Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 10 ST 7,89 €
N2 20 ST 13,93 €
N3 50 ST 31,69 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • Eubiol® enthält Trockenhefe zum Einnehmen.
  • Eubiol® wird angewendet
    • zur symptomatischen Behandlung bei akuter Diarrhö,
    • zur Vorbeugung und symptomatischen Behandlung von Reisediarrhöen sowie Diarrhöen unter Sondenernährung,
    • als Adjuvans bei chronischen Formen der Akne.

Dosierung

  • Akute Diarrhö
    • Kinder zwischen 6 Monaten und 2 Jahren:
      • 1 mal täglich 1 Hartkapsel
      • Bei Kindern unter 2 Jahren darf die Behandlung nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
    • Kinder über 2 Jahre und Erwachsene
      • 1 mal täglich 1 Hartkapsel
  • Vorbeugung von Reisedurchfällen
    • Kinder zwischen 6 Monaten und 2 Jahren:
      • Die Anwendung ist nicht vorgesehen.
    • Kinder über 2 Jahre und Erwachsene
      • 1 mal täglich 1 Hartkapsel, beginnend 5 Tage vor der Abreise
  • Akne
    • Kinder zwischen 6 Monaten und 2 Jahren:
      • Die Anwendung ist nicht vorgesehen.
    • Kinder über 2 Jahre und Erwachsene
      • 2 mal täglich 1 Hartkapsel
  • Sondennahrungsbedingter Durchfall
    • Kinder zwischen 6 Monaten und 2 Jahren:
      • Die Anwendung ist nicht vorgesehen.
    • Kinder über 2 Jahre und Erwachsene
      • 1 mal täglich ist der Inhalt von 2 Hartkapseln (entsprechend einer Tagesdosis von 750 mg Trockenhefe aus Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926) in 1,5 Liter Nährlösung zu geben
  • Die Behandlung sollte noch einige Tage nach dem Sistieren der Diarrhö fortgesetzt werden.
  • Zur adjuvanten Therapie bei chronischen Formen der Akne ist die Einnahme über mehrere Wochen zu empfehlen.
  • Für die Einnahme von Hefepräparaten sind zwar prinzipiell keine Einschränkungen in der Anwendungsdauer bekannt, in der Gebrauchsinformation wird der Patient jedoch darauf hingewiesen, dass die Angaben unter „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung" sowie die Angaben unter „Nebenwirkungen" zu beachten sind.
  • In der Gebrauchsinformation wird der Patient darauf hingewiesen, dass bei Anhalten der Symptome über 2 Tage oder einer Verschlechterung ein Arzt aufgesucht werden soll.

Kontraindikationen

  • Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe
  • Hefeallergie, insbesondere gegen Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926
  • Patienten mit zentralem Venenkatheter
  • Schwerkranke Patienten oder immunsupprimierte Patienten aufgrund des Fungämierisikos
  • In der Gebrauchsinformation wird der Patient auf folgendes hingewiesen:
    • Durchfälle bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren sind in jedem Fall von der Selbstmedikation auszuschließen und erfordern die Rücksprache mit dem Arzt.
    • Ausreichende Untersuchungen zur Dosierung bei Säuglingen unter 6 Monaten liegen nicht vor.

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig (>/= 1/10)
    • Häufig (>/= 1/100 bis < 1/10)
    • Gelegentlich (=>/=1/1.000 bis < 1/100)
    • Selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
    • Sehr selten (< 1/10.000)
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
  • lnfektionen und parasitäre Erkrankungen
    • Sehr selten: Fungämie bei Patienten mit zentralem Venenkatheter und bei schwerkranken oder immunsupprimierten Patienten
    • Nicht bekannt: Sepsis bei schwerkranken oder immunsupprimierten Patienten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • Häufigkeit nicht bekannt: Blähungen.
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes/Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums/Erkrankungen des Immunsystems
    • Häufigkeit nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von Juckreiz, Urtikaria, lokalem oder generalisiertem Exanthem sowie Quincke-Ödem, Atemnot und anaphylaktischer Schock.

Anwendungshinweise

  • Die Hartkapseln sind unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z.B. ein Glas Wasser) einzunehmen.
  • Zur Einnahme bei Kindern unter 6 Jahren werden die Hartkapseln durch Auseinanderziehen der Kapselhälften geöffnet und der Inhalt in Speisen oder Flüssigkeit gemischt (Zimmertemperatur).
  • Bei sondennahrungsbedingter Diarrhö werden die Hartkapseln durch Auseinanderziehen der Kapselhälften geöffnet und der Inhalt in die Sondennahrung gegeben.
  • Aufgrund der Gefahr einer Kontaminierung über die Raumluft dürfen die Kapseln nicht in den Räumen von Patienten geöffnet werden. Das medizinische Fachpersonal sollte bei der Handhabung von Probiotika für die Verabreichung Handschuhe tragen, die Handschuhe danach umgehend entsorgen und sich die Hände gründlich waschen.

Stillzeithinweise

  • Aus der verbreiteten Anwendung von Hefe als Lebensmittel haben sich bisher keine Hinweise auf Risiken in der Schwangerschaft und während der Stillzeit ergeben. Ergebnisse experimenteller Untersuchungen für Saccharomyces cerevisiae Hansen CBS 5926 liegen nicht vor. Daher sollte das Arzneimittel in der Schwangerschaft und während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Schwangerschaftshinweise

  • Aus der verbreiteten Anwendung von Hefe als Lebensmittel haben sich bisher keine Hinweise auf Risiken in der Schwangerschaft und während der Stillzeit ergeben. Ergebnisse experimenteller Untersuchungen für Saccharomyces cerevisiae Hansen CBS 5926 liegen nicht vor. Daher sollte das Arzneimittel in der Schwangerschaft und während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Warnhinweise

  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • In der Packungsbeilage wird der Patient auf folgendes hingewiesen:
      • Bei Durchfällen, die länger als 2 Tage andauern oder mit Blutbeimengungen oder Temperaturerhöhung einhergehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
      • Bei Durchfallerkrankungen muss, besonders bei Kindern, auf Ersatz von Flüssigkeit und Salzen (Elektrolyten) als wichtigste Behandlungsmaßnahme geachtet werden.
      • Bei Verschlimmerung oder ausbleibender Besserung der Akne sollte ein Arzt konsultiert werden.
      • Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Säuglingen unter 6 Monaten liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Daher soll Eubiol® bei Patienten unter 6 Monaten nicht angewendet werden.
    • Es wurde sehr selten über Fälle von Fungämie (mit positivem Nachweis von Saccharomyces-Stämmen in der Blutkultur) sowie Sepsis berichtet, meist bei Patienten mit zentralem Venenkatheter, schwerkranken oder immunsupprimierten Patienten. Diese äußerte sich meist mit Fieber. Nach Abbruch der Behandlung mit Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926, der Verabreichung von Antimykotika und, wenn notwendig, der Entfernung des Katheters war das Outcome zufriedenstellend. Bei einigen schwerkranken Patienten kam es hingegen zu einem tödlichen Verlauf.
    • Wie bei allen Medikamenten, die lebende Mikroorganismen enthalten, muss der Handhabung des Produkts in Gegenwart von Patienten mit zentralem aber auch peripherem Venenkatheter besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, auch wenn die Patienten nicht mit Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926 behandelt werden, um jegliche Kontaminierung durch die Hände und/oder Verbreitung über die Raumluft zu vermeiden.
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Die gleichzeitige Einnahme von Eubiol® und Arzneimitteln gegen Pilzerkrankungen (Antimykotika) kann die Wirkungsweise von Eubiol® beeinträchtigen.
    • Bei gleichzeitiger Einnahme von Monoaminoxidasehemmstoffen ist eine Blutdruckerhöhung möglich.
    • In der Gebrauchsinformation wird der Patient darauf hingewiesen, dass bei Einnahme weiterer Medikamente der Arzt oder Apotheker informiert werden sollte.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Eubiol® hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
  • Überdosierung
    • Intoxikationen mit Zubereitungen aus Trockenhefe sind bisher nicht bekannt geworden. Möglicherweise können bei Einnahme zu großer Mengen die in Kategorie „Nebenwirkungen" beschriebenen Beschwerden verstärkt auftreten.