Essentiale Kapsel 300 mg

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Fachinformationen

Indikation

  • Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre, > 43 kg KG)
    • Verbesserung des subjektiven Beschwerdebildes (wie z. B. Appetitlosigkeit, Druckgefühl im rechten Oberbauch) bei toxisch-nutritiven Leberschäden und bei Hepatitis

Dosierung

  • Verbesserung des subjektiven Beschwerdebildes (z. B. Appetitlosigkeit, Druckgefühl im rechten Oberbauch) bei toxisch-nutritiven Leberschäden und bei Hepatitis
    • Jugendliche (> ca. 43 kg KG) und Erwachsene
      • 2 Hartkapseln (600 mg Phospholipide aus Sojabohnen) 3mal / Tag
        • entspricht Tagesgesamtdosis von 1800 mg Phospholipide aus Sojabohnen
      • Therapiedauer
        • keine zeitliche Begrenzung der Anwendungsdauer
    • Kinder < 12 Jahre
      • Anwendung nicht vorgesehen
      • es liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor

Kontraindikationen

Phospholipide (aus Sojabohne) - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Phospholipide, Sojaproteine, Erdnuss
  • Antiphospholipidsyndrom
  • Kindern unter 12 Jahren (jeweilige Herstellerinformation beachten)
  • Stillzeit

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Anwendungshinweise

  • zum Einnehmen
    • zu den Mahlzeiten
    • unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit, vorzugsweise ein Glas Trinkwasser (200 ml)

Stillzeithinweise

Phospholipide (aus Sojabohne) - peroral
  • kontraindiziert
  • nicht bekannt, ob Bestandteile aus Phospholipiden aus Sojabohnen oder ihre Metabolite in die Muttermilch übergehen
  • Risiko für gestillte Säuglinge kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Phospholipide (aus Sojabohne) - peroral
  • Einnahme nicht empfohlen
  • nur eingeschränkte Daten zur Anwendung in der Schwangerschaft vorliegend
    • aus der verbreiteten Anwendung von Sojabohnen als Lebensmittel haben sich bisher keine Anhaltspunkte für Risiken in der Schwangerschaft ergeben
  • Tierstudien in Bezug auf die Reproduktionstoxizität sind unzulänglich
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • Anwendung bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, muss wegen des Risikos einer Frühschwangerschaft sorgfältig abgewogen werden
  • Fertilität
    • Präklinische Studien in Tieren haben keine Auswirkung auf die männliche oder weibliche Fertilität gezeigt

Warnhinweise

Phospholipide (aus Sojabohne) - peroral
  • schwere allergische Reaktionen
    • in seltenen Fällen aufgrund des Gehaltes an Sojaöl
  • Arzneimitteltherapie ersetzt nicht die Vermeidung der die Leber schädigenden Ursachen (z.B. Alkohol)
  • chronische Hepatitis
    • unterstützende Therapie mit Phospholipiden aus Sojabohnen nur gerechtfertigt, wenn eine Verbesserung des subjektiven Beschwerdebildes unter der Therapie erkennbar ist
  • bei Zunahme der Beschwerden sowie bei Auftreten anderer unklarer Beschwerden Arzt aufsuchen
  • Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre
    • keine ausreichenden Untersuchungen vorliegend
      • aus der verbreiteten Anwendung von Sojabohnen als Lebensmittel haben sich bisher keine Anhaltspunkte für Risiken bei Kindern ergeben
    • aufgrund des Anwendungsgebietes keinen relevanten Gebrauch in dieser Patientengruppe
    • bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht anwenden (jeweilige Herstellerinformation beachten)
  • gleichzeitige Einnahme mit Antikoagulantien vom Cumarin-Typ (Phenprocoumon, Warfarin)
    • Rücksprache mit dem Arzt nehmen
    • kann zu Wechselwirkungen kommen
      • Therapiekontrollen bis zu 14 Tage nach Absetzen des Phospholipid Arzenimittels erfolgen, um so eine eventuelle Anpassung der Dosierung dieser Arzneimittel vorzunehmen