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Fachinformationen

Indikation

  • Erwachsene und Kinder >/= 6 Jahre (>/= 20 kg KG)
    • Therapie von Eisenmangel und Eisenmangelanämie

Dosierung

  • Therapie von Eisenmangel und Eisenmangelanämie
    • für alle Altersgruppen, Gewichtsklassen und Dosierungsgruppen
      • Dosierung entsprechend den Bedürfnissen des Patienten anpassen
      • Reaktion der klinischen Variablen (z. B. Hämoglobin, Ferritin, Transferrin) überwachen
    • Erwachsene
      • Beginn: 1 - 2 Tabletten (40 - 80 mg Fe2+) 3mal / Tag
      • anschließend: 1 Tablette (40 mg Fe2+) 1 - 2mal / Tag
    • Kinder >/= 6 Jahre (>/= 20 kg KG)
      • 1 Tablette (40 mg Fe2+) 1 - 2mal / Tag
    • tägliche Maximaldosis: 5mg Fe2+ / kg KG
    • Behandlungsdauer:
      • nach Normalisierung der Hämoglobinwerte (in der Regel innerhalb 10 Wochen, je nach Schweregrad der Anämie) orale Eisentherapie unter Überwachung der Ferritinwerte fortführen, bis die Körpereisendepots aufgefüllt sind, dies kann 3 - 6 Monate dauern

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • Dosisanpassung nicht erforderlich
    • keine klinischen Daten vorliegend
  • Nierenfunktionsstörungen
    • keine klinischen Daten vorliegend, dass Dosisanpassung erforderlich
    • Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen, die Erythropoetin benötigen
      • Eisen i.v. verabreichen
  • Leberfunktionsstörungen
    • keine klinischen Daten vorliegend, dass Dosisanpassung erforderlich
    • Anwendung mit Vorsicht
    • Patienten, die an Alkoholismus leiden: Anwendung mit Vorsicht
  • Kinder und Jugendliche
    • Kinder < 6 Jahre und KG < 20 kg
      • kontraindiziert

Kontraindikationen

Eisen(II)glycinsulfat - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Eisen(II)-Glycinsulfat
  • Ösophagusstriktur
  • hereditäre Hämochromatosen (Typ 1 - 4)
  • sekundäre Hämosiderosen
    • bei chronischen Hämolysen mit Zeichen der Eisenüberladung, bei Thalassämie und anderen Hämoglobinopathien
  • Eisenverwertungsstörungen
    • z.B. sideroachrestischen Anämien, Bleianämien
  • wiederholte oder chronische Bluttransfusionen
  • Kinder < 6 Jahre
  • Kinder ab 6 Jahre mit einem Körpergewicht < 20 kg

Therapiehinweise

Einnahme auf nüchternen Magen.

Nebenwirkungen

Eisen(II)glycinsulfat - peroral
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • gastrointestinale Beschwerden
      • Diarrhöe
      • Obstipation
      • Sodbrennen
      • Erbrechen
      • Nausea
      • Hinweise
        • Häufigkeit nimmt mit steigender Dosis zu
        • eine im Verlauf der Behandlung auftretende dunkle Verfärbung des Stuhls kann auf den Eisengehalt zurückzuführen sein und ist unbedenklich
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • reversible Verfärbung des Zahnbereiches
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Bauchschmerzen
      • Oberbauchschmerzen
      • gastrointestinale Blutungen
      • reversible Verfärbung der Zunge
      • reversible Verfärbung der Mundschleimhaut
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Hauterscheinungen, Exanthem, Hautausschlag und Urtikaria)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische Reaktion

Anwendungshinweise

  • Tabletten unzerkaut mit ausreichend Wasser einnehmen
  • Einnahme entweder morgens nüchtern (ca. 1 Stunde vor dem Frühstück) oder in ausreichendem Abstand von etwa 2 Stunden vor oder nach einer Mahlzeit
  • bei Verabreichung einer der folgenden Substanzen: geringster Zeitabstand zwischen den Einnahmen beträgt mindestens 2 Stunden
    • Tetracycline, Penicillamin, Levodopa und Methyldopa (Beeinflussung der Resorption)
    • Chinolon-Antibiotika wie z.B. Ciprofloxacin, Levofloxacin, Norfloxacin, Ofloxacin (Beeinflussung der Resorption; Einnahme mind. 2 Stunden vor oder mind. 4 Stunden nach Eisen)
    • Thyroxin (Beeinflussung der Resorption)
    • Colestyramin, Antazida (Calcium-, Magnesium-, Aluminium-Salze) sowie Calcium- und Magnesium-Ergänzungspräparaten (Beeinflussung der Resorption)
    • Salicylate oder nichtsteroidale Antirheumatika (verstärkte Reizwirkung des Eisens auf die Schleimhaut des MagenMagen-Darm-Traktes)
    • Inhaltsstoffe aus vegetarischer Nahrung (eisenbindende Substanzen wie Phosphate, Phytate oder Oxalate) sowie Bestandteile aus Milch, Kaffee und Tee (Hemmung der Eisenresorption)
    • Bisphosphonate (bei gleichzeitiger Verabreichung von Eisen mit Bisphosphonaten wird sowohl die Resorption von Eisen als auch die Resorption der Bisphosphonate vermindert)

Stillzeithinweise

Eisen(II)glycinsulfat - peroral
  • im therapeutischen Dosisbereich besteht keine Einschränkung bei der Anwendung
  • Eisen(II)-Glycinsulfat ist für die Anwendung in der Stillzeit vorgesehen

Schwangerschaftshinweise

Eisen(II)glycinsulfat - peroral
  • im therapeutischen Dosisbereich besteht keine Einschränkung bei der Anwendung
  • Eisen(II)-Glycinsulfat ist für die Anwendung in der Schwangerschaft vorgesehen
  • Fertilität
    • keine Daten zur Beeinträchtigung der Fertilität im Zusammenhang mit der Anwendung beim Menschen vorliegend

Warnhinweise

Eisen(II)glycinsulfat - peroral
  • Patienten mit bestehenden gastrointestinalen Erkrankungen wie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Darmstenosen, Divertikeln, Gastritis, Magen- und Darmgeschwüren
    • sollten vorsichtig mit Eisen(II)-glycinsulfat behandelt werden
    • Inzidenz und Schwere von gastrointestinalen Schleimhautschäden ist abhängig von der lokalen Konzentration freier Eisen-Ionen
  • ältere Menschen mit zunächst nicht erklärbarem Eisenmangel bzw. Anämie
    • müssen vor der Behandlung sorgfältig auf die Ursache des Eisenmangels bzw. der Blutungsquelle untersucht werden
  • Patienten mit schwerer sowie chronischer Nierenerkrankung, die Erythropoetin benötigen
    • mit Vorsicht behandeln
    • Eisen sollte intravenös verabreicht werden, da oral verabreichtes Eisen bei urämischen Individuen schlecht aufgenommen wird
  • Patienten mit Leberfunktionsstörungen und Patienten, die an Alkoholismus leiden
    • sollten vorsichtig behandelt werden
  • Kinder
    • v.a. bei Kindern können Eisenpräparate Vergiftungen verursachen
  • Verfärbungen der Zähne
    • können bei der Behandlung auftreten
    • entsprechend der wissenschaftlichen Literatur können sich diese Zahnverfärbungen spontan nach Absetzen des Arzneimittels zurückbilden oder müssen durch Verwendung einer schleifenden Zahnpasta oder durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt werden