Femoston 1/10mg
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 28 ST | 22,10 € |
| N2 | 84 ST | 40,40 € |
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Indikation
- Hormonsubstitutionstherapie (HRT) bei Estrogenmangelsymptomen nach der Menopause bei Frauen, deren letzte Monatsblutung mind. 6 Monate zurückliegt
- Prävention einer Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit hohem Frakturrisiko, die eine Unverträglichkeit oder Kontraindikation gegenüber anderen zur Osteoporoseprävention zugelassenen Arzneimitteln aufweisen
- Hinweis: es liegen nur begrenzte Erfahrungen bei der Behandlung von Frauen über 65 Jahren vor
Dosierung
Basiseinheit: 1 Kombinationspackung mit 14 weißen Filmtabletten mit 1 mg Estradiol und 14 grauen Filmtabletten mit 1 mg Estradiol plus 10 mg Dydrogesteron.
- Hormonsubstitutionstherapie (HRT) bei Estrogenmangelsymptomen nach der Menopause; Prävention einer Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit hohem Frakturrisiko
- kontinuierliche sequenzielle Hormonsubstitutionstherapie
- kontinuierliche Anwendung von Estrogen plus sequenzielle Ergänzung von Gestagen für die letzten 14 Tage eines jeden 28tägigen Zyklus
- Therapiebeginn:
- erste 14 Tage eines 28tägigen Zyklus: 1 weiße Filmtablette 1mal / Tag
- folgende 14 Tage: 1 graue Filmtablette 1mal / Tag
- kontinuierliche Einnahme ohne Unterbrechung zwischen den Blistern
- Anwendung der niedrigsten wirksamen Dosis für die kürzest mögliche Dauer
- im Allg. beginnt eine sequenziell kombinierte Therapie mit diesem Arzneimittel
- abhängig von der klinischen Wirkung kann die Dosierung im weiteren Therapieverlauf angepasst werden
- Wechsel von
- einer anderen kontinuierlich sequenziellen oder zyklischen Medikation
- 28tägigen Zyklus beenden
- anschließender Wechsel zu diesem Arzneimittel
- einem kontinuierlich kombinierten Präparat
- Einnahmebeginn jederzeit möglich
- einer anderen kontinuierlich sequenziellen oder zyklischen Medikation
- vergessene Dosis
- < 12 Stunden: sobald wie möglich nachholen
- > 12 Stunden: mit der nächsten Dosis fortfahren, ohne vergessene Filmtablette einzunehmen (erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Durchbruchblutung oder Schmierblutung)
- kontinuierliche sequenzielle Hormonsubstitutionstherapie
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche
- keine relevante Indikation für Anwendung vorhanden
- ältere Frauen (> 65 Jahre)
- nur begrenzte Erfahrungen vorliegend
Kontraindikationen
Dydrogesteron und Estrogen - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Dydrogesteron und Estrogen
- bestehender oder früherer Brustkrebs bzw. bei entsprechendem Verdacht
- estrogenabhängige maligne Tumoren bzw. ein entsprechender Verdacht (v.a. Endometriumkarzinom)
- nicht abgeklärter Blutung im Genitalbereich
- unbehandelte Endometriumhyperplasie
- frühere oder bestehende venöse thromboembolische Erkrankungen (v.a. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie)
- bekannte thrombophile Erkrankungen (z. B. Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-Mangel)
- bestehende oder erst kurze Zeit zurückliegende arterielle thromboembolische Erkrankungen (v.a. Angina pectoris, Myokardinfarkt)
- akute Lebererkrankung oder zurückliegende Lebererkrankungen solange sich die relevanten Leberfunktionswerte nicht normalisiert haben
- Porphyrie
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Nebenwirkungen
Dydrogesteron und Estrogen - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- vaginale Candidiasis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- zystitisähnliche Beschwerden
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Vergrößerung von Leiomyomen
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhtes Brustkrebsrisiko
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- haemolytische Anämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Depression
- Nervosität
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Beeinflussung der Libido
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Migräne
- Schwindel
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Meningiom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Steilstellung der kornealen Kurvatur
- Kontaktlinsenunverträglichkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzinfarkt
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefässerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- venöse Thromboembolie
- Hypertension
- periphere vaskuläre Beschwerden
- Varikose
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schlaganfall
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- abdominale Schmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- abdominelle Schmerzen, einschließlich Blähungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspepsie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Störung der Leberfunktion manchmal verbunden mit
- Gelbsucht
- Asthenie
- Unwohlsein
- abdominale Schmerzen
- Erkrankung der Gallenblase
- Störung der Leberfunktion manchmal verbunden mit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- allergische Hautreaktionen z.B.
- Hautausschlag
- Urtikaria
- Juckreiz
- allergische Hautreaktionen z.B.
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Angioödem
- vaskuläre Purpura
- Erythema nodosum
- Chloasma oder Melasma, die nach Ende der Arzneimitteleinnahme fortbestehen können
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Rückenschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Beinkrämpfe
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schmerzen/Empfindlichkeit der Brüste
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blutungsveränderungen einschließlich
- postmenopausale Schmierblutungen
- Metrorrhagie
- Menorrhagie
- Oligo-/Amenorrhoe
- unregelmäßige Blutungen
- Dymenorrhoe
- Unterleibschmerzen
- Veränderung der zervikalen Sekretion
- Blutungsveränderungen einschließlich
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Vergrößerung der Brüste
- prämenstruelles Syndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- körperliche Schwäche
- Kraftlosigkeit
- Müdigkeit
- Unwohlsein
- periphere Ödeme
- körperliche Schwäche
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtszunahme
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gewichtsabnahme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
weitere unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die in Zusammenhang mit einer kombinierten Behandlung aus Estrogen und Gestagen berichtet wurden
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- estrogenabhängige gutartige sowie bösartige Neoplasien, z. B. Endometriumkarzinom, Ovarialkarzinom
- Vergrößerung von gestagenabhängigen Neoplasien (z. B. Meningiom)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- systemischer Lupus erythematodes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypertriglyceridämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- wahrscheinliche Demenz
- Chorea
- Verschlechterung einer Epilepsie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- arterielle Thromboembolien
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pankreatitis (bei Frauen mit vorbestehender Hypertriglyceridämie)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erythema multiforme
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Niere und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- Harninkontinenz
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- ohne Häufigkeitsangabe
- fibrozystische Brustveränderungen
- Veränderung der Portioerosion
- ohne Häufigkeitsangabe
- kongenitale, familiäre und genetische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verschlechterung einer Porphyrie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anstieg der Gesamt-Schilddrüsenhormone
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Einnahme der Filmtabletten unabhängig von den Mahlzeiten
Stillzeithinweise
Dydrogesteron und Estrogen - peroral
- das Arzneimittel ist in der Stillzeit nicht indiziert
Schwangerschaftshinweise
Dydrogesteron und Estrogen - peroral
- das Arzneimittel ist in der Schwangerschaft nicht indiziert
- sollte unter der Therapie eine Schwangerschaft eintreten: Therapie sofort abbrechen
- es liegen keine ausreichenden klinischen Daten über eine Exposition während der Schwangerschaft vor
- Ergebnisse epidemiologischer Studien
- zeigen keine teratogenen oder fetotoxischen Wirkungen hinsichtlich einer unbeabsichtigten Exposition des Fetus mit Kombinationen von Estrogenen und Gestagenen
- Fertilität
- das Arzneimittel ist in der Fertilität nicht indiziert
Warnhinweise
Dydrogesteron und Estrogen - peroral
- Hormonsubstitutionstherapie (HRT) sollte nur zur Behandlung solcher postmenopausaler Beschwerden begonnen werden, welche die Lebensqualität beeinträchtigen
- Nutzen-/Risikobewertung
- Nutzen und Risiken sollten in jedem Einzelfall mindestens jährlich sorgfältig gegeneinander abgewogen werden
- HRT sollte nur so lange fortgeführt werden, wie der Nutzen die Risiken überwiegt
- nur begrenzte Daten zur Bewertung der Risiken einer HRT bei der Behandlung der prämaturen Menopause
- da jedoch das absolute Risiko bei jüngeren Frauen niedriger ist, könnte das Nutzen-Risiko-Verhältnis bei diesen Frauen günstiger sein als bei älteren
- medizinische Untersuchung/Kontrolluntersuchungen
- vor Beginn bzw. Wiederaufnahme einer HRT ist eine vollständige Eigen- und Familienanamnese der Patientin zu erheben
- die körperliche Untersuchung (einschließlich Unterleib und Brust) sollte sich an diesen Anamnesen sowie den Kontraindikationen und Warnhinweisen orientieren
- während der Behandlung werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen empfohlen
- richten sich in Häufigkeit und Art nach der individuellen Risikosituation der Frau
- Frauen sollten darüber aufgeklärt werden, welche Veränderungen der Brüste sie dem Arzt mitteilen müssen
- Untersuchungen, einschließlich geeigneter bildgebender Verfahren wie z. B. Mammographie, sind entsprechend der gegenwärtig üblichen Vorsorgepraxis und den klinischen Notwendigkeiten der einzelnen Frau durchzuführen
- Situationen, die eine Überwachung erfordern
- Patientinnen sollten engmaschig überwacht werden, wenn eine der folgenden Situationen bzw. Erkrankungen vorliegt oder früher vorlag bzw. sich während einer Schwangerschaft oder einer zurückliegenden Hormonbehandlung verschlechtert hat
- es sollte in Betracht gezogen werden, dass diese Situationen während einer Therapie mit dem Arzneimittel erneut auftreten oder sich verschlechtern können, im Besonderen
- Leiomyom (Uterusmyom) oder Endometriose
- Risikofaktoren für Thromboembolien (siehe unten)
- Risikofaktoren für estrogenabhängige Tumore z. B. Auftreten von Mammakarzinom bei Verwandten 1. Grades
- Hypertonie
- Lebererkrankungen (z. B. Leberadenom)
- Diabetes mellitus mit oder ohne Beteiligung der Gefäße
- Cholelithiasis
- Migräne oder (schwere) Kopfschmerzen
- systemischer Lupus erythematodes
- Endometriumhyperplasie in der Vorgeschichte (siehe unten)
- Epilepsie
- Asthma
- Otosklerose
- Meningiom
- Gründe für einen sofortigen Therapieabbruch
- die Therapie ist bei Auftreten einer Kontraindikation sowie in den folgenden Situationen abzubrechen
- Ikterus oder Verschlechterung der Leberfunktion
- signifikante Erhöhung des Blutdrucks
- Einsetzen migräneartiger Kopfschmerzen
- Schwangerschaft
- die Therapie ist bei Auftreten einer Kontraindikation sowie in den folgenden Situationen abzubrechen
- Endometriumhyperplasie und -krebs
- bei Frauen mit intaktem Uterus ist bei längerfristiger Estrogen-Monotherapie das Risiko für Endometriumhyperplasie und -karzinom erhöht
- in Abhängigkeit von der Behandlungsdauer und der Estrogendosis erhöht sich das Endometriumkarzinomrisiko bei Anwenderinnen einer Estrogen-Monotherapie um den Faktor 2 bis 12 gegenüber Nicht-Anwenderinnen
- nach Beendigung der Therapie kann das Risiko für mindestens 10 Jahre erhöht bleiben
- zusätzliche Risiko, das von der Estrogen-Monotherapie ausgeht, wird kompensiert durch
- zusätzliche zyklische Gabe eines Gestagens für die Dauer von mindestens 12 Tagen pro Monat bzw. pro 28-Tage-Zyklus
- kontinuierlich kombinierte Estrogen-Gestagen-Behandlung von Frauen mit intaktem Uterus
- Durchbruch- und Schmierblutungen
- können während der ersten Monate der Behandlung auftreten
- wenn solche Blutungen einige Zeit später im Verlauf der Therapie auftreten oder nach Therapieende anhalten
- Ursache muss ermittelt
- Biopsie des Endometriums durchführen
- um maligne Erkrankung des Endometriums auszuschließen
- Brustkrebs
- es gibt Belege für ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Frauen, die eine kombinierte HRT mit Estrogen und Gestagen oder eine HRT nur mit Estrogen erhalten
- Risiko ist von der Dauer der HRT abhängig
- kombinierte Estrogen-Gestagen-Therapie
- im Rahmen der randomisierten placebokontrollierten Studie (Women's Health Initiative Study (WHI)) und einer Metaanalyse von prospektiven epidemiologischen Studien wurde gleichermaßen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Frauen festgestellt, die eine Kombination aus Estrogen und Gestagen als HRT einnehmen
- dieses Risiko tritt nach ca. 3 (1 - 4) Jahren in Erscheinung
- Estrogen-Monotherapie
- die WHI-Studie zeigte kein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei hysterektomierten Frauen unter einer Estrogen-Monotherapie
- Beobachtungsstudien haben unter einer Estrogen-Monotherapie meist ein geringfügig erhöhtes Risiko für eine Brustkrebsdiagnose gezeigt, das jedoch niedriger war als das Risiko bei Anwenderinnen von Estrogen-Gestagen-Kombinationen
- Ergebnisse einer großen Metaanalyse haben gezeigt
- nach Behandlungsende nimmt das erhöhte Risiko im Laufe der Zeit ab
- Zeit bis zur Rückkehr auf altersentsprechendes Grundrisiko von Dauer der vorherigen Anwendung der HRT abhängig
- wenn HRT mehr als 5 Jahre lang angewendet wurde
- kann Risiko über einen Zeitraum von 10 Jahren oder länger andauern
- eine HRT, insbesondere eine kombinierte Behandlung mit Estrogenen und Gestagenen
- führt zu erhöhter Brustdichte in der Mammographie, was sich nachteilig auf die radiologische Brustkrebsdiagnostik auswirken kann
- Ovarialkarzinomrisiko
- Ovarialkarzinom ist viel seltener als Brustkrebs
- Epidemiologische Erkenntnisse einer großen Meta-Analyse
- lassen auf leicht erhöhtes Risiko bei Frauen schließen, die im Rahmen einer HRT Estrogen-Monoarzneimittel oder kombinierte Estrogen-Gestagen-Arzneimittel anwenden, das sich innerhalb von 5 Anwendungsjahren zeigt und nach Beendigung der Behandlung im Laufe der Zeit abnimmt
- weitere Studien, einschließlich der WHI Studie
- entsprechendes Risiko unter der Anwendung einer kombinierten HRT vergleichbar oder geringfügig niedriger
- venöse Thromboembolie
- eine HRT ist mit einem 1,3 - 3-fach erhöhten Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) verbunden, v. a. für tiefe Venenthrombosen oder Lungenembolien
- im ersten Jahr einer HRT ist das Auftreten einer VTE wahrscheinlicher als später
- Patientinnen mit bekannter Thrombophilie haben erhöhtes VTE-Risiko
- HRT kann dieses Risiko erhöhen und ist daher bei diesen Patientinnen kontraindiziert
- zu den allgemein anerkannten VTE-Risikofaktoren gehören
- Anwendung von Estrogenen
- höheres Alter
- größere Operationen
- längere Immobilisierung
- erhebliches Übergewicht (BMI > 30 kg/m2)
- Schwangerschaft / Wochenbett
- systemischer Lupus erythematodes (SLE)
- Krebs
- es besteht kein Konsens über die mögliche Rolle von Varizen bei VTE
- postoperative Patienten
- prophylaktische Maßnahmen zur Verhinderung einer VTE nach einer Operation berücksichtigen
- bei längerer Immobilisierung nach einer elektiven Operation wird empfohlen, die HRT 4 bis 6 Wochen vor dem Eingriff auszusetzen
- Behandlung sollte erst dann wieder aufgenommen werden, wenn die Frau wieder vollständig mobilisiert ist
- bei Frauen ohne VTE in der Vorgeschichte, aber mit Verwandten ersten Grades, die bereits in jungen Jahren an VTE erkrankten, kann ein Thrombophilie-Screening in Erwägung gezogen werden
- vorher sollte die Patientin eingehend über die begrenzte Aussagekraft dieses Verfahrens beraten werden (es wird nur ein Teil der Defekte identifiziert, die zu einer Thrombophilie führen)
- HRT kontraindiziert wenn
- ein thrombophiler Defekt festgestellt wird und außerdem Thrombosen bei Verwandten bekannt sind oder der festgestellte Defekt schwerwiegend ist (z. B. Antithrombin-, Protein-S- und/oder Protein-C-Mangel oder eine Kombination von Defekten)
- Patientinnen unter dauerhafter Behandlung mit Antikoagulantien
- vor der Anwendung einer HRT sollte das Risiko-Nutzen-Verhältnis sorgfältig abgewogen werden
- Arzneimittel absetzen
- sollte sich eine VTE nach Beginn der HRT entwickeln
- Patientinnen sollten darauf hingewiesen werden, dass sie sofort Kontakt mit einem Arzt aufnehmen müssen, wenn sie mögliche Symptome einer Thromboembolie bemerken insbesondere
- schmerzhafte Schwellung eines Beins
- plötzlicher Schmerz im Brustkorb
- Atemnot
- koronare Herzkrankheit
- es gibt keine Hinweise aus randomisierten kontrollierten Studien, dass eine kombinierte HRT mit Estrogen und Gestagen oder eine Estrogen-Monotherapie Frauen vor einem Myokardinfarkt schützt, unabhängig davon, ob bei ihnen eine koronare Herzkrankheit vorliegt oder nicht
- kombinierte Estrogen-Gestagen-Therapie
- relatives Risiko einer koronaren Herzkrankheit ist unter einer kombinierten HRT mit Estrogen und Gestagen geringfügig erhöht
- da das Ausgangsrisiko für eine koronare Herzkrankheit in hohem Maß altersabhängig ist, ist die Zahl der zusätzlich auftretenden Fälle, die auf die HRT aus Estrogen und Gestagen zurückgehen, bei gesunden Frauen kurz nach der Menopause sehr gering
- Zahl steigt jedoch mit zunehmendem Alter
- Estrogen-Monotherapie
- in randomisierten kontrollierten Studien wurden keine Hinweise für ein erhöhtes Risiko einer koronaren Herzkrankheit bei hysterektomierten Frauen unter einer Estrogen-Monotherapie gefunden
- ischämischer Schlaganfall
- kombinierte Behandlung mit Estrogen und Gestagen und die Estrogen-Monotherapie sind mit einem bis zu 1,5-fach erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden
- relatives Risiko ist unabhängig vom Alter und der Zeitspanne, die seit der Menopause vergangen ist
- Grundrisiko, einen Schlaganfall zu erleiden, in hohem Maß altersabhängig
- das Gesamtrisiko eines Schlaganfalls für Frauen unter einer HRT nimmt mit zunehmendem Alter zu
- sonstige Erkrankungszustände
- Estrogene können Flüssigkeitsretention bewirken
- daher müssen Patientinnen mit kardialen oder renalen Funktionsstörungen sorgfältig beobachtet werden
- vorbestehende Hypertriglyceridämie
- müssen während einer Estrogen-oder Hormonsubstitutionstherapie engmaschig überwacht werden, weil im Zusammenhang mit einer Estrogentherapie unter derartigen Umständen von seltenen Fällen eines starken Triglyceridanstiegs im Plasma mit der Folge einer Pankreatitis berichtet wurde
- Estrogene erhöhen die Konzentration des thyroxinbindenden Globulins (TBG)
- wodurch es zu einem Anstieg des gesamten zirkulierenden Schilddrüsenhormons kommt, was anhand des proteingebundenen Jods (PBI), des T4-Spiegels (Säulen- oder Radioimmunassay) oder T3-Spiegels (Radioimmunassay) gemessen wird
- T3-Harzaufnahme ist herabgesetzt, was einen TBG-Anstieg widerspiegelt
- freie T4- und T3-Konzentrationen verändern sich nicht
- andere Bindungsproteine können im Serum erhöht sein
- wie das corticoidbindende Globulin (CBG) und das geschlechtshormonbindende Globulin (sex hormone binding globulin/SHBG), was zu einem Ansteigen der zirkulierenden Corticosteroide bzw. Sexualhormone führt
- freie oder biologisch aktive Hormonkonzentrationen bleiben unverändert
- andere Plasmaproteine können erhöht sein (Angiotensinogen/Reninsubstrat, Alpha-1-Antitrypsin, Ceruloplasmin)
- unter einer HRT verbessern sich die kognitiven Fähigkeiten nicht
- es gibt Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für eine wahrscheinliche Demenz bei Frauen, die bei Beginn einer kontinuierlich kombinierten HRT oder einer Estrogen-Monotherapie älter als 65 Jahre waren
- diese Estrogen-Gestagen Kombinationstherapie wirkt nicht kontrazeptiv
- Estrogene können Flüssigkeitsretention bewirken