FentAristo 400 Mikrogramm Buccalfilm
Aristo Pharma GmbH
Wirkstoff: Fentanyl →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 28 ST | 276,83 € |
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Indikation
- Behandlung von Durchbruchschmerzen bei erwachsenen Krebspatienten, die bereits eine Opioid-Basistherapie gegen ihre chronischen Tumorschmerzen erhalten
- Hinweis
- bei Durchbruchschmerzen handelt es sich um eine vorübergehende Verschlimmerung der Schmerzen, die trotz anderweitig kontrollierter Dauerschmerzen auftritt
- zu den Patienten, die eine Opioid-Basistherapie erhalten, werden diejenigen gezählt, die eine der folgenden Medikationen erhalten
- mind. 60 mg orales Morphin / Tag
- mind. 25 µg transdermales Fentanyl / Stunde
- mind. 30 mg Oxycodon / Tag
- mind. 8 mg orales Hydromorphon / Tag
- eine analgetisch gleichwertige Dosis eines anderen Opioids über 1 Woche oder länger
Dosierung
- Behandlung von Durchbruchschmerzen bei erwachsenen Krebspatienten, die bereits eine Opioid-Basistherapie gegen ihre chronischen Tumorschmerzen erhalten
- engmaschige ärztliche Überwachung während Titrationsprozess unbedingt erforderlich (Minimierung der Risiken von opioidbedingten Nebenwirkungen und zur Ermittlung der individuell wirksamen Dosis)
- Ermittlung der Dosis durch Dosistitration, da individuell ausreichend wirksame Dosis nicht anhand der täglichen Opioid-Basistherapie oder anhand einer anderen Medikation für Durchbruchschmerzen vorherzubestimmen ist
- Dosistitration
- Voraussetzung
- angemessene Kontrolle der Dauerschmerzen der Patienten durch eine Opioid-Basistherapie
- vor Beginn der Dosistitration
- Erhöhrung der Opioid-Basistherapie in Erwägung ziehen bei Patienten, bei denen innerhalb eines Tages mehr als vier Attacken von Durchbruchsschmerzen auftreten
- Titration bei Patienten, die von anderen Fentanyl-haltigen Arzneimitteln umgestellt werden
- Umstellung darf nicht im Verhältnis 1:1 erfolgen, aufgrund unterschiedlicher Resorptionsprofile
- unabhängige Dosistitration mit diesem Präparat erforderlich, wenn von einem anderen oralen Fentanylcitrat-haltigen Arzneimittel umgestellt wird (signifikant unterschiedliche Bioverfügbarkeit der Arzneimittel)
- Voraussetzung
- Anfangsdosis
- initial: 200 µg Fentanyl
- schrittweise Dosiserhöhung, nach Bedarf durch 200, 400, 600, 800 und 1200 µg Fentanyl
- sorgfältige Überwachung bis zum Erreichen der Dosis, die während einer Durchbruchschmerzattacke eine hinreichende Analgesie bei akzeptablen Nebenwirkungen bewirkt (= individuell wirksame Dosis)
- zwischen Anwendungen Abstand von mind. 4 Stunden einhalten
- höhere Dosierung auch erreichbar, indem mehrere Buccalfilme der Stärke 200 µg Fentanyl gleichzeitig angewendet werden:
- 1 Buccalfilmtablette mit 200 µg Fentanyl entspricht einer Dosis von 200 µg Fentanyl
- 2 Buccalfilmtabletten mit je 200 µg Fentanyl entsprechen einer Dosis von 400 µg Fentanyl
- 3 Buccalfilmtabletten mit je 200 µg Fentanyl entsprechen einer Dosis von 600 µg Fentanyl
- 4 Buccalfilmtabletten mit je 200 µg Fentanyl entsprechen einer Dosis von 800 µg Fentanyl
- sollten 4 Buccalfilmtabletten der Stärke 200 µg Fentanyl (ins. 800 µg Fentanyl) zur Schmerzlinderung nicht ausreichen, kann Anwendung einer 1200 µg Fentanyl Buccalfilmtablette angezeigt sein
- bei Erzielung einer ausreichenden Schmerzlinderung nach Anwendung einer bestimmten Dosisstärke: nachfolgende Durchbruchschmerzattacken sollten mit der so ermittelten Dosis behandelt werden
- wenn innerhalb von 30 Minuten nach der Anwendung einer bestimmten Dosis keine ausreichende Schmerzlinderung erzielt wird, und der Patient die Dosis vertragen hat
- Anwendung der nächsthöheren Dosis zur Behandlung der folgenden Durchbruchschmerzattacke
- wird innerhab von 30 Minuten nach Anwendung von 1200 µg Fentanyl keine ausreichende Schmerzlinderung erzielt
- Besprechung anderer Therapiemöglichkeiten
- Möglichkeit durch Kombination von niedrig dosierten Buccalfilmen zur nächsthöheren Dosis zu gelangen
- kombinierte Anwendung von Dosen, die 1200 µg Fentanyl überschreiten wurde nicht unter kontrollierten Bedingungen geprüft
- Patient darf, soweit vom behandelnden Arzt verordnet, weiteres Arzneimittel gegen Durchbruchschmerzen anwenden, wenn während einer Durchbruchschmerzattacke innerhalb von 30 Minuten nach der Anwendung eines Buccalfilms keine ausreichende Schmerzlinderung erzielt wird
- bei Beobachtung von nicht akzeptable Nebenwirkungen oder Anzeichen für eine Opioid-Toxizität
- es dürfen keine weiteren Opioid-haltigen Arzneimittel angewendet werden
- Schemata zur Titration, s. Fachinformation
- Erhaltungstherapie
- sobald individuell wirksame Dosis ermittelt worden ist: Beschränkung der Anwendung auf vier oder weniger Durchbruchschmerzattacken
- zwischen Anwendungen Abstand von mind. 4 Stunden einhalten
- Arzneimittel sollte pro Attacke nur einmal angewendet werden
- Anpassung der Dosis
- Anpassung der Basistherapie kann erforderlich werden, um dauerhaft eine ausreichende Linderung der Durchbruchschmerzen zu erreichen
- Dosiserhöhung der für den Dauerschmerz verwendeten Opioid-Basistherapie in Erwägung ziehen bei Patienten, bei denen über einen Zeitraum von mehr als vier aufeinander folgenden Tagen mehr als vier Attacken von Durchbruchschmerzen pro Tag auftreten
- bei Erhöhung des lang wirksamen Opioids kann Überprüfung der zur Behandlung der Durchbruchschmerzen verabreichten Dosis dieses Arzneimittels erforderlich sein
- jede Änderung der Schmerztherapie ist unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle zu erfolgen
- bei Ausbleiben einer adäquaten Schmerzkontrolle folgende Möglichkeiten in Betracht ziehen
- Hyperalgesie
- Gewöhnung (Toleranz)
- Fortschreiten der Grunderkrankung
- Behandlungsdauer und -ziele
- vor Behandlungsbeginn: Behandlungsstrategie vereinbaren
- zusammen mit dem Patienten
- in Übereinstimmung mit den Leitlinien für die Schmerztherapie
- Behandlungsdauer, Behandlungsziele sowie Plan zur Beendigung der Behandlung festlegen
- während der Behandlung: häufiger Kontakt zwischen Arzt und Patienten empfohlen, um
- Notwendigkeit einer Fortsetzung der Behandlung zu beurteilen
- ein Absetzen des Arzneimittels in Erwägung zu ziehen
- ggf. die Dosierungen anzupassen
- bei unzureichender Schmerzkontrolle
- folgende Möglichkeiten in Betracht ziehen
- Hyperalgesie
- Gewöhnung (Toleranz)
- Fortschreiten der Grunderkrankung
- folgende Möglichkeiten in Betracht ziehen
- Arzneimittel nicht länger als notwendig anwenden
- vor Behandlungsbeginn: Behandlungsstrategie vereinbaren
- Beendigung der Therapie
- sobald Patient keine Durchbruchschmerz-Episoden hat (Basistherapie sollte wie verordnet fortgesetzt werden)
- falls Absetzen sämtlicher Opioide erforderlich
- engmaschige Überwachung des Patienten, um Risiko von Entzugserscheinungen durch abruptes Absetzen zu vermeiden
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche 0 - 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
- ältere Menschen (>/= 65 Jahre)
- es wurde gezeigt, dass Patienten über 65 Jahre im Vergleich zu jüngeren empfindlicher auf intravenös verabreichtes Fentanyl reagieren
- langsamere Elimination und längere terminale Halbwertszeit des Wirkstoffs (mögliche Akkumulation und somit höheres Risiko für Nebenwirkungen möglich)
- Dosistitration mit besonderer Vorsicht angehen
- in klinischen Studien wurde jedoch kein Unterschied hinsichtlich der mittleren titrierten Dosis bei Patienten im Alter von 65 Jahren und älter und solchen, die jünger als 65 Jahre waren, festgestellt
- Leber- oder Nierenfunktionseinschränkungen
- besondere Vorsicht während des Titrationsvorgangs
- Mukositis
- Patienten mit einer Mukositis vom Schweregrad 1
- sorgfältig überwachen
- ggf. Dosisanpassung erwägen
- Patienten mit einem höheren Schweregrad der Mukositis als Grad 1
- Wirksamkeit und Unbedenklichkeit nicht untersucht
- Patienten mit einer Mukositis vom Schweregrad 1
Kontraindikationen
Fentanyl - intraoral
- Überempfindlichkeit gegenüber Fentanyl
- Patienten ohne Opioid-Basistherapie
- da dies mit einem erhöhten Risiko für eine Atemdepression einhergeht
- Behandlung akuter Schmerzen, die keine Durchbruchschmerzen sind
- gleichzeitige Anwendung von Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer) oder innerhalb von 2 Wochen nach Beendigung einer Therapie mit MAO-Hemmern
- schwerwiegende Ateminsuffizienz/Atemdepression
- schwerwiegende obstruktive Lungenerkrankungen
- Patienten, die mit Arzneimitteln behandelt werden, die Natriumoxybat ( 4-Hydroxybutansäure-Natriumsalz) enthalten
Therapiehinweise
Einschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Fentanyl - intraoral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- orale Candidose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pharyngitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- orale Pustelbildung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anämie
- Neutropenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeit (u.a. Hautausschlag, Erythem, Schwellung von Lippen und Gesicht, Urtikaria)
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktion
- Zungenödem
- Lippenödem
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Endokrine Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypogonadismus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Nebennierenrindeninsuffizienz
- Androgendefizit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Appetitlosigkeit
- Anorexie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verwirrtheit
- Angst
- Halluzinationen
- Depressionen
- emotionale Labilität
- anormales Denken
- Schlaflosigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Nervosität
- visuelle Halluzinationen
- Albträume / abnorme Träume
- Depersonalisierung
- Denkstörungen
- Euphorie
- Änderung des mentalen Zustandes
- Desorientiertheit
- Wahnvorstellungen
- Unruhe
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stimmungsschwankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arzneimittelabhängigkeit (Sucht)
- Arzneimittelmissbrauch
- Delirium
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit, Somnolenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bewusstlosigkeit
- Krampfanfälle
- Tremor
- Schwindel
- Myoklonien
- Sedierung
- Parästhesien (einschl. Hyperästhesie / Hypästhesie / periorale Parästhesien)
- abnormer Gang / Koordinationsstörungen
- Geschmacksstörungen
- Lethargie
- Migräne
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bewusstseinseinschränkung
- Aufmerksamkeitsstörung
- Gleichgewichtsstörung
- Dysarthrie
- Koma
- schleppende Sprache
- Amnesie
- kognitive Störungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Störung der Motorik
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sehstörungen (verschwommenes Sehen, Doppeltsehen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- okuläre Hyperämie
- verminderte Sehschärfe
- Sehstörung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- abnormes Gefühl im Auge
- Photopsie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Vertigo
- Tinnitus
- Ohrbeschwerden
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bradykardie
- ohne Häufigkeitsangabe
- kardiovaskuläre Depression
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- Hypertonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Vasodilatation
- Flush
- Hitzewallungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Dyspnoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- pharyngolaryngeale Schmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Atemdepression
- Schlafapnoe-Syndrom
- verstopfte Nase
- ohne Häufigkeitsangabe
- Atemstillstand
- Pharynxödem
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Obstipation
- Bauchschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Mundtrockenheit
- Dyspepsie
- Stomatitis
- Diarrhoe
- gastroösophageale Refluxkrankheit
- Zungenerkrankungen (z.B. Brennen, Ulzera)
- Blähungen / Flatulenz / Blähbauch
- aufgetriebenes Abdomen
- Magenbeschwerden
- Zahnschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ileus
- Mundulzera
- orale Hypästhesie
- orale Beschwerden
- Verfärbung der Mundschleimhaut
- orale Weichteilerkrankung
- Glossodynie
- Bläschenbildung der Zunge
- Zahnfleischschmerzen
- Zungenulzerationen
- Zungenerkrankung
- Ösophagitis
- aufgesprungene Lippen
- Zahnerkrankung
- Karies
- Zahnfleischbluten
- Schmerzen in der Mundhöhle
- Schmerzen beim Schlucken
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bläschenbildung der Mundschleimhaut
- trockene Lippen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Zahnverlust
- Zahnfleischschwund
- Gingivitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dilatation der Galle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Juckreiz / Pruritus
- Schwitzen / Hyperhidrose
- Ausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Urtikaria, generalisierter Juckreiz
- kalter Schweiß
- Gesichtsschwellung
- generalisierter Juckreiz
- Alopezie
- verstärkte Neigung zu Blutergüssen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Onychorrhexis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Konchenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Myalgie
- Rückenschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Muskelzuckungen
- Muskelschwäche
- Arthralgie
- Schmerzen in den Extremitäten
- Schmerzen im Kiefer
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Harnretention
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harninkontinenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- neonatales Arzneimittel-Entzugssyndrom
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Asthenie
- Beschwerden am Verabreichungsort wie Blutungen, Schmerzen, Ulzeration, Reizung, Parästhesie, Anästhesie, Erythem, Ödem, Schwellung und Bläschenbildung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Unwohlsein
- periphere Ödeme
- Fatigue
- Entzugssyndrom
- Opioidentzugs-Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Angst, Schüttelfrost, Tremor und Schwitzen wurden mit transmukosalem Fentanyl beobachtet
- Schüttelfrost
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Trägheit
- Beschwerden im Brustkorb
- Krankheitsgefühl
- nervöse Unruhe
- Durst
- Frieren
- Schwitzen
- Fieber
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arzneimitteltoleranz
- Schock
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtsabnahme
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verminderte Thrombozytenzahl
- erhöhte Herzfrequenz
- verminderter Hämatokrit
- vermindertes Hämoglobin
- erhöhter Blutdruck
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sturz
- unfallbedingte / zufällige Verletzungen (z.B. durch Stürze)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Beutel erst unmittelbar vor der Anwendung entsprechend der auf dem Beutel gegebenen Hinweise öffnen
- falls der Beutel vor dem Öffnen bereits beschädigt wurde, darf der Buccalfilm nicht verwendet werden
- Innsenseite der Wange mit Hilfe der Zunge benetzen oder den Mund mit Wasser ausspülen, um so die für die Platzierung der Buccalfilm vorgesehene Stelle anzufeuchten
- Buccalfilm mit trockenen Händen so zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen, dass die rosafarbene Seite zum Daumen hinzeigt
- Buccalfilm so im Mund platzieren, dass die rosafarbene Seite flach an der Innenseite der Wange anliegt
- dort mindestens 5 Sekunden lang andrücken, bis Buccalfilm fest haftet
- nach 5 Minuten dürfen Patienten etwas trinken
- vollständige Auflösung des Buccalfilms innerhalb von 15 bis 30 Minuten nach der Anwendung
- in einzelnen Fällekann dieser Vorgang auch länger als 30 Minuten dauern (keine Beeinflussung der Aufnahme des Wirkstoffs)
- Patienten darauf hinweisen, dass jede Manipulation des Buccalfilms mit der Zunge oder den Fingern zu vermeiden ist
- nichts essen, bis der Buccalfilm sich vollständig aufgelöst hat
- bei Kauen und/oder verschlucken des Arzneimittels: könnte zu geringeren maximalen Konzentrationen und damit zu einer geringeren Bioverfügbarkeit als bei der bestimmungsgemäßen Anwendung führen
Stillzeithinweise
Fentanyl - intraoral
- Fentanyl soll von stillenden Frauen nicht angewendet werden
- das Stillen sollte frühestens 5 Tage nach der letzten Fentanylgabe wieder aufgenommen werden
- Fentanyl geht in die Muttermilch über und kann beim gestillten Kind Sedierung und Atemdepression hervorrufen
Schwangerschaftshinweise
Fentanyl - intraoral
- Fentanyl darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, dies ist unbedingt erforderlich
- bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Fentanyl bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Reproduktionstoxizität mit Beeinträchtigungen der Fertilität bei Ratten beobachtet
- potenzielles Risiko für den Menschen nicht bekannt
- Opioid-Analgetika können eine Atemdepression beim Neugeborenen hervorrufen
- Langzeitanwendung von Fentanyl während der Schwangerschaft
- Risiko eines Opioid-Entzugssyndroms beim Neugeborenen, das, falls es nicht erkannt und behandelt wird, lebensbedrohend sein kann, und eine Behandlung entsprechend den von neonatalogischen Experten entwickelten Protokollen bedarf
- wenn bei einer Schwangeren eine längere Anwendung von Opioiden erforderlich ist
- Patientin auf das Risiko eines neonatalen Opioid-Entzugssyndroms hinweisen
- sicherstellen, dass eine geeignete Behandlung verfügbar ist
- Anwendung von Fentanyl während der Wehen und Geburt (inklusive Kaiserschnitt) nicht empfohlen
- da Fentanyl plazentagängig ist und beim Fetus zu einer Atemdepression führen kann
- das plazentare Transferverhältnis beträgt 0,44 (Verhältnis Fötus : Mutter 1,00 : 2,27)
- falls Fentanyl dennoch angewendet wird, sollte ein Antidot für das Kind unmittelbar bereitgehalten werden
- Fertilität
- keine Daten zur Fertilität beim Menschen vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Fertilität bei männlichen und weiblichen Tieren war durch sedative Dosen beeinträchtigt
Warnhinweise
Fentanyl - intraoral
- sichere Aufbewahrung
- aufgrund der Risiken, einschließlich tödlicher Verläufe, im Zusammenhang mit unbeabsichtigter Anwendung, Falschanwendung und Missbrauch, müssen Patienten und ihre Betreuungspersonen angewiesen werden, das Arzneimittel an einem sicheren und geschützten Ort aufzubewahren, der für Dritte unzugänglich ist
- Behandlung sollte von einem Arzt begonnen und überwacht werden, der Erfahrung mit einer Opioid-Therapie bei Krebspatienten hat
- Arzt sollte das Missbrauchspotenzial von Fentanyl bedenken
- aufgrund der möglichen schwerwiegenden Nebenwirkungen, die unter einer Opioid-Therapie wie z.B. mit Fentanyl auftreten können, sollte Patienten und Betreuern die Wichtigkeit einer korrekten Anwendung von Abstral vollständig bewusst gemacht werden
- außerdem sollten sie über die zu ergreifenden Maßnahmen beim Auftreten von Überdosierungserscheinungen in Kenntnis gesetzt werden
- Patienten sollten angewiesen werden, nicht gleichzeitig zwei verschiedene Formulierungen von Fentanyl für die Behandlung von Durchbruch-schmerzen anzuwenden
- Versehentliche Anwendung bei Kindern
- Patienten und ihre Betreuungspersonen müssen darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass das Arzneimittel einen Wirkstoff in einer Menge enthält, die für ein Kind tödlich sein kann
- über Todesfälle bei Kindern berichtet, die versehentlich Fentanyl eingenommen haben.
- Patienten und ihre Betreuungspersonen müssen darauf hingewiesen werden, das Arzneimittel für Kinder und Nicht-Patienten unzugänglich aufzubewahren und angebrochenes oder nicht verwendetes Arzneimittel ordnungsgemäß zu entsorgen
- jeder ambulante Patient sollte dahingehend beurteilt werden, ob versehentlich Kinder mit dem Arzneimittel in Berührung kommen könnten
- Patienten und ihre Betreuungspersonen müssen darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass das Arzneimittel einen Wirkstoff in einer Menge enthält, die für ein Kind tödlich sein kann
- Überwachung
- zur Minimierung des Risikos von Opioid-bedingten Nebenwirkungen und zur Ermittlung der individuell wirksamen Dosis ist es unabdingbar, die Patienten während des Titrationsprozesses unter engmaschige ärztliche Kontrolle zu stellen
- Opioid-Basistherapie
- Arzneimittel darf nicht bei Patienten angewendet werden, die keine Opioid-Basistherapie erhalten, da dies mit einem erhöhten Risiko für eine Atemdepression und Todesfälle verbunden ist
- wichtig, dass vor Beginn der Therapie mit Fentanyl die zur Behandlung der Dauerschmerzen des Patienten verwendete Opioid- Basistherapie stabilisiert wurde, und dass der Patient während der Anwendung des Arzneimittels die Opioid-Basistherapie weiterführt
- Toleranz und Opioidgebrauchsstörung (Missbrauch und Abhängigkeit)
- unter der wiederholten Anwendung von Opioiden kann sich eine Gewöhnung, physische Abhängigkeit und / oder psychische Abhängigkeit entwickeln
- Fentanyl kann auf ähnliche Weise wie andere Opioide missbraucht werden, und alle Patienten, die Opioide erhalten, sind auf Anzeichen von Missbrauch und Sucht zu überwachen
- Patienten mit erhöhtem Risiko für Opioid-Missbrauch können dennoch angemessen mit Opioiden behandelt werden
- diese Patienten müssen jedoch zusätzlich auf Anzeichen von Falschanwendung, Missbrauch oder Sucht überwacht werden
- Opioidgebrauchsstörung
- wiederholte Anwendung von Fentanyl kann zu einer Opioidgebrauchsstörung führen
- eine höhere Dosis und eine längere Behandlung mit Opioiden können das Risiko erhöhen, eine Opioidgebrauchsstörung zu entwickeln
- Missbrauch oder absichtliche Falschanwendung von Fentanyl kann Überdosierung und/oder Tod zur Folge haben
- Risiko für die Entwicklung einer Opioidgebrauchsstörung erhöht
- bei Patienten mit Substanzgebrauchsstörungen (einschließlich Alkoholgebrauchsstörung) in der persönlichen oder familiären (Eltern oder Geschwister) Vorgeschichte
- bei Rauchern
- oder bei Patienten mit anderen psychischen Erkrankungen (z. B. Major Depression, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen) in der Anamnese
- wiederholte Anwendung von Fentanyl kann zu einer Opioidgebrauchsstörung führen
- vor Beginn einer Behandlung und während der Behandlung
- sollten mit dem Patienten Behandlungsziele und ein Plan zur Beendigung der Behandlung vereinbart werden
- sollte der Patient außerdem über die Risiken und Anzeichen einer Opioidgebrauchsstörung aufgeklärt werden
- die Patienten sollten angewiesen werden, sich an ihren Arzt zu wenden, wenn diese Anzeichen auftreten
- Patienten müssen auf Anzeichen eines Suchtverhaltens (drug-seeking behaviour) überwacht werden (z.B. zu frühe Nachfrage nach Folgerezepten)
- dazu gehört auch die Überprüfung von gleichzeitig angewendeten Opioiden und psychoaktiven Arzneimitteln (wie Benzodiazepinen)
- bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen einer Opioidgebrauchsstörung sollte die Konsultation eines Suchtspezialisten in Betracht gezogen werden
- Hyperalgesie
- wie bei anderen Opioiden sollte im Falle einer unzureichenden Schmerzkontrolle als Reaktion auf eine Erhöhung der Fentanyldosis die Möglichkeit einer opioidinduzierten Hyperalgesie in Betracht gezogen werden
- eventuell können eine Verminderung der Fentanyldosis, ein Abbruch der Fentanylbehandlung oder eine Überprüfung der Behandlung angezeigt sein
- Endokrine Wirkungen
- Opioide können die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden- oder -Gonaden-Achse beeinflussen
- zu den feststellbaren Veränderungen gehören u.a. eine Erhöhung des Prolaktinspiegels im Serum und ein Absinken des Cortisol- und Testosteronspiegels im Plasma
- diese hormonellen Veränderungen können sich in klinischen Anzeichen und Symptomen manifestieren
- unter Anwendung von Opioiden einschließlich Fentanyl Fälle von Nebenniereninsuffizienz beschrieben, die häufiger nach mehr als einmonatiger Anwendung auftraten
- Patient ist vom Opioid zu entwöhnen, damit sich die Nebennierenfunktion erholen kann, und die Corticosteroidbehandlung ist fortzusetzen, bis sich die Nebennierenfunktion normalisiert hat
- Atemdepression
- wie bei allen Opioiden besteht auch bei Anwendung von Fentanyl das Risiko einer klinisch signifikanten Atemdepression und die Patienten sollten entsprechend überwacht werden
- nicht angemessene Patientenauswahl (z.B. Anwendung bei Patienten ohne Opioid-Basistherapie) und/oder nicht angemessene Dosierung sind bei oralen transmukosalen Fentanylpräparaten und anderen fentanylhaltigen Arzneimitteln tödlich ausgegangen
- Chronische obstruktive Lungenerkrankung
- bei der Dosistitration mit Fentanyl sollte daher bei Patienten mit nicht schwerwiegender chronisch obstruktiver Lungenerkrankung oder anderen Erkrankungen, die mit einer Anfälligkeit für Atemdepression einhergehen, mit besonderer Sorgfalt vorgegangen werden, da bei diesen Patienten schon normale therapeutische Dosen von Fentanyl den Atemantrieb soweit erniedrigen können, dass eine Ateminsuffizienz eintritt
- Schlafbezogene Atemstörungen
- Opioide können schlafbezogene Atemstörungen einschließlich zentrale Schlafapnoe (ZSA) und schlafbezogene Hypoxämie verursachen
- Anwendung von Opioiden führt zu einem dosisabhängigen Anstieg des Risikos für eine ZSA
- bei Patienten mit ZSA Senkung der Opioidgesamtdosis in Erwägung ziehen
- Alkohol
- gleichzeitige Anwendung von Alkohol und Fentanyl kann verstärkte dämpfende Effekte ergeben, die tödlich ausgehen können
- Risiken bei gleichzeitiger Verabreichung mit Sedativa wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln
- gleichzeitige Anwendung von Opioiden, auch von Fentanyl, mit Benzodiazepinen oder verwandten Wirkstoffen kann zu starker Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- aufgrund dieser Risiken dürfen Opioide und solche sedierende Arzneimittel nur an Patienten, für die keine alternative Behandlungsoption in Frage kommt, begleitend verabreicht werden
- wird entschieden, Fentanyl begleitend zu sedierenden Arzneimitteln zu verschreiben, sind die jeweils niedrigste wirksame Dosierung und eine minimale Dauer der gleichzeitigen Anwendung zu wählen
- Patienten müssen engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden
- diesbezüglich dringend geraten, Patienten und deren Betreuer zu informieren und sie auf diese Symptome aufmerksam zu machen
- gleichzeitige Anwendung von Opioiden, auch von Fentanyl, mit Benzodiazepinen oder verwandten Wirkstoffen kann zu starker Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- Intrakranielle Wirkungen einer CO2-Retention, erhöhter intrakranieller Druck, Bewusstseinsstörungen, Kopfverletzungen
- bei Patienten, die auf die intrakraniellen Wirkungen einer CO2-Retention besonders empfindlich reagieren können, z.B. Patienten mit Hinweisen auf erhöhten intrakraniellen Druck oder mit Bewusstseinsstörungen, sollte Fentanyl nur mit äußerster Vorsicht angewendet werden
- bei Patienten mit Kopfverletzungen können Opioide den klinischen Verlauf der Therapie verschleiern und sollten daher nur verabreicht werden, wenn dies klinisch angezeigt ist
- Bradyarrhythmien
- Fentanyl kann Bradykardien hervorrufen
- bei Patienten mit früheren oder vorbestehenden Bradyarrhythmien sollte Fentanyl mit Vorsicht angewendet werden
- Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
- Fentanyl sollte bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen mit Vorsicht angewendet werden
- der Einfluss einer Funktionsstörung der Leber oder der Niere auf die Pharmakokinetik des Arzneimittels wurde bislang nicht untersucht; bei intravenöser Verabreichung war die Clearance von Fentanyl bei Leber- und Nierenerkrankungen jedoch aufgrund von Veränderungen der metabolischen Clearance und der Plasmaproteine verändert
- nach Verabreichung von Fentanyl kann durch eine Leber- oder Nierenfunktionsstörung sowohl die Bioverfügbarkeit voneingenommenem Fentanyl erhöht, als auch dessen systemische Clearance verringert werden, was zu verstärkten und verlängerten Opioid-Wirkungen führen könnte
- Patienten mit mäßigen oder schweren Leber- oder Nierenerkrankungen
- in der Titrationsphase sollte mit besonderer Vorsicht vorgegangen werden
- Hypovolämie, Hypotonie
- besondere Vorsicht bei Patienten mit Hypovolämie und Hypotonie
- Wunden im Mund, Mukositis
- Patienten mit einer Mukositis vom Schweregrad 1
- sollten sorgfältig überwacht werden
- gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung zu erwägen
- Patienten mit einem höheren Schweregrad der Mukositis als Grad 1
- Wirksamkeit und Unbedenklichkeit wurden nicht untersucht
- Fentanyl wurde nicht bei Patienten mit Wunden im Mund untersucht
- bei diesen Patienten kann das Risiko erhöhter systemischer Wirkstoffspiegel bestehen
- daher besondere Vorsicht in der Titrationsphase
- Patienten mit einer Mukositis vom Schweregrad 1
- Karies-Risiko
- zur Verminderung möglicher Zahnschäden normale Mundhygiene empfohlen
- das Auftreten von Opioid-assoziierter Mundtrockenheit trägt möglicherweise zu diesem erhöhten Risiko bei
- während der Behandlung werden regelmäßige Zahnarztbesuche empfohlen
- Serotonin-Syndrom
- Vorsicht, wenn Fentanyl gleichzeitig mit Arzneimitteln verabreicht wird, die das serotonerge Neurotransmitter-System beeinflussen
- Entstehung eines potentiell lebensbedrohlichen Serotonin-Syndroms kann mit der gleichzeitigen Anwendung von serotonergen Arzneimitteln, wie selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) und SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (SNRI) sowie mit Arzneimitteln, welche den Metabolismus von Serotonin beeinträchtigen (einschließlich Monoaminooxidasehemmern [MAO-Hemmern]), auftreten
- kann im Rahmen der empfohlenen Dosierung auftreten
- Serotonin-Syndrom kann Bewusstseinsänderungen (z.B. Agitation, Halluzinationen, Koma), autonome Instabilität (z. B. Tachykardie, instabilen Blutdruck, Hyperthermie), neuromuskuläre Veränderungen (z. B. Hyperreflexie, Koordinationsstörung, Rigidität) und/oder gastrointestinale Symptome (z.B. Nausea, Erbrechen, Diarrhö) beinhalten
- falls ein Serotonin-Syndrom vermutet wird, sollte die Behandlung mit Fentanyl abgebrochen werden
- Anaphylaxie, Überempfindlichkeit
- in Verbindung mit der Anwendung von oralen transmukosalen Fentanyl-Präparaten über Anaphylaxie und Überempfindlichkeit berichtet
- Absetzen von Fentanyl
- Beendigung der Therapie mit Fentanyl sollte keine merklichen Auswirkungen haben
- mögliche Symptome beim Absetzen sind Angstzustände, Tremor, Schwitzen, Blässe, Übelkeit und Erbrechen
- Ältere, kachektische oder geschwächte Patienten
- Daten aus Studien mit intravenös angewendetem Fentanyl deuten darauf hin, dass Fentanyl bei älteren Patienten langsamer eliminiert wird und die Eliminationshalbwertszeit länger ist
- daher können sie empfindlicher auf den Wirkstoff reagieren als jüngere Patienten
- ältere, kachektische oder geschwächte Patienten sollten besonders sorgfältig auf Anzeichen einer Fentanyl-Toxizität hin überwacht werden; ggf. muss die Dosis reduziert werden
- Daten aus Studien mit intravenös angewendetem Fentanyl deuten darauf hin, dass Fentanyl bei älteren Patienten langsamer eliminiert wird und die Eliminationshalbwertszeit länger ist
- Kinder und Jugendliche
- nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren aufgrund des Fehlens von Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit
- Doping
- Anwendung von Fentanyl kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- Anwendung als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen