten Leber-, Nieren- oder Herzfunktion sowie von Begleiterkrankungen oder anderer medikamentöser Therapie zu berücksichtigen
- eingeschränkte Nierenfunktion
- erhöhtes Toxizitätsrisiko
- Behandlung unter besonderer Vorsicht mit der geringsten wirksamen Dosis
Kontraindikationen
Ephedrin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Ephedrin
- bei Übererregbarkeit
- Phäochromozytom
- Arteriosklerose
- Aneurysma
- Koronarthrombose
- Diabetes mellitus
- ischämische Herzerkrankung
- unkorrigierte Hypovolämie
- Thyreotoxikose
- Winkelblockglaukom
- Prostatahypertrophie bei älteren Patienten
- begleitende Medikation mit
- (nicht-selektiven) Monoaminooxidasehemmern (MAOI)
- bzw. auch innerhalb von 2 Wochen nach Absetzen einer solchen Behandlung) wg. Gefahr von schweren und potenziell tödlichen Hypertonien
- anderen indirekten Sympathomimetika wie Phenylpropanolamin, Phenylephrin, Pseudoephedrin oder Methylphenidat
- Alpha-Sympathomimetika
- (nicht-selektiven) Monoaminooxidasehemmern (MAOI)
Nebenwirkungen
Ephedrin - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Veränderungen der primären Hämostase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verwirrtheit
- Depression
- Angst(zustände)
- ohne Häufigkeitsangabe
- psychotische Zustände
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlaflosigkeit
- Nervosität
- Reizbarkeit
- Unruhe
- Schwäche
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwitzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Zittern
- Migräne
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypersalivation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Episoden von Winkelblockglaukom/Engwinkelglaukom (bei anatomisch prädisponierten Patienten)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tachykardie
- Palpitationen
- Hypertonie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzrhythmusstörungen
- präkordiale Schmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- pectanginöse Schmerzen
- reflektorische Bradykardie
- Herzstillstand
- Hypotonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Blutungen
- zerebrale Hämorrhagie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspnoe
- ohne Häufigkeitsangabe
- Lungenödeme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- verminderter Appetit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Muskelschwäche
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Miktionsstörungen
- akuter Harnverhalt (bei Patienten mit Prostatahypertrophie)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypokaliämie
- Veränderung des Blutzuckerspiegels
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Verabreichung ausschließlich durch den Anästhesisten oder unter dessen Aufsicht als intravenöse Injektion
Stillzeithinweise
Ephedrin - invasiv
- es muss entschieden werden, ob eine Ephedrin-Therapie entweder vermieden oder das Stillen für 2 Tage nach Anwendung unterlassen werden sollte
- dabei müssen der Nutzen des Stillens für das Kind sowie der Nutzen der Therapie für die Mutter berücksichtigt werden
- Ephedrin wird in die Muttermilch ausgeschieden
- gibt Belege dafür, dass Ephedrin innerhalb von 21 bis 42 Stunden nach Anwendung ausgeschieden wird
- es wurde über Reizbarkeit und gestörte Schlafmuster bei gestillten Säuglingen berichtet
Schwangerschaftshinweise
Ephedrin - invasiv
- Anwendung von Ephedrin in der Schwangerschaft ist zu vermeiden
- bzw. sollte nur mit Vorsicht und nur falls erforderlich angewendet werden
- Ephedrin
- nur sehr begrenzte Erfahrungen
- klinische Daten aus epidemiologischen Studien mit einer begrenzten Anzahl von Frauen lassen keine besondere Auswirkung von Ephedrin im Hinblick auf Fehlbildungen vermuten
- Ephedrin passiert die Plazentaschranke und war mit einer Steigerung der fetalen Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität verbunden
- vasokonstriktorischen Amine
- einzelne Fälle von Hypertonie bei der Mutter nach Missbrauch oder längerer Anwendung von vasokonstriktorischen Aminen wurden beschrieben
- tierexperimentelle Studien
- haben teratogene Wirkung gezeigt
- Ephedrin kann kardiovaskuläre Schäden, verringerte Fertilität, Fruchtverlust und mediane Bauchwanddefekte hervorrufen
- Fertilität
- keine Daten verfügbar
Warnhinweise
Ephedrin - invasiv
- Ephedrin darf nur vom oder unter Aufsicht des Anästhesisten verabreicht werden
- Anwendung von Ephedrin mit Vorsicht bei Patienten,
- die besonders empfindlich auf die Wirkung des Arzneimittels reagieren könnten, insbesondere Patienten mit Hyperthyreose
- Hypertonie
- mit anamnestisch bekannter Herzerkrankung, einschl. chronischer Herzkrankheit
- chronischer Angststörung oder sonstigen psychischen Störungen
- große Vorsicht ist außerdem angezeigt bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen wie
- Arrhythmie
- Tachykardie
- Gefäßverschlusskrankheiten
- Patienten mit Durchblutungsstörung des Gehirns oder autonomer Dysfunktion
- Hypertonie
- bei Patienten mit Angina pectoris können pectanginöse Schmerzen ausgelöst werden
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- unterliegen einem erhöhten Toxizitätsrisiko und sind unter besonderer Vorsicht mit der geringsten wirksamen Dosis zu behandeln
- Kammerflimmern / Arrhythmien
- Ephedrin sollte bei Patienten, die sich einer Narkose mit Cyclopropan, Halothan oder anderen halogenierten Anästhetika unterziehen, vermieden oder mit Vorsicht angewendet werden, da dies zum Auftreten von Kammerflimmern führen kann
- bei der Verabreichung von Ephedrin bei Patienten, die Herzglycoside, Chinidin oder trizyclische Antidepressiva einnehmen, besteht ein erhöhtes Arrhythmierisiko
- Monoaminooxidase-Hemmer
- viele Sympathomimetika zeigen Wechselwirkungen mit Monoaminooxidase-Hemmern und sollten Patienten unter einer derartigen Therapie bzw. innerhalb von 14 Tagen nach Absetzen eben dieser nicht verabreicht werden (kontrainidziert)
- es wird empfohlen, Sympathomimetika nicht bei Einnahme selektiver MAO-Hemmer zu verabreichen (kontraindiziert)
- Hypertonie
- Ephedrin erhöht den Blutdruck
- daher ist bei Patienten unter antihypertensiver Therapie besondere Vorsicht geboten
- Wechselwirkungen von Ephedrin mit Alpha- und Beta- Blockern können komplex sein
- Propranolol und andere Beta-Rezeptorenblocker antagonisieren die Wirkung von Beta2-Adrenozeptor- Stimulanzien (Beta2-Agonisten) wie Salbutamol
- Corticosteroide
- gleichzeitige Verabreichung von Corticosteroiden in hohen Dosen kann die metabolischen Nebenwirkungen hochdosierter Beta2-Agonisten verstärken
- Patienten sollten daher sorgfältig überwacht werden, wenn diese zwei Arzneimittelklassen zusammen angewendet werden, auch wenn diese Vorsichtsmaßnahme weniger auf die Therapie mit inhalativen Corticosteroiden zutriff
- gleichzeitige Verabreichung von Corticosteroiden in hohen Dosen kann die metabolischen Nebenwirkungen hochdosierter Beta2-Agonisten verstärken
- Hypokaliämie
- eine im Zusammenhang mit hohen Beta2- Agonisten-Dosen auftretende Hypokaliämie kann zu erhöhter Anfälligkeit für Digitalisinduzierte Herzrhythmusstörungen führen
- eine Hypokaliämie kann durch die gleichzeitige Verabreichung von Aminophyllin oder anderen Xanthinen, Corticosteroiden oder durch eine Diuretika-Therapie verstärkt werden
- Doping
- Sportler sollten darauf hingewiesen werden, dass das Präparat einen Wirkstoff enthält, der zu positiven Ergebnissen bei Dopingtests führen kann
- die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingproben zu positiven Ergebnissen führen