Eylea 114.3 mg/ml Injektionslösung i.e. Fertigspr.

Bayer Vital GmbH GB Pharma
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Aflibercept →

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N1 1 ST 1099,42 €
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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene

  • Behandlung der neovaskulären (feuchten) altersabhängigen Makuladegeneration (nAMD)
  • Behandlung einer Visusbeeinträchtigung aufgrund eines diabetischen Makulaödems (DMÖ)

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 114,3 mg Aflibercept; jede Durchstechflasche enthält 30,1 mg Aflibercept in 0,263 ml Lösung; diese Menge reicht aus, um eine Einzeldosis von 0,07 ml, in denen 8 mg Aflibercept enthalten sind, anzuwenden

  • nAMD und DMÖ
    • Dosierung
      • 0,07 ml (8 mg Aflibercept)
    • Behandlungsintervall
      • initial: 1mal / Monat über 3 Monate
      • danach, abhängig vom funktionellen und / oder morphologischen Befund:
        • optional, Verlängerung des Behandlungsintervalles auf bis zu 4 Monate
        • anschließend könen unter Aufrechterhaltung eines stabilen funktionellen und/oder morphologischen Befundes die Behandlungsintervalle, wie z. B. mit einem „Treat and Extend"-Dosierungsschema, weiter auf bis zu 5 Monate verlängert werden
        • bei Verschlechterung des funktionellen und / oder morphologischen Befundes
          • entsprechende Verkürzung des Behandlungsintervalls
          • kürzestes Intervall zwischen 2 Injektionen beträgt in der Erhaltungsphase 2 Monate
      • monatliche Injektionen für mehr als 3 aufeinanderfolgende Injektionen: nicht untersucht
    • Häufigkeit der Kontrolluntersuchungen richtet sich nach dem Zustand des Patienten und nach dem Ermessen des Arztes
    • für Fälle, in denen eine Behandlung ausgesetzt werden sollte s. Fachinformation
    • Patienten mit Leberfunktionsstörung
      • keine speziellen Studien durchgeführt
      • verfügbare Daten weisen nicht darauf hin, dass eine Dosisanpassung erforderlich ist
    • Patienten mit Nierenfunktionsstörung
      • keine speziellen Studien durchgeführt
      • verfügbare Daten weisen nicht darauf hin, dass eine Dosisanpassung erforderlich ist
    • ältere Patienten
      • verfügbare Daten weisen nicht darauf hin, dass bei diesen Patienten eine Anpassung der Dosis erforderlich ist
    • Kinder und Jugendliche
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
      • kein relevanter Nutzen in den Anwendungsgebieten nAMD und DMÖ

Kontraindikationen

Aflibercept - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Aflibercept
  • (bestehende oder vermutete) okulare oder periokulare Infektion
  • bestehende schwere intraokulare Entzündung

Nebenwirkungen

Aflibercept - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeit
        • einschließlich Hautausschlag, Pruritus, Urtikaria und in Einzelfällen schwere anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • arterielle thromboembolische Ereignisse (produktklassenbezogene Nebenwirkung)
        • arterielle thromboembolische Ereignisse (ATE) sind Nebenwirkungen, die möglicherweise mit der systemischen VEGF-Hemmung in Verbindung stehen
        • es besteht ein theoretisches Risiko von ATE inklusive Schlaganfall und Myokardinfarkt nach intravitrealer Anwendung von VEGF-Hemmern
        • eine geringe Inzidenzrate von ATE wurde in klinischen Studien mit Aflibercept bei Patienten mit nAMD und DMÖ beobachtet
  • Augenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • verminderte Sehschärfe
      • Einblutung in die Retina
      • Bindehautblutung
      • Augenschmerzen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Einriss des retinalen Pigmentepithels
        • Zustand, von dem bekannt ist, dass er mit einer feuchten AMD einhergeht; nur in Studien zu feuchter AMD beobachtet
      • Abhebung des retinalen Pigmentepithels
      • Netzhautdegeneration
      • Glaskörperblutung
      • Katarakt
      • kortikale Katarakt
      • Kernkatarakt
      • sukapsuläre Katarakt
      • Hornhautabrasion
      • Hornhauterosion
      • Anstieg des Augeninnendrucks
      • verschwommenes Sehen
      • Glaskörpertrübungen
      • Hornhautödem
      • Glaskörperabhebung
      • Schmerzen an der Injektionsstelle
      • Fremdkörpergefühl im Auge
      • erhöhter Tränenfluss
      • Augenlidödem
      • Blutungen an der Injektionsstelle
      • Keratitis punctata
      • Bindehauthyperämie
      • okuläre Hyperämie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Endophthalmitis (kulturpositiv und -negativ)
      • Netzhautablösung
      • Netzhauteinriss
      • Iritis
      • Uveitis
      • Iridocyclitis
      • Rindenkatarakt
      • Linsentrübungen
      • Hornhautepitheldefekt
      • Reizung an der Injektionsstelle
      • abnorme Empfindung im Auge
      • Reizung des Augenlids
      • Schwebeteilchen in der Vorderkammer
      • Hornhautödem
      • Vitritis
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erblindung
      • traumatische Katarakt
      • Hypopyon

Anwendungshinweise

  • ausschließlich als intravitreale Injektion
  • entsprechend medizinischen Standards und geltenden Richtlinien nur von einem qualifizierten Arzt mit Erfahrung in der Durchführung intravitrealer Injektionen anzuwenden
  • Gewährleistung von adäquater Anästhesie und Asepsis
    • Einsatz eines topischen Breitbandmikrobizids
      • z. B. Povidon-Iod: zum Auftragen auf die periokulare Haut, Augenlid und Augenoberfläche
    • empfohlen werden
      • chirurgische Händedesinfektion, sterile Handschuhe, steriles Abdecktuch und sterile Lidsperrer (oder ein vergleichbares Instrument)
  • Injektionskanüle 3,5 - 4 mm posterior zum Limbus in Richtung Glaskörper einbringen
    • dabei horizontalen Meridian vermeiden und in Richtung Bulbusmitte zielen
    • danach das Injektionsvolumen (0,07 ml) injizieren
    • nachfolgende Injektionen nicht an derselben skleralen Einstichstelle applizieren
  • unmittelbar nach der intravitrealen Injektion
    • angemessene Überwachung
      • Kontrolle des Augeninnendrucks
      • Überprüfung der Perfusion des Sehnervenkopfes oder Tonometrie
    • für den Bedarfsfall sollte steriles Besteck zur Durchführung einer Parazentese verfügbar sein
    • Instruktion des Patienten unverzüglich alle Symptome zu melden, die auf eine Endophthalmitis hinweisen:
      • z. B. Augenschmerzen, Augenrötung, Photophobie, verschwommenes Sehen
  • jede Durchstechflasche sollte nur zur Behandlung eines einzigen Auges verwendet werden
  • nach der Injektion ist nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen
  • weitere Informationen und Hinweise zur Handhabung des Arzneimittels vor Verabreichung, s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Aflibercept - invasiv
  • als Vorsichtsmaßnahme wird die Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen
  • es muss entschieden werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Aflibercept verzichtet werden soll
    • dabei sind sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Therapienutzen für die Frau zu berücksichtigen
  • sehr begrenzte Daten beim Menschen weisen darauf hin, dass Aflibercept in geringen Mengen in die Muttermilch übergehen kann
    • Aflibercept ist ein großes Proteinmolekül und es ist zu erwarten, dass die Menge an Arzneimittel, die vom Säugling aufgenommen wird, gering ist
      • die Auswirkungen von Aflibercept auf gestillte Neugeborene / Kinder sind nicht bekannt
      • Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Aflibercept - invasiv
  • Aflibercept sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn der erwartete Nutzen überwiegt das potenzielle Risiko für den Fetus
    • auch wenn systemische Exposition nach okularer Anwendung sehr gering ist
  • keine bzw. nur begrenzte Daten zur Anwendung in der Schwangerschaft vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • Embryo- und Fetotoxizität / Reproduktionstoxizität
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • müssen während der Behandlung und für mind. 3 bis 4 Monate (s. jeweilige Produktinformation) nach der letzten intravitrealen Injektion von Aflibercept eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
  • Fertilität
    • es liegen keine Daten zur Fertilität beim Menschen vor
    • tierexperimentelle Studien
      • hohe systemische Expositionen können männliche sowie weibliche Fertilität beeinträchtigen
      • diese Auswirkungen bei okularer Anwendung nicht zu erwarten, da geringe systemische Exposition

Warnhinweise

Aflibercept - invasiv
  • Rückverfolgbarkeit
    • um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
  • durch die intravitreale Injektion bedingte Reaktionen
    • Endophthalmitis, intraokulare Entzündung, rhegmatogene Netzhautablösung, Einriss der Netzhaut oder iatrogener traumatischer Katarakt möglich
      • bei der Anwendung immer angemessene aseptische Injektionsmethoden anwenden
      • Patienten innerhalb der ersten Woche nach der Injektion überwachen
        • um im Falle einer Infektion eine frühzeitige Behandlung zu ermöglichen
      • erwachsene Patienten sollten instruiert werden, unverzüglich alle Symptome zu melden, die auf eine Endophthalmitis oder auf eines der oben aufgeführten Ereignisse hinweisen
      • Patienten mit ROP
        • sollten von Angehörigen der Gesundheitsberufe auf Anzeichen überwacht werden, die auf eine Endophthalmitis hinweisen (z. B. Rötung / Reizung des Auges, Augentränen, Lidschwellung, Photophobie)
        • Eltern und Betreuungspersonen sollten auch instruiert werden, auf alle Anzeichen, die auf eine Endophthalmitis hinweisen, zu achten und diese unverzüglich zu melden
  • erhöhter Augeninnendruck
    • ein (vorübergehendes) Ansteigen des Augeninnendrucks wurde innerhalb von 60 Minuten nach intravitrealen Injektionen beobachtet
      • besondere Vorsicht ist bei Patienten mit einem schlecht eingestellten Glaukom geboten
        • Aflibercept darf nicht injiziert werden, solange der Augeninnendruck >/= 30 mmHg liegt
      • in allen Fällen müssen daher sowohl der Augeninnendruck als auch die Perfusion des Sehnervenkopfes überwacht und bei Bedarf angemessen behandelt werden
  • Immunogenität
    • möglich, da Aflibercept ein therapeutisches Protein ist
    • Patienten sollen dazu angehalten werden, alle Anzeichen oder Symptome einer intraokularen Entzündung, z. B. Schmerzen, Photophobie oder Rötung, zu berichten
      • da diese klinische Anzeichen einer Überempfindlichkeit sein könnten
  • systemische Nebenwirkungen / Effekte
    • inklusive nicht-okularer Hämorrhagien und arterieller thromboembolischer Ereignisse wurden nach intravitrealer Injektion von VEGF-Hemmern berichtet
      • theoretisches Risiko eines Zusammenhang mit der VEGF-Hemmung
    • begrenzte Daten zur Sicherheit bei der Behandlung von Patienten mit nAMD, ZVV, VAV, DMÖ oder mCNV, die innerhalb der letzten 6 Monate einen Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacken oder einen Myokardinfarkt in der Vorgeschichte hatten
      • Behandlung entsprechender Patienten mit Umsicht
  • wie bei anderen intravitrealen anti-VEGF-Behandlungen einer AMD, eines ZVV, eines VAV, eines DMÖ und einer mCNV
    • gleichzeitigen Behandlung beider Augen / bilaterale Behandlung
      • Sicherheit und Wirksamkeit einer wurde nicht systematisch untersucht
      • falls beide Augen gleichzeitig behandelt werden, kann die systemische Exposition und damit das Risiko systemischer unerwünschter Ereignisse erhöht sein
    • gleichzeitige Behandlung mit anderen anti-VEGF-Arzneimitteln (vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor)
      • bisher liegen keine bzw. begrenzte Erfahrungen zur gleichzeitigen Anwendung von Aflibercept mit anderen Anti-VEGF Arzneimitteln (systemisch oder okular) vor
    • großflächige und/oder hohe Abhebungen des retinalen Pigmentepithels
      • gehören zu den Risikofaktoren, die nach einer anti-VEGF-Therapie bei feuchter AMD zur Entwicklung eines retinalen Pigmentepitheleinrisses führen können
      • zu Beginn einer Therapie ist Vorsicht bei Patienten geboten, die diese Risikofaktoren für das Auftreten von retinalen Pigmentepitheleinrissen aufweisen
    • die Behandlung sollte ausgesetzt werden bei
      • Patienten mit rhegmatogener Netzhautablösung
      • Makulalöchern Grad 3 oder 4
    • im Falle eines Einriss der Retina
      • sollte die Behandlung unterbrochen und erst wieder aufgenommen werden, wenn der Riss adäquat verheilt ist
    • die Behandlung sollte ausgesetzt (und nicht vor dem nächsten geplanten Termin fortgesetzt) werden
      • bei Verminderung der bestmöglich korrigierten Sehschärfe (BCVA) von >/= 30 Buchstaben im Vergleich zur zuletzt gemessenen Sehschärfe
      • bei subretinaler Blutung, bei der das Zentrum der Fovea betroffen ist oder die Größe der Blutung >/= 50 % der gesamten Läsion ausmacht
    • durchgeführter oder geplanter intraokularen Eingriff
      • Behandlung sollte 28 Tage vorher/danach ausgesetzt werden
    • Anwendung während der Schwangerschaft
      • Aflibercept sollte nicht verabreicht werden, es sei denn der mögliche Nutzen überwiegt das potenzielle Risiko für den Fetus
    • Behandlung von Frauen im gebärfähigen Alter
      • müssen während der Behandlung und für mindestens 3 bis 4 Monate (s. jeweilige Produktinformation) nach der letzten intravitrealen Injektion von Aflibercept eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
    • Behandlung von Patienten mit ischämischem ZVV und VAV
      • begrenzte Erfahrung
      • bei Patienten mit den klinischen Anzeichen eines irreversiblen, ischämischen Visusverlustes ist die Behandlung nicht empfohlen
  • Kinder und Jugendliche
    • die Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für Erwachsene gelten auch für Frühgeborene mit ROP
    • das Langzeit-Sicherheitsprofil bei Frühgeborenen wurde nicht bestimmt
  • Personengruppen mit begrenzten Daten
    • der Arzt sollte das Fehlen dieser Informationen berücksichtigen bei der Behandlung
      • von Personen mit einem aufgrund eines Typ I-Diabetes verursachten DMÖ oder bei Diabetikern mit einem HbA1c > 12 % oder mit proliferativer diabetischer Retinopathie
        • nur begrenzte Erfahrungen
      • von Patienten mit aktiven systemischen Infektionen
        • Anwendung wurde nicht untersucht
      • von Patienten, die gleichzeitig andere Augenerkrankungen wie eine Netzhautablösung oder ein Makulaloch hatten
        • Anwendung wurde nicht untersucht
      • von Diabetikern mit nicht eingestelltem Bluthochdruck
        • keine Erfahrungen
  • Behandlung einer mCNV mit Aflibercept bei nicht-asiatischen Patienten, bei Patienten mit vorbehandelter mCNV und bei Patienten mit extrafovealen Läsionen
    • keine Erfahrungen