Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 60 ST | 467,47 € |
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Indikation
- Behandlung folgender Helminthosen
- Zystische Echinokokkose (Echinococcus-granulosus-Infektion, Hundebandwurm-Befall)
- inoperable Verlaufsform
- nicht radikal operierbare Verlaufsform
- präoperative Unterstützung der chirurgischen Therapie
- Alveoläre Echinokokkose (Echinococcus-multilocularis-Infektion, Fuchsbandwurm-Befall)
- inoperable Verlaufsform
- nicht radikal operierbare Verlaufsform
- präoperative Unterstuetzung der chirurgischen Therapie
- Trichinen-Befall (Trichinella-spiralis-Infektion, Trichinose)
- Behandlungsversuch bei Zwergfadenwurmbefall (Strongyloidiasis, Strongyloides stercoralis)
- Zystische Echinokokkose (Echinococcus-granulosus-Infektion, Hundebandwurm-Befall)
Dosierung
- Zystische oder alveoläre Echinokokkose
- 1 Filmtablette (400 mg Albendazol) 2mal / Tag
- Dauer
- 2 - max. 3 Behandlungszyklen
- jeweils 28 Tage Behandlung mit anschließender 14-tägiger Pause
- präoperativ
- Behandlung über 2 Zyklen nach obiger Empfehlung
- Operation vor Abschluss zweier vollständiger Zyklen notwendig
- Einnahme so lange wie möglich, jedoch nicht länger als 28 Tage / Zyklus
- postoperativ
- ist Operation bereits nach < 14 Tagen Behandlung unabdingbar, mind. 2 Behandlungszyklen zu je 28 Tagen mit dazwischenliegender 14-tägiger Pause
- ebenfalls 2 vollständige Behandlungszyklen
- wenn nach präoperativer Behandlung noch Zysten vorhanden sind
- nach Zystenruptur
- Personen mit einem Körpergewicht < 60 kg:
- 15 mg / kg Körpergewicht, verteilt auf 2 Einzeldosen
- max. Tagesdosis: 800 mg
- Trichinose
- 1 Filmtablette (400 mg Albendazol) 2mal / Tag
- Dauer
- 6 Tage
- normalerweise nur 1 Behandlungszyklus notwendig
- bestätigte Diagnose oder Verdacht von Zwergfadenwurmbefall (Strongyloidiasis)
- leichte Fälle: 1 Filmtablette (400 mg) / Tag
- Dauer: 3 Tage
Dosisanpassung
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- begrenzte Erfahrung
- Berichten zufolge keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder < 6 Jahre
- fehlende therapeutische Erfahrungen, daher kontraindiziert
- Niereninsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- dennoch Patienten mit Hinweis auf Niereninsuffizienz sorgfältig beobachten
- Leberfunktionsstörung
- Warnhinweise beachten (siehe FI)
Kontraindikationen
Albendazol - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Albendazol
- Schwangerschaft
- Kinder < 6 Jahre
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Albendazol - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leukopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vermindertes Hämoglobin
- verminderter Hämatokrit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Panzytopenie
- aplastische Anämie
- Agranulozytose
- ohne Häufigkeitsangabe
- Patienten mit Lebererkrankungen, hepatische Echinokokkose eingeschlossen, scheinen anfälliger für eine myelosuppressive Wirkung zu sein
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeitsreaktionen, einschl.
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Urtikaria
- Überempfindlichkeitsreaktionen, einschl.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- bei Behandlung einer Neurozystizerkose
- Symptomverschlimmerung
- Auftreten neuer neurologischer Störungen
- Epilepsie
- Hirnhautentzündung
- halbseitige Lähmung
- auffällige Müdigkeit
- bei Behandlung einer Neurozystizerkose
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Magen-Darm-Beschwerden (in Zusammenhang mit der Behandlung von Patienten mit Echinokokkose)
- Magen- / Bauchschmerzen
- Durchfall
- Übelkeit
- Erbrechen
- Magen-Darm-Beschwerden (in Zusammenhang mit der Behandlung von Patienten mit Echinokokkose)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- geringe bis mäßig erhöhte Leberenzymwerte
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hepatitis
- Berichte auch über von der Norm abweichende Ergebnisse bei Leberbiopsien (jedoch wahrscheinlich eineFolge des Wurmbefalls)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- reversibler Haarausfall
- Ausdünnung der Haare
- moderater Haarausfall
- reversibler Haarausfall
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erythema multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Nasenbluten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme morgens und abends zu den Mahlzeiten
- Einnahme vorzugsweise mit Flüssigkeit, zerkaut oder unzerkaut
- fetthaltige Kost zur besseren Wirkstoffaufnahme empfohlen
- empfohlene fetthaltige Kost: > 40 g Fett pro Mahlzeit, möglichst fest
- bei Schwierigkeiten Tabletten im Ganzen zu schlucken (insbesondere junge Kinder)
- Patient anhalten die Tabletten mit ein wenig Wasser zu kauen
- alternativ: Tabletten zerkleinern
Stillzeithinweise
Albendazol - peroral
- Albendazol sollte nicht angewendet werden
- keine ausreichenden Daten bei stillenden Frauen oder aus Tierversuchen
Schwangerschaftshinweise
Albendazol - peroral
- während der Schwangerschaft oder bei Frauen, von denen angenommen wird, dass sie schwanger sind, sollte Albendazol nicht angewendet werden
- Albendazol sollte während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, außer wenn es eindeutig notwendig ist
- keine geeigneten Daten aus der Anwendung von Albendazol bei schwangeren Frauen vorliegend
- Daten aus Tierstudien haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
- Frauen im gebärfähigen Alter
- zum Ausschluss einer Schwangerschaft sollte ein Test vor Beginn und regelmäßig während der Behandlung mit Eskazole durchgeführt werden
- wegen der teratogenen Eigenschaften der Benzimidazolderivate wird empfohlen, darauf zu achten, dass Patientinnen im gebärfähigen Alter für effektive empfängnisverhütende Maßnahmen sorgen
- aufgrund unklarer Wechselwirkungen mit hormonalen Ovulationshemmern ist die alleinige Einnahme der „Pille" ungeeignet
- Verhütung muss kurz vor, während und noch einen Monat nach der Eskazole-Behandlung durchgeführt werden
- Fertilität
- keine Daten zur Auswirkung von Albendazol auf die menschliche Fertilität vorliegend
Warnhinweise
Albendazol - peroral
- Auswirkungen auf die Leber und Leberinsuffizienz
- Leberinsuffizienz hat einen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Albendazolsulfoxid, da Albendazol in der Leber schnell zu seinem primär pharmakologisch aktiven Metaboliten Albendazolsulfoxid abgebaut wird
- bei der Behandlung mit Albendazol können niedrige bis mäßig erhöhte Leberenzyme auftreten, die sich in der Regel nach Beendigung der Therapie wieder normalisieren
- Berichte über Fälle von Hepatitis
- Durchführung von Leberfunktionstests
- vor Beginn jedes Therapiezyklus
- nach 5 Tagen
- nach 10 Tagen
- dann mindestens alle 2 Wochen während der Therapie durchgeführt werden.
- wenn die Leberenzyme deutlich zugenommen haben (mehr als das Doppelte der Obergrenze des Normalbereichs): Albendazoltherapie abbrechen
- eine erneute Behandlung mit Albendazol kann in Betracht gezogen werden, wenn die Werte wieder in den Normalbereich zurückgekehrt sind
- Patienten dann sorgfältig und in einem kürzeren Intervall (wöchentlich) überwachen
- Patienten, die vor Beginn der Behandlung mit Albendazol anormale Werte von Leberfunktionstests (Transaminasen) aufweisen:
- sorgfältig überwachen
- Therapie abbrechen, wenn
- die Enzymwerte signifikant erhöht sind oder
- die Blutkörperchenzahlen klinisch signifikant abnehmen
- Myelosuppression
- Blutbildkontrollen während jedem der 28-tägigen Behandlungszyklen
- zu Beginn jedes Behandlungszyklus
- nach 5 Tagen
- nach 10 Tagen
- dann nach 14 Tagen Behandlung
- Patienten mit Lebererkrankungen, einschl. hepatische Echinokokkose, scheinen anfälliger für Myelosuppressionen zu sein, die zu Panzytopenie, aplastischer Anämie, Agranulozytose und Leukopenie führen
- daher bei diesen Patienten das Blutbild genauer überwachen.
- Albendazol absetzen, wenn die Blutkörperchenzahl klinisch signifikant sinkt
- Blutbildkontrollen während jedem der 28-tägigen Behandlungszyklen
- ältere Patienten
- Albendazol mit Vorsicht anwenden
- Patienten mit Niereninsuffizienz
- Albendazol mit Vorsicht anwenden
- Schwangerschaft
- Schwangerschaft während der Behandlung vermeiden
- Neurozysterkose
- bei Patienten, die mit Albendazol behandelt werden, ist eine bestehende Neurozysterkose zu erkennen, insbesondere in Gebieten mit ausgeprägter Taeniasis-Infektion
- Bei diesen Patienten können neurologische Symptome auftreten, z.B. Anfälle, erhöhter Hirndruck oder fokale Symptome, die sich aus einer Entzündungsreaktion durch den Tod der Parasiten im Gehirn ergeben
- die Symptome können kurz nach der Behandlung auftreten
- eine sofortige Behandlung mit Corticosteroiden und Antikrampfmitteln sollte eingeleitet werden