FERRO SANOL COMP
UCB Pharma GmbH
Wirkstoff: Cyanocobalamin/Eisen/Folsäure →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 ST | 10,20 € |
| N2 | 50 ST | 20,44 € |
| N3 | 100 ST | 30,87 € |
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Indikation
Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren (>/= 20 kg KG)
- Eisenmangelzustände
- Eisenmangelanämien
- zur gleichzeitgen Verhütung eines Mangels an Vitamin B12 und Folsäure
Dosierung
- Eisenmangelzustände, Eisenmangelanämien, zur gleichzeitgen Verhütung eines Mangels an Vitamin B12 und Folsäure
- Allgemein
- Dosierung entsprechend den Bedürfnissen des Patienten angepassen und Reaktion der klin. Variablen (z.B. Hämoglobin, Ferritin, Transferrin) überwachen
- max. 5 mg Eisen(II)-Ion / kg KG / Tag
- Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren (>/= 20 kg KG)
- 1 Kapsel (entsprechend 30 mg Eisen(II)-Ion) 3mal / Tag
- Kinder < 6 Jahre (< 20 kg KG)
- kontraindiziert
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich (keine klinischen Daten)
- Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
- keine Dosisanpassung erforderlich (keine klinischen Daten)
- Patienten mit Leberfunktionsstörungen/Alkoholismus
- Anwendung mit Vorsicht
- Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen, die Erythropoetin benötigen
- Eisen intravenös verabreichen
- Behandlungsdauer
- ca. 10 Wochen bis zur Normalisierung der Hämoglobinwerte
- dann Fortführung der Therapie für 3 - 6 Monate unter Überwachung der Ferritinwerte bis zur Auffüllung der Körpereisendepots
- Allgemein
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen Eisen(II)-glycin-sulfat-Komplex
- Überempfindlichkeit gegen Folsäure
- Überempfindlichkeit gegen Vitamin B12
- Überempfindlichkeit gegen einen der sonstigen Bestandteile
- Ösophagusstriktur
- hereditären Hämochromatosen (Typ 1- 4)
- sekundären Hämosiderosen
- bei chronischen Hämolysen mit Zeichen der Eisenüberladung
- bei Thalassämie und anderen Hämoglobinopathien
- bei chronischer Transfusionsbedürftigkeit
- Eisenverwertungsstörungen
- z.B. sideroachrestischen Anämien
- Bleianämien
- megaloblastäre Anämie infolge eines isolierten Vitamin B12-Mangels
- z.B. infolge Mangels an Intrinsic-Faktor
- wiederholten oder chronischen Bluttransfusionen
- Kinder < 6 Jahre
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gastrointestinale Beschwerden
- Diarrhöen
- Obstipationen
- Sodbrennen
- Erbrechen
- Nausea
- Hinweis: die Häufigkeit nimmt mit steigender Dosis zu
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Reversible Verfärbung des Zahnbereiches
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen z.B.
- Hauterscheinungen
- Exanthem
- Hautausschlag
- Urtikaria
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- v.a. bei hohen Dosen zentralnervöse Störungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Anwendungshinweise
- Kapseln unzerkaut mit Flüssigkeit (kein Kaffee, kein schwarzer Tee, keine Milch) einnehmen
- morgens nüchtern (ca. 1 Stunde vor dem Frühstück) oder im ausreichendem Abstand von etwa 2 Stunden vor oder nach einer Mahlzeit
- bei Bedarf können die Kapeln auch geöffnet und eingenommen werden
- Kapsel hierfür über einem Löffel öffnen und den Inhalt einnehmen
- nach der Einnahme genügend Wasser trinken
- Verringerung der Eisenresorption durch gleichzeitige Verabreichung (d.h. innerhalb der nächsten 2 - 3 Stunden) mit
- Getreideprodukten, Gemüse (Phytine, Oxalate und Phosphate)
- Kaffe, Tee, Milch und Colagetränke
- Penicillamin, orale Goldverbindungen, L-Methyldopa, Levodopa, L-Thyroxin
- Fluorchinolonen (z. B. Ciprofloxacin, Levofloxacin, Norfloxacin, Gatifloxacin und Ofloxacin)
- Tetracycline, Doxycyclin
- Protonenpumpenhemmer
- Bisphosphonate
- Colestyramin, Antazida (Calcium-, Magnesium-, Aluminium-Salze) sowie Calcium- und Magnesium-Ergänzungspräparaten
- Salicylate oder nichtsteroidale Antirheumatika verstärken die Reizwirkung des Eisens auf die Schleimhaut des MagenMagen-Darm-Traktes
- Dunkelfärbung des Stuhles möglich
- üblichen Tests auf okkultes Blut im Stuhl (Guajak-Tests) können falsch positiv ausfallen
Stillzeithinweise
- Anwendung in der Stillzeit im therapeutischen Dosisbereich möglich
Schwangerschaftshinweise
- Anwendung in der Schwangerschaft im therapeutischen Dosisbereich möglich
Warnhinweise
- eine Einnahme bei Patienten
- mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption
- Vorsicht bei Patienten mit
- bestehenden gastrointestinalen Erkrankungen wie
- chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
- Darmstenosen
- Divertikeln
- Gastritis
- Magen- und Darmgeschwüren
- bestehenden gastrointestinalen Erkrankungen wie
- bei Anämie aufgrund einer schweren Nierenerkrankung Einnahme zusammen mit Erythropoetin
- Therapiehinweise
- meist unbedenkliche Schwarzfärbung des Stuhles
- Eisenpräparate können Ursache einer Obstipation sein
- Eisenpräparate können vor allem bei Kindern Vergiftungen verursachen
- mögliche Verfärbung der Zähne ( reversibel)
- eine schleimhautreizende Wirkung im MagenMagen-Darm-Trakt kann durch orale Gabe von nichtsteroidalen Antiphlogistika (z.B. Salicylaten und Phenylbutazon) verstärkt werden
- insbesondere bei älteren Menschen mit zunächst nicht erklärbarem Eisenmangel bzw. Anämie muss sorgfältig nach der Ursache des Eisenmangels bzw. der Blutungsquelle gesucht werden
- Überdosierung
- bei Dosierungen ab 20 mg Fe2+/kg KG bereits mögliche Intoxikationserscheinungen
- bei Dosierungen ab 60 mg Fe2+/kg KG muss mit dem Auftreten schwerer toxischer Wirkungen gerechnet werden
- Vergiftungen durch Dosierungen von 200 bis 400 mg Fe2+/kg KG führen unbehandelt zum Tode.
- bei Kleinkindern kann eine Dosis von 400 mg Fe2+ bereits zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen
- Vergiftungssymptome in Phasen
- ca. 30 Minuten bis 5 Stunden nach oraler Aufnahme Symptomen wie Unruhe, Magenschmerzen, Nausea, Erbrechen und Diarrhöe, Stuhl ist teerartig schwarz gefärbt, das Erbrochene kann Blut enthalten
- Es können sich Schock, metabolische Azidose und Koma entwickeln
- Oft tritt danach eine scheinbare Erholungsphase ein, die bis zu 24 Stunden anhalten kann
- Danach kommt es erneut zu Diarrhöe, Schock und Azidose. Nach Krämpfen, Cheyne-Stoke'scher Atmung, Koma und Lungenödem kann der Tod eintreten.
- Therapiemaßnahmen bei Überdosierung
- resorptionsverhindernden Gabe von Milch oder Hühnereiweiß
- spezifisches Antidot steht Deferoxamin (Desferal?) zur Verfügung
- Eisenvergiftung: 5 - 10 g Deferoxamin oral verabreicht und gleichzeitig 1 - 2 g parenteral (i.m.) injiziert
- FolsäureHöhere Folsäuredosen werden in der Regel ohne Zeichen einer Intoxikation vertragen. In Einzelfällen können gastrointestinale Störungen, Schlafstörungen, Erregung, Depression und bei gleichzeitiger antikonvulsiver Therapie eine Zunahme der Krampfbereitschaft auftreten
- Beeinflussung von Laborparameter
- falsch-positive Benzidin-Probe
- falsch-positive Guajak-Teste