Fasenra 30 mg Injektionslösung in einem Fertigpen

kohlpharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Benralizumab →

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N1 1 ST 2606,21 €

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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene

  • Asthma
    • Add-on-Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma, das trotz hochdosierter inhalativer Corticosteroide plus lang wirksamer Beta-Agonisten unzureichend kontrolliert ist
  • Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA)
    • Add-on-Therapie bei erwachsenen Patienten mit rezidivierender oder refraktärer eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis

Dosierung

Basiseinheit: jeder Fertigpen enthält 30 mg Benralizumab in 1 ml

  • Asthma; Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA)
    • Erwachsene
      • Hinweise
        • Behandlung soll von einem Arzt initiiert werden, der Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen hat, bei denen Benralizumab indiziert ist
        • Selbstapplikation: unter bestimmten Voraussetzungen können Patienten sich selbst injizieren oder sich von ihren Betreuungspersonen injizieren lassen
          • nach sorgfältiger Einweisung in die s.c. Injektionstechnik
          • nach Schulung zu Anzeichen und Symptomen von Überempfindlichkeitsreaktionen
          • Patienten ohne bekannte Anaphylaxie in der Vorgeschichte
          • wenn der Arzt dies für angemessen hält
          • anschließende ärztliche Betreuung nach Bedarf
          • nur Patienten in Betracht ziehen, die bereits in der Anwendung des Arzneimittels erfahren sind
      • Asthma
        • 30 mg Benralizumab, s.c.
        • die ersten 3. Dosen in einem Abstand von 4 Wochen und anschließend alle 8 Wochen
      • EGPA
        • 30 mg Benralizumab, s.c. / 4 Wochen
        • bei Patienten, die lebensbedrohliche Manifestationen der EGPA entwickeln, soll überprüft werden, ob eine Fortsetzung der Therapie erforderlich ist
          • Arzneimittel wurde in dieser Patientengruppe nicht untersucht
      • verpasste Dosis am geplanten Termin
        • Anwendung schnellstmöglich gemäß dem Dosierungsschema fortsetzen
        • keine doppelte Dosis anwenden
      • Behandlungsdauer
        • zur Langzeitbehandlung bestimmt
        • mind. 1mal / Jahr über die Fortführung der Therapie entscheiden auf Grundlage
          • des Schweregrad der Erkrankung
          • dem Grad der Krankheitskontrolle
          • der Anzahl der Eosinophilen im Blut

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Nieren- und Leberfunktionsstörung
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Kinder und Jugendliche mit Asthma
    • 6 - 17 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
    • 6 - 11 Jahre:
      • begrenzte Daten vorliegend
    • 12 - 17Jahre
      • begrenzte Daten vorliegend
      • bisher vorliegende Daten s. Fachinformation
      • keine Dosierungsempfehlung
    • < 6 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
      • keine Daten vorliegend
  • Kinder und Jugendliche mit EGPA
    • < 18 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen

Kontraindikationen

Benralizumab - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Benralizumab

Therapiehinweise

Ausschleichend dosieren.

Nebenwirkungen

Benralizumab - invasiv
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pharyngitis (einschl. Pharyngitis bakteriell, virale Pharyngitis, Pharyngitis durchStreptokokken)
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (einschl. Urtikaria, Lichen urticatus, Ausschlag)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Anaphylaktische Reaktion
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
        • sehr häufig in der EGPA-Studie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Fieber
      • Reaktion an der Injektionsstelle (einschl. Schmerzen, Erytheme, Pruritus, Papula)

Anwendungshinweise

  • s.c. Injektion
  • in den Oberschenkel oder in den Bauch injizieren
  • Injektion durch das medizinische Fachpersonal oder die Betreuungsperson
    • Injektion auch in den Oberarm möglich
  • nicht in Körperbereiche injizieren, wo die Haut dünn, geprellt, gerötet oder verhärtet ist
  • weitere Hinweise s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Benralizumab - invasiv
  • Entscheidung treffen, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder die Benralizumab- Behandlung unterbrochen/auf die Behandlung verzichtet werden soll
    • unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Therapie für die Frau
  • nicht bekannt, ob Benralizumab oder seinen Metaboliten in die Muttermilch von Menschen oder Tieren übergehen
  • Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Benralizumab - invasiv
  • aus Vorsichtsgründen Anwendung von Benralizumab während der Schwangerschaft vermeiden
  • nur in Erwägung ziehen, wenn der zu erwartende Nutzen für die Mutter jedes potenzielle Risiko für das ungeborene Kind überwiegt
  • begrenzte Datenlage zur Anwendung von Benralizumab bei Schwangeren (< 300)
  • tierexperimentellen Studien
    • keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität
  • Monoklonale Antikörper, wie z. B. Benralizumab, werden mit fortschreitender Schwangerschaft linear durch die Plazenta hindurch transportiert; aus diesem Grund ist eine potenzielle Exposition des ungeborenen Kindes im zweiten und dritten Trimester der Schwangerschaft wahrscheinlich größer
  • Fertilität
    • keine Daten zur Fertilität beim Menschen vorliegend
    • tierexperimentelle Studien haben keine unerwünschten Wirkungen einer Benralizumab-Behandlung auf die Fertilität gezeigt

Warnhinweise

Benralizumab - invasiv
  • Rückverfolgbarkeit
    • um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
  • Asthma-Exazerbation
    • keine Anwendung von Benralizumab zur Behandlung akuter Asthma-Exazerbationen
    • ärztlicher Rat ist einzuholen wenn das Asthma nach Behandlungsbeginn unkontrolliert bleibt oder sich verschlimmert
  • Corticosteriode
    • abruptes Absetzen von Corticosteroiden nach Beginn der Benralizumab-Therapie wird nicht empfohlen
    • sofern angemessen, stufenweise Dosisreduktion unter ärztlicher Überwachung
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • Im Falle einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte Benralizumab abgesetzt werden und eine entsprechende Therapie initiiert werden
    • Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Urtikaria, Lichen urticatus, Ausschlag) sind nach der Anwendung von Benralizumab aufgetreten
    • Auftreten in der Regel innerhalb von Stunden nach der Anwendung, in einigen Fällen jedoch verzögerter Eintritt (z. B. nach Tagen)
    • Anaphylaxien in der Vorgeschichte unabhängig von Benralizumab können ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Anaphylaxie nach der Anwendung Benralizumab sein
      • entsprechend der klinischen Praxis sollten Patienten über einen angemessenen Zeitraum nach der Anwendung von Benralizumab überwacht werden
  • Parasitäre Infektion (Helminthen)
    • Eosinophile können in die Immunantwort auf manche Helminthen-Infektionen involviert sein
    • Patienten mit bekannten Helminthen-Infektionen von klinischen Studien ausgeschlossen
    • nicht bekannt, ob Benralizumab die Immunantwort eines Patienten auf eine Helminthen-Infektion beeinflusst
    • Behandlung einer bestehenden Helminthen-Infektion vor Beginn der Benralizumab-Therapie
    • bei Infektion während der Benralizumab-Behandlung und Nichtansprechen auf eine antihelminthische Behandlung
      • Absetzen von Benralizumab bis zum Abklingen der Infektion
  • organgefährdende oder lebensbedrohliche EGPA
    • Benralizumab wurde bei Patienten mit aktiven organgefährdenden oder lebensbedrohlichenManifestationen von EGPA nicht untersucht