Eziclen Konzentrat z.Herst.e.Lsg.z.Einnehmen

AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG Wirkstoff: Kalium/Magnesium/Natrium →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 1X2 FL 29,25 €
KTP 24X2 FL 465,74 €
KTP 144X2 FL 2258,98 €
KTP 336X2 FL 4455,82 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Reinigung des Darms bei Erwachsenen für Eingriffe jeder Art, bei denen ein gereinigter Darm erforderlich ist (z. B. bildliche Darstellung des Darms einschließlich Endoskopie sowie radiologische oder operative Maßnahmen)
  • Hinweis
    • nicht indiziert bei Verstopfung

Dosierung

Basiseinheit: 1 Flasche enthält 5,684 g Natrium (entsprechend 247,1 mmol Natrium) (Natrium stammt aus Natriumsulfat (Wirkstoff) und Natriumbenzoat (sonstiger Bestandteil)), 1,405 g Kalium (entsprechend 35,9 mmol Kalium), 0,323 g Magnesium (entsprechend 13,3 mmol Magnesium), 14,845 g Sulfat (entsprechend 154,5 mmol Sulfat)

  • Reinigung des Darms bei Erwachsenen für Eingriffe jeder Art, bei denen ein gereinigter Darm erforderlich ist
    • 2 Flaschen (nach Verdünnung mit Wasser)
      • 2-Tage-Dosierungsschema (Dosisteilung)
        • 1. Dosis: am frühen Abend vor dem Eingriff (z. B. um 18:00 Uhr)
        • 2. Dosis: am Morgen des Eingriffs (10 bis 12 h nach Einnahme der Abenddosis)
      • 1-Tages-Dosierungsschema
        • 1. Dosis: am frühen Abend vor dem Eingriff (z. B. um 18:00 Uhr)
        • 2. Dosis: ca. 2 h nach Einnahme der ersten Dosis (z. B. um 20:00 Uhr)
      • Hinweis
        • Einnahme der gesamten verdünnten Lösung und des zusätzlich erforderlichen Wassers sollte abgeschlossen sein
          • mind. 1 h vor dem Eingriff, wenn keine Anästhesie eingeleitet wird
          • wenn eine Anästhesie eingeleitet wird, normalerweise mind. 2 h vor Beginn des Eingriffs, in Übereinstimmung mit den Anweisungen des Anästhesisten

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • keine Unterschiede zwischen älteren Patienten und anderen Gruppen bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit festgestellt
    • keine Dosisanpassung erforderlich, jedoch besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen (Hochrisikogruppe)
  • Niereninsuffizienz
    • nur ungenügende Daten
    • leicht - mäßig
      • keine Dosisanpassung erforderlich, jedoch besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen (Hochrisikogruppe)
    • schwer (glomeruläre Filtrationsrate < 30 ml / min / 1,73m2)
      • kontraindiziert
  • Leberinsuffizienz
    • keine Dosisanpassung erforderlich, jedoch besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen (Hochrisikogruppe)
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen
    • keine Daten

Kontraindikationen

Magnesiumsulfat - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Magnesiumsulfat
  • Ileus
  • eingeschränkte Nierenfunktion
  • entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen
  • Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Magnesiumsulfat - peroral
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Blähungen
      • Bauchkrämpfe
      • Stuhlinkontinenz
      • bei längerfristiger Einnahme von Abführmitteln
        • Verstärkung der Darmträgheit durch Kaliumverluste
        • Kotsteine
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Magnesiumintoxikation (bei sehr hohen Dosen oder bei chronischer Einnahme, insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion), gekennzeichnet durch:
        • zentralnervöse Störungen
        • Muskelschwäche
        • Reflexausfälle
        • Müdigkeit
        • Parese
        • Koma
        • Herzrhythmusstörungen
      • erhöhten Verluste von Wasser, Kalium und anderen Salzen (bei längerdauernder Anwendung)
        • kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika und Nebennierenrinden-Steroiden
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Störungen der Herzfunktion als Folge eines Elektrolytverlustes
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
  • Erkrankungen des Immunsystems
  • Endokrine Erkrankungen
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
  • Psychiatrische Erkrankungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
  • Augenerkrankungen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
  • Herzerkrankungen
  • Gefässerkrankungen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
  • Leber- und Gallenerkrankungen
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
  • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
  • Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
  • Kongenitale, familiäre und genetische Erkrankungen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
  • Untersuchungen
  • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
  • Chirurgische und medizinische Eingriffe
  • Soziale Umstände

Anwendungshinweise

  • allgemein
    • vor Anwendung: Inhalt jeder Flasche mit Hilfe des mitgelieferten Bechers auf Gesamtvolumen von rund 0,5 l in Wasser verdünnen
    • anschließend: innerhalb von 2 h 1 weiteren Liter Wasser oder klare Flüssigkeit trinken
      • erlaubte klare Flüssigkeiten: Wasser, Tee oder Kaffee (ohne Milch oder Kaffeeweißer), sprudelnde (kohlensäurehaltige) oder stille (kohlensäurefreie) Erfrischungsgetränke, gefilterte Fruchtsäfte ohne Fruchtfleisch (nicht rot oder purpurfarben), klare Suppe oder durchgesiebte Suppe ohne Feststoffe
    • gesamte für eine Darmreinigung erforderliche Flüssigkeitsaufnahme: ca. 3 Liter
    • orale Einahme als geteilte Dosis (verteilt auf 2 Tage) oder als 1-Tagespräparat
      • wenn es der Zeitplan für den Eingriff erlaubt, Dosisteilung (2-Tage-Schema) dem 1-Tages-Schema vorziehen
  • Dosisteilung (2-Tage-Schema)
    • am Tag vor dem Eingriff (am frühen Abend, z. B. 18:00 Uhr)
      • Inhalt einer Flasche in den mitgelieferten Becher schütten und mit Wasser bis zur Markierungslinie verdünnen (d. h. ca. 0,5 l)
      • nach Einnahme der verdünnten Lösung: 2 weitere bis zur Markierung mit Wasser oder einer klaren Flüssigkeit gefüllte Becher (d. h. ca. 1 l) über die nächsten 2 h trinken
    • am Tag des Eingriffs (morgens, 10 bis 12 h nach Einnahme der Abenddosis)
      • Inhalt der zweiten Flasche in den mitgelieferten Becher schütten und mit Wasser bis zur Markierungslinie verdünnen (d. h. ca. 0,5 l)
      • nach Einnahme der verdünnten Lösung: 2 weitere bis zur Markierung mit Wasser oder einer klaren Flüssigkeit gefüllte Becher (d. h. ca. 1 l) über die nächsten 2 h trinken
  • 1-Tages-Dosierungsschema
    • am Abend vor dem Eingriff (z.B. 18:00 Uhr)
      • Inhalt einer Flasche in den mitgelieferten Becher schütten und mit Wasser bis zur Markierungslinie verdünnen (d. h. ca. 0,5 l)
      • nach Einnahme der verdünnten Lösung: 2 weitere bis zur Markierung mit Wasser oder einer klaren Flüssigkeit gefüllte Becher (d. h. ca. 1 l) über die nächsten 2 h trinken
    • ca. 2 Stunden nach Einnahme der 1. Dosis (z. B. 20:00 Uhr)
      • Inhalt der zweiten Flasche in den mitgelieferten Becher schütten und mit Wasser bis zur Markierungslinie verdünnen (d. h. ca. 0,5 Liter)
      • nach Einnahme der verdünnten Lösung: 2 weitere bis zur Markierung mit Wasser oder einer klaren Flüssigkeit gefüllte Becher (d. h. ca. 1 l) über die nächsten 2 h trinken
  • Hinweis
    • Einnahme der gesamten verdünnten Lösung und des zusätzlich erforderlichen Wassers sollte abgeschlossen sein
      • mind. 1 h vor dem Eingriff, wenn keine Anästhesie eingeleitet wird
      • wenn eine Anästhesie eingeleitet wird, normalerweise mind. 2 h vor Beginn des Eingriffs, in Übereinstimmung mit den Anweisungen des Anästhesisten
  • nach dem Eingriff
    • um ausreichende Hydrierung aufrechtzuerhalten, sollten Patienten anschließend genügende Mengen an Flüssigkeit trinken
  • Einschränkungen bei der Nahrungsaufnahme
    • am Tag vor dem Eingriff ist ein leichtes Frühstück erlaubt
    • Danach sollte der Patient nur klare Flüssigkeiten als Mittag- und Abendessen sowie weitere Mahlzeit zu sich nehmen, bis der Eingriff durchgeführt wurde
    • rote und purpurfarbene Flüssigkeiten, Milch und alkoholische Getränke vermeiden

Stillzeithinweise

Magnesiumsulfat - peroral
  • keine Daten für die Verwendung von Magnesiumsulfat in der Stillzeit vorliegend
  • darf während der Stillzeit nur bei einer nachgewiesenen akuten Verstopfung und nur kurzfristig eingenommen werden

Schwangerschaftshinweise

Magnesiumsulfat - peroral
  • keine Daten für die Verwendung von Magnesiumsulfat bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität nicht durchgeführt
  • darf während der Schwangerschaft nur bei einer nachgewiesenen akuten Verstopfung und nur kurzfristig eingenommen werden

Warnhinweise

Magnesiumsulfat - peroral
  • mögliche organische Ursachen einer Obstipation vor einer Behandlung ausschließen
  • Patienten sollten zur Behandlung der Obstipation ggf. zur Ernährungsumstellung und Änderung des Lebensstils angehalten werden
  • Kinder
    • Behandlung von Kindern aufgrund fehlender Daten nicht empfohlen