Fasenra 30 mg Injektionslösung im Fertigpen
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 2606,27 € |
| NotApplicable | 1 ST | – |
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Indikation
Erwachsene
- Asthma
- Add-on-Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma, das trotz hochdosierter inhalativer Corticosteroide plus lang wirksamer Beta-Agonisten unzureichend kontrolliert ist
- Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA)
- Add-on-Therapie bei erwachsenen Patienten mit rezidivierender oder refraktärer eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis
Dosierung
Basiseinheit: jeder Fertigpen enthält 30 mg Benralizumab in 1 ml
- Asthma; Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA)
- Erwachsene
- Hinweise
- Behandlung soll von einem Arzt initiiert werden, der Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen hat, bei denen Benralizumab indiziert ist
- Selbstapplikation: unter bestimmten Voraussetzungen können Patienten sich selbst injizieren oder sich von ihren Betreuungspersonen injizieren lassen
- nach sorgfältiger Einweisung in die s.c. Injektionstechnik
- nach Schulung zu Anzeichen und Symptomen von Überempfindlichkeitsreaktionen
- Patienten ohne bekannte Anaphylaxie in der Vorgeschichte
- wenn der Arzt dies für angemessen hält
- anschließende ärztliche Betreuung nach Bedarf
- nur Patienten in Betracht ziehen, die bereits in der Anwendung des Arzneimittels erfahren sind
- Asthma
- 30 mg Benralizumab, s.c.
- die ersten 3. Dosen in einem Abstand von 4 Wochen und anschließend alle 8 Wochen
- EGPA
- 30 mg Benralizumab, s.c. / 4 Wochen
- bei Patienten, die lebensbedrohliche Manifestationen der EGPA entwickeln, soll überprüft werden, ob eine Fortsetzung der Therapie erforderlich ist
- Arzneimittel wurde in dieser Patientengruppe nicht untersucht
- verpasste Dosis am geplanten Termin
- Anwendung schnellstmöglich gemäß dem Dosierungsschema fortsetzen
- keine doppelte Dosis anwenden
- Behandlungsdauer
- zur Langzeitbehandlung bestimmt
- mind. 1mal / Jahr über die Fortführung der Therapie entscheiden auf Grundlage
- des Schweregrad der Erkrankung
- dem Grad der Krankheitskontrolle
- der Anzahl der Eosinophilen im Blut
- Hinweise
- Erwachsene
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Nieren- und Leberfunktionsstörung
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche mit Asthma
- 6 - 17 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- 6 - 11 Jahre:
- begrenzte Daten vorliegend
- 12 - 17Jahre
- begrenzte Daten vorliegend
- bisher vorliegende Daten s. Fachinformation
- keine Dosierungsempfehlung
- < 6 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten vorliegend
- 6 - 17 Jahre
- Kinder und Jugendliche mit EGPA
- < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- < 18 Jahre
Kontraindikationen
Benralizumab - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Benralizumab
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Benralizumab - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pharyngitis (einschl. Pharyngitis bakteriell, virale Pharyngitis, Pharyngitis durchStreptokokken)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeitsreaktionen (einschl. Urtikaria, Lichen urticatus, Ausschlag)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anaphylaktische Reaktion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- sehr häufig in der EGPA-Studie
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber
- Reaktion an der Injektionsstelle (einschl. Schmerzen, Erytheme, Pruritus, Papula)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- s.c. Injektion
- in den Oberschenkel oder in den Bauch injizieren
- Injektion durch das medizinische Fachpersonal oder die Betreuungsperson
- Injektion auch in den Oberarm möglich
- nicht in Körperbereiche injizieren, wo die Haut dünn, geprellt, gerötet oder verhärtet ist
- weitere Hinweise s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Benralizumab - invasiv
- Entscheidung treffen, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder die Benralizumab- Behandlung unterbrochen/auf die Behandlung verzichtet werden soll
- unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Therapie für die Frau
- nicht bekannt, ob Benralizumab oder seinen Metaboliten in die Muttermilch von Menschen oder Tieren übergehen
- Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Benralizumab - invasiv
- aus Vorsichtsgründen Anwendung von Benralizumab während der Schwangerschaft vermeiden
- nur in Erwägung ziehen, wenn der zu erwartende Nutzen für die Mutter jedes potenzielle Risiko für das ungeborene Kind überwiegt
- begrenzte Datenlage zur Anwendung von Benralizumab bei Schwangeren (< 300)
- tierexperimentellen Studien
- keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität
- Monoklonale Antikörper, wie z. B. Benralizumab, werden mit fortschreitender Schwangerschaft linear durch die Plazenta hindurch transportiert; aus diesem Grund ist eine potenzielle Exposition des ungeborenen Kindes im zweiten und dritten Trimester der Schwangerschaft wahrscheinlich größer
- Fertilität
- keine Daten zur Fertilität beim Menschen vorliegend
- tierexperimentelle Studien haben keine unerwünschten Wirkungen einer Benralizumab-Behandlung auf die Fertilität gezeigt
Warnhinweise
Benralizumab - invasiv
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- Asthma-Exazerbation
- keine Anwendung von Benralizumab zur Behandlung akuter Asthma-Exazerbationen
- ärztlicher Rat ist einzuholen wenn das Asthma nach Behandlungsbeginn unkontrolliert bleibt oder sich verschlimmert
- Corticosteriode
- abruptes Absetzen von Corticosteroiden nach Beginn der Benralizumab-Therapie wird nicht empfohlen
- sofern angemessen, stufenweise Dosisreduktion unter ärztlicher Überwachung
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Im Falle einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte Benralizumab abgesetzt werden und eine entsprechende Therapie initiiert werden
- Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Urtikaria, Lichen urticatus, Ausschlag) sind nach der Anwendung von Benralizumab aufgetreten
- Auftreten in der Regel innerhalb von Stunden nach der Anwendung, in einigen Fällen jedoch verzögerter Eintritt (z. B. nach Tagen)
- Anaphylaxien in der Vorgeschichte unabhängig von Benralizumab können ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Anaphylaxie nach der Anwendung Benralizumab sein
- entsprechend der klinischen Praxis sollten Patienten über einen angemessenen Zeitraum nach der Anwendung von Benralizumab überwacht werden
- Parasitäre Infektion (Helminthen)
- Eosinophile können in die Immunantwort auf manche Helminthen-Infektionen involviert sein
- Patienten mit bekannten Helminthen-Infektionen von klinischen Studien ausgeschlossen
- nicht bekannt, ob Benralizumab die Immunantwort eines Patienten auf eine Helminthen-Infektion beeinflusst
- Behandlung einer bestehenden Helminthen-Infektion vor Beginn der Benralizumab-Therapie
- bei Infektion während der Benralizumab-Behandlung und Nichtansprechen auf eine antihelminthische Behandlung
- Absetzen von Benralizumab bis zum Abklingen der Infektion
- organgefährdende oder lebensbedrohliche EGPA
- Benralizumab wurde bei Patienten mit aktiven organgefährdenden oder lebensbedrohlichenManifestationen von EGPA nicht untersucht