Eylea 114.3 mg/ml Injektionslösung i.e.Fertigspr.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 1099,39 € |
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Indikation
Erwachsene
- Behandlung der neovaskulären (feuchten) altersabhängigen Makuladegeneration (nAMD)
- Behandlung einer Visusbeeinträchtigung aufgrund eines diabetischen Makulaödems (DMÖ)
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 114,3 mg Aflibercept; jede Durchstechflasche enthält 30,1 mg Aflibercept in 0,263 ml Lösung; diese Menge reicht aus, um eine Einzeldosis von 0,07 ml, in denen 8 mg Aflibercept enthalten sind, anzuwenden
- nAMD und DMÖ
- Dosierung
- 0,07 ml (8 mg Aflibercept)
- Behandlungsintervall
- initial: 1mal / Monat über 3 Monate
- danach, abhängig vom funktionellen und / oder morphologischen Befund:
- optional, Verlängerung des Behandlungsintervalles auf bis zu 4 Monate
- anschließend könen unter Aufrechterhaltung eines stabilen funktionellen und/oder morphologischen Befundes die Behandlungsintervalle, wie z. B. mit einem „Treat and Extend"-Dosierungsschema, weiter auf bis zu 5 Monate verlängert werden
- bei Verschlechterung des funktionellen und / oder morphologischen Befundes
- entsprechende Verkürzung des Behandlungsintervalls
- kürzestes Intervall zwischen 2 Injektionen beträgt in der Erhaltungsphase 2 Monate
- monatliche Injektionen für mehr als 3 aufeinanderfolgende Injektionen: nicht untersucht
- Häufigkeit der Kontrolluntersuchungen richtet sich nach dem Zustand des Patienten und nach dem Ermessen des Arztes
- für Fälle, in denen eine Behandlung ausgesetzt werden sollte s. Fachinformation
- Patienten mit Leberfunktionsstörung
- keine speziellen Studien durchgeführt
- verfügbare Daten weisen nicht darauf hin, dass eine Dosisanpassung erforderlich ist
- Patienten mit Nierenfunktionsstörung
- keine speziellen Studien durchgeführt
- verfügbare Daten weisen nicht darauf hin, dass eine Dosisanpassung erforderlich ist
- ältere Patienten
- verfügbare Daten weisen nicht darauf hin, dass bei diesen Patienten eine Anpassung der Dosis erforderlich ist
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- kein relevanter Nutzen in den Anwendungsgebieten nAMD und DMÖ
- Dosierung
Kontraindikationen
Aflibercept - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Aflibercept
- (bestehende oder vermutete) okulare oder periokulare Infektion
- bestehende schwere intraokulare Entzündung
Nebenwirkungen
Aflibercept - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit
- einschließlich Hautausschlag, Pruritus, Urtikaria und in Einzelfällen schwere anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen
- Überempfindlichkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- arterielle thromboembolische Ereignisse (produktklassenbezogene Nebenwirkung)
- arterielle thromboembolische Ereignisse (ATE) sind Nebenwirkungen, die möglicherweise mit der systemischen VEGF-Hemmung in Verbindung stehen
- es besteht ein theoretisches Risiko von ATE inklusive Schlaganfall und Myokardinfarkt nach intravitrealer Anwendung von VEGF-Hemmern
- eine geringe Inzidenzrate von ATE wurde in klinischen Studien mit Aflibercept bei Patienten mit nAMD und DMÖ beobachtet
- arterielle thromboembolische Ereignisse (produktklassenbezogene Nebenwirkung)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Augenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- verminderte Sehschärfe
- Einblutung in die Retina
- Bindehautblutung
- Augenschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Einriss des retinalen Pigmentepithels
- Zustand, von dem bekannt ist, dass er mit einer feuchten AMD einhergeht; nur in Studien zu feuchter AMD beobachtet
- Abhebung des retinalen Pigmentepithels
- Netzhautdegeneration
- Glaskörperblutung
- Katarakt
- kortikale Katarakt
- Kernkatarakt
- sukapsuläre Katarakt
- Hornhautabrasion
- Hornhauterosion
- Anstieg des Augeninnendrucks
- verschwommenes Sehen
- Glaskörpertrübungen
- Hornhautödem
- Glaskörperabhebung
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- Fremdkörpergefühl im Auge
- erhöhter Tränenfluss
- Augenlidödem
- Blutungen an der Injektionsstelle
- Keratitis punctata
- Bindehauthyperämie
- okuläre Hyperämie
- Einriss des retinalen Pigmentepithels
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endophthalmitis (kulturpositiv und -negativ)
- Netzhautablösung
- Netzhauteinriss
- Iritis
- Uveitis
- Iridocyclitis
- Rindenkatarakt
- Linsentrübungen
- Hornhautepitheldefekt
- Reizung an der Injektionsstelle
- abnorme Empfindung im Auge
- Reizung des Augenlids
- Schwebeteilchen in der Vorderkammer
- Hornhautödem
- Vitritis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erblindung
- traumatische Katarakt
- Hypopyon
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- ausschließlich als intravitreale Injektion
- entsprechend medizinischen Standards und geltenden Richtlinien nur von einem qualifizierten Arzt mit Erfahrung in der Durchführung intravitrealer Injektionen anzuwenden
- Gewährleistung von adäquater Anästhesie und Asepsis
- Einsatz eines topischen Breitbandmikrobizids
- z. B. Povidon-Iod: zum Auftragen auf die periokulare Haut, Augenlid und Augenoberfläche
- empfohlen werden
- chirurgische Händedesinfektion, sterile Handschuhe, steriles Abdecktuch und sterile Lidsperrer (oder ein vergleichbares Instrument)
- Einsatz eines topischen Breitbandmikrobizids
- Injektionskanüle 3,5 - 4 mm posterior zum Limbus in Richtung Glaskörper einbringen
- dabei horizontalen Meridian vermeiden und in Richtung Bulbusmitte zielen
- danach das Injektionsvolumen (0,07 ml) injizieren
- nachfolgende Injektionen nicht an derselben skleralen Einstichstelle applizieren
- unmittelbar nach der intravitrealen Injektion
- angemessene Überwachung
- Kontrolle des Augeninnendrucks
- Überprüfung der Perfusion des Sehnervenkopfes oder Tonometrie
- für den Bedarfsfall sollte steriles Besteck zur Durchführung einer Parazentese verfügbar sein
- Instruktion des Patienten unverzüglich alle Symptome zu melden, die auf eine Endophthalmitis hinweisen:
- z. B. Augenschmerzen, Augenrötung, Photophobie, verschwommenes Sehen
- angemessene Überwachung
- jede Durchstechflasche sollte nur zur Behandlung eines einzigen Auges verwendet werden
- nach der Injektion ist nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen
- weitere Informationen und Hinweise zur Handhabung des Arzneimittels vor Verabreichung, s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Aflibercept - invasiv
- als Vorsichtsmaßnahme wird die Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen
- es muss entschieden werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Aflibercept verzichtet werden soll
- dabei sind sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Therapienutzen für die Frau zu berücksichtigen
- sehr begrenzte Daten beim Menschen weisen darauf hin, dass Aflibercept in geringen Mengen in die Muttermilch übergehen kann
- Aflibercept ist ein großes Proteinmolekül und es ist zu erwarten, dass die Menge an Arzneimittel, die vom Säugling aufgenommen wird, gering ist
- die Auswirkungen von Aflibercept auf gestillte Neugeborene / Kinder sind nicht bekannt
- Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden
- Aflibercept ist ein großes Proteinmolekül und es ist zu erwarten, dass die Menge an Arzneimittel, die vom Säugling aufgenommen wird, gering ist
Schwangerschaftshinweise
Aflibercept - invasiv
- Aflibercept sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn der erwartete Nutzen überwiegt das potenzielle Risiko für den Fetus
- auch wenn systemische Exposition nach okularer Anwendung sehr gering ist
- keine bzw. nur begrenzte Daten zur Anwendung in der Schwangerschaft vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Embryo- und Fetotoxizität / Reproduktionstoxizität
- Frauen im gebärfähigen Alter
- müssen während der Behandlung und für mind. 3 bis 4 Monate (s. jeweilige Produktinformation) nach der letzten intravitrealen Injektion von Aflibercept eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
- Fertilität
- es liegen keine Daten zur Fertilität beim Menschen vor
- tierexperimentelle Studien
- hohe systemische Expositionen können männliche sowie weibliche Fertilität beeinträchtigen
- diese Auswirkungen bei okularer Anwendung nicht zu erwarten, da geringe systemische Exposition
Warnhinweise
Aflibercept - invasiv
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- durch die intravitreale Injektion bedingte Reaktionen
- Endophthalmitis, intraokulare Entzündung, rhegmatogene Netzhautablösung, Einriss der Netzhaut oder iatrogener traumatischer Katarakt möglich
- bei der Anwendung immer angemessene aseptische Injektionsmethoden anwenden
- Patienten innerhalb der ersten Woche nach der Injektion überwachen
- um im Falle einer Infektion eine frühzeitige Behandlung zu ermöglichen
- erwachsene Patienten sollten instruiert werden, unverzüglich alle Symptome zu melden, die auf eine Endophthalmitis oder auf eines der oben aufgeführten Ereignisse hinweisen
- Patienten mit ROP
- sollten von Angehörigen der Gesundheitsberufe auf Anzeichen überwacht werden, die auf eine Endophthalmitis hinweisen (z. B. Rötung / Reizung des Auges, Augentränen, Lidschwellung, Photophobie)
- Eltern und Betreuungspersonen sollten auch instruiert werden, auf alle Anzeichen, die auf eine Endophthalmitis hinweisen, zu achten und diese unverzüglich zu melden
- Endophthalmitis, intraokulare Entzündung, rhegmatogene Netzhautablösung, Einriss der Netzhaut oder iatrogener traumatischer Katarakt möglich
- erhöhter Augeninnendruck
- ein (vorübergehendes) Ansteigen des Augeninnendrucks wurde innerhalb von 60 Minuten nach intravitrealen Injektionen beobachtet
- besondere Vorsicht ist bei Patienten mit einem schlecht eingestellten Glaukom geboten
- Aflibercept darf nicht injiziert werden, solange der Augeninnendruck >/= 30 mmHg liegt
- in allen Fällen müssen daher sowohl der Augeninnendruck als auch die Perfusion des Sehnervenkopfes überwacht und bei Bedarf angemessen behandelt werden
- besondere Vorsicht ist bei Patienten mit einem schlecht eingestellten Glaukom geboten
- ein (vorübergehendes) Ansteigen des Augeninnendrucks wurde innerhalb von 60 Minuten nach intravitrealen Injektionen beobachtet
- Immunogenität
- möglich, da Aflibercept ein therapeutisches Protein ist
- Patienten sollen dazu angehalten werden, alle Anzeichen oder Symptome einer intraokularen Entzündung, z. B. Schmerzen, Photophobie oder Rötung, zu berichten
- da diese klinische Anzeichen einer Überempfindlichkeit sein könnten
- systemische Nebenwirkungen / Effekte
- inklusive nicht-okularer Hämorrhagien und arterieller thromboembolischer Ereignisse wurden nach intravitrealer Injektion von VEGF-Hemmern berichtet
- theoretisches Risiko eines Zusammenhang mit der VEGF-Hemmung
- begrenzte Daten zur Sicherheit bei der Behandlung von Patienten mit nAMD, ZVV, VAV, DMÖ oder mCNV, die innerhalb der letzten 6 Monate einen Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacken oder einen Myokardinfarkt in der Vorgeschichte hatten
- Behandlung entsprechender Patienten mit Umsicht
- inklusive nicht-okularer Hämorrhagien und arterieller thromboembolischer Ereignisse wurden nach intravitrealer Injektion von VEGF-Hemmern berichtet
- wie bei anderen intravitrealen anti-VEGF-Behandlungen einer AMD, eines ZVV, eines VAV, eines DMÖ und einer mCNV
- gleichzeitigen Behandlung beider Augen / bilaterale Behandlung
- Sicherheit und Wirksamkeit einer wurde nicht systematisch untersucht
- falls beide Augen gleichzeitig behandelt werden, kann die systemische Exposition und damit das Risiko systemischer unerwünschter Ereignisse erhöht sein
- gleichzeitige Behandlung mit anderen anti-VEGF-Arzneimitteln (vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor)
- bisher liegen keine bzw. begrenzte Erfahrungen zur gleichzeitigen Anwendung von Aflibercept mit anderen Anti-VEGF Arzneimitteln (systemisch oder okular) vor
- großflächige und/oder hohe Abhebungen des retinalen Pigmentepithels
- gehören zu den Risikofaktoren, die nach einer anti-VEGF-Therapie bei feuchter AMD zur Entwicklung eines retinalen Pigmentepitheleinrisses führen können
- zu Beginn einer Therapie ist Vorsicht bei Patienten geboten, die diese Risikofaktoren für das Auftreten von retinalen Pigmentepitheleinrissen aufweisen
- die Behandlung sollte ausgesetzt werden bei
- Patienten mit rhegmatogener Netzhautablösung
- Makulalöchern Grad 3 oder 4
- im Falle eines Einriss der Retina
- sollte die Behandlung unterbrochen und erst wieder aufgenommen werden, wenn der Riss adäquat verheilt ist
- die Behandlung sollte ausgesetzt (und nicht vor dem nächsten geplanten Termin fortgesetzt) werden
- bei Verminderung der bestmöglich korrigierten Sehschärfe (BCVA) von >/= 30 Buchstaben im Vergleich zur zuletzt gemessenen Sehschärfe
- bei subretinaler Blutung, bei der das Zentrum der Fovea betroffen ist oder die Größe der Blutung >/= 50 % der gesamten Läsion ausmacht
- durchgeführter oder geplanter intraokularen Eingriff
- Behandlung sollte 28 Tage vorher/danach ausgesetzt werden
- Anwendung während der Schwangerschaft
- Aflibercept sollte nicht verabreicht werden, es sei denn der mögliche Nutzen überwiegt das potenzielle Risiko für den Fetus
- Behandlung von Frauen im gebärfähigen Alter
- müssen während der Behandlung und für mindestens 3 bis 4 Monate (s. jeweilige Produktinformation) nach der letzten intravitrealen Injektion von Aflibercept eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
- Behandlung von Patienten mit ischämischem ZVV und VAV
- begrenzte Erfahrung
- bei Patienten mit den klinischen Anzeichen eines irreversiblen, ischämischen Visusverlustes ist die Behandlung nicht empfohlen
- gleichzeitigen Behandlung beider Augen / bilaterale Behandlung
- Kinder und Jugendliche
- die Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für Erwachsene gelten auch für Frühgeborene mit ROP
- das Langzeit-Sicherheitsprofil bei Frühgeborenen wurde nicht bestimmt
- Personengruppen mit begrenzten Daten
- der Arzt sollte das Fehlen dieser Informationen berücksichtigen bei der Behandlung
- von Personen mit einem aufgrund eines Typ I-Diabetes verursachten DMÖ oder bei Diabetikern mit einem HbA1c > 12 % oder mit proliferativer diabetischer Retinopathie
- nur begrenzte Erfahrungen
- von Patienten mit aktiven systemischen Infektionen
- Anwendung wurde nicht untersucht
- von Patienten, die gleichzeitig andere Augenerkrankungen wie eine Netzhautablösung oder ein Makulaloch hatten
- Anwendung wurde nicht untersucht
- von Diabetikern mit nicht eingestelltem Bluthochdruck
- keine Erfahrungen
- von Personen mit einem aufgrund eines Typ I-Diabetes verursachten DMÖ oder bei Diabetikern mit einem HbA1c > 12 % oder mit proliferativer diabetischer Retinopathie
- der Arzt sollte das Fehlen dieser Informationen berücksichtigen bei der Behandlung
- Behandlung einer mCNV mit Aflibercept bei nicht-asiatischen Patienten, bei Patienten mit vorbehandelter mCNV und bei Patienten mit extrafovealen Läsionen
- keine Erfahrungen