FERRUM HAUSMANN

Vifor Pharma Deutschland GmbH Wirkstoff: Eisen →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 30 ML 15,27 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • Therapie von Eisenmangelzuständen

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Lösung (ca. 20 Tropfen) enthält 50 mg Eisen als Eisen(III)-Carboxymaltose

  • Therapie von Eisenmangelzuständen
    • Dosierung
      • Erwachsene >/= 18 Jahre
        • 40 - 80 Tropfen (100 - 200 mg Eisen) / Tag
      • Kinder (einschl. Frühgeborene und Säuglinge) und Jugendliche < 18 Jahre
        • 3 mg Eisen / kg KG / Tag
        • max. zulässige Dosis: 5 mg Eisen / kg KG / Tag
        • alters- und gewichtsadaptierte Dosierung:
          • Säuglinge < 15 kg und Frühgeborene
            • 1 - 2 Tropfen (2,5 - 5 mg Eisen) / kg KG / Tag
          • Kinder 15 - 19 kg
            • 20 - 30 Tropfen (50 - 75 mg Eisen) / Tag
          • Kinder 20 - 29 kg
            • 30 - 40 Tropfen (75 - 100 mg Eisen) / Tag
          • Kinder und Jugendliche 30 - 50 kg
            • 40 - 60 Tropfen (100 - 150 mg Eisen) / Tag
          • Kinder und Jugendliche > 50 kg
            • 60 - 80 Tropfen (150 - 200 mg Eisen) / Tag
    • Behandlungsdauer
      • abhängig vom Eisenbedarf (verminderte Zufuhr, gesteigerter Bedarf, krankheitsbedingte Eisenverluste) und vom Schweregrad des Eisenmangels
      • durch den Arzt festzulegen
      • mind. 3 Monate zur Behebung der Eisenmangelanämie
      • Hämoglobin (Hb)-Wert und Eisenparameter (z. B. die Plasmaferritinkonzentration) während der Behandlung überwachen, um Eisenmangelzustand sowie Eisenspeicher im Körper zu kontrollieren

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • begrenzte Daten aus klinischen Studien
    • keine Dosisanpassung erforderlich
      • Erfahrungen seit der Markteinführung sprechen für unverändertes Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil
  • Nieren- und Leberinsuffizienz
    • begrenzte Daten aus klinischen Studien
    • keine Dosisanpassung erforderlich
      • Erfahrungen seit der Markteinführung sprechen für unverändertes Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil
  • Patienten mit relevanter gastrointestinaler Erkrankung bzw. früherer gastrointestinaler Erkrankung
    • begrenzte Daten aus klinischen Studien
    • keine Dosisanpassung erforderlich
      • Erfahrungen seit der Markteinführung sprechen für unverändertes Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil

Kontraindikationen

Dextriferron - peroral
  • Überempfindlichkeit gegenüber Eisen(III)-hydroxid-Polymaltose-Komplex
  • Eisenüberladung wie
    • Hämochromatose
    • Hämosiderose
  • Eisenverwertungsstörungen wie
    • Anämie durch Bleivergiftung
    • sideroachrestische Anämie
    • Thalassämie
  • Anämien, die nicht durch Eisenmangel hervorgerufen werden, wie
    • hämolytische Anämie oder
    • Megaloblastenanämie aufgrund eines Vitamin-B12-Mangels

Therapiehinweise

Einnahme während des Essens.

Nebenwirkungen

Dextriferron - peroral
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Verfärbung der Faeces
        • bei 23 % der Patienten berichtet
        • dies ist eine bekannte UAW oraler Eisenpräparate
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Diarrhoe
      • Übelkeit
      • Dyspepsie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erbrechen
      • Obstipation
      • Abdominalschmerzen
      • Zahnverfärbung
        • bei 0,6 % der Patienten berichtet
        • dies ist eine bekannte UAW oraler Eisenpräparate
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ausschlag / Exanthem
      • Pruritus

Anwendungshinweise

  • Tropfen zum Einnehmen
  • Nahrungsmittel und Getränke haben keinen Einfluss auf die Resorption von Eisen aus diesem Arzneimittel
  • Einnahmezeitpunkt
    • Einnahme nüchtern oder zu den Mahlzeiten
    • empfohlen wird jedoch die Einnahme während oder direkt nach einer Mahlzeit
      • Nebenwirkungen im Gastrointestinaltrakt können auf diese Weise verringert werden
  • Mischen der Tropfen mit flüssigen Nahrungsmitteln
    • hilft eine Verfärbung der Zähne zu verhindern
    • geeignet sind Frucht- und Gemüsesäften oder Baby- / Flaschennahrung
      • die leichte Verfärbung der Mischung beeinträchtigt weder den Geschmack der Säfte / Babynahrung noch die Wirksamkeit des Eisenpräparates
  • exakte Dosierung
    • Flasche muss senkrecht gehalten werden
    • Tropfenfluss sollte sofort beginnen
      • ansonsten: vorsichtig an die Flasche klopfen, bis sich ein Tropfen bildet
    • Flasche nicht schütteln

Stillzeithinweise

Dextriferron - peroral
  • als Vorsichtsmaßnahme sollten Frauen in der Stillzeit das Arzneimittel nur nach Rücksprache mit einem Arzt anwenden
    • eine Nutzen-Risiko-Abwägung wird empfohlen
  • Menschliche Muttermilch enthält natürlicherweise an Laktoferrin gebundenes Eisen
  • es ist nicht bekannt, wie viel Eisen aus dem Arzneimittel in die Muttermilch übergeht
  • es ist unwahrscheinlich, dass das Arzneimittel bei stillenden Frauen zu unerwünschten Wirkungen beim Säugling führt

Schwangerschaftshinweise

Dextriferron - peroral
  • aus Vorsichtsgründen sollten Frauen in gebärfähigem Alter und Frauen während der Schwangerschaftdas Arzneimittel nur nach Rücksprache mit einem Arzt anwenden
    • eine Nutzen-Risiko-Abwägung wird empfohlen
  • keine Daten aus klinischen Studien zur Anwendung bei Schwangeren während des 1. Trimesters vorliegend
  • bislang liegen keine Berichte über schwerwiegende unerwünschte Wirkungen nach Einnahme therapeutischer Dosierungen zur Behandlung von Anämien in der Schwangerschaft vor
  • sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge) mit der Anwendung bei Schwangeren nach dem 1. Trimester zeigten keine unerwünschten Effekte auf Mütter und/oder Neugeborene
    • daher ist ein negativer Einfluss auf den Fetus unwahrscheinlich
  • tierexperimentelle Studien
    • ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
  • Fertilität
    • tierexperimentelle Fertilitätsstudien zeigten keine Auswirkungen auf die Fertilität

Warnhinweise

Dextriferron - peroral
  • Infektionen oder Tumore
    • können eine Anämie verursachen
    • da Eisen nur nach Behebung der Primärerkrankung verwertet werden kann, ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung zu empfehlen
  • Dunkelfärbung der Faeces
    • kann während der Behandlung auftreten
    • hat jedoch keine klinische Relevanz
  • eine Eisenüberladung oder Intoxikation ist aufgrund der geringen Toxizität des Wirkstoffs unwahrscheinlich