Firdapse 10 mg Tabletten Amifampridine
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 2323,72 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Symptomatische Behandlung des Lambert-Eaton-Myasthenischen Syndroms (LEMS) bei Erwachsenen
Dosierung
- symptomatische Behandlung des Lambert-Eaton-Myasthenischen Syndroms (LEMS) bei Erwachsenen
- Hinweis
- Behandlung ist unter Aufsicht eines in der Behandlung der Krankheit erfahrenen Arztes einzuleiten
- Dosis sollte aufgeteilt werden auf mehrere Einzelgaben, 3 - 4mal / Tag
- Behandlungsabbruch
- Wiederauftreten der Symptome von LEMS möglich
- Anfangsdosis
- 15 mg Amifampridin / Tag, verteilt auf 3 - 4 Einzelgaben
- Dosiserhöhung (optional)
- alle 4 - 5 Tage um 5 mg Amifampridin / Tag
- Maximaldosen
- max. 60 mg Amifampridin / Tag
- max. 20 mg Amifampridin / Einzeldosis
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
- Hinweis
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- vorsichtige Anwendung
- Initialdosis
- mäßige oder schwere Nierenfunktionsstörung
- 5 mg Amifampridin 1mal / Tag
- leichte Nierenfunktionsstörung
- 10 mg Amifampridin / Tag (5 mg Amifampridin 2mal / Tag)
- mäßige oder schwere Nierenfunktionsstörung
- Dosiserhöhung
- langsamere Titration
- Dosissteigerung in Schritten von 5 mg Amifampridin alle 7 Tage
- bei Auftreten von Nebenwirkungen
- Dosissteigerung abbrechen
- langsamere Titration
- Leberinsuffizienz
- vorsichtige Anwendung
- Initialdosis
- mäßige oder schwere Nierenfunktionsstörung
- 5 mg Amifampridin 1mal / Tag
- leichte Nierenfunktionsstörung
- 10 mg Amifampridin / Tag (5 mg Amifampridin 2mal / Tag)
- mäßige oder schwere Nierenfunktionsstörung
- Dosiserhöhung
- langsamere Titration
- Dosissteigerung in Schritten von 5 mg Amifampridin alle 7 Tage
- bei Auftreten von Nebenwirkungen
- Dosissteigerung abbrechen
- langsamere Titration
Kontraindikationen
Amifampridin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Amifampridin
- Epilepsie
- nicht kontrolliertes Asthma
- gleichzeitige Anwendung von Sultoprid
- gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln mit geringer therapeutischer Breite
- gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln mit einem bekannten Potential für die Auslösung von QTc-Verlängerung
- bei Patienten mit kongenitalen QT-Syndromen
Therapiehinweise
Einnahme während des Essens.
Nebenwirkungen
Amifampridin - peroral
- das Lambert-Eaton-Myasthenische Syndrom ist eine sehr seltene genetische Störung
- gibt aufgrund der kleinen Anzahl betroffener Patienten sehr wenig Informationen über die unerwünschten Wirkungen der Behandlung mit Amifampridin
- Intensität und Inzidenz der meisten unerwünschten Wirkungen ist dosisabhängig
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schlafstörungen
- Angstzustände
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel
- Hypästhesie
- Parästhesie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Konvulsionen
- Benommenheit
- Schläfrigkeit
- Schwächegefühl
- Kopfschmerzen
- Chorea
- Myoklonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- verschwommenes Sehen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzrhythmusstörungen
- Palpitation
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- kalte Extremitäten
- ohne Häufigkeitsangabe
- Raynaud-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Husten
- bronchiale Hypersekretion
- Asthma-Anfall bei asthmatischen Patienten oder Patienten mit Asthma in der Vorgeschichte
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- orale Hypästhesie
- orale Parästhesie
- periphere und peribuccale Parästhesien
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- abdominale Schmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Epigastralgie
- Diarrhö
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhte Leberenzymwerte (Transaminasen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hyperhidrose
- kalter Schweiß
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- nur zum Einnehmen
- Einnahme der Tabletten mit den Mahlzeiten
Stillzeithinweise
Amifampridin - peroral
- es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Amifampridin verzichtet werden soll / die Behandlung mit Amifampridin zu unterbrechen ist
- sowohl den Nutzen des Stillens für das Kind als auch den Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
- nicht bekannt, ob Amifampridin in die Muttermilch ausgeschieden wird
- tierexperimentelle Studien
- Amifampridin in der Milch säugender Muttertiere festgestellt
- bei der Untersuchung gesäugter neugeborener Tiere zeigten sich keine unerwünschten Wirkungen durch die Amifampridin-Exposition über die Muttermilch
Schwangerschaftshinweise
Amifampridin - peroral
- Amifampridin sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- für Amifampridin liegen keine hinreichenden klinischen Daten über exponierte Schwangere vor
- tierexperimentelle Studien
- Amifampridin hat bei Kaninchen keine Wirkungen auf die Lebensfähigkeit und Entwicklung von Embryonen/Feten gezeigt, aber bei Ratten wurden mehr Muttertiere mit Totgeburten beobachtet
- Frauen im gebärfähigen Alter
- zuverlässige Verhütungsmethode während der Therapie anwenden
- Fertilität
- über die Wirkungen von Amifampridin auf die Reproduktionsfunktion präklinische Sicherheitsdaten vorliegend
- keine Beeinträchtigung der Reproduktion beobachtet
- über die Wirkungen von Amifampridin auf die Reproduktionsfunktion präklinische Sicherheitsdaten vorliegend
Warnhinweise
Amifampridin - peroral
- wenn die Behandlung abgebrochen wird, können bei Patienten die Symptome von LEMS auftreten
- Leber- und Niereninsuffizienz
- Pharmakokinetik von Amifampridin in einer Einzeldosis-Phase-I-Studie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion untersucht
- keine Studien an Patienten mit Leberinsuffizienz durchgeführt
- Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz müssen wegen des Risikos deutlich erhöhter Exposition gegenüber dem Arzneimittel sorgfältig überwacht werden
- Amifampridin-Dosis ist bei Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz langsamer zu titrieren als bei Patienten mit normaler Nieren- und Leberfunktion
- wenn unerwünschte Wirkungen auftreten, ist die Dosissteigerung abzubrechen
- epileptische Anfälle
- Exposition gegenüber Amifampridin ist mit einem erhöhten Risiko für epileptische Anfälle verbunden
- Risiko für Anfälle ist dosisabhängig und bei Patienten mit Risikofaktoren, die die epileptische Krampfschwelle erniedrigen, erhöht
- dazu gehört die Anwendung in Kombination mit anderen Arzneimitteln, die bekanntlich die Schwelle für das Auftreten epileptischer Anfälle erniedrigen
- wenn ein Krampfanfall auftritt, ist die Behandlung abzubrechen
- Karzinogenitätsrisiko
- in einer 2-jährigen Fütterungsstudie zur Karzinogenizität wurden benigne und maligne Schwannome bei mit Amifampridin behandelten Ratten beobachtet
- Amifampridin war in einer Standard-Testreihe von In-vitro- und In-vivo-Tests nicht genotoxisch
- Zusammenhang zwischen der Verabreichung von Amifampridin und der Entwicklung von Tumoren beim Menschen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt
- die meisten Schwannome sind gutartig und asymptomatisch; können sich an verschiedenen Stellen bilden, sodass die klinische Präsentation vielfältig sein kann
- Diagnose Schwannom sollte bei Patienten in Betracht gezogen werden, die Symptome wie eine bei Palpation schmerzhafte Masse oder Symptome ähnlich einer kompressiven Neuropathie entwickeln
- Schwannome wachsen i. A. langsam und können über Monate oder Jahre keinerlei Symptome verursachen
- Nutzen einer fortgesetzten Behandlung mit Amifampridin sollte für alle Patienten, die an einem Schwannom erkranken, geprüft werden
- Amifampridin sollte bei Patienten mit erhöhtem Schwannomrisiko, z.B. bei Patienten mit Vorerkrankungen wie Tumoren, Neurofibromatose Typ 2 oder Schwannomatose, mit Vorsicht eingesetzt werden
- Kardiale Wirkungen
- klinische und EKG-Überwachung sind bei der Einleitung der Behandlung und danach jährlich angezeigt
- bei Zeichen und Symptomen, die auf kardiale Arrhythmien hindeuten, ist sofort ein EKG durchzuführen
- Begleiterkrankungen
- Patienten müssen angewiesen werden, jeden ihrer behandelnden Ärzte darüber zu informieren, dass sie dieses Arzneimittel einnehmen, da eine engmaschige Überwachung einer Begleiterkrankung, insbesondere von Asthma, erforderlich sein kann